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Beamtenkredit im Vergleich – was lohnt sich?

Ein Beamtenkredit-Vergleich empfiehlt sich. Obwohl Beamtendarlehen in der Regel günstige Zinssätze bieten, heißt das nicht, dass Beamte am Markt nicht noch bessere Konditionen erhalten können. Auch bei normalen Krediten können Staatsbedienstete oft Zinsvorteile erzielen. Ihre de facto unkündbare Stellung beim Staat und ihr gesichertes Einkommen machen es möglich.

Wie teuer ein Kredit ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Da sind zum einen die geschäftspolitische Ausrichtung des Kreditinstituts sowie seine Kosten- und Risikostrukturen. Banken, die Kredite nur an Privatkunden vergeben oder Direkt- bzw. Online-Anbieter sind, haben wegen ihres risikoärmeren Geschäftes und ihrer schlanken Aufstellung mehr Spielräume bei den Zinsen als andere Institute. Daher sind Kredite hier oft besonders attraktiv.

Auf der anderen Seite spielt natürlich die individuelle Bonität eine wichtige Rolle. Beamte genießen wegen ihres Status Vorteile gegenüber anderen Kreditgebern, die sich nicht nur bei speziellen Beamtendarlehen sondern generell bei Kreditangeboten bemerkbar machen. Erst aus dem Zusammenwirken der verschiedenen Faktoren erklärt sich letztlich, wie teuer oder günstig ein Kredit ist.

Beamtenkredite im Vergleich – Effektivzins maßgebliche Vergleichsgröße

Die maßgebliche Vergleichsgröße bei Krediten ist der Effektivzins. Das gilt auch beim Beamtenkredit-Vergleich. Der Effektivzins berücksichtigt nicht nur die Zinsen als wichtigste Kostengröße sondern auch weitere Kostenkomponenten wie Gebühren, Disagios, Zins- und Tilgungsverrechnungen usw.. Erst dadurch wird ein echter Kostenvergleich möglich.

Vergleichsportale im Internet bieten eine gute Möglichkeit, um günstige, allgemein zugängliche Kredite am Markt zu identifizieren. Mit der Angabe des Kreditwunsches erhält der Nutzer eine Auflistung möglicher Kreditanbieter nach der „Günstigkeit“ sortiert. Allerdings sind die dort gezeigten Effektivzinssätze nicht unbedingt diejenigen, die im konkreten Einzelfall gelten. Dies hängt nämlich von der individuellen Kreditwürdigkeit ab. Die auf den Portalen angegebenen Zinssätze unterstellen in der Regel eine sehr gute Bonität. Immerhin können Beamte davon ausgehen, dass sie aufgrund ihrer Voraussetzungen nahe an der Bestnote sind.

Erst die Kreditanfrage zeigt die richtigen Konditionen

Welche Konditionen aber tatsächlich zugrunde zu legen sind, lässt sich nur mit einer Kreditanfrage beim jeweiligen Anbieter erfahren. Fast alle Vergleichsportale ermöglichen es, solche Anfragen direkt online zu stellen. In der Regel berücksichtigen die Portale bei ihren Auflistungen nicht spezielle Angebote für Beamte oder von Beamtenbanken. Diese müssen dann extra recherchiert und angefragt werden. Nur so ist ein vollständiger Vergleich möglich.

Vergleiche sind vor allem bei Baufinanzierungen zu empfehlen. Denn hier können wegen der hohen Kreditsummen und der langen Laufzeiten selbst geringe Zinsunterschiede Auswirkungen von etlichen Tausend Euro haben. Aber auch bei normalen Ratenkrediten empfiehlt sich der Beamtenkredit-Vergleich.

Beamtendarlehen bei der Sparkasse

Um es vorwegzunehmen – einen speziellen Beamtenkredit bei Sparkassen gibt es in der Regel nicht. Dennoch werden die Kreditangebote von Sparkassen gerne von Beamten und Angestellten des öffentlichen Dienstes genutzt.

Die Sparkassen bilden nach wie vor eine tragende Säule der deutschen Kreditwirtschaft. Zusammen mit den Landesbanken stellen sie nach Marktanteilen die größte Kreditinstitutsgruppe dar. Mit rund 10.000 Filialen verfügen sie immer noch über das dichteste Zweigstellennetz hierzulande. Auch in kleineren Orte und auf dem Lande sind Sparkassen fast flächendeckend präsent.

Kein spezieller Beamtenkredit der Sparkasse

Jede der rund 400 Sparkassen ist ein selbständiges Institut, das in eigener Verantwortung über seine Geschäftspolitik entscheidet. Das gilt auch für Kreditangebote – zum Beispiel an Beamte. Aufgrund ihres öffentlich-rechtlichen Status und der kommunalen Trägerschaft haben Sparkassen zwar eine gewisse „Nähe zum Staat“. Das schlägt sich aber nicht unbedingt in speziellen Produktangeboten an Beamte nieder. Das würde sogar ihrem öffentlichen Auftrag zuwiderlaufen. Denn Sparkassen sind der Gemeinnützigkeit verpflichtet, ihr Angebot soll der gesamten Bevölkerung zugutekommen, nicht bestimmten Gruppen.

Nichtsdestotrotz erhalten Beamte bei Krediten von Sparkassen oft günstigere Konditionen als andere Kreditnehmer. Insofern handelt es sich dann um einen „Beamtenkredit der Sparkasse“. Das liegt aber weniger an der Beamteneigenschaft an sich als an der guten Risikobewertung. Tatsächlich weisen Beamte im Schnitt eine bessere Bonität auf als normale Arbeitnehmer. Dazu tragen ihr sicheres und geregeltes Einkommen, die faktische Unkündbarkeit sowie die klaren Gehaltsperspektiven bei. Die Ausfallrisiken sind bei Beamten niedriger als bei anderen Berufsgruppen. Bei der Kreditvergabe legt die Sparkasse aber grundsätzlich an Beamte die gleichen Maßstäbe an wie an sonstige Kreditnehmer.

Kredite bei der Sparkasse – auch online erhältlich

Bei Krediten decken Sparkassen grundsätzlich die gesamte Bandbreite an Möglichkeiten ab. Jede Sparkasse bietet im Rahmen des Konsumentenkreditgeschäftes Ratenkredite für unterschiedliche Zwecke an – zum Beispiel für Anschaffungen oder Autofinanzierungen. Auch der Disporahmen beim Girokonto ist selbstverständlich. Baufinanzierungen über Hypothekendarlehen oder Bausparverträge (in Verbindung mit dem Verbundpartner Landesbausparkassen) sind ebenfalls möglich.

Die Kreditbeantragung kann in der Filiale erfolgen, die meisten Sparkassen bieten aber zumindest bei Konsumentenkrediten inzwischen auch die Möglichkeit der Online-Beantragung. Dabei gilt das Regionalprinzip. Kredite und andere Bankgeschäfte werden nur Kunden angeboten, die im Geschäftsgebiet der jeweiligen Sparkasse ansässig sind.

Wegen der hohen Filialdichte haben Sparkassen tendenziell ungünstigere Kostenstrukturen als reine Online- und Direktbanken. Dadurch sind ihre Kredite oft etwas teurer. Das gilt auch in puncto „Beamtenkredit der Sparkasse“. Dennoch kann es sich lohnen, bei Kreditvergleichen auch auf Sparkassen-Kredite zu schauen.

Kredite für Beamte in der Probezeit

Einen Kredit als Beamter auf Probe erhalten – das wünschen sich viele angehende Beamte. Meist geht es dabei um die Finanzierung von Anschaffungen, zum Beispiel für die Wohnungseinrichtung oder den Autokauf. Baufinanzierungen sind eher später gefragt.

Beamte auf Probe befinden sich noch nicht in einem so gesicherten Beschäftigungsverhältnis wie Beamte auf Lebenszeit. Die Probezeit ist eine Zeit der Bewährung, in der der Proband zeigen muss, ob er für seine künftige Lebensstellung auch tatsächlich geeignet ist. Die Nicht-Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit ist durchaus möglich, wenn Zweifel an der Erfüllung der Anforderungen bestehen. Allerdings ist das eher eine theoretische Konstellation. In der ganz überwiegenden Zahl der Fälle erfolgt nach dem Ablauf der Probezeit die Übernahme als Beamter auf Lebenszeit.

Auch als Beamter auf Probe geschätzter Kreditnehmer

Damit besitzt man für einen Kredit als Beamter auf Probe nahezu die gleichen guten Voraussetzungen wie ein Beamter auf Lebenszeit. Auch die sich speziell an Beamte richtenden Beamtenkredite oder -darlehen sind grundsätzlich für Beamte auf Probe zugänglich. Ggf. müssen geringfügige Abstriche bei den Konditionen wegen des vorläufigen Beamtenstatus hingenommen werden.

Selbstverständlich können auch normale Kredite für Beamte auf Probe in Anspruch genommen werden. Trotz der Probezeit haben Beamte auf Probe immer noch bessere Voraussetzungen als viele andere Arbeitnehmer. Sie verfügen über eine regelmäßiges gesichertes Einkommen, ihr Dienstherr ist in jedem Fall ein solventer Arbeitgeber, die Wahrscheinlichkeit einer Übernahme als Beamter auf Lebenszeit ist hoch.

Warum sich beim Kredit für Beamte auf Probe Vergleiche lohnen

Da es bei den in der Regel gefragten Ratenkrediten meist um nicht so ausgedehnte Laufzeiten und überschaubare Kreditsummen geht, ist das Risiko eines Kreditausfalls aus Kreditgebersicht gering. Beamte auf Probe sind überdurchschnittlich kreditwürdig. Daher gelten auch für den Kredit für Beamte auf Probe meist günstigere Konditionen als für Kreditnehmer mit normalem Arbeitnehmerstatus. Wenn keine negativen Schufa-Merkmale vorliegen und die Zahlungsfähigkeit gewährleistet ist, sollte der Kreditgewährung eigentlich nichts im Wege stehen.

Obwohl Beamtenkredite in der Regel gute Konditionen bieten, sollten sich Beamte auf Probe bei der Auswahl nicht nur darauf beschränken. Auch normale Ratenkreditangebote können durchaus attraktiv sein. Bei Online- und Direktbanken sind die Konditionen oft schon alleine wegen der besseren Kostenstrukturen dieser Institute attraktiv. Beamte auf Probe haben hier wegen ihrer guten bis sehr guten Bonität Chancen, Kredite zu Bestkonditionen zu erhalten. Im Endergebnis kann ein solcher Kredit günstiger sein als ein spezieller Beamtenkredit. Ein Vergleich unterschiedlicher Anbieter ist auf jeden Fall zu empfehlen.

Beamtenbanken im Internet

Die meisten Banken, die sich an Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes wenden, sind Filialinstitute, doch es ist auch möglich, bei einer Beamtenbank online Kredite zu erhalten. Das ist oft der bequemere Weg.

Es gibt in Deutschland eine Reihe von Instituten, die einen „Beamtenhintergrund“ haben und bei denen nach wie vor Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst überrepräsentiert sind. Es handelt sich um die Allgemeine Beamten Bank, die Badische Beamten Bank, die Sparda Banken und die PSD Banken. Bis auf die Allgemeine Beamten Bank gehören alle Institute der genossenschaftlichen Bankengruppe an.

Keine reine Beamtenbank online

Alle genannten Banken betreiben ihre Geschäfte nach wie vor zum großen Teil über Filialen, die Allgemeine Beamtenbank allerdings nur an zwei Standorten in Berlin und Potsdam. Mit der Verbreitung des Internets haben auch die „Beamtenbanken“ den Online-Vertriebsweg für sich entdeckt. Bei jedem dieser Institute ist es inzwischen möglich, Kreditanfragen online zu stellen und auch Kredite auf diesem Weg abzuschließen. Bei der Allgemeine Beamten Bank bildet das Geschäft über das Internet inzwischen eine tragende Säule, bei den anderen Instituten ist es ein ergänzender Vertriebskanal zum Filialgeschäft. Eine reine Internet-Beamtenbank gibt es nicht.

Die Online-Angebote der auf Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes ausgerichteten Institute sind auch für andere Privatkunden zugänglich, sofern es sich um Arbeitnehmer und Angestellte sowie deren Angehörige handelt. Keine einzige Beamtenbank in Deutschland beschränkt sich noch auf ihre ursprüngliche Zielgruppe.

Online vor allem bei Ratenkrediten

Beamtenbank-Online-Kredite sind in erster Linie im Ratenkreditbereich erhältlich. Dabei handelt es sich um typische Konsumentenkredite, die für Anschaffungen und Konsumwünsche eingesetzt werden können. Die Vorgehensweise ist ähnlich wie bei reinen Online- und Direktbanken.

Im Rahmen des jeweiligen Internet-Auftritts kann eine Kreditanfrage gestellt werden. Dazu sind einige wenige Angaben zur Konkretisierung des Kreditwunsches und zu den persönlichen Verhältnissen nötig. Auf dieser Datenbasis findet eine Scoring-Bewertung statt und es wird eine vorläufige Kreditzusage erteilt. Die Vertragsabwicklung mit Legitimationsprüfung, abschließender Kreditprüfung und -auszahlung findet dann postalisch statt. Das ist nicht anders als bei sonstigen Online-Kreditbeantragungen.

Bei Baufinanzierungen wird die Beantragung über das Internet nicht durchgängig angeboten. Sie ist zum Beispiel bei der Allgemeinen Beamten Bank möglich. Bei den meisten anderen Instituten können Online-Baufinanzierungsanfragen nur zur Terminvereinbarung bzw. Gesprächsvorbereitung genutzt werden. Hier ist immer noch der Gang zur Filiale erforderlich, um den Kredit tatsächlich zu erhalten.

Die digitale Beantragung kann vor allem eine schnelle und bequeme Lösung sein, um Kredit von einer „Beamtenbank“ zu erhalten. Er ist nicht unbedingt günstiger als der Filial-Kredit.

Beamtenkredite ohne Schufa-Abfrage

Auch bei Krediten an Beamte erfolgt üblicherweise eine Schufa-Abfrage – doch manchmal wird ein Beamtenkredit ohne Schufa gewünscht. Nachfolgend soll es darum gehen, was das konkret bedeutet, welche Möglichkeiten es gibt und ob eine solche Kreditaufnahme für Beamte Sinn macht.

Die Schufa-Abfrage ist Standard im Zusammenhang mit Kreditwünschen. Bei der Schufa sind Daten zum Zahlungs- und Kreditverhalten von rund 67 Millionen Bundesbürgern gespeichert. Mit der Abfrage erfährt die Bank, ob es in der Vergangenheit Zahlungsstörungen gab, Kredite nicht ordnungsgemäß bedient wurden oder sonstige Einträge vorliegen, die auf eine negative Bonität hinweisen.

Warum ein Beamtenkredit ohne Schufa?

Negative Schufa-Merkmale führen meist zur Kreditablehnung, mindestens aber zur deutlichen Kreditverteuerung. Denn die Bank berechnet dann entsprechende Risikozuschläge. Da bei Beamten nicht nur der Beamtenstatus für die Kreditwürdigkeit zählt, sondern auch individuellen Bonitätsmerkmale von Bedeutung sind, findet hier üblicherweise ebenfalls eine Schufa-Abfrage statt.

Selbstverständlich sind auch Beamte nicht vor Zahlungsproblemen gefeit, selbst wenn das im Schnitt seltener vorkommt als bei normalen Arbeitnehmern. Vor diesem Hintergrund kann durchaus der Wunsch nach einem Beamtenkredit ohne Schufa bestehen. Das gilt manchmal auch für vorübergehende Kreditaufnahmen, die die Schufa-Eintragungen wegen späterer größerer Kreditvorhaben möglichst nicht belasten sollen.

Vorsicht bei Kreditangeboten ohne Schufa

Ein spezieller Beamtenkredit ohne Schufa wird am deutschen Markt nicht angeboten. Gelegentlich wird bei Kreditanfragen von Beamten im Zusammenhang mit Beamtendarlehen auf die Schufa-Abfrage verzichtet. Das ist insofern ein Beamtenkredit ohne Schufa. Spätestens wenn es dann aber um den Kreditantrag und den Vertragsabschluss geht, wird doch die Schufa eingeschaltet. Beamte sind ansonsten auf normale Kreditangebote ohne Schufa angewiesen. Die sollten allerdings sehr sorgfältig geprüft werden.

Nicht selten sind Anbieter von Krediten ohne Schufa nicht seriös. Entweder sind die Kredite maßlos überteuert oder es ist gar keine Kreditvergabe beabsichtigt. Bei solchen Modellen muss der Kreditinteressent in der Regel bestimmte finanzielle Vorleistungen erbringen, die vermeintlich für den Zugang zum Kredit erforderlich sind. Zum Vertragsabschluss kommt es aber nicht.

Es gibt auch seriöse Angebote

Allerdings ist nicht jedes Kreditangebot ohne Schufa unseriös. Zum Teil stehen bei seriösen Angeboten Schweizer Banken dahinter, die nicht an das deutsche Schufa-System angeschlossen sind und sich auf dieses Geschäft spezialisiert haben. Bei solchen Offerten wird allerdings nicht auf die Bonitätsprüfung verzichtet. Sie ist gegebenenfalls sogar besonders streng.

Generell gilt: der Beamtenkredit ohne Schufa als Kredit für einen Beamten ohne Schufa-Abfrage sollte nur das letzte Mittel der Wahl sein. Mit einem normalen Beamtenkredit fahren Staatsbedienstete in der Regel besser.

Darlehen für Beamte auf Lebenszeit

Kredite für Beamte auf Lebenszeit sind oft besonders günstig. Wer als Beamter nach der erfolgreichen Beendigung der Probezeit diesen Status erreicht hat, gilt als besonders kreditwürdig. Das schlägt sich sehr oft vorteilhaft in den Konditionen nieder.

Was heißt Beamter auf Lebenszeit? Es bedeutet letztlich, dass der Beamte sein ganzes restliches Leben im Dienst des Staates steht und dafür bestimmte Privilegien genießt. Dazu gehört zum Beispiel seine faktische Unkündbarkeit. Beamte auf Lebenszeit können nur unter sehr engen Voraussetzungen ihre Stellung verlieren, zum Beispiel bei Verurteilung zu einer längeren Freiheitsstrafe oder bei schwerwiegenden Dienstverfehlungen. Selbst mit der Pensionierung endet das Beamtenverhältnis nicht, es ruht lediglich – bis zum Tod.

Gesicherte Verhältnisse sorgen für Kreditwürdigkeit

Ein Kredit als Beamter auf Lebenszeit ist aus Sicht des Kreditgebers besonders sicher. Dazu trägt nicht nur die Tatsache der Lebensstellung bei. Die Einkünfte lassen sich auch bei solchen Staatsbediensteten besonders gut abschätzen. Dafür gibt es nämlich Besoldungstabellen, mit denen die Einkommensentwicklung auf lange Sicht kalkuliert werden kann. Da das Einkommen die Hautquelle ist, um Zins- und Tilgungszahlungen bei Krediten darzustellen, wirkt sich das automatisch positiv auf die Kreditwürdigkeit aus.

Kredite für Beamte auf Lebenszeit werden daher sehr oft mit guten bis sehr guten Bonitäten bewertet. Banken verzichten aus diesem Grund vielfach auf Risikozuschläge beim Zinssatz und die Kreditkosten sind entsprechend niedrig. Es spielt im Prinzip keine Rolle, ob es sich um einen allgemeinen Privatkundenkredit oder ein spezielles Beamtendarlehen handelt. Die Kriterien und die Vorgehensweise bei der Kreditwürdigkeitsprüfung sind weitgehend unabhängig von der jeweiligen Kreditbezeichnung.

Was zählt, sind die Vertrauenswürdigkeit des Kreditnehmers, die Einkommenssituation, die persönlichen finanziellen und wirtschaftlichen Verhältnisse und zum Teil Kreditsicherheiten. An Beamte werden dabei die gleichen Maßstäbe angelegt wie an andere Kreditnehmer. Zum Beispiel werden auch Kredite für Beamte auf Lebenszeit nur mit einer positiven Schufa-Auskunft vergeben. Bei Beamten auf Lebenszeit ist aber wegen ihres besonderen Status die Wahrscheinlichkeit größer, dass das Ergebnis der Bonitätsprüfung positiv ausfällt.

Bei Kreditangeboten nicht nur Beamtendarlehen vergleichen

Selbstverständlich garantiert der Status alleine noch keine Kreditgewährung oder günstige Konditionen. Es kommt immer auf die individuelle Situation an. Auch ein Beamter auf Lebenszeit mit negativen Schufa-Merkmalen wird Probleme bei seinem Kreditwunsch bekommen. Gleiche Maßstäbe bei der Bonitätsbeurteilung bedeutet aber auch, beim Kredit für Beamte auf Lebenszeit nicht nur auf Beamtendarlehen zu schauen. Ein normaler Privatkundenkredit kann sich ebenso lohnen, je nach Anbieter ist er womöglich sogar günstiger. Das sollte bei Kreditvergleichen stets mit berücksichtigt werden.

Günstige Beamtendarlehen

Wer im öffentlichen Dienst tätig ist, genießt viele Vorteile – zum Beispiel die Möglichkeit, besonders günstige Kredite für Beamte zu erhalten. Viele Banken bieten Beamtenkredite oder Beamtendarlehen zu Vorzugskonditionen an. Aber auch wo es keinen expliziten Kredit für Beamte gibt, haben Staatsdiener oft bessere Chancen bei Kreditwünschen, denn sie gelten als besonders kreditwürdig.

Eine Bank beurteilt die Kreditwürdigkeit nach dem Risiko, dass es bei Kreditgewährung zu Zahlungsstörungen oder sogar zum Kreditausfall kommt. Dieses Risiko ist bei Beamten überdurchschnittlich gering. Das hängt nicht nur mit persönlichen Merkmalen wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit oder Vertragstreue zusammen.

Warum es günstige Kredite für Beamte gibt

Beamte stellen auch ein geringeres Kreditrisiko dar, weil sie über gesicherte Einkommensverhältnisse verfügen. Nach der Probezeit sind sie Beamte auf Lebenszeit und de facto unkündbar. Der Staat als Dienstherr garantiert nicht nur für das laufende Gehalt, sondern auch für die Pensionen im Ruhestand. Die Besoldung ist klar geregelt und lässt sich über lange Zeiträume kalkulieren. Beamte bieten daher gute Voraussetzungen für Bestnoten bei der Bonitätsbeurteilung. Der Kredit wird alleine schon dadurch günstig, dass sonst erforderliche Risikozuschläge beim Zins überflüssig sind.

Selbstverständlich kommt es bei Kreditwürdigkeit nicht nur auf den Beamtenstatus an. Es zählen auch die individuellen wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse. Ein Staatsdiener, der bereits mit hohen Schulden belastet ist, wird bonitätsmäßig schlechter eingestuft als ein Beamter, bei dem das nicht der Fall ist. Das schlägt sich entsprechend in den Kreditkonditionen nieder. Hier findet die gleiche Vorgehensweise Anwendung wie bei normalen Kreditnehmern.

Bei Vergleichen nicht nur auf Beamtenkredite schauen

Einige Banken haben sich speziell auf die Zielgruppe Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst ausgerichtet. Aufgrund ihrer guten Kosten- und Risikostrukturen sind sie in der Lage, besonders günstige Kredite für Beamte anzubieten. Dennoch sollte man sich bei Vergleichen nicht alleine auf diese Institute beschränken. Generell günstig sind zum Beispiel auch Direkt- und Online-Banken. Selbst wenn ein Institut nicht explizit Beamtenkonditionen bietet, sind wegen der guten bis sehr guten Bonität überdurchschnittlich günstige Kredite für Beamte möglich.

Beim Kreditvergleich sollte immer der Effektivzins verglichen werden. Denn er bezieht neben den Zinsen auch andere Kreditkosten ein – allerdings nicht die Kosten einer Restschuldversicherung. Die brauchen Beamte eigentlich nicht, denn dank der guten Absicherung ist die Zahlungsfähigkeit auch bei ungünstigen Lebensereignissen sichergestellt. Durch den Versicherungsverzicht sinken die Kreditkosten nochmals. Online-Vergleichsportale bieten eine gute Orientierung, um günstige Kredite für Beamte zu finden. Welche Konditionen im Einzelfall gelten, erfährt man allerdings nur mit einer Kreditanfrage.

Baufinanzierung (nicht nur) für Beamte von der Debeka

Spezielle Beamtendarlehen der Debeka im engeren Sinne gibt es nicht. Beamte können jedoch über die Debeka Finanzierungen für Bauvorhaben erhalten. Dabei ist der Beamtenstatus von Vorteil, um günstige Konditionen zu erhalten.

Die Firmenbezeichnung „Debeka“ trägt die Beamten-Orientierung bereits in sich. Denn sie ist die Abkürzung für Deutsche Beamten Krankenversicherung. Diese ursprüngliche Firmierung wird heute nicht mehr verwandt. Stattdessen wird die Marke Debeka propagiert.

Beamtendarlehen der Debeka: Beamte als Kreditnehmer

Die Debeka ist die größte private Krankenversicherung Deutschlands. Sie steht grundsätzlich jedem offen, der privaten Krankenschutz vereinbaren möchte. Aufgrund der Herkunft und des versicherungsrechtlichen Rahmens haben Beamte nach wie vor einen überdurchschnittlich hohen Anteil am Kundenbestand. Das gilt insbesondere für die private Krankenvollversicherung.

Als Versicherungsunternehmen gehört die Kreditvergabe nicht zum Debeka-Kerngeschäft. Allerdings wurde bereits 1974 mit der Gründung der Debeka Bausparkasse der Weg ins Baufinanzierungsgeschäft beschritten. Baukredite sind inzwischen auch über den klassischen Bausparvertrag hinaus möglich. Daher gibt es in diesem Bereich auch viele „Beamtendarlehen der Debeka“ – in dem Sinne, dass Kreditnehmer Beamte sind.

Annuitätendarlehen oder Darlehen mit hoher Endtilgung

Die Debeka bietet verschiedene Baufinanzierungen an. Kreditinteressenten haben die Wahl zwischen klassischen Annuitätendarlehen und Darlehen mit nur geringer oder ohne laufende Tilgung (endfällige Darlehen). Annuitätendarlehen werden mit unterschiedlichen Zinsbindungsfristen vergeben. Es sind Zinsbindungen bis zu 30 Jahre möglich. Während dieses Zeitraums ist der Zins fest. Die Tilgung findet – wie bei Annuitätendarlehen üblich – in monatlichen Raten statt.

Darlehen mit geringer oder ohne laufende Tilgung sind mit einer Kapitallebens- oder Rentenversicherung gekoppelt. Anstatt regelmäßige (größere) Kreditraten zu zahlen, wird dann der Versicherungsvertrag bespart. Aus dem so gebildeten Kapital wird am Ende der Laufzeit die (Rest-)Tilgung finanziert. Ein solches Modell kann sich in bestimmten Konstellationen für Kreditnehmer rechnen.

Nur geringe Zinsunterschiede bei Beamtendarlehen der Debeka

Ob Annuitätendarlehen oder Darlehen mit hoher Endtilgung – bei beiden Darlehensformen findet eine Absicherung über die zu finanzierende Immobilie per Grundschuld statt. Bei der Bonitätsbeurteilung legt die Debeka vergleichbare Maßstäbe an wie eine Bank. Beamte haben aufgrund ihres gesicherten Einkommens und ihrer de facto-Unkündbarkeit besonders gute Voraussetzungen. Dies kann sich in den Zinskonditionen bemerkbar machen. Der Unterschied zu Nicht-Beamten ist aber vergleichsweise gering, weil die Zinssätze durch die grundpfandrechtliche Absicherung ohnehin schon niedrig sind.

Über die Kreditvergabe hinaus bietet die Debeka ihren Kunden weitere Vorteile im Zusammenhang mit Immobilien – zum Beispiel einen Immobilienservice zur Vermittlung von Objekten oder Sonderkonditionen bei der Gebäudeversicherung in Verbindung mit Finanzierungen.

Beamte erhalten oft bessere Konditionen bei der Baufinanzierung

Warum sind bei der Baufinanzierung Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst oft im Vorteil? Die Frage lässt sich einfach beantworten. Weil sie über ein gesichertes regelmäßiges Einkommen verfügen, praktisch unkündbar sind und der Staat als Dienstherr kaum je in Zahlungsschwierigkeiten kommen dürfte.

Daher lässt sich die Zahlungsfähigkeit von Staatsbediensteten auf lange Sicht gut kalkulieren. Das Risiko von Zahlungsstörungen und -ausfällen ist entsprechend gering. Gerade bei Baufinanzierungen ist die langfristige Zahlungssicherheit von großer Bedeutung. Denn Hypothekendarlehen laufen oft über Jahrzehnte und es geht um beträchtliche Summen. Welche Möglichkeiten bei der Baufinanzierung Beamte haben, darum soll es im Folgenden gehen.

Das normale Hypothekendarlehen

Selbstverständlich können Beamte normale Hypothekendarlehen zur Baufinanzierung nutzen. Dabei handelt es sich üblicherweise um Annuitätendarlehen mit frei wählbaren Zinsbindungszeiträumen. Die zu finanzierende Immobilie dient als Sicherheit, das gängige Sicherungsinstrument ist die Grundschuld. Wegen ihrer guten bis sehr guten Bonität erhalten Beamte solche Darlehen oft zu günstigeren Konditionen als der durchschnittliche Kreditnehmer.

Beamte: Baufinanzierung über Beamtendarlehen

Beamtendarlehen sind in der Regel Ratenkredite, gelegentlich auch Hypothekendarlehen, die von Banken speziell an Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst vergeben werden. Ein normaler Ratenkredit ist allerdings in der Regel für Bauvorhaben weniger geeignet. Er kommt allenfalls für Modernisierung und Renovierung in Betracht, weil es hier meist um überschaubare Summen geht und eine schnelle Kreditabwicklung gefragt ist. Ein Hypothekendarlehen wäre zu kompliziert und zu aufwändig.

Hypothekenfinanzierung über Versicherungen

Auch viele Versicherungen ermöglichen Baufinanzierungen, zum Teil sogar mit speziellen Angeboten für Beamte. Beamtendarlehen von Versicherungen sind in der Regel endfällige Hypothekendarlehen, bei denen während der Laufzeit nur eine geringe oder gar keine Tilgung stattfindet. Stattdessen wird während der Laufzeit eine Kapitallebens- oder Rentenversicherung bespart, die beim Laufzeitende zur Tilgung des Darlehens dient. Dieses Modell kann unter bestimmten Bedingungen interessant sein.

Der Klassiker Bausparvertrag

Grundsätzlich können Beamte auch Bausparen zur Baufinanzierung nutzen. Hier gibt es bei den Konditionen allerdings wenig Unterschiede zu anderen Bausparern. Das Bausparen verbindet die Kapitalbildung über regelmäßiges Sparen mit der Finanzierung über ein grundpfandrechtlich besichertes Darlehen. Es trägt zu einer soliden Finanzierungsstruktur bei Bauvorhaben bei und wird unter gewissen Voraussetzungen sogar staatlich gefördert.

Baufinanzierung für Beamte – Eigenkapital ist sinnvoll

Ausreichendes Eigenkapital als Teil der Finanzierung – das gilt auch bei der Baufinanzierung Beamte. Eigenkapital ist ein Risikopuffer und reduziert laufende Belastungen durch Kreditverpflichtungen. Selbst wenn inzwischen Vollfinanzierungen angeboten werden und Beamte weniger Zahlungsrisiken befürchten müssen als andere Kreditnehmer: eine gute Eigenkapitalbasis ist auch bei Staatsbediensteten sinnvoll.

Beamten-Bank – was ist der Unterschied zur normalen Bank?

Eine Bank für Beamte – diese Einrichtung hat in Deutschland Tradition. Bereits im 19. Jahrhundert wurden die ersten Beamten-Banken als Selbsthilfeeinrichtungen von Staatsbediensteten gegründet. Sie existieren trotz aller Wechselfälle bis heute, wenn auch oft in anderer Form und mit veränderter Ausrichtung.

Das größte Institut dieser Art ist die Badische Beamten Bank. Sie ist ein bundesweit tätiges genossenschaftliches Kreditinstitut, in dem nach Fusionen die früher selbständigen Institute Hessische Beamten Bank, Südwestdeutsche Beamten Bank, Beamten Bank zu Köln, Bayerische Beamten Bank und Schleswig-Holsteinische Beamten Bank aufgegangen sind.

Weitere Beamten-Banken

Eine „Beamten-Historie“ haben auch die Sparda-Banken und die PSD-Banken. Die Sparda-Banken wurden ursprünglich als Spar- und Darlehensvereine für Eisenbahnbeamte gegründet und haben im Zeitablauf ihr Geschäft systematisch ausgebaut. Heute verstehen sich die zwölf bundesweit existierenden Sparda-Banken als Institute für Privatkunden – bevorzugt für solche mit Bezug zum öffentlichen Dienst. Einen ähnlichen Weg sind auch die 14 PSD-Banken gegangen. Sie arbeiteten zunächst als Selbsthilfevereine für Postbeamte und sind jetzt ebenfalls Privatkunden-Banken für Arbeitnehmer – auch für solche außerhalb des öffentlichen Dienstes. Sparda-Banken und PSD-Banken sind genossenschaftlich organisiert und gehören wie die Badische Beamten Bank zur Gruppe der Volks- und Raiffeisenbanken.

Außerhalb der genossenschaftlichen Bankengruppe bewegt sich ABK Allgemeine Beamten Bank AG, ein privates Kreditinstitut, das 1979 von dem Unternehmer Jörg Woltmann gegründet wurde. Die Allgemeine Beamten Bank konzentriert sich nach wie vor auf das Bankgeschäft mit Beamten und Beschäftigten im öffentlichen Dienst.

Warum eine Beamten-Bank oft günstiger ist

Die genannten Beamten-Banken bieten ihren Kunden typische Bankleistungen: Geldanlagen, Kontoführung, Kartengeschäft und Zahlungsverkehr, Konsumentenkredite und Baufinanzierungen. Insofern unterscheiden sie sich nicht von herkömmlichen Banken oder Sparkassen. Der Unterschied liegt vor allem in den Konditionen. Eine Bank für Beamte ist in vielen Fällen günstiger als andere Institute. Das hängt nicht nur mit dem Selbstverständnis zusammen, sondern auch mit den Kosten- und Risikostrukturen.

Die auf Beamte und den öffentlichen Dienst ausgerichteten Geldhäuser betreiben kein Firmenkundengeschäft. Selbständige oder Freiberufler gehören ebenfalls nicht zur Zielgruppe. Die Kunden verfügen als Arbeitnehmer über ein regelmäßiges konstantes Einkommen. Aufgrund dieser Struktur sind Kreditvergaben hier vergleichsweise risikoarm. Das gilt gerade bei hohen Anteilen von Kunden mit Beamtenstatus oder Beschäftigung im öffentlichen Dienst. Die Risikokosten des Bankgeschäftes sind entsprechend niedrig. Hinzu kommt, dass die Banken in der Regel standardisierte Produkte anbieten, die kosteneffizient sind. Kostenersparnisse können an die Kunden in Form niedriger Gebühren und günstiger Konditionen weitergegeben werden.