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Disneyland Paris günstig planen: Tipps für Tickets und Unterkunft

Die Gesamtkosten für Disneyland Paris hängen vor allem von den Reisedaten, der Zahl der Parktage und der Unterkunft ab. Vergleichen Sie Pauschalangebote mit Einzelbuchungen für dieselben Tage und dieselbe Personenzahl. Berücksichtigen Sie dabei Eintritt und Anreise ebenso wie Parken und Verpflegung.

Tickets nach Datum wählen

Die Preise datierter Tickets schwanken je nach Besuchstag und Nachfrage. Legen Sie zuerst fest, wann Sie fahren und ob Sie einen oder beide Parks besuchen möchten. Vergleichen Sie den Gesamtpreis für alle benötigten Tage, nicht nur einzelne Tagespreise.

Ein datiertes Ticket gilt für einen festgelegten Besuchstag. Für reguläre datierte Tickets nennt Disneyland Paris eine Erstattungsmöglichkeit bis drei Tage vor dem ersten Besuchstag. Datierte Basistickets sind davon ausgenommen und lassen sich nach den veröffentlichten Bedingungen weder ändern noch erstatten. Prüfen Sie daher vor dem Kauf die Regeln für genau die Ticketvariante, die Sie ausgewählt haben.

Bei einem undatierten Ticket müssen Sie den Besuchstag vorab registrieren. Der Eintritt hängt von der Verfügbarkeit an diesem Datum ab. Das Ticket verschafft Ihnen also keine freie Wahl an jedem beliebigen Tag. Verlassen Sie sich auch nicht darauf, Tickets am Parkeingang zu kaufen: Der Verkauf dort ist nur eingeschränkt möglich und hängt unter anderem von der Kapazität ab.

Hotelpaket gegen Einzelbuchung

Ein Disney-Hotelpaket kann Eintritt in beide Parks für mehrere Aufenthaltstage enthalten, teils auch für An- und Abreisetag. Prüfen Sie die Leistungen des konkreten Angebots: Je nach Paket unterscheiden sich die enthaltenen Tickets und Buchungsbedingungen. Eine Pauschale lohnt sich besonders dann, wenn Sie die enthaltenen Eintrittstage tatsächlich nutzen.

Bei einer Einzelbuchung sollten Sie alle Kosten für Ihre Reisegruppe zusammenrechnen:

  • Unterkunft und Parktickets für dieselben Tage
  • Anfahrt zum Park, Shuttle oder öffentliche Verkehrsmittel
  • Parkgebühren am Hotel und am Park
  • Frühstück oder andere geplante Mahlzeiten
  • Kosten bei einer Änderung oder Stornierung

Partnerhotels und Ferienapartments bieten teils kostenlose Shuttles oder Küchen. Eine Küche spart nur Geld, wenn Sie dort selbst Mahlzeiten zubereiten. Prüfen Sie auch Fahrplan und Endhaltestelle des Shuttles. Für manche Unterkünfte, darunter die Davy Crockett Ranch und Villages Nature Paris, gilt die allgemeine Shuttle-Regel nicht.

Die deutsche Buchungsseite von Disneyland Paris nennt für direkt gebuchte Pauschalen eine gebührenfreie Änderung oder Stornierung bis sieben Tage vor der Anreise. Diese Regel gilt nur vorbehaltlich der Bedingungen des konkreten Angebots. Bei Drittanbietern gelten deren eigene Fristen.

Verpflegung vorab kalkulieren

Ihre Essenskosten hängen davon ab, wo Sie essen und wie Sie unterwegs sein möchten. Die Speisekarten in den Restaurants lassen sich über die Disneyland-Paris-Website und die App prüfen. Schnellrestaurants bieten teils eine Bestellung über die App mit gewählter Abholzeit an. Für Restaurants mit Tischbedienung empfiehlt sich eine Reservierung; laut Disney ist sie bis zu zwei Monate im Voraus möglich. Hotelgäste können je nach Buchung früher reservieren.

Verpflegungsoptionen für Disney-Hotels machen die Ausgaben planbarer, senken die Kosten aber nicht automatisch. Vergleichen Sie den Preis der Option mit den Mahlzeiten, die Sie voraussichtlich bestellen. Die geltenden Leistungen hängen auch vom Aufenthaltszeitraum ab. Für Aufenthalte ab April 2027 weist Disneyland Paris auf neue Optionen hin, daher sollten Sie ältere Angaben nicht ungeprüft übernehmen.

Mitgebrachtes Essen ist erlaubt, aber sperrige Behälter und Ausrüstung wie Kühlboxen oder Tische sind in den Parks nicht gestattet. Für ein Picknick gibt es einen Bereich zwischen Parkplatz und Parkeingang. Planen Sie mitgebrachte Mahlzeiten daher für diesen Bereich ein und nicht für beliebige Plätze im Park.

Anreise und Parken einrechnen

Die RER A verbindet Paris direkt mit Marne-la-Vallée/Chessy, dem Bahnhof an den Parkeingängen. Disneyland Paris gibt die Fahrzeit aus Paris mit etwa 30 bis 45 Minuten an, abhängig vom Startpunkt. Für 2026 kostet ein reguläres Métro-Train-RER-Ticket zum vollen Preis 2,55 Euro. Für Fahrten zu oder von einem Flughafen brauchen Sie ein separates Ticket. Es kostet 2026 zum vollen Preis 14 Euro je Strecke. Prüfen Sie die Tarife vor der Reise erneut.

Wer mit dem Auto fährt, sollte die Parkgebühr am Park zusätzlich zum Eintritt einplanen. Sie wird als Tagespauschale berechnet und ist nicht im Ticket enthalten. Prüfen Sie die aktuelle Parkgebühr vor der Buchung direkt bei Disneyland Paris. Hotelparkplätze und Parkplätze am Park können unterschiedlichen Regeln folgen. Auch bei einem Hotel mit kostenlosem Shuttle lohnt sich ein Blick auf Fahrzeiten und Abfahrtsort, bevor Sie das Auto stehen lassen.

Diese Preisfallen vermeiden

Ein niedriger Zimmerpreis sagt wenig über die Gesamtkosten aus, wenn Eintritt, Frühstück oder Fahrt zum Park noch dazukommen. Umgekehrt kann ein Hotelpaket mehr enthalten, als der reine Übernachtungspreis vermuten lässt. Vergleichen Sie daher immer die gleiche Aufenthaltsdauer und dieselbe Zahl an Parktagen.

Prüfen Sie genau, ob Sie Ihr Ticket ändern oder erstatten lassen können. „Datiert“ bedeutet nicht automatisch, dass eine Änderung oder Erstattung möglich ist. Bei undatierten Tickets gehören Registrierung und Verfügbarkeit zur Planung. Zeitlich begrenzte Angebote sollten Sie ebenfalls auf ihr Ablaufdatum prüfen, bevor Sie sie in Ihre Kalkulation aufnehmen.

Internet einrichten: Vom Router-Anschluss zum ersten Login

Nach dem Anschließen richten Sie den Internetzugang ein und verbinden Ihre Geräte mit dem WLAN. Die Schritte hängen davon ab, ob Sie DSL, Kabel oder Glasfaser nutzen und welchen Router Ihr Anbieter vorgibt.

Es gibt drei Arten von Zugangsdaten: Mit dem Gerätepasswort öffnen Sie die Router-Einstellungen. Der WLAN-Schlüssel verbindet Handy oder Computer mit dem Funknetz. Die Zugangsdaten für den Internetanschluss erhält der Router je nach Anbieter automatisch oder Sie müssen sie bei der manuellen Einrichtung eingeben.

1. Anschluss und Router prüfen

Prüfen Sie zuerst, ob Ihr Router zu Ihrem Anschluss passt. Ein DSL-Anschluss braucht einen Router mit DSL-Modem. Für Kabel benötigen Sie einen kompatiblen Kabelrouter. Bei Glasfaser verbindet sich der Router entweder direkt mit der Glasfaserdose oder über ein separates Modem, oft ONT genannt. Dieses Gerät wandelt das Glasfasersignal für den Router um.

Wenn Sie einen eigenen Kabelrouter nutzen, muss Ihr Anbieter ihn möglicherweise erst freischalten. Lesen Sie deshalb die Auftragsunterlagen und die Anleitung für Ihr Routermodell, bevor Sie Kabel einstecken. Die Buchsen und Anschlusswege unterscheiden sich je nach Gerät.

Prüfen Sie auch den Bereitstellungstermin: Ein korrekt angeschlossener Router geht nicht online, solange der Anbieter den Anschluss noch nicht freigeschaltet hat. Manche Anbieter verlangen zusätzlich eine Aktivierung über eine App, einen Link oder einen Code.

2. Router anschließen und starten

Verbinden Sie den Router gemäß der Geräteanleitung mit der passenden Anschlussdose oder dem Glasfasermodem. Schließen Sie ihn anschließend an den Strom an und warten Sie, bis der Start abgeschlossen ist. Welche Anzeige den Verbindungsstatus meldet und wie sie leuchten oder blinken soll, hängt vom Modell ab. Vergleichen Sie die LEDs daher mit der Anleitung Ihres Routers.

Warten Sie, bis der Router den Anschluss gefunden hat. Bei einem beschriebenen Vodafone-Ablauf für einen eigenen Kabelrouter kann es bis zu zehn Minuten dauern, bis die Anzeige für Strom und Kabel dauerhaft leuchtet. Diese Wartezeit gilt für den beschriebenen Vodafone-Ablauf, nicht für alle Router.

3. Router-Einstellungen öffnen

Verbinden Sie ein Handy oder einen Computer mit dem Router. Für die erste Einrichtung reicht meist WLAN; alternativ schließen Sie den Computer mit einem Netzwerkkabel an. Öffnen Sie dann einen Browser und geben Sie die lokale Adresse des Routers ein. Sie finden sie in der Anleitung. Diese Adresse führt zu den Router-Einstellungen in Ihrem Heimnetz.

Die Adresse hängt vom Router ab. Bei bestimmten Speedport-Modellen lautet sie zum Beispiel http://speedport.ip. Für einige FRITZ!Box-Einrichtungen wird http://fritz.box verwendet. Diese Adressen gelten nicht für jeden Router. Wenn die Einstellungsseite nicht erscheint, prüfen Sie, ob Ihr Gerät tatsächlich mit diesem Router verbunden ist und ob die Adresse zum Modell passt.

Melden Sie sich mit dem Gerätepasswort an. Es steht bei vielen Routern auf dem Typenschild oder in den mitgelieferten Unterlagen, sofern es noch nicht geändert wurde. Der WLAN-Schlüssel ist ein anderes Passwort und öffnet normalerweise nicht die Router-Einstellungen. Bei manchen Modellen führt eine App durch die Einrichtung, statt ein Browsermenü zu verwenden.

4. Internetzugang einrichten

Starten Sie den Einrichtungsassistenten oder die App Ihres Anbieters, wenn diese für Ihren Router vorgesehen ist. Der Assistent richtet den Internetzugang häufig automatisch ein. Folgen Sie dabei den Anweisungen auf dem Bildschirm und verwenden Sie nur die Angaben aus Ihren Vertrags- oder Anschlussunterlagen.

Verlangt der Router eine manuelle Einrichtung, tragen Sie die Zugangsdaten und technischen Werte Ihres eigenen Anbieters ein. Je nach Anschluss brauchen Sie dafür Zugangsdaten oder Angaben wie eine VLAN-ID, eine Kennnummer für das Netz des Anbieters. Diese Werte unterscheiden sich nach Anbieter und Anschluss. Übernehmen Sie sie deshalb nicht aus einer Anleitung für ein anderes Modell oder einen anderen Tarif.

Wird die Aktivierung abgelehnt, prüfen Sie zuerst, ob der Bereitstellungstermin erreicht ist und ob Sie den Anschluss beim Anbieter freischalten müssen. Bleibt der Router trotz passender Daten offline, wenden Sie sich an den Anbieter, bevor Sie die Einstellungen zurücksetzen.

5. Geräte mit dem WLAN verbinden

Öffnen Sie am Handy, Tablet oder Computer die WLAN-Einstellungen. Wählen Sie den WLAN-Namen Ihres Routers aus und geben Sie den zugehörigen WLAN-Schlüssel ein. Name und Schlüssel stehen oft auf einem Aufkleber am Router oder in den Einrichtungsunterlagen.

Manche Router zeigen getrennte WLAN-Namen für das 2,4-GHz- und das 5-GHz-Netz an. Wählen Sie den Namen, den Ihr Gerät unterstützt und den Sie verwenden möchten. Wenn der Router nur einen gemeinsamen Namen anzeigt, übernimmt er die Auswahl des Frequenzbands.

WPS ist eine Funktion zum vereinfachten Verbinden, sofern Router und Endgerät sie unterstützen. Dabei verbinden sich die Geräte nach dem Aktivieren der WPS-Funktion am Router. Die genaue Bedienung und das Zeitfenster unterscheiden sich je nach Modell; die manuelle Verbindung mit WLAN-Name und Schlüssel funktioniert unabhängig davon, ob WPS verfügbar ist.

6. Verbindung und Standort prüfen

Öffnen Sie nach der WLAN-Verbindung eine Internetseite. Lädt sie, ist der Zugang eingerichtet. Zeigt das Gerät eine WLAN-Verbindung ohne Internet an, prüfen Sie zuerst den Internetstatus am Router und den Aktivierungsstatus Ihres Anschlusses.

Stellen Sie den Router an einem freien, erhöhten und zentralen Platz auf. Große Möbel, Metallflächen und manche Elektrogeräte können den Empfang beeinträchtigen. Steht der Router weit entfernt vom Anschluss, wählen Sie einen Standort, an dem das Anschlusskabel sicher verlegt werden kann. Ein stationärer Computer oder Fernseher lässt sich außerdem per Netzwerkkabel verbinden. Das ergibt eine direkte Verbindung und entlastet das WLAN.

7. Router- und WLAN-Probleme beheben

Prüfen Sie bei Problemen zuerst die Verbindung zwischen Router und Anschlussdose. Danach kontrollieren Sie den Routerstatus und zuletzt die Einstellungen am Endgerät. Starten Sie den Router bei Problemen zunächst neu. Die Anzeigeleuchten sind je nach Modell unterschiedlich, deshalb hilft ein Blick in die Geräteanleitung.

Problem Erste Prüfung
Die Router-Einstellungen öffnen sich nicht Prüfen Sie, ob das Handy oder der Computer mit diesem Router verbunden ist. Geben Sie die passende lokale Adresse vollständig in die Browser-Adresszeile ein.
Das WLAN erscheint nicht Prüfen Sie, ob WLAN am Router eingeschaltet ist. Die Taste und die Statusanzeige unterscheiden sich je nach Gerät.
Das WLAN ist verbunden, aber das Internet fehlt Prüfen Sie den Routerstatus, den Bereitstellungstermin und eine eventuell erforderliche Aktivierung beim Anbieter.
Das Passwort wird abgelehnt Prüfen Sie, ob das Gerät das Gerätepasswort oder den WLAN-Schlüssel verlangt. Beide Angaben haben unterschiedliche Aufgaben.
DSL synchronisiert nicht Kontrollieren Sie die DSL-Kabelverbindungen am Router und, falls vorhanden, am Splitter. Die Synchronisierung kann einige Minuten dauern.
Der Kabelrouter geht nicht online Kontrollieren Sie Anschluss und Aktivierungsstatus. Bei einem beschriebenen Vodafone-Ablauf kann die Synchronisierung bis zu zehn Minuten dauern; für andere Geräte gilt deren Anleitung.
Das WLAN ist langsam oder instabil Stellen Sie den Router freier und zentraler auf. Ein Neustart kann helfen; benachbarte WLAN-Netze können sich außerdem gegenseitig stören.

Ein Werksreset sollte nicht der erste Schritt sein. Dabei gehen Einstellungen verloren, und für die erneute Einrichtung brauchen Sie je nach Anschluss wieder Anbieter- oder Gerätedaten. Setzen Sie den Router nur zurück, wenn die Anleitung oder der Anbieter dazu rät und die nötigen Angaben bereitliegen.

8. Passwörter und Updates sichern

Prüfen Sie bei der Einrichtung das Gerätepasswort und den WLAN-Schlüssel. Verwenden Sie ein starkes, individuelles WLAN-Passwort und bewahren Sie beide Zugangsdaten sicher auf. Manche aktuellen Router haben bereits ein individuelles Gerätepasswort; prüfen Sie deshalb die Angaben Ihres Modells, statt pauschal davon auszugehen, dass jedes voreingestellte Passwort unsicher ist.

Wählen Sie in den Router-Einstellungen die stärkste Verschlüsselung, die Ihr Router und Ihre Geräte gemeinsam unterstützen. Bei den beschriebenen Speedport-Einstellungen empfiehlt der Anbieter mindestens WPA2. Aktualisieren Sie außerdem die Routersoftware, besonders bei einem selbst gekauften Gerät, dessen Updates Sie selbst verwalten.

Sondertilgung beim Ratenkredit: Rechte und Entschädigungen

Bei einem Ratenkredit können Sie die Restschuld grundsätzlich ganz oder teilweise vorzeitig zurückzahlen. Eine Sondertilgung ist eine zusätzliche Zahlung neben den Monatsraten. Ob Sie dafür zahlen müssen, hängt vom Vertrag und davon ab, ob die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen darf. Damit ist ein Ausgleich für den finanziellen Schaden gemeint, der der Bank durch die vorzeitige Rückzahlung entsteht.

Bei festem Sollzins kann eine solche Entschädigung anfallen. Das Recht auf vorzeitige Rückzahlung schließt eine Entschädigung also nicht automatisch aus. Prüfen Sie vor der Überweisung die Vertragsklausel und lassen Sie sich den Ablösebetrag für den konkreten Zahlungstag schriftlich nennen.

Vorzeitige Rückzahlung und Sondertilgung

Bei einem üblichen Ratenkredit für Verbraucherinnen und Verbraucher erlaubt das Gesetz grundsätzlich, den Kredit jederzeit ganz oder teilweise vorzeitig zurückzuzahlen. Sie müssen den Kredit dafür nicht kündigen. Mit der Rückzahlung sinken die noch anfallenden Zinsen und Kreditkosten entsprechend der verbleibenden Laufzeit.

Davon zu unterscheiden ist das vertragliche Sondertilgungsrecht. Es legt fest, unter welchen Bedingungen Sie zusätzliche Beträge ohne Vorfälligkeitsentschädigung zahlen dürfen. Der Vertrag kann zum Beispiel einen Höchstbetrag festlegen. Er kann auch bestimmen, an welchen Tagen Sie zahlen dürfen. Zudem kann eine Mindestzahlung vorgeschrieben sein. Eine Zahlung, die diese Bedingungen nicht erfüllt, gilt nicht automatisch als kostenlose Sondertilgung.

Prüfen Sie daher, ob Ihre geplante Zahlung von der Klausel erfasst wird. Achten Sie auch darauf, ob die Bank nach der Sondertilgung die Monatsrate senkt oder die Laufzeit verkürzt. Sie können ungenutzte Sondertilgungsmöglichkeiten nur auf spätere Zeiträume übertragen, wenn der Vertrag das erlaubt.

Wann die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen darf

Bei einem sogenannten Allgemein-Verbraucherdarlehen, also einem Verbraucherkredit außerhalb der Immobilienfinanzierung, kommt eine Vorfälligkeitsentschädigung grundsätzlich infrage, wenn für den Kredit ein bei Vertragsschluss vereinbarter gebundener Sollzins gilt. Sie soll den direkten finanziellen Schaden ausgleichen, der der Bank durch die frühere Rückzahlung entsteht. Sie ist keine automatisch fällige Gebühr: Die gesetzlichen Voraussetzungen müssen erfüllt sein.

Bei einem variablen Sollzins besteht dieser Anspruch nach der gesetzlichen Regelung grundsätzlich nicht, weil die Entschädigung an einen gebundenen Sollzins geknüpft ist. Ebenfalls ausgeschlossen ist sie unter anderem, wenn die Rückzahlung aus einer Versicherung stammt, die aufgrund einer vertraglichen Verpflichtung zur Kreditsicherung abgeschlossen wurde.

Fehlen bestimmte Angaben im Vertrag, kann die Bank ebenfalls keinen Anspruch haben. Dazu zählen Angaben zur Vertragslaufzeit, zum Kündigungsrecht oder zur Berechnung der Entschädigung. Welche Anforderungen für einen konkreten Vertrag gelten, hängt auch vom Abschlussdatum und der damals geltenden Rechtsfassung ab. Bei älteren Verträgen sollten Sie deshalb nicht allein den heutigen Gesetzestext zugrunde legen.

Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung

Selbst wenn die Bank eine Entschädigung verlangen darf, ist deren Höhe begrenzt. Bei einem Allgemein-Verbraucherdarlehen darf sie höchstens 1 Prozent des vorzeitig zurückgezahlten Betrags betragen. Liegt zwischen der vorzeitigen und der vereinbarten Rückzahlung höchstens ein Jahr, gilt eine Obergrenze von 0,5 Prozent.

Zusätzlich darf die Entschädigung nicht höher sein als die Sollzinsen, die bis zum vereinbarten Ende des Kredits noch angefallen wären. Es gilt also die jeweils niedrigere Grenze. Die konkrete Obergrenze hängt von der Höhe der Rückzahlung, der Restlaufzeit und den noch anfallenden Sollzinsen ab.

Die Bank darf höchstens diese Beträge verlangen. Die Entschädigung ist keine pauschale Gebühr. Bei einem Kredit ohne noch anfallende Sollzinsen, etwa einer echten Null-Prozent-Finanzierung, greift die zusätzliche Zinsobergrenze. Eine Entschädigung darf dann nicht höher sein als die noch ausstehenden Sollzinsen.

Sondertilgungsklausel im Kreditvertrag prüfen

Lesen Sie im Vertrag und in den Kreditinformationen nach, wie die Bank Sondertilgungen behandelt. Entscheidend ist, ob Sie jederzeit zahlen dürfen oder nur zu bestimmten Terminen. Prüfen Sie außerdem, ob ein jährlicher Höchstbetrag gilt und eine Mindestzahlung vorgeschrieben ist. Klären Sie auch, ob nicht genutzte Beträge verfallen.

Suchen Sie auch nach der Regelung zur Vorfälligkeitsentschädigung. Wenn die Bank eine solche Entschädigung verlangt, muss der Vertrag klar und verständlich erklären, wie sie berechnet wird. Achten Sie darauf, ob die Erklärung nachvollziehbar ist und welche Voraussetzungen sie nennt. Eine Prozentzahl allein beantwortet nicht, ob die Bank im konkreten Fall überhaupt Geld verlangen darf.

Bei einem Ratenkredit mit festgelegter Rückzahlungszeit können Sie einen Tilgungsplan verlangen. Darin stehen die Zahlungstermine und wie sich jede Rate auf Darlehen, Zinsen sowie sonstige Kosten verteilt. Mit dem Plan können Sie die angegebene Restschuld und die noch ausstehenden Zinsen mit der Berechnung der Bank vergleichen.

Vor der Zahlung nachfragen

Fordern Sie vor einer größeren Sondertilgung oder vollständigen Ablösung eine schriftliche Auskunft für den vorgesehenen Zahlungstag an. Fragen Sie nach dem genauen Ablösebetrag und lassen Sie sich bestätigen, ob die Bank die Zahlung als vertraglich kostenfreie Sondertilgung behandelt. Verlangt sie eine Entschädigung, bitten Sie um die Berechnungsgrundlage und prüfen Sie diese anhand der gesetzlichen Obergrenzen.

Klären Sie außerdem, welche Zahlungsangaben und Fristen gelten und wie sich die Zahlung auf Monatsrate und Laufzeit auswirkt. Heben Sie die Antwort der Bank und nach der Überweisung die Bestätigung über die neue Restschuld auf. So können Sie nachvollziehen, wie die Bank den Betrag verbucht hat.

Regeln für Immobiliendarlehen lassen sich nicht ohne Weiteres auf gewöhnliche Ratenkredite übertragen. Für die Auslegung einer Klausel in Ihrem Ratenkredit ist eine Gerichtsentscheidung zu Sondertilgungsrechten bei einer Immobilienfinanzierung ebenfalls nicht automatisch ausschlaggebend. Maßgeblich bleiben der konkrete Vertrag und die für ihn geltenden gesetzlichen Regeln.

ETF-Sparplan oder Tagesgeld: Der langfristige Vergleich

Wenn Sie das Geld erst in vielen Jahren brauchen, bietet ein breit gestreuter Aktien-ETF höhere Renditechancen als Tagesgeld, schwankt aber stärker im Wert. Tagesgeld ist grundsätzlich jederzeit verfügbar und sein Kontostand verändert sich nicht mit den Börsenkursen. Die variablen Zinsen gleichen die Inflation jedoch nicht immer aus.

Bei einem ETF-Sparplan investieren Sie regelmäßig in einen börsengehandelten Fonds, der zum Beispiel viele Aktien abbildet. Tagesgeld ist ein verzinstes Bankguthaben. Welche Anlage passt, hängt davon ab, wann Sie das Geld brauchen und wie stark der Wert zwischenzeitlich schwanken darf.

Rendite von ETF und Tagesgeld

Beim Tagesgeld bestimmt der Zinssatz der Bank den Ertrag. Die Bank kann ihn ändern. Ein heute attraktiver Zins sagt deshalb wenig darüber aus, wie viel Ihr Guthaben über viele Jahre einbringt.

Ein Aktien-ETF hat keinen festen Zinssatz. Sein Wert folgt den Aktien im zugrunde liegenden Index und steigt oder fällt mit den Märkten. Ein breit gestreuter ETF legt Ihr Geld in Aktien vieler Unternehmen an. Das verringert die Abhängigkeit von einzelnen Firmen, verhindert aber keine Verluste, wenn die Aktienmärkte insgesamt sinken.

Historische Aktienrenditen deuten darauf hin, dass Aktien langfristig höhere Renditen erzielen können als sichere Zinsanlagen. Sie sind aber keine Vorhersage: Das Ergebnis eines konkreten Sparplans hängt unter anderem vom gewählten ETF, den Kosten, Steuern, Wechselkursen und den Zeitpunkten Ihrer Einzahlungen ab. Auch lange Anlagezeiträume schließen Verlustphasen nicht aus.

Risiken bei ETF und Tagesgeld

Bei Tagesgeld verändert sich der Kontostand nicht mit täglichen Börsenkursen. Das Guthaben ist dennoch nicht völlig risikofrei: Die Bank kann den Zinssatz senken, und eine niedrige Verzinsung lässt die Kaufkraft sinken. Bei einer Bankenpleite schützt die gesetzliche Einlagensicherung Einlagen unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen.

Bei einem Aktien-ETF kann der Depotwert stark fallen. Die Verbraucherzentrale weist auf historische Rückgänge von bis zu 50 Prozent und Verlustphasen von bis zu 15 Jahren hin. Solche Werte beschreiben vergangene Entwicklungen und sagen nicht voraus, wie lange eine künftige Erholung dauert. Wer während eines Börsentiefs verkaufen muss, erhält möglicherweise deutlich weniger als den zuvor investierten Betrag.

Fondsanteile fallen nicht unter die Einlagensicherung. Investmentfonds gelten grundsätzlich als Sondervermögen und werden getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft gehalten. Dieser Schutz betrifft die Trennung des Fondsvermögens, nicht den Börsenwert Ihrer Anteile.

Geldzugriff bei Tagesgeld und ETF-Sparplan

Tagesgeld ist für kurzfristige Ausgaben und eine finanzielle Reserve praktisch, weil Sie ohne Kündigungsfrist auf das Guthaben zugreifen können. Der Zinssatz bleibt dabei variabel.

Einen ETF-Sparplan können Sie unterbrechen oder beenden. Das vorhandene Geld bleibt jedoch im ETF investiert. Um es auszugeben, müssen Sie Anteile verkaufen. Wie viel Sie erhalten, hängt vom Kurs zum Verkaufszeitpunkt ab. Liegt der Kurs gerade in einer Börsenkrise, kann der Verkauf zu einem Verlust führen.

Legen Sie Geld, das Sie bald sicher benötigen, daher nicht vollständig in einen Aktien-ETF. Für einen geplanten Kauf oder unerwartete Ausgaben zählt die verlässliche Verfügbarkeit stärker als eine höhere Renditechance.

Inflation mindert die Kaufkraft

Ob Sie sich später mehr leisten können, hängt davon ab, wie stark Ihr Guthaben und die Preise steigen. Liegt der Tagesgeldzins unter der Inflationsrate, wächst der Kontostand zwar möglicherweise, doch Sie können sich davon weniger kaufen.

Aktien können langfristig höhere Renditen erzielen und so zum Erhalt der Kaufkraft beitragen. Aktien gleichen die Inflation jedoch nicht jedes Jahr aus. Auch bei hoher Inflation kann ein Aktien-ETF fallen. Ein ETF ist daher kein kurzfristiger Schutz vor steigenden Preisen.

Welche Anlage passt zu Ihnen?

Tagesgeld eignet sich vor allem für Geld, auf das Sie kurzfristig zugreifen müssen oder dessen Kontostand nicht durch Börsenschwankungen sinken soll. Prüfen Sie regelmäßig den Zinssatz, denn die Bank kann ihn anpassen.

Ein breit gestreuter Aktien-ETF passt eher zu Geld, das Sie lange entbehren können und dessen Wert zwischenzeitlich deutlich schwanken darf. Wenn ein Kursrückgang Sie zu einem Verkauf zwingen würde, ist der ETF für diesen Geldbetrag ungeeignet. Viele Sparer nutzen deshalb beide Anlagearten für unterschiedliche Zwecke: Tagesgeld für die Reserve, einen ETF-Sparplan für langfristige Anlageziele.

Pflege-Bahr oder private Pflegezusatzversicherung?

Wenn Sie sich für den Pflegefall zusätzlich absichern möchten, kommen der Pflege-Bahr und ungeförderte Tarife infrage. Der Pflege-Bahr ist eine private Pflegezusatzversicherung, für die der Staat einen Zuschuss zahlt; ungeförderte Tarife erhalten keinen.

Bei Vorerkrankungen oder höherem Alter kann der Pflege-Bahr den Zugang erleichtern. Wenn Sie voraussichtlich einen ungeförderten Tarif bekommen, vergleichen Sie diese Tarife zuerst. Sie bieten häufig mehr Spielraum bei Leistungen und Vertragsbedingungen. Entscheidend sind der tatsächliche Schutz und ein Beitrag, den Sie dauerhaft zahlen können.

Pflege-Bahr und ungeförderte Tarife im Vergleich

Ein Pflegetagegeldtarif zahlt Ihnen im Pflegefall einen vereinbarten Geldbetrag. Beim Pflege-Bahr schreibt das Gesetz Mindestleistungen vor. Ungeförderte Tarife haben mehr Gestaltungsfreiheit, prüfen dafür aber üblicherweise den Gesundheitszustand. Die folgende Tabelle beschreibt typische Unterschiede. Die Bedingungen einzelner Verträge können davon abweichen.

Merkmal Pflege-Bahr Ungeförderter Tarif
Staatliche Förderung 5 Euro monatlich, wenn Sie selbst mindestens 10 Euro im Monat zahlen Keine Pflege-Bahr-Zulage
Gesundheitsprüfung Keine; wegen Vorerkrankungen gibt es keine Zuschläge oder Leistungsausschlüsse Üblicherweise Gesundheitsprüfung; Zuschläge, Ausschlüsse oder Ablehnung sind möglich
Leistungen Vorgeschriebene Mindestleistungen in allen fünf Pflegegraden Höhe und Verteilung richten sich nach dem Tarif
Wartezeit Bis zu fünf Jahre; prüfen Sie die Vertragsbedingungen Viele Pflegetagegeldtarife verzichten darauf, aber nicht alle
Beitragszahlung im Pflegefall Läuft bei geförderten Tarifen weiter Manche Tarife befreien ab einem bestimmten Pflegegrad vom Beitrag
Anpassung der Leistung Regelung zur Erhöhung hängt vom Vertrag ab Umfang und Bedingungen einer Erhöhung unterscheiden sich je nach Tarif

Die Zulage beträgt 60 Euro im Jahr. Zusammen mit dem mindestens erforderlichen Eigenbeitrag ergibt sich ein Mindestbeitrag von 15 Euro im Monat. Für Pflegegrad 5 muss der Tarif mindestens 600 Euro monatlich leisten. Für Pflegegrade 1 bis 4 gelten Mindestleistungen von 10, 20, 30 und 40 Prozent dieses Betrags. Die 600 Euro sind eine Untergrenze, keine Obergrenze.

Wann der Pflege-Bahr passt

Der Pflege-Bahr erleichtert den Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung. Förderfähige Tarife dürfen keine Gesundheitsprüfung verlangen und wegen Vorerkrankungen weder Risikozuschläge noch Leistungsausschlüsse vorsehen. Lehnen Versicherer ungeförderte Tarife ab oder bieten sie nur mit deutlichen Einschränkungen an, kann der Pflege-Bahr Ihnen den Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung ermöglichen.

Das gilt auch für ältere Menschen, die andere Versicherer kaum noch annehmen. Ein Abschluss ist dann aber nicht automatisch sinnvoll: Vergleichen Sie die versicherte Leistung mit dem Beitrag und prüfen Sie, ob der Tarif im Pflegefall weiter Beiträge verlangt. Die Wartezeit von bis zu fünf Jahren bedeutet außerdem, dass die Versicherung in dieser Zeit noch nicht leistet. Bei einem konkreten Vertrag sind die genauen Bedingungen entscheidend.

Auch bei leichterem Zugang können die Leistungen begrenzt sein. Prüfen Sie, wie viel der Tarif in jedem Pflegegrad zahlt, ob und wann die Leistung steigen kann und ob Sie im Pflegefall weiter Beiträge zahlen müssen. Prüfen Sie auch, ob die Leistung zu der finanziellen Lücke passt, die Sie absichern möchten.

Wann ein ungeförderter Tarif passt

Wenn Sie gesund sind und voraussichtlich angenommen werden, vergleichen Sie zuerst ungeförderte Pflegetagegeldtarife. Eine Gesundheitsprüfung kann zu einem Beitragszuschlag, einem Leistungsausschluss oder zur Ablehnung führen. Wenn der Versicherer Sie annimmt, können Sie je nach Tarif höhere Leistungen oder eine andere Verteilung auf die Pflegegrade wählen. Auch der Verzicht auf eine Wartezeit oder eine Beitragsbefreiung im Pflegefall kann enthalten sein.

Achten Sie darauf, wie viel der Tarif bei häuslicher Pflege und bei einem Aufenthalt im Pflegeheim zahlt. Prüfen Sie auch die Zahlungen in den niedrigeren Pflegegraden. Zahlt ein Tarif erst ab Pflegegrad 5 viel, deckt er Ihren Bedarf bei früherem Unterstützungsbedarf weniger gut. Prüfen Sie außerdem, ob der Tarif die Zahlung später erhöht und welche Bedingungen dafür gelten. Eine Erhöhung kann den Beitrag ebenfalls verändern.

Beiträge können bei geförderten wie ungeförderten Tarifen steigen. Vergleichen Sie den Anfangsbeitrag deshalb mit den Beiträgen, die Sie langfristig tragen können, und den dafür vertraglich zugesagten Leistungen. Der Anfangsbeitrag ist dabei nur ein Teil der Einschätzung, ob der Tarif zu Ihrem Bedarf passt.

Ihre Versorgungslücke einschätzen

Die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt nur einen Teil der Pflegekosten. Wie groß die verbleibende Lücke ausfällt, hängt unter anderem vom Versorgungsort ab: zu Hause oder im Pflegeheim. Auch die entstehenden Kosten und Ihre verfügbaren eigenen Mittel bestimmen die Höhe der Lücke.

Schätzen Sie zuerst, welchen Betrag Sie im Pflegefall aus Einkommen und Vermögen selbst tragen könnten. Danach können Sie bestimmen, welche zusätzliche Leistung Sie absichern möchten. Bei einem Pflegetagegeld zahlt der Versicherer einen vereinbarten Betrag, über den Sie grundsätzlich frei verfügen können. Pflegekosten- und Pflegerentenversicherungen funktionieren anders. Vergleichen Sie daher zunächst Tarife mit derselben Leistungsart.

Ein zusätzlicher Vertrag ist nicht für alle nötig. Wenn Sie eine mögliche Versorgungslücke mit Einkommen und Vermögen ausreichend selbst bezahlen können, kann es sinnvoller sein, auf eine Versicherung zu verzichten. Wenn Sie Schutz möchten, holen Sie bei guter Gesundheit Angebote für ungeförderte Tarife ein und vergleichen Sie sie mit einem Pflege-Bahr. Bei Vorerkrankungen lohnt sich die Prüfung des Pflege-Bahr besonders, weil der Zugang dort erleichtert ist.

Reisekreditkarten im Vergleich: Gebühren und Zusatzleistungen

Beim Bezahlen und Geldabheben im Urlaub fallen neben dem Kaufpreis weitere Kosten an: Gebühren des Kartenanbieters, ungünstige Wechselkurse, Entgelte des Geldautomatenbetreibers und Zinsen auf Bargeldabhebungen. Eine Reisekreditkarte lohnt sich, wenn ihre Kosten zu Ihren Reisegewohnheiten passen.

Vergleichen Sie Kartenzahlungen und Bargeldabhebungen getrennt. Prüfen Sie auch, welche Schäden die Versicherungen abdecken und ob dafür bestimmte Ausgaben mit der Karte nötig sind. Die Konditionen entsprechen dem Stand vom 20. Oktober 2026; Anbieter können Preise und Leistungen ändern.

Gebühren bei Reisekreditkarten

„Auslandseinsatzentgelt“ bezeichnet eine Gebühr, die der Kartenanbieter für bestimmte Umsätze außerhalb Deutschlands oder in einer anderen Währung berechnet. Die genaue Bedeutung hängt vom Preisverzeichnis ab: Manche Anbieter beziehen sich auf Fremdwährungszahlungen, andere unterscheiden zusätzlich nach dem Land. Eine Zahlung im Ausland kann in Euro erfolgen; eine Fremdwährungszahlung kann umgekehrt auch bei einem Einkauf im Internet anfallen.

Prüfen Sie deshalb bei jeder Karte, was Kartenzahlungen in Fremdwährung kosten und welche Gebühr für Bargeldabhebungen anfällt. Achten Sie außerdem auf mögliche Zinsen auf Abhebungen. Diese Kosten können sich addieren. Auch bei „kostenlosen“ Abhebungen kann der Geldautomatenbetreiber vor Ort eine eigene Gebühr verlangen.

Wechselkurse bei Auslandszahlungen

Auch ohne ausgewiesene Fremdwährungsgebühr rechnet die Karte nicht zwingend zum Referenzkurs der Europäischen Zentralbank (EZB) ab. Visa und Mastercard legen eigene Wechselkurse fest. Diese können vom EZB-Referenzkurs abweichen. Für einen genauen Kostenvergleich reicht es daher nicht, nur den Prozentwert der Fremdwährungsgebühr zu betrachten.

Manchmal bietet das Kartenlesegerät oder der Geldautomat beim Bezahlen oder Abheben an, den Betrag sofort in Euro umzurechnen. Das heißt Dynamic Currency Conversion (DCC). Der Händler oder Geldautomatenbetreiber legt dabei den Wechselkurs fest. Die Verbraucherzentrale rät in der Regel dazu, in der Landeswährung abzurechnen, weil die Sofortumrechnung häufig einen ungünstigen Kurs oder zusätzliche Aufschläge enthält. Vergleichen Sie die angezeigten Kosten, bevor Sie zustimmen.

Kosten und Zinsen bei Bargeldabhebungen

Bei einer Abhebung können drei verschiedene Kosten entstehen: eine Gebühr des Kartenanbieters, eine Gebühr des Automatenbetreibers und Zinsen auf den abgehobenen Betrag. Auch ohne Anbietergebühr kann eine Abhebung durch das Automatenentgelt oder Zinsen Kosten verursachen.

Prüfen Sie im Preisverzeichnis und in den Rückzahlungsbedingungen, ob Bargeldabhebungen sofort verzinst werden. Bei Kreditkarten mit Teilzahlungsfunktion zahlen Sie außerdem Zinsen, wenn Sie den offenen Betrag nicht vollständig zurückzahlen. Die Höhe der Zinsen ist ein eigener Vergleichspunkt und sollte nicht hinter der Angabe „keine Abhebegebühr“ verschwinden.

Versicherungen der Reisekreditkarte prüfen

Eine Jahresgebühr oder ein kostenpflichtiges Zusatzpaket lohnt sich, wenn Sie den Versicherungsschutz tatsächlich benötigen. Prüfen Sie, welche Personen versichert sind, wie hoch die Deckungssummen und Selbstbehalte sind und welche Fälle ausgeschlossen sind. Prüfen Sie auch, ob Sie die Reise ganz oder teilweise mit der Karte bezahlen müssen.

Werbeaussagen allein reichen dafür nicht immer. Bei der Bank Norwegian Visa stehen auf den Anbieterinformationen unterschiedliche Voraussetzungen für die erforderliche Kartenzahlung: An einer Stelle werden 50 Prozent der Transportkosten genannt, an anderen 75 Prozent der Transport- und Übernachtungskosten. Welche Schwelle für den jeweiligen Versicherungsschutz gilt, muss anhand der maßgeblichen Versicherungsbedingungen geprüft werden.

Vier Karten im Vergleich

Die Tabelle fasst die genannten Produktinformationen zusammen. Sie gelten nicht automatisch für jede Kartenvariante oder für spätere Vertragsstände.

Karte Fremdwährungszahlungen Bargeldabhebung Preis und Zusatzleistungen
GenialCard der Hanseatic Bank Laut Produktseite gebührenfreies Bezahlen weltweit Keine Abhebegebühr des Anbieters im Ausland; Automatenentgelt vor Ort möglich Keine Jahresgebühr. Teilzahlung kostet laut Produktseite effektiv 19,92 Prozent Jahreszins.
Bank Norwegian Visa 0 Prozent Fremdwährungsgebühr laut Anbieter Keine Abhebegebühr des Anbieters; Automatenentgelt vor Ort möglich. Für Auslandsabhebungen gelten angegebene Tages- und Wochenlimits. Reise- und Reiserücktrittsversicherung inklusive. Im repräsentativen Beispiel beträgt der effektive Jahreszins bei Ratenzahlung 24,4 Prozent. Versicherungsbedingungen genau prüfen.
ADAC Kreditkarte 1,75 Prozent auf Fremdwährungsumsätze 3 Prozent, mindestens 5 Euro im Ausland; Automatenentgelt vor Ort kann hinzukommen Nach dem ersten Jahr kostet die Grundkarte 1,90 Euro im Monat. Das Paket Reise kostet nach dem ersten kostenlosen Jahr 5,90 Euro im Monat und umfasst laut ADAC sechs Reiseversicherungen. Bei Buchung des Pakets entfällt die Grundgebühr der Karte.
easybank Kreditkarte Die Produktwerbung nennt gebührenfreies Bezahlen weltweit; ein Preisverzeichnis vom Februar 2026 weist dagegen ein Entgelt von 1,99 Prozent für andere Währungen als Euro aus. Die Produktwerbung nennt gebührenfreies Abheben in Landeswährung; das Preisverzeichnis vom Februar 2026 nennt 4 Prozent, mindestens 5,95 Euro. Automatenentgelte können zusätzlich anfallen. Die Angaben lassen sich nicht eindeutig einer aktuellen Kartenvariante zuordnen. Prüfen Sie vor dem Vergleich das gültige Preisverzeichnis für das konkrete Angebot.

Welche Karte passt, hängt von Ihrer Nutzung ab. Wer vor allem in Fremdwährung mit Karte zahlt, sollte die Fremdwährungsgebühr und den Wechselkurs stärker gewichten. Wer regelmäßig Bargeld abhebt, muss zusätzlich Anbietergebühr, Automatenentgelt und Zinsen berücksichtigen. Eine Karte mit Versicherungen lohnt sich nur, wenn der Schutz zu Ihrer Reise passt und die laufenden Kosten den Nutzen nicht übersteigen.

Reisekreditkarte nach Nutzung auswählen

Überlegen Sie zuerst, wie Sie auf Reisen bezahlen: überwiegend mit Karte, häufig mit Bargeld oder mit einer Mischung aus beidem. Vergleichen Sie dann die Gebühren für Ihre geplante Nutzung. Berücksichtigen Sie auch die Jahresgebühr und kostenpflichtige Zusatzpakete. Ein Finanztip-Vergleich vom 12. Oktober 2026 zeigt, wie sich Gebühren für verschiedene Auslandsvorgänge summieren können: In einem dort gerechneten Szenario fielen bei einer ausgewählten Filialbankkarte 39,67 Euro an, bei den betrachteten gebührenfreien Karten 0 Euro. Das ist eine Momentaufnahme für dieses Szenario, keine allgemeine Prognose für jede Reise.

Bevor Sie eine Karte beantragen, lesen Sie das aktuelle Preisverzeichnis und die Bedingungen für Teilzahlung und Versicherungen. Zahlen Sie am Automaten oder im Geschäft möglichst in Landeswährung und lehnen Sie die Euro-Umrechnung ab, wenn sie einen ungünstigeren Kurs ausweist. Halten Sie außerdem eine zweite Karte bereit, falls eine Karte gesperrt wird oder ein Händler sie nicht akzeptiert.

Mietkauf bei Immobilien: Ablauf, Risiken und Kostenfallen

Beim Mietkauf wohnen Sie bereits in der Immobilie und vereinbaren den späteren Kauf. Ein Teil der Monatszahlungen kann auf den Kaufpreis angerechnet werden. Das Modell kommt für Menschen infrage, die derzeit keine passende Bankfinanzierung erhalten. Die Schlusszahlung muss sorgfältig geplant werden.

Entscheidend ist, welcher Anteil der Zahlungen den Kaufpreis mindert und wie hoch die Gesamtkosten sind. Die Monatsrate enthält häufig auch ein Nutzungsentgelt. Hinzu kommen Risiken durch teure Reparaturen und den Verlust bereits gezahlter Beträge. Auch am Ende der Laufzeit kann eine Finanzierungslücke entstehen.

So funktioniert der Mietkauf

Käufer und Verkäufer vereinbaren zu Beginn Kaufpreis, Laufzeit und Zahlungsbedingungen; je nach Vertrag zahlen Sie eine Anzahlung und anschließend monatliche Raten. Ein Teil der Monatsrate kann als Ansparanteil auf den Kaufpreis angerechnet werden. Der übrige Teil ist ein Nutzungsentgelt für das Wohnen und verringert die spätere Kaufsumme nicht.

Am Ende bleibt meist eine Restsumme, die sogenannte Schlusszahlung, für die Käufer oft eine Bankfinanzierung brauchen. Sie werden grundsätzlich erst Eigentümer, wenn Sie den Kaufpreis vollständig gezahlt haben und im Grundbuch als Eigentümer eingetragen sind. Beim Mietkauf brauchen Sie anfangs oft weniger Kredit, müssen später aber eine größere Summe aufbringen.

Verträge unterscheiden sich stark. Laufzeiten von zehn bis zwanzig Jahren kommen laut Anbieterangaben häufig vor, sind aber keine gesetzliche Vorgabe. Lassen Sie deshalb jede Zahlung im Vertrag eindeutig aufschlüsseln. Anzahlung und Nutzungsentgelt sollten getrennt ausgewiesen werden, ebenso Ansparanteil und Schlusszahlung.

Kaufpflicht oder Kaufoption

Beim verbindlichen Mietkauf verpflichten Sie sich bereits mit dem Vertrag zum späteren Kauf. Sie müssen den Kaufpreis dann nach den vereinbarten Bedingungen zahlen. Damit tragen Sie ein langfristiges finanzielles Risiko, besonders wenn sich Ihr Einkommen verändert oder Sie die Immobilie später nicht mehr übernehmen möchten.

Beim Optionsmietkauf erhalten Sie ein Recht, die Immobilie innerhalb einer vereinbarten Frist zu kaufen. Ob Sie die Option ausüben, entscheiden Sie später. Prüfen Sie genau, wie Sie die Option erklären müssen und was mit Anzahlung und Ansparbeträgen geschieht, wenn Sie darauf verzichten. Je nach Vertrag können bereits gezahlte Beträge ganz oder teilweise verfallen.

Was die Beispielrechnung zeigt

Laut einer Beispielrechnung von KSK Immobilien wird bei einem Mietkauf nur der vereinbarte Ansparanteil auf den Kaufpreis angerechnet. Das Nutzungsentgelt mindert die spätere Kaufsumme nicht.

Die Summe aller Zahlungen kann deshalb über dem Kaufpreis liegen. Kaufnebenkosten kommen noch hinzu.

Die Beispielrechnung zeigt, warum Sie die Mietkaufrate und eine gleich hohe Tilgung bei einem Bankkredit getrennt betrachten sollten. Vergleichen Sie die gesamten Mietkaufzahlungen mit den Kosten einer direkten Finanzierung und einer regulären Miete. Eine niedrige Anfangshürde bedeutet nicht automatisch einen günstigeren Kauf.

Für wen sich Mietkauf eignet

Mietkauf kann für Selbstständige oder Menschen mit unregelmäßigem Einkommen eine Möglichkeit sein, wenn Banken ihnen zunächst keinen passenden Kredit geben. Auch Käufer mit wenig Eigenkapital können Zeit gewinnen, um Rücklagen aufzubauen. Dafür müssen die monatlichen Zahlungen dauerhaft tragbar und die Schlusszahlung realistisch finanzierbar sein.

Eine Kaufoption kann außerdem sinnvoll sein, wenn Sie die Immobilie erst im Alltag kennenlernen möchten. Sie können während der Mietzeit besser einschätzen, ob Lage und Zustand zu Ihnen passen. Der vertraglich festgelegte Kaufpreis schafft Planungssicherheit, wenn der Marktpreis später steigt. Fällt der Marktwert, kann derselbe feste Preis für Sie ungünstig sein.

Mietkauf passt weniger gut, wenn Ihre Rücklagen knapp sind, Ihr Einkommen stark schwankt oder Sie keinen plausiblen Plan für die Schlusszahlung haben. Eine spätere Bankfinanzierung ist nicht automatisch zugesagt. Klären Sie früh mit einer Bank oder einer unabhängigen Finanzierungsberatung, ob die erwartete Restsumme voraussichtlich finanzierbar ist.

Diese Risiken kosten Geld

Die größte Kostenfalle ist eine Monatsrate, die höher wirkt als eine normale Miete, aber nur zu einem kleinen Teil den Kaufpreis senkt. Für den Kostenvergleich sollten Sie alle Zahlungen zusammenrechnen. Dazu gehören die Anzahlung und sämtliche Monatszahlungen. Rechnen Sie auch die Schlusszahlung und Kaufnebenkosten ein.

Auch Reparaturen können teuer werden. Der Vertrag kann Ihnen schon während der Mietzeit Pflichten für Instandhaltung oder Modernisierung übertragen, obwohl Sie noch nicht als Eigentümer im Grundbuch stehen. Regeln Sie schriftlich, wer größere Arbeiten beauftragt und bezahlt und ob Sie vor solchen Arbeiten eine Zustimmung brauchen.

Was bei Zahlungsverzug oder einem Abbruch passiert, richtet sich nach den Vertragsklauseln. Verzugszinsen und der Verlust bereits gezahlter Ansparbeträge sind mögliche Folgen; auch eine Kündigung kommt infrage. Prüfen Sie die Vertragsregeln zu Zahlungsverzug und Rücktritt. Klären Sie außerdem, was bei einer Kündigung oder finanziellen Schwierigkeiten einer Vertragspartei gilt.

Prüfen Sie auch, wie Ihr Anspruch im Grundbuch abgesichert wird. Eine Auflassungsvormerkung sichert den Anspruch auf die spätere Eigentumsübertragung. Sie schützt den Anspruch vor bestimmten späteren Verfügungen über die Immobilie, ersetzt aber weder die Eigentumsumschreibung noch die Prüfung bestehender Grundbuchbelastungen. Klären Sie, ob eine Vormerkung eingetragen wird, welchen Rang sie erhält und welche Grundschulden oder sonstigen Rechte bereits bestehen.

Steuern und Kaufnebenkosten

Zur Kalkulation gehören Grunderwerbsteuer sowie Notar- und Grundbuchkosten. Wann die Grunderwerbsteuer anfällt, hängt von der konkreten Vertragsgestaltung ab. Ein verbindlicher Vertrag über die spätere Übertragung kann bereits beim Vertragsabschluss steuerliche Folgen auslösen; bei einer Kaufoption lässt sich der Zeitpunkt nicht pauschal bestimmen. Lassen Sie die konkrete Gestaltung vor der Unterschrift steuerlich prüfen.

Auch für die Notar- und Grundbuchkosten sollten Sie eine konkrete Auskunft einholen. Die Kosten hängen von der Vertragsgestaltung ab; eine allgemeine Pauschale lässt sich nicht verlässlich angeben. Ob für den späteren Eigentumsübergang ein zweiter, eigenständiger Kaufvertrag nötig ist und zusätzliche Kosten anfallen, hängt von der Vertragsgestaltung ab.

Was vor der Unterschrift zu prüfen ist

Ein Grundstücksvertrag, in dem sich eine Partei zur Übertragung oder zum Erwerb von Eigentum verpflichtet, muss notariell beurkundet werden. Bei einer Kaufoption hängt die rechtliche Einordnung von ihrer konkreten Ausgestaltung ab. Verlassen Sie sich daher nicht auf mündliche Zusagen.

Prüfen Sie vor der Beurkundung diese Punkte:

  • Lassen Sie den Kaufpreis unabhängig bewerten, denn der Notar prüft nicht, ob der Preis wirtschaftlich angemessen ist.
  • Verlangen Sie eine vollständige Aufstellung aller Zahlungen und der verbleibenden Schlusszahlung.
  • Unterscheiden Sie klar zwischen verbindlicher Kaufpflicht und Kaufoption. Halten Sie auch Frist und Form für die Ausübung der Option fest.
  • Prüfen Sie Grundbuch, bestehende Belastungen und die geplante Absicherung durch eine Vormerkung.
  • Regeln Sie Reparaturen, Modernisierungen und laufende Kosten für die gesamte Mietzeit.
  • Lassen Sie die Schlussfinanzierung früh prüfen und klären Sie, was bei Zahlungsverzug, Kündigung oder Insolvenz geschieht.

Der Notar übernimmt die rechtliche Beurkundung und Abwicklung, vertritt aber nicht einseitig Ihre Interessen und bewertet nicht die Wirtschaftlichkeit des Geschäfts. Lesen Sie den Vertragsentwurf deshalb rechtzeitig und lassen Sie ihn bei Bedarf unabhängig rechtlich prüfen. Bei Verbraucherverträgen mit einem Unternehmen muss der Entwurf mindestens zwei Wochen vor der Beurkundung vorliegen.

Internet fürs Homeoffice: Wichtiges zu Upload und Stabilität

Für Videokonferenzen, Cloud-Dateien und den Zugriff auf den Firmenrechner zählt neben dem Download auch der Upload: Er gibt an, wie schnell Ihr Anschluss Daten von Ihrem Gerät ins Internet sendet. Dafür braucht Ihr Anschluss genug Upload-Geschwindigkeit und muss während des Arbeitstags stabil bleiben.

Eine Mindestgeschwindigkeit, die für jedes Homeoffice passt, gibt es nicht. Vergleichen Sie den Upload im Tarif, berücksichtigen Sie gleichzeitig genutzte Geräte und prüfen Sie die Verbindung an Ihrem Arbeitsplatz.

Wie viel Upload Sie brauchen

Videogespräche und das Teilen des Bildschirms nutzen Upload. Auch beim Versenden großer Dateien und beim Abgleichen von Cloud-Dateien werden Daten ins Internet gesendet. Wenn Sie mehrere dieser Aufgaben gleichzeitig nutzen, steht jeder weniger Upload-Leistung zur Verfügung.

Zoom empfiehlt für seine Web-App je nach Gesprächsart und Bildqualität unterschiedliche Geschwindigkeiten. Für Gruppenanrufe in hoher Videoqualität gibt Zoom beispielsweise 1,0 Mbit/s Upload und 0,6 Mbit/s Download an. Bei Gruppenanrufen in 720p, also einer höheren Videoauflösung, steigen die Empfehlungen auf 2,6 Mbit/s Upload und 1,8 Mbit/s Download. Zoom passt die Datenübertragung an die Verbindung an. Bei einer schlechteren Verbindung sinkt deshalb möglicherweise auch die Bildqualität. Diese Angaben gelten für Zoom-Szenarien und sind keine allgemeine Tarifempfehlung.

Zoom-Szenario Upload Download
Einzelgespräch, hohe Videoqualität 0,6 Mbit/s 0,6 Mbit/s
Einzelgespräch, 720p 1,2 Mbit/s 1,2 Mbit/s
Gruppenanruf, hohe Videoqualität 1,0 Mbit/s 0,6 Mbit/s
Gruppenanruf, 720p 2,6 Mbit/s 1,8 Mbit/s

Berücksichtigen Sie bei der Tarifwahl, wie der ganze Haushalt das Internet nutzt. Wenn während Ihrer Videokonferenz jemand Dateien hochlädt oder ein weiteres Gespräch führt, steht für Ihren Anruf weniger Upload zur Verfügung. Prüfen Sie deshalb neben den Tarifangaben auch, wie viele Personen und Geräte gleichzeitig online sind.

Niedrige Werte aus Untersuchungen zu gesetzlichen Mindestanforderungen sind keine Kaufempfehlung für komfortables Arbeiten. Die Bundesnetzagentur hat in einem solchen Zusammenhang unter anderem 7,7 Mbit/s Download und 1,3 Mbit/s Upload abgeleitet. Diese Werte beziehen sich auf ausgewählte Nutzungsszenarien und einen Mindestversorgungskontext. Sie sagen nicht aus, dass dieser Anschluss für jede moderne Videokonferenz oder einen Haushalt mit mehreren Nutzern genügt.

Woran Sie Stabilität erkennen

Auch bei einer hohen Datenrate kann es zu Aussetzern kommen. Bei Sprach- und Videoanrufen zählen auch Verzögerungen und Schwankungen in der Übertragung. Latenz bezeichnet die Zeit, die Daten für den Weg zwischen Ihrem Gerät und dem Gegenüber benötigen. Jitter sind Schwankungen dieser Laufzeit. Paketverlust bedeutet, dass Teile der übertragenen Daten nicht ankommen.

Laut Microsoft führen starker Jitter und Paketverlust unter anderem zu abgehackter Sprache oder fehlenden Wörtern. Bei langen Verzögerungen treffen Antworten verspätet ein und Gespräche werden unnatürlich. Für Zoom-Meetings und -Telefonate gelten laut Zoom höchstens 150 Millisekunden Latenz, höchstens 40 Millisekunden Jitter und höchstens zwei Prozent Paketverlust als Richtwerte. Diese Angaben beziehen sich auf Zoom und garantieren keine störungsfreie Verbindung in jeder Anwendung.

Prüfen Sie die Verbindung mehrmals zu den Zeiten, zu denen Sie tatsächlich arbeiten. Achten Sie während eines Videogesprächs darauf, ob die Sprache abbricht, Antworten verzögert eintreffen oder Warnhinweise zur Netzwerkqualität erscheinen. Ein einzelner Speedtest zeigt nur einen Moment und belegt weder die Stabilität über den ganzen Arbeitstag noch für sich allein eine Abweichung von der vertraglichen Leistung.

WLAN am Schreibtisch prüfen

Ein guter Internetanschluss hilft wenig, wenn das WLAN am Arbeitsplatz schwach ist. Stellen Sie den Router möglichst zentral und mit wenigen Hindernissen zum Schreibtisch auf. Testen Sie die Verbindung direkt dort, wo Sie telefonieren, statt nur neben dem Router zu messen.

Das 2,4-GHz-Band reicht in der Regel weiter und kommt besser durch Wände, wird aber häufiger von anderen Geräten und WLAN-Netzen genutzt. Das 5-GHz-Band bietet oft höhere Geschwindigkeiten und ist weniger überlastet. Seine Reichweite ist aber kürzer, und Wände schwächen das Signal stärker. Welches Band besser funktioniert, hängt deshalb von der Wohnung und dem Standort ab.

Bei wichtigen Gesprächen lohnt sich ein Test mit Netzwerkkabel. Ein Netzwerkkabel zwischen Computer und Router vermeidet Störungen auf der WLAN-Strecke und macht diesen Teil der Verbindung zuverlässiger. Sie behebt allerdings keine Störung beim Internetanbieter oder auf der weiteren Strecke durchs Netz. Wenn ein Kabel nicht praktikabel ist, testen Sie einen anderen Routerstandort oder prüfen Sie, ob ein Repeater den Empfang am Arbeitsplatz verbessert.

VPN und Router prüfen

Wenn Sie für den Zugriff auf das Firmennetz ein VPN nutzen, testen Sie die Verbindung auch damit. Ein VPN ist eine verschlüsselte Verbindung zum Unternehmensnetz. Laut Bundesnetzagentur zählen VPN-Verbindungen und Cloud-Dienste zu typischen Anwendungen im Homeoffice; sie nennt auch Datenaustausch und Videokonferenzen. Das VPN kann zusätzliche Daten übertragen. Umgehen Sie keine Vorgabe Ihres Arbeitgebers, um einen Geschwindigkeitstest zu verbessern.

Halten Sie die Router-Firmware, also die Software im Router, und die Netzwerktreiber aktuell. Netzwerktreiber sind Programme, mit denen der Computer seine Netzwerkgeräte nutzt. Wenn mehrere Geräte gleichzeitig online sind, prüfen Sie zuerst, wo die Verbindung langsam wird: beim WLAN, am Router oder am Internetanschluss. Ein neuer Router kann eine schwache WLAN-Verbindung verbessern, ersetzt aber keine ausreichende Leistung des Internetanschlusses.

Internetanschluss im Homeoffice testen

Vergleichen Sie die Messwerte mit der vertraglich angegebenen Leistung für Download und Upload. Testen Sie die Verbindung am Arbeitsplatz und zu den Zeiten, zu denen Sie normalerweise arbeiten. Wenn der Anschluss per WLAN langsam wirkt, wiederholen Sie die Messung mit einem Netzwerkkabel. So lässt sich besser unterscheiden, ob das WLAN oder der Internetanschluss bremst.

Wenn Sie offiziell belegen wollen, dass Ihre Festnetzleistung zu niedrig ist, bietet die Bundesnetzagentur ein eigenes Messverfahren an. Dafür müssen Sie innerhalb von 14 Tagen 30 Messungen durchführen: an drei verschiedenen Kalendertagen jeweils zehn. Halten Sie sich an die technischen Vorgaben des Verfahrens. Ein gewöhnlicher Speedtest ersetzt dieses Messprotokoll nicht.

DSL für Familien: Welche Bandbreite reicht für alle?

Wenn mehrere Personen gleichzeitig streamen, Videokonferenzen führen oder Dateien hochladen, teilen sie sich die verfügbare Bandbreite. 100 Mbit/s im Download sind für viele Familien ein guter Ausgangspunkt. Bei mehreren Videokonferenzen, 4K-Streams oder großen Dateiübertragungen bieten bis zu 250 Mbit/s mehr Reserve, sofern der Tarif an Ihrer Adresse verfügbar ist.

Mbit/s geben an, wie viele Daten pro Sekunde übertragen werden. Wie viel tatsächlich ankommt, hängt auch vom Anschluss und vom WLAN ab.

Was parallel läuft, zählt

Alle aktiven Geräte im Haushalt teilen sich die verfügbare Bandbreite des DSL-Anschlusses. Ihr Bedarf hängt von der jeweiligen Nutzung ab. Ein Smartphone braucht wenig Bandbreite, wenn es nur Nachrichten empfängt. Ein laufender Film oder ein großer Cloud-Upload benötigt deutlich mehr.

Auch die Richtung der Übertragung ist wichtig: Beim Streamen und Herunterladen zählt vor allem der Download. Beim Hochladen von Fotos, bei Cloud-Sicherungen und bei Videogesprächen spielt der Upload eine Rolle. Bei Videokonferenzen müssen Daten in beide Richtungen fließen. Ein guter Downloadwert allein sagt deshalb wenig über die Qualität mehrerer gleichzeitiger Gespräche aus.

Bandbreite für Streams und Videokonferenzen

Die folgenden Werte gelten jeweils für einen einzelnen Stream oder Gruppenanruf. Netflix empfiehlt für einzelne Streams diese Geschwindigkeiten:

Nutzung Empfohlene Geschwindigkeit
Netflix in HD mit 720p 3 Mbit/s
Netflix in Full HD mit 1080p 5 Mbit/s
Netflix in UHD mit 4K 15 Mbit/s

Für einen Gruppenanruf mit 1080p über die Zoom-Web-App nennt Zoom rund 3 Mbit/s im Download und 3,8 Mbit/s im Upload. Die Werte sind Empfehlungen der jeweiligen Anbieter für bestimmte Nutzungen. Sie sind keine pauschale Mindestgeschwindigkeit für einen ganzen Haushalt.

So berechnen Sie den Bedarf, wenn mehrere Personen die Angebote gleichzeitig nutzen: Zwei 4K-Streams kommen nach Netflix’ Richtwert zusammen auf etwa 30 Mbit/s im Download. Zwei Zoom-Gruppenanrufe mit 1080p benötigen zusätzlich rund 6 Mbit/s im Download und 7,6 Mbit/s im Upload. Das ergibt rechnerisch etwa 36 Mbit/s Download und 7,6 Mbit/s Upload. Weitere Geräte und ein schwankender Bedarf sind in der Rechnung noch nicht berücksichtigt. Auch die tatsächliche Anschlussleistung bleibt unberücksichtigt.

Welcher Tarif passt?

50 Mbit/s können reichen, wenn Sie überwiegend surfen, Nachrichten abrufen und gelegentlich streamen. Wenn mehrere Personen regelmäßig gleichzeitig viel streamen, Dateien übertragen oder Videokonferenzen führen, wird der Spielraum knapper.

100 Mbit/s sind für viele Familien ein sinnvoller Orientierungswert. Damit haben mehrere Personen mehr Spielraum, gleichzeitig online zu sein. Eine störungsfreie Nutzung ist dadurch aber nicht in jeder Wohnung garantiert. Bis zu 250 Mbit/s kommen infrage, wenn häufig mehrere Videokonferenzen und Streams parallel laufen oder große Dateien übertragen werden. Prüfen Sie vor dem Abschluss, ob diese Geschwindigkeit an Ihrer Adresse verfügbar ist.

Vergleichen Sie dabei auch den Upload. Er ist besonders relevant, wenn mehrere Personen im Homeoffice arbeiten, gleichzeitig Videoanrufe führen oder regelmäßig Dateien in eine Cloud laden. Im Produktinformationsblatt des Anbieters stehen für Download und Upload jeweils die maximale, normalerweise verfügbare und minimale Datenrate. Prüfen Sie außerdem Laufzeit und Gesamtkosten des Vertrags.

WLAN und DSL getrennt prüfen

Ein langsames Gerät beweist nicht, dass der DSL-Anschluss zu langsam ist. Der Router überträgt die Internetverbindung per WLAN zu den Geräten. Wände, die Entfernung zum Router, Funkstörungen oder ein veralteter Router können die Geschwindigkeit einzelner Geräte senken.

Prüfen Sie zuerst, ob alle Geräte betroffen sind oder nur eines. Achten Sie auch darauf, ob das Problem in bestimmten Zimmern auftritt. Wenn die Verbindung in Routernähe funktioniert, in einem anderen Raum aber abbricht oder deutlich langsamer ist, reicht das WLAN-Signal dort wahrscheinlich nicht aus. Ein anderer Standort für den Router oder zusätzliche WLAN-Abdeckung kann helfen. Ein Repeater verbessert jedoch nicht die Geschwindigkeit, die über den DSL-Anschluss ins Haus kommt.

Messen Sie die Geschwindigkeit des Festnetzanschlusses zuverlässig, indem Sie einen Computer per Netzwerkkabel mit dem Router verbinden. Ein WLAN-Test zeigt dagegen, wie schnell die Verbindung am jeweiligen Ort und Gerät ist, eignet sich aber nicht als formaler Nachweis der Anschlussleistung. Das Festnetz-Messverfahren der Bundesnetzagentur verlangt 30 Messungen an drei verschiedenen Kalendertagen innerhalb von 14 Tagen. Liegen die Messwerte deutlich unter den vertraglich angegebenen Raten, sprechen Sie mit Ihrem Anbieter über die Abweichung.

Künstlersozialkasse: Voraussetzungen und Antrag für Kreative

Wenn Sie selbständig künstlerisch oder publizistisch arbeiten, können Sie sich über die Künstlersozialkasse (KSK) gesetzlich renten-, kranken- und pflegeversichern. Dafür muss Ihre Tätigkeit dauerhaft angelegt sein und Sie müssen voraussichtlich ein Arbeitseinkommen über der geltenden Mindestgrenze erzielen.

Die KSK ist keine Krankenkasse. Sie prüft, ob Sie die Voraussetzungen erfüllen, berechnet Ihren Beitragsanteil und leitet die Beiträge an die zuständigen Versicherungen weiter. Ob Ihre Tätigkeit anerkannt wird, entscheidet sie anhand Ihrer Arbeit und Ihrer Nachweise.

Voraussetzungen für die KSK-Versicherung

Für die Versicherung müssen Sie selbständig künstlerisch oder publizistisch arbeiten. Ihre Tätigkeit muss dauerhaft angelegt sein und dem Ziel dienen, Einnahmen zu erzielen. Eine gelegentliche kreative Beschäftigung, mit der Sie kein Geld verdienen wollen, reicht daher nicht aus.

Die KSK prüft die tatsächliche Tätigkeit, nicht allein Ihre Berufsbezeichnung. Eine abgeschlossene Ausbildung ist keine allgemeine Voraussetzung. Eine Gewerbeanmeldung ist für die Aufnahme nicht erforderlich und steht ihr nicht entgegen. Auch die Arbeit in einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) ist mit der Versicherung grundsätzlich vereinbar.

Wenn Sie im Zusammenhang mit Ihrer künstlerischen oder publizistischen Tätigkeit mehr als eine Person beschäftigen, für die Sozialversicherungspflicht besteht, sind Sie grundsätzlich von der Versicherung nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz ausgeschlossen. Für Auszubildende und geringfügig Beschäftigte gelten Ausnahmen.

Welche Tätigkeiten zählen

Die KSK ordnet künstlerische und publizistische Tätigkeiten den Bereichen Wort, Musik, bildende Kunst und Design sowie darstellende Kunst zu. Dazu zählen zum Beispiel Schreiben, Journalismus, Übersetzen, Illustration, Grafik- und Kommunikationsdesign, Fotografie, Komposition, Gesang, Schauspiel, Tanz, Regie und Choreografie. Auch das Unterrichten von Musik, Kunst oder Publizistik kann dazugehören.

Die Liste ist nicht vollständig. Entscheidend ist, was Sie tatsächlich tun und wie Sie damit Einnahmen erzielen. Bei einer Mischung aus Gestaltung und handwerklicher Herstellung kommt es deshalb auf den konkreten Arbeitsanteil an. Beschreiben Sie im Antrag Ihre Aufgaben und legen Sie Arbeitsproben oder Aufträge vor, statt sich nur auf eine Berufsbezeichnung zu verlassen.

Welche Einkommensgrenze gilt

Für die reguläre Versicherung muss Ihr voraussichtliches Arbeitseinkommen aus der selbständigen künstlerischen oder publizistischen Tätigkeit die geltende Mindestgrenze überschreiten. Die Grenze gilt für das Kalenderjahr. Wenn Sie nur einen Teil des Jahres arbeiten, wird sie anteilig berechnet.

Mit Arbeitseinkommen ist grundsätzlich der vom Finanzamt berechnete Gewinn gemeint: Ihre Einnahmen abzüglich der beruflichen Betriebsausgaben. Umsatz und das gesamte zu versteuernde Einkommen sind davon zu unterscheiden. Honorare, Gagen, Verkaufserlöse und Lizenzeinnahmen können zum Arbeitseinkommen gehören. Kosten, die beruflich anfallen und steuerlich anerkannt sind, mindern den Gewinn.

Für Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger gilt während der ersten drei Jahre nach Aufnahme der selbständigen künstlerischen oder publizistischen Tätigkeit eine Sonderregel. In dieser Zeit kann die Versicherung auch bei einem voraussichtlichen Einkommen unter der regulären Grenze möglich sein.

Wenn Sie bereits über die KSK versichert sind, führt ein Unterschreiten der Grenze nicht automatisch zum Ende der Versicherung. Die Versicherungspflicht bleibt bestehen, solange Sie die Grenze innerhalb von sechs Kalenderjahren nicht mehr als zweimal unterschreiten. Unterschreitungen in den Jahren 2020 bis 2022 werden bei dieser Zählung nicht berücksichtigt.

Die Einkommensgrenze legt die Mindesthöhe für die Aufnahme in die Versicherung fest und setzt keine allgemeine Obergrenze für Ihr Einkommen. Die Beiträge richten sich nach dem gemeldeten Arbeitseinkommen. Ändert sich Ihre Einkommensprognose, sollten Sie die KSK für die Zukunft informieren. Laut KSK werden Ihre Beiträge wegen einer später geänderten Schätzung nicht rückwirkend angepasst.

So stellen Sie den Antrag

Bei der KSK erhalten Sie die Anmeldeunterlagen und einen Fragebogen. Damit prüft die KSK, ob Sie versicherungspflichtig sind. Sie können die Anmeldung online beginnen. Bei der Online-Meldung wird unter anderem das Meldedatum festgehalten. Sie müssen trotzdem den Fragebogen ausfüllen und die erforderlichen Nachweise einreichen. Vollständige, unterschriebene Unterlagen müssen Sie per Post einreichen; per E-Mail eingesandte Anträge bearbeitet die KSK nicht.

  1. Melden Sie Ihre Tätigkeit bei der KSK. Notieren Sie den Meldetag, wenn Sie bereits selbständig arbeiten und möglichst früh versichert sein möchten. Das bloße Herunterladen der Unterlagen gilt nicht als Meldung.
  2. Füllen Sie den Fragebogen aus. Beschreiben Sie Ihren Tätigkeitsbereich, den Beginn Ihrer Selbständigkeit, Ihr voraussichtliches Arbeitseinkommen und gegebenenfalls weitere berufliche Tätigkeiten oder Beschäftigte.
  3. Belegen Sie Ihre Arbeit. Als Nachweise eignen sich zum Beispiel Verträge, Honorarabrechnungen, eigene Rechnungen mit Zahlungsnachweisen, eine Website, Werbematerial sowie Belege zu Veröffentlichungen, Ausstellungen, Konzerten und Aufführungen. Laut aktuellem Fragebogen sollen Sie höchstens 30 Seiten mit Nachweisen zu Ihrer Tätigkeit einreichen.
  4. Senden Sie die Unterlagen unterschrieben per Post ein. Halten Sie Ihre bisherige Krankenversicherung aufrecht, bis die KSK über Ihre Aufnahme entschieden hat. So vermeiden Sie eine Versicherungslücke.

Wenn Sie zum Zeitpunkt der Meldung bereits selbständig und erwerbsmäßig arbeiten, beginnt die Versicherung grundsätzlich nicht vor dem Meldetag. Haben Sie die Unterlagen schon vor Aufnahme der Tätigkeit angefordert, kann der Tätigkeitsbeginn maßgeblich sein. Die KSK gibt keine feste Bearbeitungsdauer an.

Wie die KSK-Beiträge finanziert werden

Wenn die KSK Sie aufnimmt, zahlen Sie Ihren Anteil an den Beiträgen für Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung. Die KSK leitet ihn an die zuständigen Versicherungsträger weiter. Sie tragen ungefähr die Hälfte der Beiträge. Den Rest finanzieren die Künstlersozialabgabe von Unternehmen, die künstlerische oder publizistische Leistungen verwerten, und ein Bundeszuschuss.