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DSL für Streaming und IPTV: Die passende Geschwindigkeit finden

Ein HD-Stream braucht oft nur wenige Mbit/s. Als Richtwert für den Tarif gelten 25 Mbit/s. Für 4K und die gleichzeitige Nutzung weiterer Geräte sind 50 Mbit/s angesetzt; bei mehreren Streams sind es 100 Mbit/s.

Mbit/s bedeutet Megabit pro Sekunde und gibt die Übertragungsgeschwindigkeit an. Neben dem Tarif zählt, wie viel davon tatsächlich am Fernseher ankommt. Ein Smart-TV hat keinen festen Geschwindigkeitsbedarf: Entscheidend sind der Streamingdienst, die Bildqualität und die Zahl der gleichzeitig genutzten Geräte.

Welche Geschwindigkeit ein Stream braucht

Die Empfehlungen unterscheiden sich je nach Anbieter und Gerät. Netflix nennt für Full HD mit 1080p mindestens 5 Mbit/s und für 4K 15 Mbit/s. YouTube empfiehlt für 1080p 5 Mbit/s und für 4K 20 Mbit/s. Für den MagentaTV Stick der zweiten Generation empfiehlt die Telekom mindestens 10 Mbit/s für HD und 25 Mbit/s für 4K mit HDR.

Diese Werte gelten für den jeweiligen Stream oder das jeweilige Gerät. Sie empfehlen keinen bestimmten Tarif für den ganzen Haushalt. Netflix weist zudem darauf hin, dass eine langsame oder instabile Verbindung die Bildqualität senken kann. Das Video läuft dann vielleicht weiter, erreicht aber nicht dauerhaft die gewünschte Auflösung.

Diese Richtwerte helfen bei der Tarifwahl:

Nutzung im Haushalt Sinnvolle Tarifgröße als Orientierung
Ein HD-Stream, kaum weitere Internetnutzung 25 Mbit/s
Ein 4K-Stream oder Streaming mit normaler Nutzung weiterer Geräte 50 Mbit/s
Mehrere Streams, häufig 4K oder parallele große Downloads 100 Mbit/s oder mehr

Diese Richtwerte sind Empfehlungen und keine verbindlichen Mindestwerte. Bei einem 16-Mbit/s-Tarif wird es für einen einzelnen HD-Stream knapp, sobald andere Geräte gleichzeitig Daten übertragen. Ein 50-Mbit/s-Tarif bietet für einen 4K-Stream mehr Reserve. Am Fernseher stehen trotzdem nicht immer 50 Mbit/s zur Verfügung.

IPTV hängt vom Anbieter ab

IPTV bezeichnet Fernsehen, das über das Internet übertragen wird. Dazu gehören unterschiedliche Angebote, etwa Live-TV über einen Receiver des Anbieters oder eine Fernseh-App. Deshalb gibt es keine einzelne Geschwindigkeit, die für alle IPTV-Angebote gilt.

Die Telekom nennt für die MagentaTV One idealerweise mehr als 6 Mbit/s. Für den MagentaTV Stick der zweiten Generation empfiehlt sie mindestens 10 Mbit/s für HD und 25 Mbit/s für 4K mit HDR. Ältere Angaben zu MagentaTV-Receivern nennen 9 Mbit/s je HD-Stream und 28 Mbit/s je UHD-Stream. Diese Werte gelten jeweils für die beschriebenen Geräte und Angebote.

Wenn mehrere Streams gleichzeitig laufen, brauchen sie zusammen mehr Geschwindigkeit. Für eine bestimmte Nutzung von MagentaTV nennt die Telekom mindestens 27 Mbit/s für drei HD-Live-Streams gleichzeitig. Prüfen Sie deshalb die Anforderungen des eigenen Anbieters und rechnen Sie weitere Geräte im Haushalt mit ein.

Geschwindigkeit am Fernseher prüfen

Ein Tarif mit einer beworbenen Maximalgeschwindigkeit liefert nicht automatisch genau diesen Wert. Die tatsächliche Geschwindigkeit hängt unter anderem von der Leitung und ihrer Länge ab. Auch die gleichzeitige Nutzung spielt eine Rolle, ebenso die Verbindung zwischen Router und Fernseher. Das WLAN kann bremsen, auch wenn der DSL-Anschluss genügend Leistung liefert.

Testen Sie bei Bildaussetzern zuerst die Verbindung am Fernseher oder am verwendeten Streaminggerät. Ein Geschwindigkeitstest am Smartphone neben dem Router sagt wenig darüber aus, wie schnell das Signal am Fernseher ankommt. Wenn möglich, verbinden Sie das TV-Gerät testweise per Netzwerkkabel mit dem Router. Wird das Bild dadurch besser, ist wahrscheinlich das WLAN die Ursache.

DSL-Tarife für Streaming vergleichen

Prüfen Sie zuerst die Verfügbarkeit an Ihrer Adresse. Der Name eines Tarifs verrät nicht allein, welche Geschwindigkeit er bietet. Im Produktinformationsblatt des Anbieters finden Sie für Download und Upload jeweils drei Datenraten. Eine gibt das Minimum an, eine die normalerweise verfügbare Rate und eine das Maximum. Für Streaming zählt vor allem der Download; der Upload wird wichtiger, wenn im Haushalt häufig Videokonferenzen oder größere Dateiübertragungen stattfinden.

Vergleichen Sie die normalerweise verfügbare und die minimale Downloadrate mit dem Bedarf Ihres Haushalts. Im Produktinformationsblatt eines MagentaZuhause-M-Tarifs mit VDSL 50 und Versionsstand vom 4. April 2023 standen beispielsweise 50 Mbit/s als Maximum, 47 Mbit/s als normalerweise verfügbare und 27,9 Mbit/s als minimale Downloadrate. Diese Angaben gelten nur für dieses Produkt und den genannten Stand. Sie sind keine allgemeinen Werte für heutige 50-Mbit/s-Tarife.

Achten Sie außerdem auf die monatlichen Kosten, die Vertragslaufzeit, die Bedingungen für Verlängerung und Kündigung sowie mögliche Begrenzungen des Datenvolumens. Prüfen Sie auch, ob Router oder Modem im Preis enthalten sind. So vergleichen Sie nicht nur die beworbene Geschwindigkeit, sondern die tatsächlichen Vertragsbedingungen.

Wenn die Verbindung dauerhaft deutlich langsamer ist als vereinbart, können Sie die Breitbandmessung der Bundesnetzagentur für einen Nachweis nutzen. Dafür gelten ein festgelegtes Messverfahren und die Vertragswerte aus dem Produktinformationsblatt.

DSL-Vertrag verlängern oder wechseln: Sparen als Bestandskunde

Nach Ende der Mindestlaufzeit läuft Ihr DSL-Vertrag in der Regel weiter. Dann können Sie ihn mit einer Frist von einem Monat kündigen. Wenn Sie ein neues Angebot annehmen, beginnt möglicherweise eine neue Mindestlaufzeit.

Prüfen Sie, welche Leistungen Sie brauchen und was die Tarife insgesamt kosten. Fragen Sie Ihren Anbieter nach einem konkreten Angebot für Bestandskunden und sehen Sie nach, welche Tarife an Ihrer Adresse verfügbar sind. Vergleichen Sie die Kosten über denselben Zeitraum – einschließlich späterer Monatskosten, Router und einmaliger Gebühren.

Vertrag und Kosten prüfen

Schauen Sie zuerst in Ihr Kundenkonto und auf die letzte Rechnung. Notieren Sie, wann die Mindestlaufzeit endet, welche Kündigungsfrist gilt und wie viel Sie tatsächlich zahlen. Ein Tarif, der anfangs günstig ist, kann später mehr kosten, wenn ein befristeter Rabatt endet oder Gebühren für Router, Fernsehen oder andere Optionen dazukommen.

Prüfen Sie auch, welche Geschwindigkeit Sie wirklich brauchen. Wenn Sie regelmäßig mit deutlich weniger Geschwindigkeit auskommen, als Ihr Tarif bietet, lohnt sich ein günstigerer Tarif mit passender Geschwindigkeit. Die verfügbaren Anschlüsse und Preise hängen von Ihrer Adresse ab. Prüfen Sie deshalb jeden Tarif für Ihren konkreten Wohnort.

Ein neu abgeschlossener Vertrag darf anfangs höchstens 24 Monate laufen. Anbieter müssen Ihnen auch einen Vertrag mit höchstens zwölf Monaten Laufzeit anbieten. Lassen Sie sich vor der Zusage die Vertragszusammenfassung geben. Sie enthält unter anderem Preise und Leistungen. Außerdem nennt sie die Laufzeit sowie die Kündigungsbedingungen.

DSL-Angebote vergleichen

Fragen Sie Ihren bisherigen Anbieter nach einem konkreten Angebot für eine Verlängerung oder einen Tarifwechsel. Bitten Sie um die vollständigen Konditionen, insbesondere den Preis während einer Rabattphase und danach. Ein Treuerabatt ist nicht garantiert. Wie gut das Angebot ausfällt, hängt vom Anbieter und Ihrer Situation ab.

Vergleichen Sie anschließend externe Angebote für Ihre Adresse. Vergleichen Sie beide Tarife möglichst über denselben Zeitraum und mit ähnlichen Leistungen. Eine einfache Rechnung hilft:

Gesamtkosten = Monatsentgelte über den Vergleichszeitraum + einmalige Gebühren + Router- und Zusatzkosten − sicher zugesagte Rabatte oder Boni

Ein Tarif kostet zum Beispiel im ersten Jahr monatlich 19,99 Euro und im zweiten Jahr 44,99 Euro. Über 24 Monate zahlen Sie dafür 779,76 Euro. Ein Tarif, der durchgehend 39,99 Euro im Monat kostet, kommt im selben Zeitraum auf 959,76 Euro. Im Rechenbeispiel ist der erste Tarif 180 Euro günstiger. Zusätzliche Gebühren oder unterschiedliche Leistungen können das Ergebnis verändern.

Rechnen Sie Wechsel- und Kombivorteile nur ein, wenn Sie die Bedingungen erfüllen und den Bonus sicher bekommen. Bei einem Paket mit Mobilfunk oder Fernsehen zählen auch die Kosten dieser Verträge. Ein Rabatt auf den DSL-Anteil spart dem Haushalt nur dann Geld, wenn Sie die weiteren Leistungen ohnehin benötigen.

DSL-Vertrag verlängern oder wechseln

Eine Verlängerung oder ein Tarifwechsel beim bisherigen Anbieter passt, wenn Sie die Leistungen behalten möchten und der Gesamtpreis günstig ist. Prüfen Sie, ob das Angebot eine neue Mindestlaufzeit mit sich bringt. Die einmonatige Kündigungsfrist gilt für den Vertrag, der nach Ende der Erstlaufzeit automatisch weiterläuft. Sie gilt nicht automatisch auch für einen neuen Vertrag, den Sie annehmen.

Ein Wechsel lohnt sich eher, wenn ein anderer Anbieter für vergleichbare Leistungen über denselben Zeitraum klar günstiger ist oder Ihr bisheriger Tarif nicht mehr zu Ihrem Bedarf passt. Berücksichtigen Sie dabei auch die Routerkosten und mögliche einmalige Gebühren. Denken Sie außerdem an den Aufwand für den Wechsel. Wenn Ihr aktueller Tarif einen sinnvollen Kombivorteil enthält, vergleichen Sie auch, ob der Wechsel diesen Vorteil beendet.

DSL-Anbieterwechsel planen

Klären Sie vor der Bestellung, ob der neue Anbieter Ihren bisherigen Vertrag kündigt und wie er den Wechseltermin bestätigt. Der genaue Ablauf hängt vom Angebot und vom Verfahren des Anbieters ab. Behalten Sie auch Mietgeräte und Zusatzoptionen im Blick.

Bei einem rechtzeitig eingeleiteten Anbieterwechsel muss der bisherige Anbieter Sie grundsätzlich bis zur Umschaltung weiter versorgen. Am Umschalttag darf es zu einer Unterbrechung kommen. Dauert eine ungewollte Unterbrechung länger als einen Arbeitstag und sind die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt, besteht ein Anspruch auf Entschädigung. Sie beträgt mindestens 10 Euro pro Arbeitstag oder 20 Prozent des Monatsentgelts, je nachdem, welcher Betrag höher ist.

Zu geringe DSL-Geschwindigkeit

Wenn Ihr Anschluss dauerhaft langsamer ist als vertraglich vereinbart, messen und dokumentieren Sie die Geschwindigkeit mit dem Verfahren der Bundesnetzagentur. Ein zuverlässiger Nachweis, dass der Anschluss die Vertragsbedingungen nicht erfüllt, kann die Grundlage für eine Preisminderung oder eine außerordentliche Kündigung sein. Der bloße Eindruck, dass das Surfen langsam ist, reicht dafür nicht aus.

DSL für Gaming und Streaming: Wie viel Mbit/s sind nötig?

Für eine Person, die online spielt und Videos streamt, sind etwa 50 Mbit/s ein guter Richtwert. 100 Mbit/s bieten mehr Spielraum, wenn mehrere Personen gleichzeitig streamen oder große Dateien herunterladen. Mbit/s bedeutet Megabit pro Sekunde und gibt an, wie schnell Daten über die Leitung übertragen werden.

Welcher Tarif passt, hängt davon ab, welche Anwendungen Sie gleichzeitig nutzen. Beim klassischen Online-Gaming zählen eine stabile Verbindung und eine niedrige Latenz. Die Latenz ist die Zeit, die Daten vom Gerät zum Spielserver brauchen. Für 4K-Streaming, Cloud-Gaming und eigene Livestreams ist mehr Bandbreite nötig, teilweise auch beim Upload.

Wie viel Mbit/s brauchen Gaming und Streaming?

Die folgenden Werte sind Richtwerte für einzelne Anwendungen. Wenn mehrere davon gleichzeitig laufen, sollten Sie den Bedarf zusammenrechnen und etwas Reserve einplanen.

Nutzung Richtwert Worauf es ankommt
Online-Gaming Häufig reicht wenig Bandbreite Stabilität und Latenz sind entscheidend.
Streaming in Full HD Rund 5 Mbit/s pro Stream Weitere gleichzeitige Nutzung kommt hinzu.
Streaming in 4K Etwa 15 bis 20 Mbit/s pro Stream Die Empfehlung hängt vom Streamingdienst ab.
Cloud-Gaming Etwa 15 bis 45 Mbit/s Auflösung und Bildrate bestimmen den Bedarf.
Große Downloads Je mehr, desto kürzer die Wartezeit Die tatsächliche Geschwindigkeit hängt auch vom Server und Heimnetz ab.

Für Netflix nennt der Anbieter mindestens 5 Mbit/s für Full HD und 15 Mbit/s für 4K. YouTube empfiehlt für 4K rund 20 Mbit/s. Zwei parallel laufende 4K-Streams beanspruchen nach diesen Richtwerten zusammen etwa 30 bis 40 Mbit/s. Ein zusätzlicher Download oder ein weiterer Nutzer kommt noch dazu.

Online-Spiele übertragen meist Spielinformationen und keine durchgehenden Videobilder. Bungie nennt für Destiny bis zu 1 Mbit/s im Down- und Upload; dieser Wert gilt für das konkrete Spiel und ist keine allgemeine Vorgabe für alle Titel. Bei Cloud-Gaming wird dagegen das Spielbild übertragen. Für GeForce NOW nennt NVIDIA je nach Qualität 15 Mbit/s für HD mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde, 25 Mbit/s für Full HD mit 60 Bildern pro Sekunde und bis zu 45 Mbit/s für 4K mit 120 Bildern pro Sekunde.

Als Orientierung gilt: 50 Mbit/s passen zu einem Haushalt, in dem eine Person spielt und gelegentlich streamt. 100 Mbit/s sind sinnvoll, wenn mehrere Geräte gleichzeitig aktiv sind oder große Downloads nebenbei laufen. Bei mehreren 4K-Streams oder Cloud-Gaming sollten Sie besonders genau prüfen, wie viel Bandbreite parallel verfügbar sein muss.

Warum Latenz beim Gaming zählt

Eine hohe Downloadrate verkürzt Wartezeiten und schafft Platz für parallele Nutzung. Sie garantiert jedoch keine schnelle Reaktion im Spiel. Dafür zählt die Latenz: Sie beschreibt, wie lange Daten bis zum Spielserver und zurück benötigen. Hohe oder stark schwankende Latenz führt zu spürbaren Verzögerungen im Spiel. Eine niedrige Downloadrate allein hat darauf weniger Einfluss.

Verbinden Sie den PC oder die Konsole nach Möglichkeit per Netzwerkkabel mit dem Router. WLAN-Störungen und gleichzeitige Streams oder Downloads können die Verbindung zusätzlich belasten. Wenn beim Spielen Verzögerungen auftreten, pausieren Sie zunächst große Downloads und testen Sie die Verbindung per Kabel. Ein schnellerer Tarif allein behebt keine WLAN-Probleme.

Wie viel Upload braucht ein Livestream?

Wer selbst spielt und das Bild live überträgt, braucht genügend Upload. Der Downloadwert im Tarif sagt darüber nichts aus. YouTube empfiehlt für einen Livestream mit 1080p und 60 Bildern pro Sekunde eine Datenrate von 12 oder 17 Mbit/s, je nachdem, wie das Video codiert wird. Bei 4K mit 60 Bildern pro Sekunde sind es 35 oder 50 Mbit/s.

Diese Angaben beziehen sich auf den Videostream. Der Tarif sollte zusätzlich Spielverkehr und weitere Uploads im Haushalt bewältigen. Prüfen Sie deshalb im Produktinformationsblatt, welche Uploadrate mindestens bereitsteht, welcher Wert normalerweise gilt und wie hoch die Rate maximal ist. Ein hoher Downloadwert hilft wenig, wenn der Upload für den Livestream zu knapp bemessen ist.

Große Downloads planen

Bei großen Spielen und Updates zählt vor allem die Downloadrate. Eine Datei mit 50 GB benötigt bei konstanten 50 Mbit/s rechnerisch etwa 2 Stunden und 13 Minuten. 100 GB dauern bei 100 Mbit/s ungefähr genauso lange. Das gilt nur, wenn die Leitung die volle Geschwindigkeit liefert und der Server die Übertragung nicht bremst. In der Praxis verlängern WLAN-Verluste die Übertragung. Parallele Nutzung und eine Begrenzung auf dem Server verlängern sie ebenfalls.

Prüfen Sie auch, ob der Tarif ein Datenlimit hat. Netflix gibt für die Wiedergabe einen Verbrauch von bis zu 3 GB pro Stunde in HD und bis zu 7 GB pro Stunde in 4K an. Bei einem Tarif mit begrenztem Datenvolumen summieren sich lange Streaming-Sitzungen schnell.

Den DSL-Tarif richtig prüfen

Vergleichen Sie nicht nur den beworbenen Höchstwert. Dort finden Sie für Download und Upload jeweils drei Werte: die minimale, normalerweise verfügbare und maximale Rate. Diese Werte gelten für den konkreten Tarif. Prüfen Sie außerdem, welche Geschwindigkeit an Ihrer Adresse tatsächlich verfügbar ist.

Berücksichtigen Sie, was im Haushalt gleichzeitig genutzt wird. Ein einzelner Full-HD-Stream braucht deutlich weniger Bandbreite als zwei 4K-Streams plus Cloud-Gaming und ein großer Download. Es kommt darauf an, wie viele Anwendungen gleichzeitig Daten übertragen, nicht nur darauf, wie viele Geräte angeschlossen sind.

Wenn Ihre Verbindung deutlich langsamer ist als vertraglich angegeben, können Sie die Geschwindigkeit mit dem Messverfahren der Bundesnetzagentur prüfen. Für mögliche Minderungs- oder Sonderkündigungsrechte gelten bestimmte Voraussetzungen; maßgeblich sind unter anderem die Vertragswerte und das Messprotokoll.

Künstlersozialabgabe: Wer sie zahlen muss und wie sie berechnet wird

Beauftragt Ihr Unternehmen selbständige Kreative, müssen Sie unter bestimmten Voraussetzungen zusätzlich zum Honorar Künstlersozialabgabe zahlen. Damit wird ein Teil der Sozialversicherung selbständiger Künstler und Publizisten finanziert. Sie zahlen die Abgabe an die Künstlersozialkasse (KSK). 2026 beträgt der Abgabesatz 4,9 Prozent.

Ob Ihr Unternehmen zahlen muss, hängt vor allem davon ab, wofür es die kreative Leistung nutzt und wie es einzuordnen ist. Für die Berechnung zählt grundsätzlich das im Kalenderjahr gezahlte Entgelt. Gesondert ausgewiesene Umsatzsteuer und bestimmte Nebenkosten bleiben außen vor.

Welche Unternehmen Künstlersozialabgabe zahlen

Abgabepflichtig sind zunächst Unternehmen, die künstlerische oder publizistische Leistungen beruflich verwerten. Dazu gehören zum Beispiel Verlage, Rundfunk- und Fernsehsender, Theater, Museen und Galerien. Auch Unternehmen, die Werbung oder Öffentlichkeitsarbeit für Dritte betreiben, zählen dazu. Für diese Gruppen gilt die jährliche Bagatellgrenze nicht.

Auch Unternehmen außerhalb der Kreativbranche müssen unter bestimmten Voraussetzungen zahlen. Das gilt, wenn sie selbständige Künstler oder Publizisten für die eigene Werbung oder Öffentlichkeitsarbeit beauftragen. Betroffen sein können zum Beispiel eine Arztpraxis, ein Friseurbetrieb oder ein Imbiss, etwa bei einem Auftrag für Gestaltung oder Werbetexte. Die Abgabepflicht gilt außerdem, wenn ein Unternehmen kreative oder publizistische Leistungen für eigene Zwecke nutzt, um Einnahmen zu erzielen. Diese Regel heißt Generalklausel.

Für Aufträge zur Eigenwerbung und für die Generalklausel gilt 2026 eine jährliche Bagatellgrenze. 2025 lag sie bei mehr als 700 Euro. Für die typischen Verwerter gilt diese Grenze nicht.

Bei Veranstaltungen gibt es eine zusätzliche Ausnahme: Ein Unternehmen, das nur unter die Generalklausel fällt, ist grundsätzlich nicht abgabepflichtig, wenn es im Kalenderjahr höchstens drei Veranstaltungen mit künstlerischen oder publizistischen Darbietungen durchführt. Diese Ausnahme gilt nicht allgemein für typische Verwerter.

Private Auftraggeber, die eine künstlerische Leistung für den persönlichen Bedarf buchen, etwa eine Musikgruppe für eine private Feier, sind grundsätzlich keine Verwerter im Sinne der Abgabe.

Welche Kreativleistungen abgabepflichtig sind

Entscheidend ist, welche selbständige künstlerische oder publizistische Leistung tatsächlich erbracht wurde. Dazu gehören zum Beispiel Gestaltung, Werbung, Öffentlichkeitsarbeit und journalistische Arbeit. Die Berufsbezeichnung auf der Rechnung entscheidet nicht allein darüber, ob Sie Abgabe zahlen müssen.

Die Auftragnehmerin oder der Auftragnehmer muss dafür nicht bei der KSK versichert sein. Die Abgabe entfällt auch nicht automatisch, wenn die Person nebenberuflich arbeitet, im Ausland wohnt oder steuerlich als Gewerbebetrieb gilt. Bei Werbeaufträgen können auch weitere Personen zur Abgabe zählen, wenn sie eigenverantwortlich und wesentlich zum Ergebnis beitragen, etwa Stylisten oder Visagisten.

Prüfen Sie auch, wer rechtlich die Leistung erbringt. Die Bemessungsgrundlage, also der Betrag, auf den die Abgabe berechnet wird, umfasst grundsätzlich keine Zahlungen an eine GmbH oder einen eingetragenen Verein, wenn diese im eigenen Namen handeln. Bei einer Einzelperson oder einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts reicht ein gemeinsamer Auftritt dagegen nicht automatisch aus, um die Abgabe auszuschließen. Bei Agenturen und Vermittlern hängt es davon ab, welche Rolle sie übernehmen. Sie können im eigenen Namen handeln. Sie können auch für Rechnung der kreativen Person tätig sein. Manche vermitteln nur den Kontakt. Prüfen Sie in solchen Fällen den Vertrag und den Zahlungsweg.

Künstlersozialabgabe berechnen

Für 2026 gilt folgende Rechnung:

Abgabepflichtiges Entgelt im Kalenderjahr × 4,9 Prozent = Künstlersozialabgabe

Zum Entgelt zählt grundsätzlich alles, was Sie für die künstlerische oder publizistische Leistung zahlen. Dazu gehören neben dem Honorar zum Beispiel Gagen, Tantiemen sowie erstattete Material-, Telefon-, Fracht- oder Entwicklungskosten. Auch wenn Nebenkosten auf der Rechnung als eigener Posten stehen, sind sie nicht automatisch von der Abgabe ausgenommen.

Gesondert ausgewiesene Umsatzsteuer und Reisekosten, die die steuerlichen Voraussetzungen erfüllen, zählen nicht mit. Vergütete Materialkosten gehören dagegen zur Bemessungsgrundlage. Multiplizieren Sie das abgabepflichtige Entgelt mit dem geltenden Abgabesatz.

Die Abgabe kommt zum vereinbarten Honorar hinzu. Sie dürfen Ihren Anteil nicht vom Honorar der Künstlerin oder des Künstlers abziehen oder ein entsprechend niedrigeres Honorar vereinbaren.

Welche Kosten von der Abgabe ausgenommen sind

Rechnungsbestandteil Behandlung
Gesondert ausgewiesene Umsatzsteuer Wird aus der Bemessungsgrundlage herausgerechnet.
Zahlungen an Verwertungsgesellschaften für bestimmte Urheber- und Leistungsschutzrechte Sind ausgenommen.
Nachgewiesene Reisekosten Sind innerhalb der maßgeblichen steuerlichen Grenzen ausgenommen.
Übliche Bewirtungskosten Sind ausgenommen, wenn es sich um übliche Aufwendungen für die Bewirtung der selbständigen Person handelt.
Bestimmte steuerfreie Aufwandsentschädigungen Sind ausgenommen, sofern die steuerlichen Voraussetzungen und Grenzen eingehalten werden.
Steuerfreie Übungsleiter- und Ehrenamtspauschalen Sind im jeweils gesetzlich begünstigten Rahmen ausgenommen. Für 2026 nennt die KSK den geltenden Höchstbetrag bei der Übungsleiterpauschale und bis zu 960 Euro bei der Ehrenamtspauschale.
Material-, Telefon-, Fracht- und ähnliche Nebenkosten Werden grundsätzlich mitgerechnet, wenn Sie diese der kreativen Person vergüten.
Zahlung an eine juristische Person Gehört grundsätzlich nicht zur Bemessungsgrundlage, wenn diese im eigenen Namen handelt.

Bei Reisekosten reicht die Bezeichnung auf der Rechnung nicht aus. Bewahren Sie die Nachweise auf und prüfen Sie, ob die steuerlichen Grenzen eingehalten sind. Bei Bewirtung müssen die Aufwendungen üblich sein. Fasst eine Rechnung Honorar und Kosten zusammen, ist es schwieriger, Ausnahmen nachzuweisen. Bitten Sie deshalb um eine klare Aufschlüsselung und bewahren Sie die Belege auf.

Künstlersozialabgabe melden und zahlen

Abgabepflichtige Unternehmen melden der KSK bis zum 31. März des Folgejahres, welche abgabepflichtigen Entgelte sie im Vorjahr gezahlt haben. Für Zahlungen aus 2025 endete die Meldefrist am 31. März 2026. Danach setzt die KSK die Abgabe fest. Sie kann außerdem monatliche Vorauszahlungen verlangen. Diese richten sich grundsätzlich nach den Entgelten des Vorjahres und sind bis zum 10. des Folgemonats fällig.

Prüfen Sie am besten schon beim Bearbeiten einer Rechnung, ob Ihr Unternehmen Abgabe zahlen muss. Halten Sie fest, welche Leistung Sie beauftragt haben, wer sie erbracht hat und welche Beträge auf Honorar, Nebenkosten, Umsatzsteuer und mögliche Ausnahmen entfallen. Melden Sie Ihr Unternehmen bei der KSK, wenn es abgabepflichtig ist. Fehlt die Jahresmeldung, kann die KSK die Entgelte schätzen. Sie müssen die Meldung trotzdem nachreichen.

Kreditkarte im Ausland: Gebührenfallen beim Bezahlen und Abheben

Beim Bezahlen und Geldabheben im Ausland können Bankgebühren, ein Wechselkursaufschlag und Gebühren des Geldautomatenbetreibers anfallen. Welche Kosten entstehen, hängt von Ihrer Karte, der Währung und davon ab, ob Sie am Terminal oder Geldautomaten in Landeswährung oder in Euro abrechnen lassen.

Prüfen Sie vor der Reise die Gebühren für Zahlungen und Abhebungen getrennt. Wählen Sie am Terminal und Geldautomaten in der Regel die Landeswährung. Dann rechnet Ihr Kartenanbieter den Betrag um, statt dass Händler oder Automatenbetreiber einen eigenen Wechselkurs festlegen.

Welche Gebühren anfallen

Ein Auslandseinsatzentgelt oder Fremdwährungsentgelt ist ein Aufschlag Ihrer Bank auf Zahlungen in einer anderen Währung. Manche Anbieter knüpfen die Gebühr an die Fremdwährung, andere an den Einsatz außerhalb der Eurozone. Lesen Sie deshalb in der Gebührenliste Ihrer Bank nach, wann das Entgelt gilt. Eine Karte ohne ausgewiesenes Fremdwährungsentgelt ist außerdem nicht automatisch frei von Wechselkurskosten.

Für Bargeldabhebungen kann Ihre Bank eine Gebühr berechnen, die prozentual, als Mindestbetrag oder nach beiden Methoden anfällt. Ein Mindestbetrag macht kleine Abhebungen besonders teuer. Zusätzlich verlangt der Betreiber des ausländischen Geldautomaten mitunter ein eigenes Entgelt. Dieses Entgelt kommt zur Gebühr Ihrer Bank hinzu. Es kann auch dann anfallen, wenn Ihre Bank kostenlose Abhebungen verspricht. Der Automat zeigt ein Betreiberentgelt normalerweise vor der Bestätigung an. Wenn Ihnen der Betrag zu hoch ist, brechen Sie die Abhebung ab und suchen einen anderen Automaten.

Auch Zinsen gehören zu den möglichen Kosten. Manche Kreditkarten verzinsen Bargeldabhebungen nach den Bedingungen des Kartenvertrags. Bei Karten mit Teilzahlung fallen zudem Zinsen an, wenn Sie die Monatsrechnung nicht vollständig begleichen. „Kostenlos abheben“ sagt daher allein noch nichts über die möglichen Zinskosten aus.

Warum die Landeswährung meist besser ist

Bietet ein Händler oder Geldautomat an, den Betrag direkt in Euro umzurechnen, handelt es sich meist um eine dynamische Währungsumrechnung, kurz DCC. Der Händler oder Automatenbetreiber bestimmt dabei den Umrechnungskurs und zeigt den Eurobetrag vor der Zahlung an. Dieser Kurs enthält häufig einen Aufschlag.

Wählen Sie deshalb in der Regel die Landeswährung, zum Beispiel Schweizer Franken statt Euro. Dann rechnet Ihr Kartenanbieter den Betrag um. Der Kurs Ihrer Karte ist im Einzelfall nicht zwingend günstiger. Prüfen Sie bei jedem Euro-Angebot den angezeigten Gesamtbetrag und den ausgewiesenen Aufschlag, auch wenn es als „garantierter Wechselkurs“ beworben wird.

In der EU müssen Geldautomaten und Verkaufsstellen die Wahl zwischen der Landeswährung und der Umrechnung durch den Anbieter vor Ort ermöglichen. Sie müssen außerdem den Währungsaufschlag in Prozent anzeigen. Als Vergleich dient der zuletzt verfügbare Referenzkurs der Europäischen Zentralbank, also deren veröffentlichter Wechselkurs. Diese Transparenzregel setzt keine einheitliche Preisobergrenze. Für grenzüberschreitende Zahlungen in Euro innerhalb der EU gilt grundsätzlich: Der Zahlungsdienstleister darf dafür nicht mehr berechnen als für eine entsprechende Inlandszahlung. Das bedeutet nicht automatisch, dass jede solche Zahlung gebührenfrei ist.

Beispiel: Gebühren bei Zahlung und Abhebung

Die Konditionen unterscheiden sich von Karte zu Karte. Ein Beispiel macht den Unterschied zwischen Zahlungs- und Abhebegebühren deutlich: Für eine Commerzbank ClassicKreditkarte werden ein Auslandseinsatzentgelt von 1,75 Prozent und eine Gebühr für Bargeldabhebungen von 1,95 Prozent, mindestens 5,98 Euro, ausgewiesen.

Bei einer Fremdwährungszahlung im Gegenwert von 500 Euro beträgt das Auslandseinsatzentgelt 8,75 Euro. Zwei Abhebungen mit jeweils 200 Euro Gegenwert kosten bei der genannten Mindestgebühr je 5,98 Euro. Das prozentuale Entgelt für Fremdwährungsabhebungen kommt hinzu, sodass die Mindestgebühren allein die gesamten Bankkosten nicht abbilden. Gebühren des Automatenbetreibers und mögliche Zinsen sind darin nicht enthalten. Die Zahlen gelten nur für die genannten Kartenkonditionen; prüfen Sie das aktuelle Preisverzeichnis.

So vergleichen Sie Kreditkarten

Verlassen Sie sich nicht allein auf die Aussage „kostenlos im Ausland“. Vergleichen Sie die Gesamtkosten. Prüfen Sie die Gebühren für Kartenzahlungen und Abhebungen getrennt. Berücksichtigen Sie außerdem den Wechselkursaufschlag. Kalkulieren Sie mögliche Mindestgebühren und Zinsen ein. Beziehen Sie auch eine Jahresgebühr oder Kosten für ein verpflichtendes Girokonto ein.

Achten Sie beim Vergleich auf folgende Punkte:

  • Zahlungen: Fällt ein Entgelt für Fremdwährungen an? Gilt es auch außerhalb der Eurozone?
  • Abhebungen: Gibt es eine prozentuale Gebühr, einen Mindestbetrag oder ein kostenloses Kontingent?
  • Rückzahlung: Werden Bargeldabhebungen verzinst, und wird die Kartenrechnung automatisch vollständig abgebucht?
  • Grundkosten und Zusatzleistungen: Gibt es eine Jahresgebühr, und passen Versicherungen oder andere Leistungen zu Ihrem Bedarf?
  • Kartenart und Akzeptanz: Benötigen Sie für Mietwagen oder Kaution eine Kreditkarte mit Kreditrahmen? Eine Debitkarte wird dort nicht immer gleich akzeptiert. Prüfen Sie außerdem, ob das Kartennetzwerk am Reiseziel verbreitet ist.

Nehmen Sie eine zweite Zahlungsmöglichkeit mit. Damit können Sie bezahlen, falls Ihre Karte nicht akzeptiert wird, gesperrt ist oder verloren geht. Kontrollieren Sie nach der Reise die Kartenabrechnung und Nachrichten Ihrer Bank, damit Ihnen unerwartete Umrechnungen oder Gebühren auffallen.

Kredit vorzeitig zurückzahlen: Lohnt sich die Sondertilgung?

Mit einer Sondertilgung zahlen Sie zusätzlich zur vereinbarten Rate einen Teil des Kredits zurück. Dadurch sinkt die offene Kreditschuld und künftig fallen weniger Zinsen an. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, wie viele Zinsen Sie sparen, ob Sie der Bank eine Zahlung für entgangene Zinsen leisten müssen (Vorfälligkeitsentschädigung) und wie viel Rücklage Ihnen danach bleibt.

Vergleichen Sie die Ersparnis mit allen Kosten und dem Ertrag, den das Geld sonst bringen würde. Für Ratenkredite gelten andere Regeln als für Baufinanzierungen mit gebundenem Zinssatz. Prüfen Sie Ihren Vertrag und lassen Sie sich von der Bank die konkreten Zahlen nennen.

Welche Sondertilgung der Kreditvertrag erlaubt

Bei einem Ratenkredit für Verbraucher ist eine vollständige oder teilweise vorzeitige Rückzahlung grundsätzlich möglich. Dadurch zahlen Sie weniger Zinsen und Kosten für die restliche Laufzeit. Bei einem fest verzinsten Verbraucherkredit darf die Bank unter bestimmten Voraussetzungen eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen. Damit bekommt die Bank einen Teil der Zinsen ersetzt, die ihr durch die vorzeitige Rückzahlung entgehen.

Für solche Verbraucherkredite liegt die gesetzliche Obergrenze grundsätzlich bei 1 Prozent des vorzeitig zurückgezahlten Betrags. Läuft der Kredit höchstens noch ein Jahr, beträgt sie 0,5 Prozent. Die Entschädigung darf außerdem nicht höher sein als die Zinsen, die bis zur vereinbarten Rückzahlung noch angefallen wären. Diese Obergrenzen gelten nicht allgemein für Immobilienkredite. Bei einem variabel verzinsten Verbraucherkredit fällt keine Vorfälligkeitsentschädigung nach dieser Regel an.

Bei einer Baufinanzierung mit gebundenem Sollzins ist eine vorzeitige Rückzahlung während der Zinsbindung grundsätzlich nur bei berechtigtem Interesse möglich. Ein vertragliches Sondertilgungsrecht kann zusätzliche Rückzahlungen erlauben, etwa bis zu einem bestimmten Betrag oder zu festgelegten Terminen. Die Bedingungen stehen im Darlehensvertrag. Prüfen Sie dort, ob die Sondertilgung kostenlos ist und ob sie die monatliche Rate senkt oder die Laufzeit verkürzt.

Wenn Sie eine Baufinanzierung ablösen möchten, prüfen Sie auch Ihr Kündigungsrecht: Bei einem gebundenen Zinssatz können Sie den Kredit grundsätzlich zehn Jahre nach der vollständigen Auszahlung mit einer Frist von sechs Monaten kündigen. Wurde später eine neue Vereinbarung zur Laufzeit oder zum Zinssatz getroffen, kann diese für den Fristbeginn maßgeblich sein. Lassen Sie den Termin von der Bank bestätigen.

Zinsersparnis und Kosten vergleichen

Für den Vergleich können Sie diese Rechnung nutzen:

Netto-Vorteil = vermiedene Zinsen und laufzeitabhängige Kosten − Vorfälligkeitsentschädigung − weitere Kosten − entgangener Ertrag

Der zurückgezahlte Kreditbetrag selbst ist keine Ersparnis. Sie hätten ihn auch bei planmäßiger Rückzahlung gezahlt, nur später. Vergleichen Sie daher die künftigen Zahlungen mit und ohne Sondertilgung. Für eine vollständige Ablösung brauchen Sie zusätzlich die konkrete Ablösesumme der Bank.

Bei gleichbleibender Monatsrate sinkt möglicherweise die Laufzeit; bei unveränderter Laufzeit kann die Rate sinken. Beides führt zu unterschiedlichen Zinsersparnissen. Bitten Sie die Bank deshalb um einen neuen Zahlungsplan, der zeigt, wie sich Ihre Sondertilgung auf Rate oder Laufzeit auswirkt.

Die Bankberechnung einer Vorfälligkeitsentschädigung ist nicht automatisch korrekt. Bei Immobilienkrediten müssen vereinbarte Sondertilgungsrechte bei der Berechnung berücksichtigt werden. Lassen Sie eine hohe oder schwer nachvollziehbare Forderung prüfen, bevor Sie zahlen.

Rücklage und Geldanlage mitrechnen

Eine Sondertilgung lohnt sich finanziell besonders dann, wenn der Kreditzins höher ist als der Ertrag, den Sie mit dem Geld nach Steuern und Gebühren erzielen könnten. Vergleichen Sie dabei die tatsächlichen Konditionen Ihres Kredits und Ihrer Geldanlage. Bei einem hohen Kreditzins spricht mehr für die Tilgung, solange die Entschädigung den Zinsvorteil nicht aufzehrt.

Das Geld ist nach der Sondertilgung nicht mehr frei verfügbar. Behalten Sie daher genug Rücklage für unerwartete Ausgaben wie Reparaturen oder einen Einkommensausfall. Wenn Sie später für solche Ausgaben einen teuren Kredit aufnehmen müssen, zahlen Sie trotz der gesparten Zinsen am Ende möglicherweise mehr.

Sondertilgung abwägen

Gehen Sie in dieser Reihenfolge vor:

  1. Kreditart bestimmen: Handelt es sich um einen Ratenkredit, einen variabel verzinsten Kredit oder eine Baufinanzierung mit gebundenem Zinssatz?
  2. Vertrag prüfen: Welche Sondertilgungen sind erlaubt, wann sind sie möglich und welche Bedingungen gelten für eine vorzeitige Ablösung?
  3. Zahlen anfordern: Bitten Sie die Bank um die Restschuld zum geplanten Zahlungstag, eine mögliche Vorfälligkeitsentschädigung und einen neuen Zahlungsplan. Bei einer vollständigen Ablösung brauchen Sie die genaue Ablösesumme.
  4. Netto-Vorteil berechnen: Ziehen Sie Entschädigung und weitere Kosten von den vermiedenen Zinsen ab. Vergleichen Sie das Ergebnis mit dem Ertrag einer alternativen Geldanlage.
  5. Rücklage sichern: Tilgen Sie nur so viel, dass genug Geld für absehbare und unerwartete Ausgaben bleibt.

Ist der Netto-Vorteil klar positiv und bleibt Ihre Rücklage ausreichend, spricht vieles für die Sondertilgung. Ist der Vorteil gering, negativ oder hängt er von einer strittigen Entschädigung ab, halten Sie das Geld zunächst verfügbar und lassen Sie die Berechnung prüfen.

Internetanbieter wechseln ohne Ausfallzeit

Beim Wechsel des Internetanbieters an derselben Wohnadresse stimmen sich der neue und der bisherige Anbieter ab. Beauftragen Sie den neuen Anbieter frühzeitig mit Kündigung und Umschaltung. So sinkt das Risiko, dass der alte Anschluss endet, bevor der neue bereitsteht.

Am Umschalttag kann der Anschluss kurz unterbrochen sein. Die Unterbrechung darf grundsätzlich höchstens einen Arbeitstag dauern.

Wechsel früh beauftragen

Prüfen Sie zuerst, wann Ihre Mindestlaufzeit endet und welche Kündigungsfrist Ihr Vertrag vorsieht. Die Angaben finden Sie meist in den Vertragsunterlagen, auf der Rechnung oder im Kundenkonto. Prüfen Sie außerdem, ob der gewünschte Tarif an Ihrer genauen Adresse verfügbar ist.

Die Bundesnetzagentur empfiehlt, den Wechsel möglichst früh zu starten, am besten drei Monate vor Vertragsende. Diese drei Monate sind ein Planungshinweis und keine allgemeine gesetzliche Frist.

Lassen Sie den neuen Anbieter möglichst die Kündigung des alten Vertrags und den Umschalttag abstimmen. Kündigen Sie den bisherigen Anschluss nicht unabhängig davon, wenn dadurch sein Vertragsende vor der geplanten Umschaltung liegen könnte. Geben Sie beim neuen Anbieter Ihre persönlichen Daten und gegebenenfalls Ihre Festnetznummer genauso an wie beim bisherigen Anbieter. Abweichungen können die Abstimmung erschweren.

Heben Sie die Auftragsbestätigung und die Kündigungsbestätigung auf. Bewahren Sie auch die Mitteilung zum Umschaltdatum auf. Richten Sie den neuen Router und vorhandene Geräte nach den Anweisungen des neuen Anbieters ein. Die Einrichtung hängt vom Anbieter und der Anschlussart ab.

Fristen beim Anbieterwechsel

Frist Was sie bedeutet
Kündigungsfrist im laufenden Vertrag Sie richtet sich nach Ihrem Vertrag. Achten Sie darauf, dass die Kündigung rechtzeitig beim Anbieter eingeht. Das Absenden allein genügt nicht.
Drei Monate Vorlauf Die Bundesnetzagentur empfiehlt diesen Zeitraum zur Planung. Eine gesetzliche Drei-Monats-Frist für den Wechsel gibt es nicht.
Ein Monat nach Vertragsverlängerung Nach Ende der anfänglichen Laufzeit können Sie einen stillschweigend verlängerten Vertrag jederzeit mit einer Frist von einem Monat kündigen.
Bis zu 24 Monate anfängliche Laufzeit Bei erfassten Verbraucherverträgen darf die anfängliche Laufzeit grundsätzlich höchstens 24 Monate betragen. Anbieter müssen zusätzlich einen Vertrag mit höchstens zwölf Monaten Laufzeit anbieten.
Bis zu ein Monat nach Vertragsende So lange können Sie die Mitnahme Ihrer Festnetznummer noch beantragen. Vertraglich kann eine längere Frist gelten. Für einen abgestimmten Wechsel sollten Sie die Mitnahme gleich bei der Bestellung beauftragen.

Die Frist für die Kündigung während der anfänglichen Vertragslaufzeit steht in Ihrem Vertrag. Prüfen Sie deshalb das konkrete Vertragsende und bestellen Sie den neuen Anschluss rechtzeitig.

Was am Umschalttag gilt

Beim Anbieterwechsel am selben Wohnort darf die Unterbrechung grundsätzlich höchstens einen Arbeitstag dauern. Der neue Anbieter muss den Anschluss am vereinbarten Tag aktivieren. Die Anbieter müssen zusammenarbeiten. Der bisherige Anbieter darf den alten Anschluss nicht abschalten, bevor die Voraussetzungen für den Wechsel erfüllt sind. Das gilt, sofern Sie nicht selbst eine frühere Beendigung verlangen.

Wenn der Wechsel sich verzögert, muss der bisherige Anbieter Sie unter den gesetzlichen Voraussetzungen bis zum erfolgreichen Wechsel weiter versorgen. Für diese Zeit kann der bisherige Anbieter weiterhin Anschlussentgelte berechnen. Die Entgelte sinken grundsätzlich um 50 Prozent und werden für die einzelnen Tage abgerechnet. Der neue Anbieter darf vor dem erfolgreichen Wechsel kein Entgelt verlangen.

Diese Regeln begrenzen die Dauer eines Ausfalls, schließen eine Unterbrechung aber nicht aus. Eine längere Unterbrechung kann außerdem ausdrücklich mit Ihnen vereinbart werden.

Wenn der Anschluss ausfällt

Wenn Sie eine Unterbrechung beim Anbieterwechsel nicht selbst verschuldet haben und sie länger als einen Arbeitstag dauert, steht Ihnen für jeden weiteren Arbeitstag eine Entschädigung zu: 10 Euro oder 20 Prozent des vereinbarten Monatsentgelts, je nachdem, welcher Betrag höher ist.

Melden Sie eine längere Unterbrechung sofort dem neuen Anbieter und bitten Sie ihn, mit dem bisherigen Anbieter die Weiterversorgung zu organisieren. Halten Sie dafür das vereinbarte Umschaltdatum, den Beginn der Unterbrechung und Ihre Bestätigungen bereit. Lösen die Anbieter das Problem nicht, können Sie sich an die Bundesnetzagentur wenden. Geldansprüche setzt die Behörde jedoch nicht für Sie durch.

Beim Umzug gelten andere Regeln

Die Schutzregeln zur Weiterversorgung gelten für einen Anbieterwechsel am selben Anschlussort. Ziehen Sie um, ist eine längere Unterbrechung möglich. Prüfen Sie deshalb früh, ob Ihr bisheriger Anbieter den Vertrag an der neuen Adresse erfüllen kann.

Kann er die vereinbarte Leistung dort nicht anbieten, können Sie mit einer Frist von einem Monat kündigen. Ist die Leistung verfügbar, kann der Vertrag grundsätzlich bis zum vereinbarten Vertragsende weiterlaufen.

DSL mit Gutschein: So berechnen Sie die echten Kosten

Vergleichen Sie DSL-Angebote erst, wenn Sie wissen, wie viel Sie über denselben Zeitraum tatsächlich zahlen. Rechnen Sie Aktionspreise, Gutscheine und Cashback, also spätere Auszahlungen, nur ein, wenn Sie die Vorteile sicher erhalten und nutzen können.

Addieren Sie alle Grundgebühren sowie einmalige und optionale Kosten für den gewählten Zeitraum. Ziehen Sie Rabatte und Boni nur ab, wenn Sie ihre Bedingungen erfüllen und sie für Sie einen Wert haben. Teilen Sie die Summe durch die Anzahl der Monate.

Rabatte, Gutscheine und Cashback

Neukundenrabatte erscheinen meist als niedrigerer Monatspreis in den ersten Monaten oder als einmalige Gutschrift. Prüfen Sie in den Aktionsbedingungen, wer als Neukunde gilt und ob der Vorteil nur bei einem Neuvertrag oder auch bei einem Tarifwechsel gilt. Die Definition unterscheidet sich je nach Anbieter und Aktion.

Ein Gutschein ist nur so viel wert, wie Sie damit tatsächlich sparen. Wenn Sie damit einen Router oder etwas anderes bezahlen, das Sie ohnehin kaufen wollten, können Sie den eingelösten Betrag als Vorteil anrechnen. Ein Gutschein für einen Händler oder eine bestimmte Ware ist dagegen kein gleichwertiger Ersatz für Bargeld, wenn Sie dort sonst nichts gekauft hätten. Erfassen Sie bei einem Router-Angebot außerdem die Gerätekosten getrennt: Ein Gutschein kann den Kaufpreis senken, während eine zusätzliche Miete weiterläuft.

Cashback ist eine spätere Auszahlung. Dafür müssen Sie häufig den Vertrag über einen bestimmten Bestellweg abschließen und innerhalb einer Frist einen Nachweis einreichen. Die Bedingungen unterscheiden sich: Verivox nennt für sein Internet-Cashback unter anderem das Hochladen einer Monatsrechnung spätestens sechs Monate nach Vertragsabschluss. In den CHECK24-Bedingungen für DSL und Festnetz steht eine Frist von sechs Wochen nach Rechnungsdatum für die erste Rechnung. Prüfen Sie deshalb die Bedingungen genau für das Angebot, das Sie buchen. Eine Frist aus einer Aktion gilt nicht automatisch für eine andere.

DSL-Monatspreis berechnen

Für einen Vergleich über 24 Monate verwenden Sie diese Rechnung:

Effektivpreis pro Monat = (Grundgebühren + Einmalkosten + Router- und Optionskosten − anrechenbare Rabatte und Boni) ÷ 24

Rechnen Sie zuerst den Preis ohne Gutschein oder Cashback aus. So sehen Sie, was der Anschluss kostet, falls Sie einen Vorteil nicht erhalten. Ziehen Sie anschließend jeden Vorteil einzeln ab. Bei einem eingeschränkt nutzbaren Gutschein setzen Sie nur den Betrag an, den Sie durch einen ohnehin geplanten Kauf tatsächlich sparen.

Die DSL-Tarifübersicht von O₂ zeigt, warum Sie die einzelnen Preisphasen getrennt berechnen sollten. Für O₂ Home M mit bis zu 100 Mbit/s nannte sie einen Monatspreis von 24,99 Euro in den ersten zwölf Monaten und 39,99 Euro ab dem 13. Monat. Dazu kam ein einmaliger Anschlusspreis von 9,99 Euro. Für 24 Monate ergibt sich diese Rechnung:

Kostenposten Rechnung Betrag
Grundgebühr, Monate 1 bis 12 12 × 24,99 € 299,88 €
Grundgebühr, Monate 13 bis 24 12 × 39,99 € 479,88 €
Anschlusspreis einmalig 9,99 €
Gesamtkosten 789,75 €
Durchschnitt pro Monat 789,75 € ÷ 24 32,91 €

Mit einem zusätzlichen, sicher einlösbaren Vorteil von 100 Euro lägen die rechnerischen Kosten bei 689,75 Euro beziehungsweise rund 28,74 Euro pro Monat. Das gilt nur, wenn Sie die Bedingungen erfüllen und den Vorteil tatsächlich bekommen. Die genannten Tarifpreise sind eine Momentaufnahme; prüfen Sie vor dem Abschluss die aktuellen Preisphasen und Gebühren.

Welche Kosten Sie einrechnen

Neben der Grundgebühr gehören Anschluss- oder Bereitstellungskosten in die Rechnung. Berücksichtigen Sie außerdem Routerkosten über den gesamten Vergleichszeitraum. Hinzu kommen Versandkosten und kostenpflichtige Zusatzoptionen, die Sie wirklich buchen. Bei einem Mietrouter zählen alle monatlichen Mietzahlungen für die berechneten Monate, nicht nur der Preis im ersten Monat.

Vergleichen Sie Angebote über denselben Zeitraum. Bei einem Vertrag mit 24 Monaten Mindestlaufzeit ist der Durchschnittspreis für diese 24 Monate ein guter erster Vergleichswert. Er zeigt aber nicht, was Sie zahlen, wenn Sie den Anschluss länger behalten. Notieren Sie deshalb auch den Preis nach der Aktionsphase. Wenn beim Wechsel alter und neuer Anschluss zeitweise parallel laufen, rechnen Sie diese Überschneidung für Ihr Haushaltsbudget zusätzlich ein.

Vergleichsportale weisen teilweise einen durchschnittlichen Monatspreis aus, in den sie Anschlusskosten, Router und Boni einbeziehen. Vergleichbar ist der ausgewiesene Preis nur, wenn alle Posten für denselben Zeitraum berücksichtigt werden. Ein Portal zeigt außerdem nicht zwingend sämtliche Angebote am Markt. Prüfen Sie deshalb auch die Tarifseite des Anbieters und die Vertragsunterlagen.

Gutschein- und Cashback-Bedingungen prüfen

Rechnen Sie Cashback erst fest ein, wenn Sie die Bedingungen erfüllen: Der vorgeschriebene Bestellweg, Ihr Neukundenstatus, die Einlösefrist und die nötigen Nachweise müssen zu Ihrer Situation passen. Notieren Sie sich die Frist und reichen Sie die Rechnung so ein, wie es die Bedingungen verlangen. Wird der Vertrag widerrufen oder kommt er nicht zustande, entfällt der Bonus bei entsprechenden Aktionen.

Die Verbraucherzentrale rät dazu, die Preisstufen eines Tarifs einzeln zu betrachten: Ein günstiger Einstiegspreis kann nach wenigen Monaten deutlich steigen. Prüfen Sie vor dem Abschluss die Vertragszusammenfassung. Anbieter müssen sie vor Vertragsschluss bereitstellen; Darin finden Sie unter anderem Preise und Laufzeit. Auch die Bedingungen für Verlängerung und Kündigung stehen darin. Cashback- oder Gutscheinkonditionen können zusätzlich in eigenen Teilnahmebedingungen stehen.

WLAN verbessern: Router aufstellen, Kanäle wechseln, Repeater nutzen

Wenn Ihr WLAN langsam ist oder abbricht, stellen Sie den Router zuerst an einen anderen Platz. Prüfen Sie danach den WLAN-Kanal und mögliche Störquellen. Ein Repeater erweitert die Funkabdeckung, braucht dafür aber eine gute Verbindung zum Router.

Wände, Möbel und andere Funkgeräte beeinflussen die Verbindung zwischen Ihren Geräten und dem Router. Prüfen Sie mögliche Ursachen einzeln und testen Sie jede Änderung am betroffenen Ort.

Router frei und zentral aufstellen

Stellen Sie den Router möglichst offen und erhöht auf, am besten an einem zentralen Platz in der Wohnung. Ein Platz im Schrank, hinter dem Fernseher oder ganz am Rand der Wohnung schwächt das Signal. Beton, Ziegel und Metall bremsen Funkwellen besonders stark; auch große Möbel oder Spiegel mit metallischer Rückseite können den Empfang beeinträchtigen.

Ist nur ein Zimmer betroffen, versetzen Sie den Router zunächst ein Stück und prüfen Sie dort erneut die Verbindung. In mehrstöckigen Wohnungen spielen außerdem Decken und Böden eine Rolle. Die Abdeckung kann zwischen Stockwerken und Räumen unterschiedlich ausfallen, selbst wenn der Standort ein Stockwerk gut versorgt.

Vergleichen Sie die Verbindung immer unter ähnlichen Bedingungen: am selben Ort und mit demselben Gerät. So erkennen Sie eher, ob eine kleine Änderung am Standort tatsächlich geholfen hat.

WLAN-Kanal passend wählen

Ein WLAN-Kanal ist ein Abschnitt des Funkbereichs, den der Router für die Verbindung nutzt. In Deutschland sind die Frequenzbereiche 2,4 und 5 Gigahertz für WLAN gebräuchlich. Benachbarte WLAN-Netze können sich gegenseitig stören, besonders in dicht bebauten Gegenden.

Lassen Sie den Router zunächst selbst einen Kanal wählen. Bleibt die Verbindung langsam oder instabil, sehen Sie in der Routeroberfläche nach, welche Kanäle in Ihrer Umgebung stark belegt sind. Falls der Router eine manuelle Wahl zulässt, probieren Sie einen anderen Kanal aus und vergleichen Sie die Verbindung im Problemzimmer. Ein bestimmter Kanal ist nicht in jeder Wohnung die beste Wahl.

Auch die Kanalbreite beeinflusst die Verbindung. Breitere Kanäle können mehr Daten übertragen, reagieren aber empfindlicher auf andere Funknetze. Für das 2,4-GHz-Band empfiehlt Apple eine Kanalbreite von 20 Megahertz. Welche Einstellungen verfügbar sind, hängt vom Router ab; folgen Sie deshalb den Angaben des Herstellers.

Störende Geräte einzeln prüfen

Schnurlose Telefone und Babyphone kommen als Störquellen infrage. Auch Bluetooth-Geräte und Mikrowellen können beteiligt sein. Ob ein bestimmtes Gerät tatsächlich beteiligt ist, hängt von der Umgebung und der jeweiligen Technik ab. Stellen Sie verdächtige Geräte testweise weiter weg oder schalten Sie sie einzeln aus. Beobachten Sie danach, ob sich die WLAN-Verbindung am betroffenen Ort verändert.

Steht der Router direkt neben einer Mikrowelle oder einem schnurlosen Telefon, schaffen Sie zunächst Abstand. Das gilt auch für große Elektrogeräte. Falls Router und Endgeräte es unterstützen, können Sie einzelne Geräte mit dem 5-GHz-WLAN verbinden. So steht eine weitere Möglichkeit zur Verfügung, den Funkverkehr zu verteilen. Dicke Wände können das Signal trotzdem abschirmen.

Repeater richtig platzieren

Ein Repeater empfängt das WLAN des Routers und gibt es weiter. Er gehört deshalb nicht in den Bereich, in dem das Signal bereits kaum ankommt. Platzieren Sie ihn zunächst etwa auf halbem Weg zwischen Router und dem schlecht versorgten Zimmer. Prüfen Sie anschließend die Signal- oder Statusanzeige des Geräts und testen Sie verschiedene Steckdosen.

Ein Repeater erweitert die Abdeckung, erhöht aber nicht die Leistung Ihres Internetanschlusses. Die zusätzliche drahtlose Übertragung kann die erreichbare Geschwindigkeit senken. Wie stark, hängt unter anderem davon ab, welches Gerät Sie nutzen, wie weit es entfernt steht und welche Hindernisse dazwischenliegen. Prüfen Sie außerdem vor dem Kauf, ob der Repeater zu den Mesh-Funktionen Ihres Routers passt. Bei einem Mesh-WLAN arbeiten mehrere Geräte zusammen, um das Netz bereitzustellen. Manche Repeater unterstützen dabei nicht alle Funktionen.

Wenn sich ein Netzwerkkabel verlegen lässt, ist ein kabelgebundener Zugangspunkt eine Alternative. Ein Zugangspunkt stellt WLAN bereit und verbindet sich dabei per Netzwerkkabel mit dem Router. Die passende Einstellung hängt vom jeweiligen Modell ab.

DSL ohne Mindestlaufzeit: Vor- und Nachteile flexibler Tarife

Wenn Sie bald umziehen oder noch nicht wissen, wie lange Sie Ihren DSL-Anschluss brauchen, ist ein monatlich kündbarer Tarif flexibler als ein Vertrag mit 24 Monaten Mindestlaufzeit. Dafür entfallen häufig Rabatte; Anschluss- und Routerkosten können stärker ins Gewicht fallen.

„Monatlich kündbar“ heißt nicht zwingend, dass Sie sofort kündigen können. Manche Tarife haben eine anfängliche Mindestlaufzeit oder Kündigungsfrist. Prüfen Sie die Vertragszusammenfassung und vergleichen Sie die Gesamtkosten für Ihre voraussichtliche Nutzungsdauer.

Wie DSL-Flex-Tarife funktionieren

Ein Flex-Tarif lässt sich meist früher beenden als ein klassischer DSL-Vertrag. Die Kündigungsfrist hängt vom Anbieter und Tarif ab: congstar nennt für einen Flex-Tarif beispielsweise zwei Wochen, die Telekom vier Wochen zum Monatsende. Bei 1&1 gibt es Flex-Angebote mit einer dreimonatigen Mindestlaufzeit. Die konkrete Frist sollten Sie im Produktinformationsblatt und in der Vertragszusammenfassung prüfen.

Auch ein Laufzeitvertrag bindet Sie nicht unbegrenzt. Die anfängliche Vertragslaufzeit darf höchstens 24 Monate betragen; Anbieter müssen außerdem eine Variante mit höchstens zwölf Monaten Laufzeit anbieten. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit können Sie einen stillschweigend verlängerten Vertrag grundsätzlich jederzeit mit einer Frist von einem Monat kündigen. Ein Tarif ohne Mindestlaufzeit muss jedoch nicht angeboten werden.

Ein Umzug beendet einen bestehenden Vertrag ebenfalls nicht automatisch. Kann der Anbieter die vereinbarte Leistung am neuen Wohnort nicht erbringen, können Sie mit einer Frist von einem Monat kündigen. Ist die Leistung dort verfügbar, läuft der Vertrag grundsätzlich weiter.

Wann sich ein DSL-Flex-Tarif lohnt

Ein monatlich kündbarer Tarif passt, wenn Sie nur für eine begrenzte Zeit an einem Ort wohnen, etwa während eines befristeten Aufenthalts. Auch bei häufigen Wechseln in einer Wohngemeinschaft oder einer unsicheren Wohnsituation kann die kürzere Bindung nützlich sein. Sie können außerdem früher den Anbieter wechseln, wenn Preis oder Leistung nicht passen.

Die DSL-Geschwindigkeit hängt vom konkreten Tarif und der Verfügbarkeit an Ihrer Adresse ab. Prüfen Sie vor der Bestellung, welche Technik und Geschwindigkeit dort angeboten werden.

Wenn Sie voraussichtlich länger bleiben, kann ein Laufzeitvertrag günstiger sein. Dann lohnt sich der Vergleich mit einem Tarif mit zwölf oder 24 Monaten Mindestlaufzeit. Ein Flex-Tarif ist besonders dann sinnvoll, wenn die mögliche Ersparnis durch einen günstigeren Laufzeitvertrag kleiner ist als der Nutzen, den Ihnen eine kurzfristige Kündigung bringt.

Was DSL-Flex-Tarife kosten

Einen einheitlichen Aufpreis für DSL-Flex-Tarife gibt es nicht. Die Preisunterschiede entstehen je nach Angebot durch monatliche Grundgebühren und befristete Rabatte. Auch Anschlusskosten, Routerpreise und enthaltene Leistungen spielen eine Rolle. Ein günstiger Einstiegspreis kann nach einigen Monaten steigen; ein regulärer Monatspreis kann dagegen bei Flex- und Laufzeittarif gleich sein.

Ein Vergleich vom 14. August 2026 zeigte bei Tarifen um 100 Mbit/s folgende Monatspreise:

Tarif Preis und Bedingungen im Vergleich Zu beachten
congstar Zuhause Flex 38 Euro pro Monat In der verglichenen Variante ohne Festnetz-Telefonie
o2 Home M Flex 29,99 Euro in den ersten zwölf Monaten, danach 39,99 Euro Der Preis steigt nach der Aktionsphase
1&1 DSL 100 Flex 44,99 Euro pro Monat Drei Monate Mindestlaufzeit
Telekom MagentaZuhause L Flex 48,95 Euro pro Monat Regulärer Preis im Vergleich

Die Tabelle zeigt den Preisstand zu diesem Zeitpunkt; Ihr persönliches Angebot kann abweichen. Die Tarife unterschieden sich bei Leistungen, Mindestlaufzeit und möglichen Einmalkosten. Der Vergleich schloss Hardware und mögliche Anschlusskosten aus.

Im selben Vergleich kostete 1&1 DSL 100 Flex 44,99 Euro monatlich, während der Laufzeittarif mit 24 Monaten Mindestlaufzeit mit 34,99 Euro angegeben war. Bei gleichbleibenden Preisen beträgt der Unterschied über 24 Monate 240 Euro. Aktionspreise, Einmalkosten und Vertragsbedingungen verändern die tatsächliche Rechnung.

Es gibt auch Gegenbeispiele: In der Telekom-Preisliste vom 7. April 2026 standen MagentaZuhause L und L Flex mit demselben regulären Monatspreis von 48,95 Euro. Der Laufzeittarif hatte zusätzlich einen zeitlich begrenzten Einstiegspreis. Vergleichen Sie deshalb nicht nur die Grundgebühr, sondern die Gesamtkosten über denselben Zeitraum.

So vergleichen Sie die Gesamtkosten

Rechnen Sie für beide Angebote denselben Nutzungszeitraum durch, zum Beispiel zwölf oder 24 Monate. Berücksichtigen Sie jede Preisphase sowie Anschlusskosten und Versandkosten. Auch Routermiete oder -kauf und Gutschriften gehören in die Rechnung. Achten Sie außerdem darauf, dass die Leistungen vergleichbar sind. Festnetz-Telefonie, Geschwindigkeit und Anschlussart sollten möglichst übereinstimmen.

Einmalige Kosten wiegen bei kurzer Nutzung stärker: Eine Gebühr für die Bereitstellung des Anschlusses verteilt sich dann auf wenige Monate und erhöht den durchschnittlichen Monatspreis stärker als bei einem längeren Vertrag. Vergleichen Sie deshalb die Gesamtkosten über den geplanten Nutzungszeitraum. Der beworbene Monatspreis ist dabei nur ein Teil davon.

Prüfen Sie in der Vertragszusammenfassung besonders, wie lange die Mindestlaufzeit gilt und welche Kündigungsfrist vorgesehen ist. Achten Sie außerdem auf den Preis nach einer Aktion. Bei widersprüchlichen Angaben zählt die konkrete Vertragsunterlage für das Angebot, das Sie abschließen. Tarifpreise und Rabatte ändern sich; vergleichen Sie daher kurz vor der Bestellung erneut.