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Kredit als Azubi auch ohne Schufa

Nicht wenige Auszubildende befinden sich in schwierigen finanziellen Verhältnissen. Manche denken dann an einen Kredit, um ihre Kasse aufzubessern. Wäre da nicht das Schufa-Problem. Gibt es auch einen Kredit für Auszubildende ohne Schufa? Diese Frage stellen sich Azubis, deren Schufa-Auskunft alles andere als positiv ist.

Die Schufa (= Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) ist eine Wirtschaftsauskunftei, die für ihre Vertragspartner Daten über das Zahlungsverhalten und die Bonität sammelt. Nahezu jeder, der ein Konto oder einen Kredit bei einer Bank hat, einen Handy- oder Telefonvertrag besitzt, schon mal einen Finanzkauf getätigt oder einen Leasing-Vertrag abgeschlossen hat, ist bei der Schufa datenmäßig erfasst.

Negative Schufa führt fast immer zur Kreditverweigerung

Wenn Banken Kredite vergeben, gehört die Schufa-Abfrage zum Standard. Das gilt sowohl bei der Einräumung eines Dispo-Rahmens, als auch beim üblichen Ratenkredit. Es gibt praktisch kein Institut, das darauf verzichtet. Als Kunde kann man zwar seine Zustimmung zur Schufa-Abfrage verweigern, das erhöht aber nicht unbedingt die Aussicht, den Kredit zu erhalten. Negative Schufa-Informationen – zum Beispiel ausstehende Forderungen nach erfolgter Mahnung, Lohnpfändungen, eidesstattliche Versicherungen – führen fast immer zur Kreditverweigerung. Das gilt natürlich auch für Auszubildende, die ohnehin bei der Bonität noch nicht so gut gestellt sind.

Vorsicht bei Kredit ohne Schufa

Manche Kreditvermittler werben vor allem im Internet trotzdem mit Krediten ohne Schufa. Das scheint eine Möglichkeit zu sein, an einen Kredit als Azubi ohne Schufa zu kommen. Allerdings ist bei solchen Offerten große Vorsicht geboten. Die Anbieter lassen sich das höhere Risiko des Kredits in der Regel teuer bezahlen. Die Zinssätze sind extrem hoch. Nicht wenige Angebote sind auch unseriös. Manchmal ist gar keine Kreditvergabe beabsichtigt. Es sollen nur hohe, vorab zu zahlende Gebühren im Zusammenhang mit der Antragstellung kassiert werden. Wenn es schon schlecht um die persönlichen Finanzen steht, bringt ein solcher Kredit als Azubi ohne Schufa nur eine weitere Zuspitzung, aber sicher keine Lösung.

Bildungskredit – Kreditvergabe nicht ganz so streng

Aber es gibt auch eine seriöse Möglichkeit, seine Finanzen trotz nicht einwandfreier Schufa aufzubessern – den KfW-Bildungskredit. Dieser öffentliche Förderkredit ist auch Auszubildenden zugänglich und bietet monatliche Zahlungen bis zu 300 Euro über bis zu zwei Jahre. Die Rückzahlung erfolgt erst vier Jahre nach der ersten Auszahlung. Der Bildungskredit wird auch dann gewährt, wenn die „Schufa“ nicht ganz „stimmt“. Allerdings ist bei gravierenden Negativ-Merkmalen die Kreditvergabe ausgeschlossen. Der Bildungskredit ist kein Instrument, um sich bei schon bestehender Überschuldung zu sanieren.

Kredit für Auszubildende ohne Bürgen

Auszubildende, die einen Kredit wollen, nehmen oft einen Elternteil oder Großeltern als Bürgen mit in den Vertrag auf. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, den Kredit auch tatsächlich zu erhalten. Doch nicht immer ist es möglich, einen Bürgen beizubringen. Dann stellt sich die Frage, ob es auch einen Azubi Kredit ohne Bürgen gibt. Die Antwortet lautet im Prinzip ja, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind.

Was eine Bürgschaft bedeutet

Eine Bürgschaft verpflichtet den Bürgen, für die Kreditverpflichtungen eines anderen einzutreten, falls dieser den Kredit nicht ordnungsgemäß bedient. Der Kreditgeber – in der Regel die Bank – kann sich dann an den Bürgen wenden und von diesem die ausstehenden Zahlungen einfordern.

Bei Krediten an Auszubildende ist eine Bürgschaft durch Eltern oder Großeltern gerne gesehen, denn in der Regel verfügen Azubis zwar bereits über regelmäßige Einkünfte, die sind aber ziemlich überschaubar. Es ist auch meist kein weiteres Vermögen vorhanden, aus dem Kreditverpflichtungen abgedeckt werden könnten. Gerade wenn es um etwas größere Summen geht, wird die Kreditwürdigkeit daher eher zurückhaltend eingestuft.

Mit einer Bürgschaft „leihen“ Eltern oder Großeltern quasi ihre Kreditwürdigkeit dem Azubi. Wenn deren Bonität als gut oder noch besser eingestuft wird, wirkt sich das günstig auf die Kreditvergabe und die Konditionen aus. Nicht immer ist aber ein Kredit mit Bürgschaft möglich. Manchmal ist ein in Frage kommender Bürge dazu nicht bereit oder erfüllt selbst nicht die Voraussetzungen für eine gute Bonität. Die Bürgschaft ist dann wenig wert.

Kredite ohne Bürgen – darauf kommt es an

Grundsätzlich können Auszubildende auch einen Azubi Kredit ohne Bürgen erhalten. Dann müssen aber die sonstigen Bedingungen, die an die Kreditvergabe geknüpft sind, zu hundert Prozent stimmen. Zu den Mindestvoraussetzungen gehören die Volljährigkeit, ein Wohnsitz in Deutschland, ein fester Ausbildungsvertrag mit abgeschlossener Probezeit und keine negativen Schufa-Einträge. Ist eine dieser Bedingungen nicht erfüllt, gibt es keinen Kredit.

Günstig wirkt sich ferner aus, wenn Auszubildende auch über die Ausbildungszeit hinaus gesicherte und regelmäßige Einkünfte nachweisen können – zum Beispiel, weil die Weiterbeschäftigung schon fest zugesagt ist oder bereits ein Anschlussvertrag existiert. Schlecht ist dagegen, wenn schon weitere Kredite vorhanden sind oder das Girokonto „bis zum Ultimo“ überzogen ist. Dann sind nämlich die Spielräume für eine weitere Verschuldung gering.

Ein Azubi Kredit ohne Bürgen kommt in der Regel teurer als einer mit, denn die Bank kalkuliert hier das größere Risiko in die Konditionen ein. Auch bei der möglichen Kreditsumme müssen Auszubildende ggf. Abstriche hinnehmen.

Kleinkredite für Auszubildende

Kleinkredite sind allgemein Kredite, die nicht mehr als 5.000 Euro umfassen. Oft geht es sogar um Beträge von deutlich weniger als 1.000 Euro. Ein Kleinkredit als Azubi ist eine Möglichkeit, um sich eine größere Anschaffung zu leisten oder um einen vorübergehenden Engpass zu überbrücken.

Grundsätzlich erfüllen Azubis ohnehin nicht die Voraussetzungen, um größere Kredite aufzunehmen. Die in der Regel nicht so üppige Ausbildungsvergütung lässt keine hohen Raten zu, um einen solchen „Großkredit“ zu bedienen. 5.000 Euro sind denn auch bei vielen Instituten eine Obergrenze, um Geld an Auszubildende zu verleihen. Kleinkredite sind Azubi-Kredite par excellence.

Kleinkredit oder Dispo?

Meist handelt es sich um einen typischen Ratenkredit, der in regelmäßigen Raten über die Laufzeit zurückzuzahlen ist. Bei Krediten über Kleinstbeträge – zum Beispiel 200 oder 300 Euro – wird auch häufig auf die Ratenzahlung verzichtet. Hier erfolgt die Rückzahlung oft in einem Betrag zuzüglich Zinsen und zwar bereits nach wenigen Wochen, wenn das nächste Gehalt eingegangen und man wieder „flüssig“ ist. Sicherheiten werden bei Kleinkrediten üblicherweise nicht gefordert.

Soweit es darum geht, ein kurzfristiges „Loch in der Kasse“ zu überbrücken, gibt es allerdings auch die Möglichkeit, den normalen Dispokredit auf dem Girokonto zu nutzen, wenn dort ein Überziehungsrahmen eingeräumt worden ist. Das ist bei Auszubildenden, die durch ihre Vergütung ja bereits über regelmäßige Zahlungseingänge verfügen, durchaus drin. Kleinkredite von deutlich unter 1.000 Euro sind auch nicht unbedingt billiger als ein „Dispo“. Der hat im Vergleich zum Kleinkredit als Azubi den Vorteil, dass kein extra Kredit beantragt werden muss. Es reicht, einfach den Disporahmen zu nutzen.

Anschaffungen finanzieren

Bei „größeren“ Kleinkrediten für Auszubildende sind dagegen Ratenkredite in der Regel die bessere Wahl, weil sie deutlich günstigere Konditionen als ein Dispokredit bieten. Außerdem zwingt die regelmäßige Ratenzahlung dazu, den Kredit auch zurückzuführen, was positiv für die Erhaltung finanzieller Spielräume ist. Auf jeden Fall empfiehlt es sich, die Konditionen unterschiedlicher Anbieter zu vergleichen. Denn zwischen dem günstigsten und dem teuersten Angebot gibt es eine erhebliche Bandbreite. Ratenkredite können dazu genutzt werden, um größere Anschaffungen zu finanzieren: Möbel, hochwertige Elektronik oder vielleicht sogar ein Auto.

Auch bei Kleinkrediten achten die Kreditgeber auf die Kreditwürdigkeit. Volljährigkeit, Wohnsitz in Deutschland, positive Schufa und „Kapitaldienstfähigkeit“ gehören zu den Grundvoraussetzungen. Vor allem bei etwas größeren Beträgen kann es hilfreich sein, wenn Eltern als Bürgen oder Mitantragsteller mit für den Kleinkredit als Azubi einstehen. Bei Kleinstbeträgen sind die Anforderungen oft weniger streng.

Man kann als Azubi Kredit aufnehmen

Viele Azubis ziehen während der Ausbildung zu Hause aus und stehen erstmals im Leben auf eigenen Füßen – auch finanziell. Mancher merkt dann, wie teuer das ist. Ein Single-Haushalt benötigt im Schnitt rund 800 Euro im Monat, um über die Runden zu kommen. Die Ausbildungsvergütung bietet oft kaum mehr. Das stellt sich mancher die Frage: Soll ich einen Kredit aufnehmen als Azubi und damit meine Finanzen aufbessern?

Grundsätzlich stehen die Chancen für Azubis nicht schlecht, einen Kredit zu erhalten. Sie verfügen bereits über ein geregeltes Einkommen. Und wenn der Auszubildende volljährig ist, die Schufa-Auskunft stimmt und auch sonst die Finanzen in Ordnung sind, sind viele Banken zur Kreditvergabe bereit.

Ratenkredit für Anschaffungen

Um Anschaffungen zu finanzieren – zum Beispiel Wohnungsmöbel, Geräte, ein Mofa oder ein Auto – gibt es Ratenkredite. Bei Azubis sind Größenordnungen zwischen 1.000 und 5.000 Euro üblich. Damit lässt sich schon was anfangen. Allerdings belasten die Raten für Zinsen und Tilgung nach der Kreditaufnahme die finanziellen Spielräume zusätzlich. Als Azubi Kredit aufnehmen sollte daher nur dann in Betracht gezogen werden, wenn auch nach der Ratenzahlung noch genug zum Leben übrig bleibt. Ansonsten ist es vielleicht besser, Wünsche erst einmal zurückzustellen.

Auf jeden Fall sollten die Konditionen unterschiedlicher Anbieter verglichen werden, denn hier gibt es erhebliche Unterschiede. Und bei der Ratenbelastung zählt jeder Euro. Raten lassen sich übrigens auch senken, wenn man Abstriche beim Kreditbetrag macht oder eine längere Laufzeit wählt. Dann wird der Kredit zwar länger getilgt, aber die monatliche Belastung fällt geringer aus.

Der bequeme Dispo – nur für Kurzzeit-Engpässe

Ein anderer Kredit, der Azubis offensteht, ist der klassische „Dispo“ – die Kontoüberziehung. Viele Geldinstitute räumen bei Volljährigkeit automatisch einen Disporahmen ein, wenn ein regelmäßiges Gehalt auf das Konto fließt. Der Dispokredit ist einfach und bequem. Man muss dafür nicht mehr tun, als über sein Konto verfügen und keinen extra Kredit aufnehmen als Azubi. Er ist allerdings auch besonders teuer. Deshalb sollte er nur genutzt werden, um vorübergehende Engpässe zu überbrücken. Er eignet sich weder zur Finanzierung von Anschaffungen, noch zur Lebenshaltung.

Bildungskredit für die laufenden Ausgaben

Wenn die Ausbildungsvergütung für die laufenden Ausgaben nicht reicht, gibt es noch eine andere Option – den KfW-Bildungskredit. Dieser günstige öffentliche Förderkredit bietet monatlich bis zu 300 Euro zusätzlich für die Lebenshaltung und die Rückzahlung beginnt erst vier Jahre nach der ersten Auszahlung. Viele Azubis befinden sich dann bereits in Festanstellung.

Günstige Autofinanzierung auch ohne Bürgen

Viele Azubis wollen gerne mobil sein und träumen nach der bestandenen Führerscheinprüfung vom ersten eigenen Auto. Die nötigen Geldmittel zum Kauf haben allerdings nur wenige. Und nicht immer können Eltern oder Großeltern das Projekt sponsern. Auch als Bürgen für einen Kredit stehen sie nicht jederzeit zur Verfügung. Das fragt sich mancher Auszubildende: kann man ein Auto finanzieren als Azubi ohne Bürgen?

Ein Bürge ist jemand, der sich verpflichtet, für die Zahlungsverpflichtungen eines anderen einzustehen, wenn dieser seinen Pflichten nicht nachkommt. Er verleiht sozusagen seine Bonität an den Kreditnehmer. Bürgschaften sind bei Krediten an Azubis gerne als zusätzliche Sicherheit gesehen. Denn viele Auszubildende verfügen noch nicht über eine ausgeprägte Bonität. Die in der Regel schmale Ausbildungsvergütung lässt das nicht zu. Wenn ein Bürge mit guter Kreditwürdigkeit für den Kredit mit einsteht, verbessert das die Chancen für Azubis, den Kredit auch tatsächlich zu erhalten. Die Konditionen werden dadurch oft ebenfalls günstiger.

Beim Autokredit dient das Auto schon als Sicherheit

Das gilt im Prinzip auch bei Autofinanzierungen. Hier gibt es allerdings bereits eine Sicherheit. Üblicherweise dient das Auto dazu. Es bleibt bis zur Kredittilgung im Eigentum des Kreditgebers, der Käufer kann den Wagen aber trotzdem für sich nutzen. Das Risiko für die Bank oder den Händler ist hier von vorneherein vergleichsweise gering. Das macht es grundsätzlich leichter, ein Auto zu finanzieren als Azubi ohne Bürgen.

Finanzierungen über den Händler dürften dabei in vielen Fällen einfacher sein als bei einem Bankkredit. Denn das primäre Interesse des Händlers ist der Verkauf des Wagens. Der Kredit dient nur als Absatzunterstützung. Bei der Bank gehört die Kreditvergabe dagegen zum originären Geschäft, weshalb hier oft genauer hingeschaut wird und die Anforderungen strenger sind. Händlerfinanzierungen haben allerdings den Nachteil, dass keine Barzahlungsrabatte ausgehandelt werden können. Trotz nach außen günstiger Zinssätze sind sie unter Umständen teurer als ein normaler Bankkredit.

Vielleicht beim Autowunsch „abspecken“

Wenn man ein Auto finanziert als Azubi ohne Bürgen, müssen möglicherweise auch Abstriche bei der Kreditsumme gemacht werden. Kreditgeber sind dann oft nur bereit, geringere Beträge zur Verfügung zu stellen. Ein Neuwagen ist bei Krediten an Azubis ohnehin nicht drin, denn bei 5.000 Euro ist in der Regel eine Kreditobergrenze erreicht. Ohne Bürgen kann es noch etwas weniger sein. Der Autowunsch muss dann entsprechend „abgespeckt“ werden, vielleicht tut es ja auch erst einmal ein Motorrad. Hier sind schon für deutlich unter 5.000 Euro ordentliche Modelle zu bekommen.

Auto-Finanzierung für Azubis

Wer eine Ausbildung beginnt, macht oft parallel auch noch den Führerschein. Ist die Fahrprüfung erfolgreich absolviert, steht das eigene Auto ganz oben auf der Wunschliste. Dazu bedarf es aller-dings des nötigen „Kleingelds“. Aber wie ein Auto finanzieren als Azubi? Entsprechende Ersparnisse bringen nur die wenigsten mit.

Ein Autokredit für Auszubildende kann die Lösung sein. Es gibt durchaus Banken oder Händler, die das möglich machen, wenn ausreichende Kreditwürdigkeit nachgewiesen wird. Allerdings darf man nicht gerade auf einen Porsche oder Ferrari hoffen. Mehr als ein Gebrauchtwagen ist mit einer solchen Finanzierung nicht drin.

Beim Autowunsch realistisch bleiben

Über 5.000 Euro Kredit werden an Azubis in der Regel nicht vergeben. Dafür lässt sich allerdings schon ein anständiges Gebraucht-Fahrzeug erwerben. 5.000 Euro Kredit bedeuten bei 6 Prozent Effektivzins und 60 Monaten Laufzeit knapp 100 Euro Rate monatlich, bei 36 Monaten sind es gut 150 Euro. Das macht sich bei einem überschaubaren Azubi-Salär schon bemerkbar.

Wie funktioniert das mit dem Auto finanzieren als Azubi? Im Prinzip ganz einfach, wenn ein paar Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehören die Volljährigkeit, ein fester Ausbildungsvertrag mit abgeschlossener Probezeit, ein gültiger Führerschein, sowie eine positive Schufa-Auskunft.

Was die Kreditwürdigkeit fördert

Günstig auf die Kreditwürdigkeit wirkt sich aus, wenn schon eine verbindliche Zusage für eine un-befristete Weiterbeschäftigung nach der Ausbildung vorliegt oder gar ein Anschlussvertrag. Auch wenn weitere Einnahmen – zum Beispiel aus einem Bildungskredit – vorhanden sind, kann das för-derlich sein. Wer das nicht vorweisen kann, dem hilft oft weiter, wenn Eltern als Bürgern oder Mit-antragsteller beim Kredit mit einspringen. Alles was Zahlungsfähigkeit zeigt, ist nützlich, um den Kredit zu bekommen.

Üblich ist, dass das Auto als Sicherheit dient. Dazu verbleibt der Fahrzeugbrief beim Kreditgeber, der damit de facto zum Eigentümer wird. Das hat aber auf die persönliche Nutzung des Autos keine Auswirkungen. Der Kredit sollte immer nur für die Finanzierung der Autoanschaffung dienen – nicht etwa, um auch die laufenden Betriebskosten (Tanken, Versicherung, Wartung, Reparaturen) abzu-decken. Wer das nicht mit seinen Einnahmen darstellen kann, sollte sich den Autowunsch nochmal ernsthaft überlegen.

Händler- und Bankkonditionen vergleichen

Händler werben bei Autofinanzierungen oft mit besonders niedrigen Zinssätzen, nicht selten sogar mit Null-Prozent-Finanzierungen. Allerdings sind dann keine Barzahlungsrabatte möglich. Ein Auto finanzieren als Azubi über eine Bank kann günstiger sein – auch wenn der Zinssatz höher ist -, wenn der Barzahlungsrabatt das hergibt. Auf jeden Fall lohnt es sich, die Konditionen genau zu verglei-chen.

Führerschein: Kredit-Finanzierung für Azubis

Der Führerschein gehört zu den großen Projekten, wenn man jung ist – eröffnet er doch den Weg zur mobilen Freiheit. Auch viele Azubis möchten möglichst schnell die Fahrerlaubnis in Händen halten. Allerdings ist das Vorhaben nicht ganz billig. Im Schnitt muss man schon mit 1.500 Euro bis 2.000 Euro Kosten rechnen. Wie gelingt die Führerschein Finanzierung als Azubi? Diese Frage stellt sich mancher Auszubildende.

Häufig wird das Projekt von Eltern oder Großeltern gesponsert. Doch nicht immer ist das möglich. Und die schmale Ausbildungsvergütung reicht mal gerade für Wohnung, Lebenshaltung und Kleidung, so dass am Monatsende nicht viel übrig bleibt – für den Führerschein auf jeden Fall zu wenig. Doch ein Führerschein Kredit bietet einen Ausweg.

Warum sich Vergleichen lohnt

Dabei handelt es sich um einen „normalen“ Ratenkredit. Er heißt so, weil die Kreditsumme in gleichbleibenden Raten über die Laufzeit zurückgezahlt wird. Ratenkredite werden auch in kleinen Beträgen von vielen Banken angeboten. Manche Fahrschule betätigt sich sogar als Kreditvermittler. Mindestvoraussetzung für die Kreditgewährung sind Volljährigkeit und geordnete finanzielle Verhältnisse.

Es empfiehlt es sich, die Konditionen – vor allem die Zinsen – zu vergleichen. Denn hier gibt es erhebliche Unterschiede. Die teuerste Form der Führerschein Finanzierung als Azubi ist, einfach das Konto zu überziehen. Der Dispokredit ist zwar einfach und bequem, kostet aber auf längere Sicht eine Menge Geld, das man sich mit einem Ratenkredit sparen kann.

So bleiben die Raten tragfähig

Der nötige Kreditbetrag wird durch die Führerschein Kosten bestimmt. Neben Ausgaben für Fahrschule und Fahrstunden sind auch Gebühren – zum Beispiel für die Prüfung – zu berücksichtigen. Was man investieren muss, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, hängt aber auch von der jeweiligen Fahrschule und dem individuellen Lernverhalten ab. Zu knapp sollte die Führerschein Finanzierung als Azubi nicht kalkuliert werden, sonst gerät das Vorhaben wegen finanzieller Engpässe ungewollt ins Stocken.

Ein Ratenkredit über 2.000 Euro zu 6 Prozent Effektivzins bedeutet bei 24 Monaten Laufzeit eine monatliche Rate von 88,50 Euro, bei 36 Monaten sind es 60,70 Euro – Summen, die sich im knappen Azubi-Haushalt schon bemerkbar machen, aber auch tragfähig sind. Durch die Wahl längerer Laufzeiten lässt sich die Ratenbelastung strecken. Banken sind vor allem dann dazu bereit, wenn bereits eine Weiterbeschäftigung nach dem Ende der Ausbildung gesichert ist oder Eltern bzw. Großeltern als Mitantragsteller oder Bürgen in den Kreditvertrag eintreten. Dann steht der Führerschein Finanzierung als Azubi nichts mehr im Wege.

Azubi Finanzierung

Mancher Auszubildende denkt daran, einen Kredit aufzunehmen, um sich lange gehegte Wünsche zu erfüllen. Kreditinstitute sind prinzipiell auch gerne zur Azubi Finanzierung bereit, die Frage ist, wie viel Kredit möglich ist. Gerade, wenn größere Anschaffungen wie Möbel oder ein erstes Auto finanziert werden sollen, geht es schnell um ein paar Tausend Euro. Kann sich das ein Auszubildender bereits leisten?

Finanzielle Spielräume nicht bis zur Kante ausschöpfen

Banken prüfen die Kreditwürdigkeit unter anderem anhand der sogenannten „Kapitaldienstfähigkeit“, das heißt anhand der Fähigkeit, die monatlichen Raten für Zinsen und Tilgung zahlen zu können. Das gilt auch für eine Finanzierung als Azubi. Dies wird mit einer Haushaltsrechnung festgestellt. Dabei werden die laufenden Einnahmen und Ausgaben eines Monats gegenübergestellt. Was als „Überschuss“ übrig bleibt, kann für die Tilgung eingesetzt werden.

Bei den Ausbildungsvergütungen kommt es immer darauf an, in welchem Betrieb und in welcher Branche man als Azubi tätig ist. Auch das Lehrjahr spielt natürlich eine Rolle. Wird von einer Ausbildungsvergütung in Höhe von rund 1.000 Euro im Monat ausgegangen und unterstellt man, dass ein allein lebender Azubi gut 800 Euro monatlich für Lebenshaltung benötigt, bleibt ein „Spielraum“ von 150 bis 200 Euro für Kreditraten. Der sollte am besten nicht „bis zur Kante“ ausgeschöpft werden, um auch noch Reserven für Unvorhergesehenes zu haben.

So werden mögliche Kreditsummen berechnet

Bei einer monatlichen Rate von 150 Euro, einem Effektivzins von 6 Prozent und einer Laufzeit von 36 Monaten sind etwa 5.000 Euro Kredit drin. Das ist bei vielen Kreditinstituten die Obergrenze für eine Finanzierung als Azubi. Bei 24 Monaten Laufzeit würde sich die Kreditgrenze auf etwa 3.500 Euro reduzieren, weil dann eine schnellere Rückzahlung erfolgen müsste. An diesem Beispiel wird deutlich, wie mit der Laufzeitwahl die Höhe des möglichen Kreditbetrags beeinflusst werden kann.

Viele Banken räumen Azubis bereits einen Dispo-Kredit – eine Überziehungsmöglichkeit auf dem Girokonto ein. Wie hoch der Überziehungsrahmen ist, hängt von der jeweiligen Bank ab. Üblich ist ein Limit vom einfachen bis zum dreifachen Monatsgehalt. Bei Azubis würde sich das in einer Range von 1.000 Euro bis 3.000 Euro bewegen. Allerdings sollte der „Dispo“ nur für kurzzeitige Engpässe genutzt werden. Als Azubi Finanzierung für Anschaffungen ist er zu teuer.

Auch bei Ratenkrediten für Auszubildende lohnt sich der Vergleich, denn gerade hier kommt es auf jeden Euro an. Eine Möglichkeit dazu bieten Vergleichs-Portale.

Dispo als Azubi: Bequemer und einfacher Kredit

Auszubildende erhalten mit der Ausbildungsvergütung bereits ein regelmäßiges Einkommen. Damit ist bereits eine wichtige Voraussetzung für einen Dispokredit – kurz „Dispo“ – gegeben. Wie ist der Dispo als Azubi zu bewerten?

Der Dispokredit – die Möglichkeit, das Konto bis zum eingeräumten Limit zu überziehen – ist eine gängige Bankleistung bei Girokonten, die als Gehaltskonten genutzt werden. Auch Azubis haben heute üblicherweise ein Girokonto. Einen Dispokredit gibt es für Azubis allerdings erst bei Volljährigkeit, denn Kreditvergabe an Minderjährige ist verboten. Bis dahin wird das Girokonto auf Guthabenbasis geführt.

Bequem, einfach, sofort verfügbar und flexibel

Viele Kreditinstitute räumen den Dispo automatisch ein, wenn regelmäßige Gehaltseingänge auf dem Konto festzustellen sind. Bei anderen muss man erst nachfragen, aber auch dann ist die Einräumung in der Regel kein Problem. Üblicherweise wird beim Dispolimit ein Betrag bis maximal zum dreifachen Monatseinkommen festgelegt, manche Institute sind auch restriktiver. Bei einer Ausbildungsvergütung, die sich vielfach in einer Bandbreite von 750 Euro bis 1.000 Euro bewegt, bedeutet das ein Dispolimit von bis zu 2.250 Euro bzw. 3.000 Euro.

Der Dispo als Azubi ist ein bequemer und einfacher Kredit – noch einfacher geht sozusagen nicht, denn alles, was man für die Kreditinanspruchnahme tun muss, ist über das Guthaben hinaus auf seinem Konto zu verfügen. Es gibt auch keine festterminierte Rückzahlungsverpflichtung. Nur wenn das Dispolimit erreicht ist, werden keine weiteren Überziehungen mehr zugelassen. Der Dispo als Azubi kann jederzeit in Anspruch genommen werden und ist flexibel nutzbar. Das macht ihn attraktiv.

Hohe Zinsen – die Kehrseite der Medaille

Allerdings hat das auch einen Preis. Dispokredite sind im Verhältnis zu anderen Krediten – zum Beispiel „normalen“ Ratenkrediten – teuer. Auch in Zeiten historisch niedriger Zinsen nehmen viele Banken dafür Zinssätze deutlich über 10 Prozent. Laut Stiftung Warentest bewegte sich der Dispozins zur Jahresmitte 2017 im Schnitt bei 9,78 Prozent. Ratenkredite kosten – je nach Anbieter – drei bis vier Prozentpunkte weniger.

Ein 10 Prozent-Zinssatz bedeutet bei einer Überziehung von 2.000 Euro über ein Jahr alleine 200 Euro an Zinsen. Daher sollte der Dispo als Azubi nur genutzt werden, wenn mal vorübergehend „Ebbe“ in der Kasse ist und der Kontoausgleich innerhalb von ein paar Tagen oder Wochen erfolgt. Um Anschaffungen zu finanzieren, ist der Dispokredit nicht geeignet. Hier kommt eher ein Ratenkredit in Betracht. Der sollte auch für eine Umschuldung genutzt werden, wenn sich über längere Zeit ein „Dispo-Sockel“ auf dem Girokonto aufgebaut hat.

Santander Consumer Bank: Azubi-Kredit

Santander ist ein bekannter Name im Bankgeschäft. Die spanische Grupo Santander gehört zu den größten Bankkonzernen weltweit. In Deutschland ist die Gruppe als Santander Consumer Bank präsent. Hier gibt es auch Kredite für Auszubildende – sozusagen den „Santander Azubi Kredit“.

Kredite an private Verbraucher – dazu gehören auch Azubis – sind ein wichtiges Geschäftsfeld der Santander Consumer Bank. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Auto- und Mobilitätsfinanzierungen. Das hängt mit der Geschichte des deutschen Instituts-Ablegers zusammen. Ursprünglich wurde die Bank in den 1950er Jahren – damals unter anderem Namen – als Autofinanzierer gegründet. Die Übernahme durch Santander erfolgte 1987. Heute ist die Bank bundesweit über 300 Filialen erreichbar, Kredite werden aber auch Online vertrieben. Das gilt ebenso für den Santander Azubi Kredit.

BestCredit – Ratenkredit auch für Azubis

Das „normale“ Ratenkredit-Produkt ist der BestCredit. Dabei handelt es sich um einen Kredit mit fester Laufzeit und festen Zinsen, der in gleichbleibenden monatlichen Raten getilgt wird. Der Kredit wird ab Beträgen von 1.000 Euro bis zu einer Höchstsumme von 60.000 Euro angeboten. Die Laufzeit kann zwischen 12 Monaten und 96 Monaten flexibel gewählt werden. Der BestCredit ist im Prinzip auch für Auszubildende zugänglich, wenn die Bonitätsanforderungen erfüllt werden. Wegen der noch beschränkten Kreditwürdigkeit von Azubis sind hier allerdings nur Kredite mit geringeren Summen und kürzeren Laufzeiten realistisch.

Bezüglich der Bonität müssen bei Santander von Azubis die gleichen Bedingungen erfüllt werden wie sonst auch. Das heißt, der Auszubildende muss mindestens 18 sein, einen Wohnsitz in Deutschland haben, über eine positive Schufa verfügen und sich die Raten zur Kredittilgung auch leisten können. Das gilt auch für die übrigen Kreditangebote der Santander Consumer Bank.

Diverse Varianten für Autofinanzierungen

Bei den Autofinanzierungen hat Santander verschiedene Möglichkeiten: Mit der „Classicfinanzierung“ bietet das Kreditinstitut einen klassischen Autokredit als Vollfinanzierung mit gleichbleibenden monatlichen Raten. Eine Alternative dazu ist die Budgetfinanzierung – ein Ratenkredit mit einer Laufzeit bis zu 60 Monaten und einer einmaligen größeren Schlussrate. Bei der Schlussrate hat man die Wahl, ob man das Auto – sofern vorher vereinbart – an den Händler zurückgibt, die einmalige Schlussrate zahlt oder den Kredit mit weiteren Raten verlängert. Die Schlusszahlung kann man mit der Budgetfinanzierung auf die Zeit nach der Ausbildung schieben.

Darüber hinaus gibt es noch weitere Autokredit-Varianten. Autoleasing wird ebenfalls über die Santander Consumer Bank finanziert. Auch diese Finanzierungen sind als „Santander Azubi Kredit“ nutzbar, wobei in erster Linie die Classicfinanzierung in Betracht kommt.