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DSL-Vertrag verlängern oder wechseln: Sparen als Bestandskunde

Nach Ende der Mindestlaufzeit läuft Ihr DSL-Vertrag in der Regel weiter. Dann können Sie ihn mit einer Frist von einem Monat kündigen. Wenn Sie ein neues Angebot annehmen, beginnt möglicherweise eine neue Mindestlaufzeit.

Prüfen Sie, welche Leistungen Sie brauchen und was die Tarife insgesamt kosten. Fragen Sie Ihren Anbieter nach einem konkreten Angebot für Bestandskunden und sehen Sie nach, welche Tarife an Ihrer Adresse verfügbar sind. Vergleichen Sie die Kosten über denselben Zeitraum – einschließlich späterer Monatskosten, Router und einmaliger Gebühren.

Vertrag und Kosten prüfen

Schauen Sie zuerst in Ihr Kundenkonto und auf die letzte Rechnung. Notieren Sie, wann die Mindestlaufzeit endet, welche Kündigungsfrist gilt und wie viel Sie tatsächlich zahlen. Ein Tarif, der anfangs günstig ist, kann später mehr kosten, wenn ein befristeter Rabatt endet oder Gebühren für Router, Fernsehen oder andere Optionen dazukommen.

Prüfen Sie auch, welche Geschwindigkeit Sie wirklich brauchen. Wenn Sie regelmäßig mit deutlich weniger Geschwindigkeit auskommen, als Ihr Tarif bietet, lohnt sich ein günstigerer Tarif mit passender Geschwindigkeit. Die verfügbaren Anschlüsse und Preise hängen von Ihrer Adresse ab. Prüfen Sie deshalb jeden Tarif für Ihren konkreten Wohnort.

Ein neu abgeschlossener Vertrag darf anfangs höchstens 24 Monate laufen. Anbieter müssen Ihnen auch einen Vertrag mit höchstens zwölf Monaten Laufzeit anbieten. Lassen Sie sich vor der Zusage die Vertragszusammenfassung geben. Sie enthält unter anderem Preise und Leistungen. Außerdem nennt sie die Laufzeit sowie die Kündigungsbedingungen.

DSL-Angebote vergleichen

Fragen Sie Ihren bisherigen Anbieter nach einem konkreten Angebot für eine Verlängerung oder einen Tarifwechsel. Bitten Sie um die vollständigen Konditionen, insbesondere den Preis während einer Rabattphase und danach. Ein Treuerabatt ist nicht garantiert. Wie gut das Angebot ausfällt, hängt vom Anbieter und Ihrer Situation ab.

Vergleichen Sie anschließend externe Angebote für Ihre Adresse. Vergleichen Sie beide Tarife möglichst über denselben Zeitraum und mit ähnlichen Leistungen. Eine einfache Rechnung hilft:

Gesamtkosten = Monatsentgelte über den Vergleichszeitraum + einmalige Gebühren + Router- und Zusatzkosten − sicher zugesagte Rabatte oder Boni

Ein Tarif kostet zum Beispiel im ersten Jahr monatlich 19,99 Euro und im zweiten Jahr 44,99 Euro. Über 24 Monate zahlen Sie dafür 779,76 Euro. Ein Tarif, der durchgehend 39,99 Euro im Monat kostet, kommt im selben Zeitraum auf 959,76 Euro. Im Rechenbeispiel ist der erste Tarif 180 Euro günstiger. Zusätzliche Gebühren oder unterschiedliche Leistungen können das Ergebnis verändern.

Rechnen Sie Wechsel- und Kombivorteile nur ein, wenn Sie die Bedingungen erfüllen und den Bonus sicher bekommen. Bei einem Paket mit Mobilfunk oder Fernsehen zählen auch die Kosten dieser Verträge. Ein Rabatt auf den DSL-Anteil spart dem Haushalt nur dann Geld, wenn Sie die weiteren Leistungen ohnehin benötigen.

DSL-Vertrag verlängern oder wechseln

Eine Verlängerung oder ein Tarifwechsel beim bisherigen Anbieter passt, wenn Sie die Leistungen behalten möchten und der Gesamtpreis günstig ist. Prüfen Sie, ob das Angebot eine neue Mindestlaufzeit mit sich bringt. Die einmonatige Kündigungsfrist gilt für den Vertrag, der nach Ende der Erstlaufzeit automatisch weiterläuft. Sie gilt nicht automatisch auch für einen neuen Vertrag, den Sie annehmen.

Ein Wechsel lohnt sich eher, wenn ein anderer Anbieter für vergleichbare Leistungen über denselben Zeitraum klar günstiger ist oder Ihr bisheriger Tarif nicht mehr zu Ihrem Bedarf passt. Berücksichtigen Sie dabei auch die Routerkosten und mögliche einmalige Gebühren. Denken Sie außerdem an den Aufwand für den Wechsel. Wenn Ihr aktueller Tarif einen sinnvollen Kombivorteil enthält, vergleichen Sie auch, ob der Wechsel diesen Vorteil beendet.

DSL-Anbieterwechsel planen

Klären Sie vor der Bestellung, ob der neue Anbieter Ihren bisherigen Vertrag kündigt und wie er den Wechseltermin bestätigt. Der genaue Ablauf hängt vom Angebot und vom Verfahren des Anbieters ab. Behalten Sie auch Mietgeräte und Zusatzoptionen im Blick.

Bei einem rechtzeitig eingeleiteten Anbieterwechsel muss der bisherige Anbieter Sie grundsätzlich bis zur Umschaltung weiter versorgen. Am Umschalttag darf es zu einer Unterbrechung kommen. Dauert eine ungewollte Unterbrechung länger als einen Arbeitstag und sind die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt, besteht ein Anspruch auf Entschädigung. Sie beträgt mindestens 10 Euro pro Arbeitstag oder 20 Prozent des Monatsentgelts, je nachdem, welcher Betrag höher ist.

Zu geringe DSL-Geschwindigkeit

Wenn Ihr Anschluss dauerhaft langsamer ist als vertraglich vereinbart, messen und dokumentieren Sie die Geschwindigkeit mit dem Verfahren der Bundesnetzagentur. Ein zuverlässiger Nachweis, dass der Anschluss die Vertragsbedingungen nicht erfüllt, kann die Grundlage für eine Preisminderung oder eine außerordentliche Kündigung sein. Der bloße Eindruck, dass das Surfen langsam ist, reicht dafür nicht aus.