Schlagwort: KFZ-Versicherung

  • Ein Kfzversicherungsvergleich lohnt sich!

    Die Fahrzeughaltung ist eine teure Angelegenheit, auch die Kfzversicherung schlägt ganz schön zu Buche. Sich ohne die Grundsicherungen vors Steuer zu setzen ist nicht erlaubt und zudem gefährlich. Um die ansteigenden Kosten im Überblick zu behalten, sollte man einen ordentlichen Kfzversicherungsvergleich machen. Im Internet kann man inzwischen nicht nur den passenden Anbieter finden, sondern auch schnell die billigsten Angebote filtern. Auch wenn Sie denken, dass Ihre Kaskoversicherung im letzten Jahr besonders günstig war, lohnt sich eine regelmäßige Recherche, denn häufig ändern sich die Tarife der Versicherungen erheblich. Bei Tests kam heraus, dass viele Autofahrer, die eben noch die angeblich günstigste Versicherung hatten, mit einem neuen Abschluss mehrere Hundert Euro im Jahr sparen können.

    Was ist bei einem Versicherungsvergleich zu tun?

    Bevor Sie sich online einen Anbieter suchen, sollten Sie zuerst Ihren Fahrzeugschein zur Hand nehmen. Darin steht die Hersteller und die Typschlüsselnummer. Zudem benötigen Sie noch die letzte Beitragsrechnung, auf welcher Ihre SF Klasse notiert ist. Wenn Sie diese Daten haben, geben Sie diese beispielsweise bei Check24 oder Direct Line ein. Die Online Formulare informieren Sie während der Eingabe, welche persönlichen Angaben noch gemacht werden müssen. Nach diesem Prinzip haben Sie die Möglichkeit Ihre gewünschten Tarife bequem online zu berechnen und sich das beste Paket auszusuchen.

    Wichtig: Um einen Wechsel bei einer anderen Versicherung durchführen zu können, sollten Sie außerdem in Erfahrung bringen, wann Sie aus Ihrer alten Kfzversicherung aussteigen dürfen. Stichtag ist bei den meisten Firmen der November, da die Policen am Jahresende auslaufen. Reichen Sie Ihr Kündigungsschreiben rechtzeitig ein, nur so können Sie einen anderen Versicherungsschutz verwenden.

    Tipp: Machen Sie mit möglichst vielen Autoversicherungen einen Vergleich. Haken Sie nach, wegen Ihrer Schadensfreiheitsklasse, für manche unfallfreie Autofahrer kann sich somit ein Wechsel von Teilkasko auf Vollkasko sogar günstiger auswirken. Bedenken Sie, dass ein hohes Punktekonto in Flensburg ihre Versicherungsbeiträge anheben kann. Wenn Sie einen Zweitwagen anmelden wollen, profitieren Sie ebenfalls von der Schadensfreiheitsklasse. Hierbei orientiert sich die Kfzversicherungen danach, wie sich der Fahrer bei seinem Erstfahrzeug verhalten hat.

  • Kündigung der Kfz-Versicherung

    Vielfach lohnt es sich, eine Autoversicherung zu kündigen. Zahlreiche Kfz-Besitzer verfügen über zu teure Versicherungen, bei der Haftpflicht- und der Kaskoversicherung könnten sie im Jahr hohe dreistellige Beträge einsparen. Auf einem Vergleichsportal lässt sich schnell und leicht eine günstige Kfzversicherung finden. Wichtig ist: Versicherungsnehmer sollten ihren bisherigen Vertrag richtig und fristgerecht kündigen.

    Autoversicherung kündigen: Die Fristen

    Bei Kfz-Versicherungen gilt in Deutschland eine verbraucherfreundliche Regelung: Versicherte dürfen jährlich mit einer Frist von einem Monat kündigen. Bei den meisten Versicherern gleicht das Versicherungsjahr dem Kalenderjahr, das bedeutet konkret: Wer eine Kündigung aussprechen will, hat bis zum 30. November Zeit. An diesem Tag muss das Kündigungsschreiben beim Versicherer eingegangen sein. Der Wechsel findet dann zum 1. Januar statt, Versicherte profitieren also zeitnah von den Ersparnissen.

    Darüber hinaus gibt es Sonderkündigungsrechte, bei denen jeweils eine Kündigungsfrist von einem Monat besteht. Versicherte können beispielsweise kündigen, wenn die Preise steigen. Über die Kosten informieren die Gesellschaften im Zeitraum von September bis Dezember, den Brief sollten Verbraucher gründlich durchlesen. Sie sollten überprüfen, ob der Versicherer die Kosten anhebt und falls ja, aus welchem Grund. Das liest sich leichter, als es in der Realität ist. So kann die Prämie sinken, weil der Versicherte in eine bessere Schadenfreiheitsklasse kommt. Aber trotz der insgesamt sinkenden Kosten kann sich darin eine Preissteigerung verstecken. Die Kosten können sich auch erhöhen, weil der Versicherungsnehmer einen Unfall verursacht hat. In diesem Fall besteht kein Kündigungsrecht.

    Sonderkündigungsrechte existieren in zwei weiteren Fällen: Erstens trifft das auf einen Schadensfall zu. Dabei spielt keine Rolle, ob der Versicherer den Schaden zahlt oder nicht. Versicherte können die Autoversicherung kündigen, innerhalb eines Monats nach dem endgültigen Bescheid. Sie können zudem kündigen, wenn sie ihr Auto verkaufen, stilllegen oder wechseln.

    Formal richtig kündigen

    Versicherte können weitgehend formlos kündigen. Sie sollten nur einige Tipps beherzigen: Sie sollten zum Beispiel sämtliche relevanten persönlichen Daten niederschreiben, dazu gehört neben der Anschrift die Versicherungsnummer. Zudem sollten sie sich in dem Schreiben auf den Kündigungsgrund beziehen, etwa einer Preiserhöhung oder dem jährlichen Kündigungsrecht. Im Internet findet sich für ein solches Schreiben eine gute Vorlage, Versicherte müssen nur noch ihre persönlichen Daten einfügen.

    Zusätzlich empfiehlt sich die optimale Versandart: ein Einschreiben mit Rückschein. Das kostet zwar mehr Porto als ein gewöhnlicher Brief, aber diese Mehrinvestition zahlt sich aus. Versicherte können damit beweisen, dass der Brief rechtzeitig beim Empfänger ankam. Die Erfahrung zeigt, dass es bei manchen Versicherern und bei einem gewöhnlichen Brief zu Unstimmigkeiten kommen kann. Im schlimmsten Fall verneint eine Gesellschaft den Eingang, der Versicherte muss prozessieren und verliert wahrscheinlich auch noch. Mit einem Einschreiben vermeiden Versicherte dieses Ärgernis.

  • Autoversicherung online abschließen

    Sie können Ihre Autoversicherung online genauso einfach abschließen, wie Sie dort nach einem Gebrauchtwagen suchen können. Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist für Autobesitzer verpflichtend vorgeschrieben. Das heißt, ohne diese Versicherung dürfen Sie Ihr Auto gar nicht benutzen. Der wesentliche Unterschied zwischen einer Versicherung, die Sie im Internet abschliessen zu einer, die Sie bei einem Versicherungsvertreter unterschreiben, ist der persönliche Kontakt. Die Versicherungsbedingungen sind sich im Wesentlichen sehr ähnlich. Bei einer online abgeschlossenen Versicherung wird auch ein eventueller Schadensfalls online oder schriftlich bearbeitet. Es kommt kein Versicherungsvertreter zu Ihnen ins Haus. Dadurch sind die Kosten für Online Versicherungen oft geringer.

    Kfz-Versicherungen vergleichen

    Bevor Sie sich für eine Kfz-Versicherung entscheiden, sollten Sie einen Versicherungscheck machen und die Preise vergleichen. Wollen Sie nur eine reine Haftpflichtversicherung haben oder auch eine Voll- oder Teilkasko-Versicherung? Die wichtigsten Versicherungsbedingungen, wie zum Beispiel die Deckungssumme, sind bei allen Versicherungen gleich oder zumindest sehr ähnlich, die Beiträge schwanken dagegen erheblich. Entscheiden Sie sich für eine Selbstbeteiligung, dann fällt der Versicherungsbeitrag in der Regel geringer aus. Nun benötigen Sie für einen Kfz-Versicherungsvergleich nur noch ihren Fahrzeugschein, die Postleitzahl Ihres Wohnorts und einen Internetzugang.

    Für einen Versicherungsvergleich können Sie entweder ein einziges Online-Vergleichsportal nutzen oder auch verschiedene, denn nicht jedes Portal vergleicht wirklich alle angebotenen Tarife aller Autoversicherungen. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, sich von verschiedenen Gesellschaften konkrete Versicherungsangebote einzuholen und diese dann miteinander zu vergleichen. Das macht aber vergleichsweise viel Arbeit und ist daher weniger empfehlenswert. Das perfekte Angebot zu finden ist bei der großen Anzahl von Tarifen sowieso nahezu unmöglich. Es kommt also eher darauf an, dass Sie ein Produkt finden, welches alle Ihre Kriterien erfüllt und dabei möglichst günstig ist.

    So schließen Sie eine Autoversicherung online ab

    Für den Abschluss einer Autoversicherung benötigen Sie die gleichen Dinge wie für den Versicherungsvergleich: Ihren Fahrzeugschein, die Postleitzahl Ihres Wohnortes und einen Internetzugang. Haben Sie eine Versicherung gefunden, die ihnen den Schutz bietet, den Sie wirklich haben wollen? Um unnötige Kosten zu vermeiden, sollten Sie vor dem Abschluss entscheiden, ob Sie gern zusätzlichen Schutz, zum Beispiel durch einen Schutzbrief oder einen Auslandsschutz haben wollen. Sind Sie nie mit dem Auto im Ausland unterwegs, dann würde dieser Zusatz Ihnen lediglich Kosten verursachen, aber nichts nutzen.

    Wenn Sie sich für ein Versicherungsprodukt entschieden haben, dann gehen Sie auf die Seite der Versicherungsgesellschaft, die Sie für den Abschluss ausgewählt haben. Dort finden Sie eine Schritt-für Schritt-Anleitung für den Versicherungsabschluss. Folgen Sie genau den Anweisungen auf dieser Seite. Haben Sie alle Fragen beantwortet und alle Felder ausfüllt und kontrolliert? Dann bekommen Sie schon nach wenigen Tagen Post mit Ihren Versicherungsunterlagen.

  • Kfz-Versicherung vergleichen

    Die Kfz-Versicherung kann sich im Preisvergleich zwischen den verschiedenen Anbietern und Tarifen um mehrere hundert Euro im Jahr unterscheiden. Viele Direktversicherer und Vergleichsportale im Internet werben mit niedrigen Preisen und bieten zudem die Möglichkeit, die Autoversicherung gleich online abschließen zu können. Aber ist der billigste Versicherer auch der günstigste? Wir zeigen Ihnen, worauf Sie im Preisvergleich achten müssen und auf was es sonst noch ankommt bei der Wahl des richtigen Vertragspartners.

    Vertragsablauf und Kündigungsfristen beachten

    Im November jedes Jahres häufen sich die Werbespots der Autoversicherungen in Radio und Fernsehen, in den Briefkästen finden Sie Flyer, in denen Ihnen eine unverbindliche Berechnung angeboten wird. Grund für die Häufung zu dieser Zeit ist, dass die meisten Policen ihre Hauptfälligkeit am 1. Januar haben. Sie verlängern sich automatisch um ein Jahr, wenn sie nicht mit Monatsfrist, also bis zum 30. November, gekündigt werden.

    Aber Achtung: Nicht jeder Vertrag erneuert sich am 1. Januar. Immer mehr Versicherer bieten ihren Kunden die sogenannte flexible Hauptfälligkeit ohne Nachteile für den Schadenfreiheitsrabatt. Schauen Sie also unbedingt in Ihren bestehenden Vertrag und prüfen Sie, zu welchem Datum Ihre Autoversicherung kündbar ist, bevor Sie sich viel Arbeit mit Versicherungsvergleichen machen oder gar bei einem anderen Unternehmen unterschreiben.

    Richtige Beitragsberechnung erfordert viele Daten

    Wer für seine Kfz-Versicherung einen Preisvergleich anstellen möchte, muss eine Vielzahl von Daten preisgeben. Gedruckte Vergleiche können nur typische Fallkonstellationen beispielhaft berücksichtigen. Bezieht sich dieser Vergleich auf einen VW Golf in Nürnberg, gefahren von einem 40-jährigen Mann, kann das Ergebnis völlig anders aussehen, wenn das Kfz ein Audi A 3 in derselben Stadt und mit demselben Fahrer ist.

    Wer seinen individuellen Beitrag wissen möchte, muss nicht nur seine Fahrzeugdaten und persönliche Informationen nennen. Auch die beabsichtigte Fahrleistung in Kilometern, mögliche weitere Fahrer und deren Alter sowie das Vorhandensein einer Garage spielen eine Rolle. Sogar die genaue Adresse des Versicherungsnehmers wird von den Versicherern bei der Tarifierung berücksichtigt.

    Nur professionelle Anbieter haben einen halbwegs vollständigen Überblick über die vielen hundert Tarife der Kraftfahrt-Versicherer, die auf dem deutschen Markt aktiv sind. Der Zugriff auf solche Datenbanken ist kostenpflichtig und wird von den Versicherern selbst zu Marktanalysen genutzt. Vergleichsportale im Internet bieten nur eine kleine Auswahl von Versicherern, für die sie auch Verträge vermitteln und Provisionen erhalten. Insofern lohnt es sich, auch selbst auf die Suche zu gehen. Fragen Sie auch Ihren bisherigen Versicherer nach aktuellen Bedingungen, die in der Regel erweiterte Leistungen vorsehen. Haben Sie beim selben Versicherer mehr als nur die Versicherung für Ihr Auto, wird er Ihnen vermutlich auch mit einem persönlichen Rabatt entgegenkommen, den Sie in keinem Vergleich berücksichtigt finden.

    Vertragliche Besonderheiten beachten

    Sondervereinbarungen in der Kfz-Versicherung sind für den Preisvergleich eine schwierige Hürde. Fahranfänger müssen sich beispielsweise mit unterschiedlichen Ersteinstufungen für den Schadenfreiheitsrabatt beschäftigen. Oft kann es günstiger sein, wenn jemand anders das Auto als Zweitwagen versichert und dadurch mit einem niedrigen Beitragssatz startet. Zusätzlich ist das Alter zu beachten, bis zu dem junge Fahrer einen Zuschlag zahlen müssen. Es schwankt im Allgemeinen zwischen 23 und 25 Jahren. Im Markt noch wenig verbreitet, aber hochinteressant sind Deckungskonzepte für junge Leute ohne eigenes Auto. Zu einem Pauschalpreis können sie die beim selben Unternehmen versicherten Familienautos fahren und dabei schon schadenfreie Jahre sammeln, ohne dass für den Hauptvertrag ein Zuschlag fällig wird

    Auch wer seinen Schadenfreiheitsrabatt aufgrund einer Rabattschutz-Regelung trotz eines Unfalls behalten hat, muss beim Wechsel des Versicherers Acht geben. Die höhere Schadenfreiheitsklasse wird nicht übertragen, beim neuen Versicherer droht also eine Rückstufung.

    Deckungskonzepte beachten

    Wer Autoversicherungen nur nach ihrem Preis beurteilt, findet vielleicht den billigsten, ganz sicher aber nicht den günstigsten Versicherer. Einmal ganz abgesehen von Kundenfreundlichkeit und Servicequalität: Auch die Vertragsinhalte unterscheiden sich erheblich. Die Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung ist zwar zum Schutz des Verkehrsopfers an gesetzliche Mindeststandards gebunden, die Versicherer bieten aber weit mehr und bessern die Verträge mit höheren Deckungssummen und zusätzlichen Einschlüssen wie Erweiterung auf Mietwagen und eine besondere Versicherung für den Fahrer auf.

    Noch deutlicher sind die Unterschiede in der Kaskoversicherung. Die Versicherungen unterscheiden sich zum Beispiel in Bezug auf den Ersatz von Neuwert bzw. Kaufpreis für Gebrauchtwagen statt einer reinen Zeitwert-Regelung. Bei einem Glasschaden an der Windschutzscheibe zahlen einfache Policen nur die Scheibe. Gute Verträge ersetzen aber auch Vignetten, Plaketten oder den Regensensor. Und während der Wildunfall in der Basis-Variante auf Haarwild beschränkt bleibt, gilt die erweiterte Deckung auch für sonstige Säugetiere und sogar Vögel. Natürlich haben diese Mehrleistungen Einfluss auf den Beitrag. Unser Tipp: Prüfen Sie, welchen Versicherungsschutz Sie wirklich brauchen. Im Zweifel ist ein umfassender Vertrag mit einer höheren Selbstbeteiligung die bessere Wahl als eine auf billig getrimmte Mogelpackung.

  • Rabatte in der Autoversicherung

    Wer in Zusammenhang mit seiner Autoversicherung über Prozente spricht, meint meist den Schadenfreiheitsrabatt. Den gibt es in der Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung und in der Vollkaskoversicherung. Der Beitrag für Pkw, Motorräder, Campingfahrzeuge und einige andere Fahrzeugklassen richtet sich in diesen Versicherungszweigen nach der Zahl der schadenfreien Jahre. Die Tabelle mit der Rabattstaffel kann sich von Versicherer zu Versicherer unterscheiden, üblich ist zum Beispiel für Pkw ein günstigster Beitragssatz von 30 % (also 70 % Rabatt), der in der Haftpflichtversicherung nach 22 Jahren und in der Vollkaskoversicherung nach 18 Jahren ohne Unfall erreicht wird.

    Vorsicht mit Rabattschutz-Verträgen beim Versichererwechsel

    Viele Autoversicherer bieten ihren Kunden einen besonderen Schutz, damit sie ihren Rabatt trotz eines Schadens nicht verlieren. Wer seinen Rabatt auf diese Weise gerettet hat, muss beim Wechsel des Versicherers besonders aufpassen. Die neue Autoversicherung übernimmt die Prozente in aller Regel nicht, sondern geht bei der Beitragsberechnung vom tatsächlichen Schadenverlauf aus. Gleiches gilt auch bei anderen Sondereinstufungen, zum Beispiel in günstigen Tarifen für Fahranfänger.

    Vollkasko oder Teilkasko

    Die Teilkasko-Versicherung kennt keine Schadenfreiheitsklassen. Deshalb unser Tipp: Fahren Sie langjährig unfallfrei, vergleichen Sie die Beiträge zwischen Voll- und Teilkasko. Wegen des hohen Schadenfreiheitsrabatts ist die Vollkaskoversicherung für Sie vermutlich kaum teurer, bietet Ihnen aber umfassenden Versicherungsschutz auch für selbst verschuldete Unfälle und Vandalismus an Ihrem Fahrzeug.

    Rabatte für geringeres Risiko

    In der Autoversicherung kann man Prozente aber auch für besonders günstige Risikoverhältnisse bekommen. Einige wenige Versicherer bieten bereits so genannte Telematik-Tarife, bei denen eine kleine Box im Fahrzeug Informationen über das Fahrverhalten, die benutzten Straßentypen (z. B. Autobahn, Landstraße, Stadtverkehr) und die Uhrzeit der Fahrt aufzeichnet. Daraus berechnet der Versicherer einen Index, der angibt, wie risikoreich die Fahrten sind. Für Fahrten mit geringem Risiko gibt es bis zu 30 % Nachlass.

    Durchgesetzt hat sich diese moderne Variante, so genannte Pay-how-you-drive-Tarife, aber noch nicht. Die meisten Versicherer ermitteln deshalb den Beitrag nach einfacheren Merkmalen wie Fahrerkreis (nur Sie selbst, oder auch Partner, Kinder und andere Nutzer des Autos), Kfz Kilometerleistung und Abstellplatz (Garage, Carport oder öffentliche Straße). Prüfen Sie, ob Sie diese Merkmale beim Vertragsabschluss richtig angegeben haben und ob noch alles aktuell ist. Fahren Sie mittlerweile weniger Kilometer oder haben die Kinder ein eigenes Auto, lässt sich viel Geld sparen. Aber Achtung – Lügen haben auch bei den Tarifmerkmalen kurze Beine. Im Schadenfall wird der Versicherer prüfen, ob das Fahrzeug richtig versichert ist. Wenn etwas nicht stimmt, stehen Sie zwar nicht ohne Versicherungsschutz da, aber die Bedingungen sehen meist eine Vertragsstrafe vor, zum Beispiel eine Selbstbeteiligung in Höhe eines Jahresbeitrags.

    Individuelle Rabatte aushandeln

    Die Konkurrenz auf dem Autoversicherungsmarkt ist hart. Zwar ist die Autoversicherung für die Versicherer nicht besonders ertragreich, viele Versicherer schreiben sogar Verluste, aber der Autoversicherung folgt meist weiteres Geschäft. Deshalb sind die Anbieter bereit, guten Kunden individuelle Rabatte einzuräumen, die in keinem Tarif zu finden sind. Oft haben die Vermittler Rabattvollmachten, oder sie können für Ihre Kunden beim Versicherer anfragen.

    Unser Tipp: Achten Sie bei Versicherungsvergleichen nicht nur auf den Preis, sondern auch auf den Leistungsumfang. Das gilt besonders für die Kaskoversicherung, denn im Kasko-Schadenfall geht es um Ihr eigenes Auto. In der Haftpflichtversicherung ist der Leistungsumfang, auf den Ihr Unfallgegner Anspruch hat, in weiten Teilen durch gesetzliche Bestimmungen geregelt. Aber auch hier gibt es Unterschiede in den Versicherungspaketen, zum Beispiel die Mallorca-Police, mit der die erweiterten Leistungen Ihrer Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung auch für den Mietwagen im Auslandsurlaub gelten.

    Haben Sie zum Beispiel in einem Autoversicherungsvergleich online ein auf den ersten Blick günstigeres Angebot mit für Sie akzeptablem Versicherungsumfang gefunden, fragen Sie Ihren derzeitigen Versicherer. Er gibt Ihnen sehr wahrscheinlich in der Autoversicherung Prozente, wenn Sie auch andere Verträge wie Hausrat- oder Haftpflichtversicherung haben und er Sie als Kunden behalten möchte.

  • Autoversicherungen richtig vergleichen

    Versicherungsrechner für die Kfz-Versicherung sind bei sparsamen Autofahrern beliebt, um ihren Versicherungsschutz zu optimieren. Jahr für Jahr freuen sich die Internetportale mit den kostenlosen Online-Rechnern über steigende Nutzerzahlen. Was können Versicherungrechner leisten, wo sind Ihre Grenzen?

    Tarifierung nach höchst individuellen Merkmalen

    Die Zeiten, in denen ein Versicherungsvermittler den Beitrag für die Kfz-Versicherung aus dem Tarifbuch ablesen konnte, sind lange vorbei. Während sich die Tarifmerkmale der Kraftfahrtversicherung früher im Wesentlichen auf Fahrzeugart, Motorleistung, Typ- und Regionalklassen aufbauten, kommen heute weitere Kriterien wie Kilometerleistung, Alter des Fahrers und Abstellplatz des Autos hinzu. Die Bonität des Kunden, also das Risiko, dass er einen Beitrag nicht zahlt, wird nach statistischen Merkmalen anhand des Wohnorts bis auf die Hausnummer genau beurteilt.

    Wer von einem Versicherungsvergleichsrechner eine korrekte Auskunft erwartet, muss alle diese Daten preisgeben. Preisvergleiche zur Autoversicherung, die solche Informationen nicht abfragen, können nur modellhaft mit typischen Fallkonstellationen rechnen. Die individuelle Situation kann dann aber zu ganz anderen Preisen führen. Selbst mit Eingabe aller Daten bietet der Versicherungsrechner in der Kfz-Versicherung keinen vollständigen Marktüberblick. Nicht alle Versicherer stellen den Vergleichsportalen ihre Tarife zur Verfügung, denn ersten kassieren die Betreiber der Webseiten bei erfolgreicher Vermittlung hohe Provisionen, und zweitens bedienen sich auch die Mitbewerber bei den Portalen, um ihre eigene Stellung im Wettbewerb besser einschätzen zu können.

    Kurzfristige Preisänderungen und Sonderrabatte

    Im Oktober und November jedes Jahres haben die Vergleichsrechner Hochsaison. Die meisten Verträge zur Autoversicherung enden am 31. Dezember mit einmonatiger Kündigungsfrist. Sie müssen also bis zum 30. November gekündigt haben, um sich im neuen Jahr anderweitig versichern zu können. Schauen Sie vorsichtshalber aber in Ihren Vertrag. Viele Versicherer bieten heute eine sogenannte flexible Hauptfälligkeit, die nicht dem Beginn des Kalenderjahres entsprechen muss.

    Einige Anbieter gehen mittlerweile dazu über, nicht nur einmal im Jahr einen neuen Tarif einzuführen, sondern die Preise mehrfach zu ändern. Kurz vor Ablauf der Kündigungsfrist im November sind die Preise günstiger, um dem hohen Wettbewerbsdruck zu begegnen. Man fühlt sich an die wechselnden Preis bei Flug- und Hotelbuchungen im Internet erinnert. Auf diese Anforderungen müssen auch die Vergleichsportale reagieren.

    Nicht jeder Rabatt steht auch im Tarif. Wahrscheinlich ist jeder Versicherer bereit, einem guten Kunden mit vielen Verträgen einen Sonderrabatt einzuräumen, statt einem anderen Anbieter einen Fuß in der Tür zu ermöglichen. Auch Sondereinstufungen in eine günstigere Schadenfreiheitsklasse zum Beispiel für Fahranfänger oder nach einem Unfall aufgrund einer Rabattschutz-Vereinbarung bringen einen spürbaren Beitragsnachlass, werden aber von einem neuen Versicherer in der Regel nicht übernommen.

    Leistungspaket prüfen

    Einen umfassenden Versicherungsschutz gibt es nicht zum Dumping-Preis. Wer mit einem Versicherungsrechner seine Kfz-Police überprüft und günstige Angebote gefunden hat, sollte sich unbedingt mit dem dahinter steckenden Leistungsumfang beschäftigen.

    In der Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung, die sich um Schäden des Unfallgegners kümmert, sind die Mindestdeckungssummen gesetzlich festgelegt. Praktische alle Angebote gehen aber weit darüber hinaus. Standard ist eine Versicherungssumme von 100 Mio. EUR. Die Unterschiede liegen eher im Detail, etwa ein integrierter Schutzbrief, eine Versicherung für Mietwagen oder eine Unfallversicherung für den ansonsten ungeschützten Fahrer.

    Richtig bedeutsam wird der Leistungsumfang in der Fahrzeugversicherung, der Kfz Kasko, in der es um Schäden am eigenen Auto geht. Grundsätzlich wird unterschieden zwischen der Teilkaskoversicherung gegen zum Beispiel Diebstahl, Brand, Glasbruch sowie Elementarereignisse wie Sturm, Hagel und Überschwemmung, und der Vollkaskoversicherung, die die Deckung auf Unfälle und böswillige Beschädigung erweitert. Günstige Anbieter bieten praktisch nur den Grundschutz und schreiben auch die Reparatur in einer Partnerwerkstatt des Versicherers vor. Die leistungsfähigsten Verträge sind deutlich teurer, beinhalten aber auch freie Werkstattwahl, eine Neu- oder Kaufpreisentschädigung statt des Zeitwerts sowie viele weitere Extras wie zum Beispiel Tierbiss einschließlich möglicher Folgeschäden am Motor, einen Ersatz von Windschutzscheiben einschließlich Vignetten und eingebauter Sensoren sowie die Erweiterung der Deckung von Wildunfällen auf den Zusammenstoß mit Tieren aller Art.

  • Was kostet eine Autoversicherung?

    Die Versicherungskosten für das Auto sind der größte Block an Fixkosten, also Kosten, die Monat für Monat anfallen, auch wenn Sie keinen einzigen Kilometer fahren. Wenn Sie Ihr derzeitiges Fahrzeug ersetzen möchten oder als Neueinsteiger die Anschaffung des ersten eigenen Autos planen, ist es deshalb wichtig, sich vorher mit der Höhe der Versicherungsbeiträge auseinanderzusetzen. Die sind nämlich je nach Fahrzeug sehr unterschiedlich, so dass sie vielleicht den Ausschlag zugunsten des einen oder des anderen Modells geben, das Sie in die engere Wahl genommen haben. Aber auch viele andere Kriterien beeinflussen die Versicherungskosten für das Auto.

    Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung – für jeden ein Muss

    Ohne Nachweis einer Haftpflichtversicherung können Sie in Deutschland kein Auto zulassen. Früher erhielten Sie von Ihrem Versicherer eine Doppelkarte, die Sie beim Straßenverkehrsamt vorlegen mussten. Heute geht das einfacher mit der so genannten eVB-Nummer. Die Abkürzung steht für elektronische Versicherungsbestätigung. Eine eVB-Nummer kann Ihnen Ihr Versicherer oder Vermittler sogar telefonisch oder per E-Mail übermitteln, und das Straßenverkehrsamt sieht anhand der Nummer, bei welchem Anbieter Sie eine Haftpflichtversicherung beantragt haben.

    Die Bedeutung der Typklasse

    Der Preis für die Haftpflichtversicherung richtet sich zunächst nach der Typklasse des Fahrzeugs. Die deutschen Versicherer stellen in einer gemeinsamen Statistik fest, wie oft ein Auto eines bestimmten Typs in einen Unfall verwickelt ist und wie hoch die angerichteten Schäden im Schnitt sind. Je nach Ergebnis werden die Fahrzeuge in eine Typklasse zwischen 10 und 25 eingeordnet. Zwei Drittel aller Pkw-Modelle kommen in die mittleren Klassen zwischen 15 und 20. Tendenziell sind Kleinwagen in den günstigen Klassen zu finden. In den teuren Klassen sind PS-starke Sportwagen und SUV, die allein aufgrund ihrer Masse schon hohe Schäden am Fahrzeug des Unfallgegners verursachen. Diesel-Fahrzeuge sind wegen der höheren Kilometerleistung meist höher eingestuft als entsprechende Benziner.

    Weitere Tarifmerkmale

    Praktisch alle Versicherer verwenden für eine risikogerechte Beitragskalkulation auch weitere, so genannte weiche Tarifmerkmale. Das ist insbesondere die jährliche Kilometerleistung des Fahrzeugs. Auch der Fahrerkreis spielt eine wichtige Rolle, also die Frage, ob nur Sie selbst oder auch andere Personen das Auto nutzen und wie alt der jüngste und der älteste Fahrer sind. Weitere Merkmale sind der übliche Abstellplatz des Fahrzeugs und sogar die Adresse des Kunden, denn hieraus kann der Versicherer Rückschlüsse auf dessen Bonität ziehen. Online Rechner im Internet tun sich mit dieser sehr differenzierten Berechnung oft schwer und können deshalb nur einen ausgewählten Kreis von Anbietern berücksichtigen.

    Die Sache mit dem Schadenfreiheitsrabatt

    Die Versicherungskosten für das Auto hängen wesentlich vom so genannten Schadenfreiheitsrabatt ab. Eine für alle Versicherer gültige Tabelle gibt es nicht. Nach der Empfehlung des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft zahlt ein vorbildlicher Autofahrer, der seit 35 Jahren schadenfrei fährt, nur ein Viertel des Beitrages, den ein Fahranfänger entrichten muss. Viele Versicherer bieten jungen Leuten aber besondere Einstufungen, die den Unterhalt für das erste Auto bezahlbar machen. Vorsicht ist beim Wechsel des Versicherers geboten. Ist ein Vertrag nur aufgrund besonderer Vereinbarungen in eine günstigere Schadenfreiheitsklasse eingestuft, muss der neue Versicherer diese Einstufung nicht übernehmen.

    Vollkasko- und Teilkaskoversicherung

    Die Fahrzeugversicherung ist zwar keine Pflicht, aber sehr zu empfehlen, stellt doch ein Pkw meist den höchsten einzelnen Vermögenswert in einem Haushalt nach eventuellem Immobilienbesitz dar. Ist das Fahrzeug finanziert oder geleast, werden Bank bzw. Leasinggeber auf dem Abschluss einer Vollkaskoversicherung bestehen.

    Während die Teilkaskoversicherung zum Beispiel die Gefahren Brand, Diebstahl, Elementarereignisse und Wildunfälle deckt, kommen in der Vollkaskoversicherung böswillige Beschädigung und Kollision, also auch selbst verschuldete Unfälle, hinzu.

    Wie in der Haftpflichtversicherung richten sich die Versicherungskosten für das Auto auch in der Fahrzeugversicherung nach Typklassen, die zum Beispiel die Diebstahlhäufigkeit und die durchschnittlichen Wiederbeschaffungs- und Reparaturkosten abbilden. Auch die weichen Merkmale werden bei der Kalkulation der Tarife berücksichtigt. Schadenfreiheitsrabatte gibt es aber nur für die Vollkaskoversicherung. Wer langjährig schadenfrei unterwegs ist, zahlt für den erweiterten Deckungsumfang aufgrund des Rabattes kaum mehr als für die eingeschränkte Teilkaskoversicherung. Ein Vergleich lohnt.

  • Autoversicherung richtig berechnen

    Um die Beiträge für die Autoversicherung zu berechnen, verwenden die Versicherer eine ganze Reihe von Risikomerkmalen. Tarifbücher gibt es praktisch nicht mehr, Software auf dem Computer übernimmt die komplexe Kalkulation. Günstige Online-Versicherer bieten die Berechnung der Beiträge im Internet, zahlreiche Vergleichsportale werben um Kunden und erhalten von den Autoversicherungen dafür Provisionen. Lesen Sie, was Sie über die Autoversicherungsprämie wissen müssen, und wie verlässlich die Vergleiche sind.

    Berechnen heißt nicht vergleichen

    Wer nur die Beiträge seiner gewünschten Autoversicherung berechnen will, lässt einen wesentlichen Teil des Vergleichs außer Acht. Die Deckungskonzepte der Versicherer unterscheiden sich gravierend. Sogar beim selben Versicherer gibt es oft mehrere Varianten des Versicherungsschutzes. Direktversicherer wenden sich mit ihren Angeboten an Kunden, die auf einen besonders niedrigen Beitrag schauen, viele andere Unternehmen möchten sich aber durch besondere Leistungen vom Markt abheben. Mehrleistungen haben ihren Preis, und jeder muss für sich entscheiden, was er an Versicherungsschutz braucht und was verzichtbar ist.

    Die Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung beschäftigt sich mit den Schäden, die Sie zum Beispiel durch einen selbst verschuldeten Unfall anderen zufügen. Ihr Mindestumfang ist gesetzlich festgelegt. Praktisch alle Versicherer gehen über die Mindestdeckungssummen hinaus und bieten Versicherungsschutz bis 100 Millionen Euro. Das klingt so, als würde man es nie brauchen. Bedenken Sie aber: Sie haften unbegrenzt mit Ihrem gesamten Vermögen und allem, was Sie später noch verdienen werden. Schäden im zweistelligen Millionenbereich sind durchaus möglich, zum Beispiel bei mehreren Schwerverletzten oder Sachschäden an der Infrastruktur, beispielsweise durch einen Fahrzeugbrand auf einer Autobahnbrücke. Der Mehrbeitrag für die hohe Deckungssumme ist im Vergleich zum abgesicherten Risiko sehr gering. Viele Versicherer peppen die Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung zudem noch mit einer Erweiterung auf Mietwagen oder zusätzlichen Leistungen für den ansonsten unversicherten Fahrer auf.

    Noch größer sind die Unterschiede im Deckungsumfang der Kaskoversicherung. Sie zahlt für Schäden am eigenen Fahrzeug. Grundsätzlich haben Sie die Wahl zwischen der Teilkasko- und der Vollkasko-Versicherung. Die Teilkasko bietet Schutz zum Beispiel bei Diebstahl, Hagel, Hochwasser, Brand, Wildunfällen und Glasbruch. In der Vollkasko wird die Palette der versicherten Gefahren um Unfälle und Vandalismus ergänzt. Umfassende Verträge bieten Neuwertersatz bzw. Kaufpreisentschädigung für Gebrauchtwagen innerhalb einer bestimmten Zeit. Sie ersetzen bei Glasbruch nicht nur den reinen Glasschaden, sondern auch Autobahnvignetten, die Umweltplakette oder Sensoren in der Scheibe, und sie übernehmen auch die Reinigungskosten, wenn der Innenraum von Glassplittern gesäubert werden muss. Der Schutz für Wildunfälle wird auf Zusammenstoß mit anderen Säugetieren und sogar Vögeln erweitert, Marderbiss und die oft sehr teuren Folgeschäden am Motor gehören ebenfalls zum Programm.

    Beitragsvergleich anhand echter Daten oder mit Musterfällen

    Wer eine Autoversicherung berechnen will, muss dafür eine Menge Daten preisgeben. Waren früher die Leistung des Fahrzeugs, die Typ- und die Regionalklasse ausreichend, geht es heute um die gefahrenen Kilometer, den Fahrerkreis und das Alter des Fahrzeugs, das Vorhandensein einer Garage und viele weitere Informationen. Um die Bonität eines Kunden einzuschätzen, nutzen die Versicherer sogar die Adressdaten bis auf Hausnummern-Ebene.

    Nur wenn in einem Kfz Kalkulator alle diese Tarifmerkmale abgefragt werden, kommt am Ende auch der richtige Beitrag heraus. Andere Tarifvergleiche, die nur Musterfälle wie Kfz Audi A 3 für einen verheirateten 40-jährigen Mann aus Köln berücksichtigen, können allenfalls einen Anhaltspunkt geben. Wer statt des Audi einen VW Golf vergleicht, kommt vielleicht zu völlig anderen Ergebnissen.

    Kfz Neueinsteiger müssen auch auf das Mindestalter für den Normaltarif achten. Die günstigsten Beiträge für Fahranfänger können sich zum Beispiel dadurch ergeben, dass man schon ab 23 Jahren billiger versichert ist, während bei anderen Versicherern noch bis zum Alter 25 Zuschläge für junge Fahrer erhoben werden.

    Individuelle Rabatte und Vereinbarungen bleiben in Vergleichen unberücksichtigt

    Wer sich mit dem Gedanken trägt, seine Autoversicherungen zu kündigen und zu einem anderen Anbieter zu wechseln, sollte vorher bei seinem bisherigen Versicherungsunternehmen oder Vermittler nach einem Angebot fragen. Neuere Tarife bieten meist bessere Leistungen, Kunden mit mehreren Verträgen können nicht nur attraktive Bündelrabatte erhalten, sondern haben in einem nicht ganz klaren Schadenfall eher Aussicht auf eine kulante Regulierung. Oft haben die Vermittler auch Nachlasskontingente, die sie guten Kunden individuell anbieten können.

    Eine böse Falle kann bei den Schadenfreiheitsrabatten lauern, die Sie auf die Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung und die Vollkaskoversicherung erhalten. Grundsätzlich nehmen Sie Ihre schadenfreien Jahre natürlich zu einem neuen Versicherer mit. Beruht die Einstufung bei Ihrem jetzigen Versicherer dagegen auf einer Sonderregelung, zum Beispiel für Fahranfänger oder wegen eines Rabattschutzes trotz Unfall, müssen Sie bei einem anderen Versicherer mit einem höheren Beitragssatz rechnen.

  • Die Bedeutung der Typklasse

    Die Beitragsermittlung in der Autoversicherung richtet sich in erster Linie nach den Kfz Versicherungsklassen oder, wie sie in der Fachsprache heißen, den Typklassen. Abhängig von der Typklasse können sich sehr große Unterschiede im Beitrag ergeben. Ein Blick in das Typklassenverzeichnis lohnt also, wenn die Entscheidung für ein neues Auto ansteht.

    Einstufung nach Schadenbedarf

    Die Kfz Versicherungsklassen sind bei allen deutschen Versicherern gleich. Bei mehr als 25.000 Fahrzeugtypen hat jedes einzelne Versicherungsunternehmen zu wenige Fahrzeuge versichert, um sinnvolle Aussagen über den Schadenbedarf bestimmter Modelle treffen zu können. Zufällige Abweichungen wären viel zu groß. Deshalb führt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft eine gemeinsame Statistik. Darin wird der Schadenbedarf der vielen verschiedenen Fahrzeugmodelle ermittelt. Nach Herstellernummer und Typschlüsselnummer können die Schäden eindeutig zugeordnet werden. Die Nummern finden Sie in der Zulassungsbescheinigung Teil I oder dem alten Fahrzeugschein. Über einen Autoversicherungsvergleich im Internet ermitteln Sie die Typklasse Ihres Wunschfahrzeugs heraus. Wissen Sie Hersteller- und Typschlüsselnummer nicht, können Sie meist auch nach der Modellbezeichnung im Klartext suchen.

    Da die verschiedenen Versicherungszweige der Autoversicherung unterschiedliche Risiken decken, sind auch die Typklassen unterschiedlich, je nachdem, ob der Beitrag für eine Haftpflicht-, Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung berechnet werden soll.

    Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung

    Die Haftpflichtversicherung kümmert sich um Schäden Dritter, die Sie mit Ihrem Fahrzeug verursachen. Das können sowohl Blechschäden am Fahrzeug des Unfallgegners als auch Personenschäden der Fahrzeuginsassen – auch Ihres eigenen Fahrzeugs – oder von Fußgängern oder Radfahrern sein. Die Typklasse richtet sich deshalb nach Häufigkeit und durchschnittlicher Höhe der Schäden, die mit Fahrzeugen dieses Typs verursacht werden. Die Typklasse ersetzt die früher übliche Tarifierung nach der Leistung des Fahrzeugs, angegeben in kW oder PS. Es gibt zwar einen Zusammenhang in der Weise, dass PS-starke Autos häufiger in Unfälle verwickelt sind und die Schäden im Schnitt auch höher sind, aber das ist bei weitem nicht das einzige Kriterium. Dazu einige Beispiele:

    • Fahrzeuge, die hohe Kilometerleistungen haben, verursachen rein statistisch auch häufiger Unfälle. Deshalb finden Sie Pkw mit Dieselmotor oft in einer höheren Typklasse als einen Benziner mit gleicher Karosserie.
    • Pkw, die junge Fahrer ansprechen, haben schon wegen des Fahrerkreises ein höheres Unfallrisiko. Bei Fahranfängern beliebte ältere Fahrzeugmodelle können also höher eingestuft sein als der Nachfolger, der als Neuwagen verkauft wird.
    • Alle modernen Fahrzeuge verfügen über ein Knautschzone, um im Falle einer Kollision Energie abzubauen. Diese sollte so ausgelegt sein, dass Insassen eines Kleinwagens auch bei einem Zusammenstoß mit einem Fahrzeug der Oberklasse eine Überlebenschance haben. Dennoch gibt es Unterschiede – ein hoher, kantiger Geländewagen mit großer Masse und versteiftem Fahrgestell wird bei einem anderen Fahrzeug vermutlich größere Schäden und bei einem Fußgänger schwerere Verletzungen verursachen als ein eher leichtes Mittelklasse-Fahrzeug.

    Nach den Schadendaten wird das Fahrzeugmodell einer Typklasse zwischen 10 und 25 zugeordnet. Die statistische Mitte bildet die Typklasse 17. Rund zwei Drittel der Fahrzeuge sind im mittleren Segment zwischen 15 und 20 zu finden. Das restliche Drittel teilt sich gleichmäßig auf die günstigen Klassen 10 bis 14 und die teuersten Autos zwischen 21 und 25 auf.

    Fahrzeugversicherung

    Die Fahrzeugversicherung deckt Schäden am eigenen Auto. In der Kfz Teilkasko ist vor allem das Diebstahlrisiko entscheidend für die Einstufung in die Kfz Versicherungsklassen, also die Frage, wie begehrt ein Modell bei Dieben ist, wie leicht es gestohlen werden kann und wie hoch der Wert des Fahrzeugs ist. Die Vollkaskoversicherung deckt zusätzlich zur Teilkasko die Gefahren Unfall und böswillige Beschädigung. Damit wirken sich zum Beispiel auch Reparaturkosten nach einer Kollision auf die Kfz Versicherungsklassen aus. Manche Autos können relativ leicht repariert werden, bei anderen Typen sind selbst bei kleineren Parkremplern umfangreiche Arbeiten und teure Ersatzteile nötig, zum Beispiel wenn in der Stoßstange Parksensoren oder Abstandsradar verbaut sind. Auch Steinschlagschäden an der Windschutzscheibe können teuer werden, wenn integrierte Kameras und Messfühler ersetzt oder neu kalibriert werden müssen.

    Die Kfz Versicherungsklassen in der Fahrzeugversicherung beginnen bei 10 und enden bei 33 in der Teilkasko- und 34 in der Vollkaskoversicherung. Die Mitte der Statistik liegt bei 19 in der Teilkasko- und bei 18 in der Vollkaskoversicherung. Rund 40 bis 50 % der Modelle in den günstigen Klassen 17 und darunter zu finden.

  • Billigste ist nicht beste Versicherung

    Welcher Anbieter die beste Autoversicherung bietet, muss letztendlich jeder für sich selbst entscheiden. Versicherungsvergleiche im Internet helfen, günstige Autoversicherungen zu finden und dabei neben dem Preis auch das gebotene Leistungspaket und den Kundenservice zu vergleichen.

    Die Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung

    Jeder Autofahrer braucht eine Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung. Das Straßenverkehrsamt verlangt den Nachweis dieser Versicherung anhand der so genannten eVB-Nummer. Die Abkürzung steht für elektronische Versicherungsbestätigung. Sie ersetzt die früher übliche Doppelkarte. Der Gesetzgeber lässt sich bei der Einführung einer Pflichtversicherung vom Gedanken des Opferschutzes leiten. Kein Unfallopfer soll leer ausgehen oder von staatlichen Leistungen abhängig sein, weil der Verursacher mittellos ist. Der Mindestumfang der Haftpflichtversicherung ist deshalb gesetzlich festgelegt.

    Dennoch gibt es in den angebotenen Leistungen wesentliche Unterschiede. Die Deckungssummen sind in aller Regel deutlich höhere als die vom Gesetz geforderten Mindestbeträge. Häufig sind auch Elemente integriert, die nicht nur den Unfallgegner schützen, sondern auch den Versicherungsnehmer selbst. Ein wichtiges Beispiel hierfür ist eine Versicherung der Gesundheitsschäden, die der Fahrer bei einem selbst verschuldeten Unfall erleidet. Während alle anderen, auch die Insassen des eigenen Fahrzeugs, gesetzliche Ansprüche haben, geht der Fahrer als einziger leer aus. Die Zusatzversicherung, die die frühere Insassen-Unfallversicherung ersetzt, schließt eine wichtige Lücke.

    Weitere interessante Erweiterungen, die eine beste Autoversicherung auszeichnen, sind Schutzbriefleistungen und die so genannte Mallorca-Police, die den deutschen Standard der eigenen Versicherung auch für Mietwagen im Ausland garantiert. Diese sind oft mit nur unzureichenden Summen versichert. Die zusätzliche Versicherung gilt natürlich nicht nur auf Mallorca, sondern für alle ausländischen Mietwagen.

    Der Beitrag für die Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung richtet sich in erster Linie nach der Typklasse des Fahrzeugs. Weitere Tarifmerkmale wie Kilometerleistung, Fahrerkreis und Alter der Fahrer haben ebenso Einfluss wie die Adresse des Kunden, aus der der Versicherer auf die Bonität, also die Zahlungsfähigkeit schließen kann. Von dem so ermittelten Beitrag zahlt der Versicherungsnehmer einen Prozentsatz in Abhängigkeit von den schadenfreien Jahren. Wer langjährig ohne Unfall unterwegs ist, braucht dem Versicherer nur ein Viertel dessen zu überweisen, was einem Fahranfänger berechnet wird.

    Die Kaskoversicherung

    Noch größere Unterschiede als in der Haftpflichtversicherung gibt es in den Angeboten der Versicherer zur Fahrzeugversicherung. Sie wird in den Paketen Teilkasko- und Vollkaskoversicherung verkauft. Die Teilkaskoversicherung bezieht sich auf einige wesentliche Risiken wie Diebstahl, Brand, Wildunfall, Sturm, Überschwemmung und Glasbruch. Die Vollkaskoversicherung erweitert diese Gefahren um sonstige Unfälle und Vandalismus. Die Beitragsberechnung ist ähnlich wie in der Haftpflichtversicherung, einen Schadenfreiheitsrabatt gibt es aber nur für die Vollkaskoversicherung.

    Es sind scheinbar nur Kleinigkeiten, die die besten Autoversicherungen von ihren Mitbewerbern unterscheiden. Im Schadenfall kann es aber einen großen Unterschied bedeuten, wenn statt des Zeitwertes der Neupreis oder bei Gebrauchtwagen der Kaufpreis versichert ist, wenn sich die Versicherung nicht nur auf Wildunfälle, sondern auch auf Zusammenstöße mit Haus- oder Weidetieren oder sogar Vögeln bezieht, wenn zusammen mit dem Steinschlagschaden an der Frontscheibe auch die in der Scheibe verbauten Sensoren oder aufgeklebte Vignetten ersetzt werden.

    Leistungseinschränkungen bringen Rabatte

    Entscheiden Sie sich für einen Tarif mit Werkstattbindung und fahren Sie für die Autoreparatur immer in eine vom Versicherer benannte Partnerwerkstatt, können Sie mit deutlichen Rabatten auf den Versicherungsbeitrag rechnen. In einem normalen Tarif steht Ihnen dieser Service natürlich auch zur Verfügung. Die Versicherer honorieren die Entscheidung für die Partnerwerkstatt meist mit einem Hol- und Bringservice, mit kostenloser Reinigung des Fahrzeugs, einer Entschädigung für den Nutzungsausfall oder einem Tankgutschein. Herstellergarantien werden übernommen.

    Kundenservice vor Ort oder im Internet

    Die beste Autoversicherung finden Sie nicht nur anhand von Vertragsbedingungen und Preisen. Auch der Kundenservice ist ein wesentlicher Aspekt. Sie entscheiden, ob Sie den Service eines Direktversicherers im Internet ausreichend finden, oder ob Sie einen Ansprechpartner vor Ort benötigen. Viele Versicherungskonzerne bieten mehrere Vertriebswege, beispielsweise der Generali Konzern mit den Serviceversicherern AachenMünchener und Generali Versicherungen oder im Direktvertrieb mit der Cosmos Kfz-Versicherung. Achten Sie auch auf Auszeichnungen wie Deutschlands fairster Versicherer von Focus Money oder die KUBUS-Studie zur Kundenzufriedenheit.