Ein HD-Stream braucht oft nur wenige Mbit/s. Als Richtwert für den Tarif gelten 25 Mbit/s. Für 4K und die gleichzeitige Nutzung weiterer Geräte sind 50 Mbit/s angesetzt; bei mehreren Streams sind es 100 Mbit/s.
Mbit/s bedeutet Megabit pro Sekunde und gibt die Übertragungsgeschwindigkeit an. Neben dem Tarif zählt, wie viel davon tatsächlich am Fernseher ankommt. Ein Smart-TV hat keinen festen Geschwindigkeitsbedarf: Entscheidend sind der Streamingdienst, die Bildqualität und die Zahl der gleichzeitig genutzten Geräte.
Welche Geschwindigkeit ein Stream braucht
Die Empfehlungen unterscheiden sich je nach Anbieter und Gerät. Netflix nennt für Full HD mit 1080p mindestens 5 Mbit/s und für 4K 15 Mbit/s. YouTube empfiehlt für 1080p 5 Mbit/s und für 4K 20 Mbit/s. Für den MagentaTV Stick der zweiten Generation empfiehlt die Telekom mindestens 10 Mbit/s für HD und 25 Mbit/s für 4K mit HDR.
Diese Werte gelten für den jeweiligen Stream oder das jeweilige Gerät. Sie empfehlen keinen bestimmten Tarif für den ganzen Haushalt. Netflix weist zudem darauf hin, dass eine langsame oder instabile Verbindung die Bildqualität senken kann. Das Video läuft dann vielleicht weiter, erreicht aber nicht dauerhaft die gewünschte Auflösung.
Diese Richtwerte helfen bei der Tarifwahl:
| Nutzung im Haushalt | Sinnvolle Tarifgröße als Orientierung |
|---|---|
| Ein HD-Stream, kaum weitere Internetnutzung | 25 Mbit/s |
| Ein 4K-Stream oder Streaming mit normaler Nutzung weiterer Geräte | 50 Mbit/s |
| Mehrere Streams, häufig 4K oder parallele große Downloads | 100 Mbit/s oder mehr |
Diese Richtwerte sind Empfehlungen und keine verbindlichen Mindestwerte. Bei einem 16-Mbit/s-Tarif wird es für einen einzelnen HD-Stream knapp, sobald andere Geräte gleichzeitig Daten übertragen. Ein 50-Mbit/s-Tarif bietet für einen 4K-Stream mehr Reserve. Am Fernseher stehen trotzdem nicht immer 50 Mbit/s zur Verfügung.
IPTV hängt vom Anbieter ab
IPTV bezeichnet Fernsehen, das über das Internet übertragen wird. Dazu gehören unterschiedliche Angebote, etwa Live-TV über einen Receiver des Anbieters oder eine Fernseh-App. Deshalb gibt es keine einzelne Geschwindigkeit, die für alle IPTV-Angebote gilt.
Die Telekom nennt für die MagentaTV One idealerweise mehr als 6 Mbit/s. Für den MagentaTV Stick der zweiten Generation empfiehlt sie mindestens 10 Mbit/s für HD und 25 Mbit/s für 4K mit HDR. Ältere Angaben zu MagentaTV-Receivern nennen 9 Mbit/s je HD-Stream und 28 Mbit/s je UHD-Stream. Diese Werte gelten jeweils für die beschriebenen Geräte und Angebote.
Wenn mehrere Streams gleichzeitig laufen, brauchen sie zusammen mehr Geschwindigkeit. Für eine bestimmte Nutzung von MagentaTV nennt die Telekom mindestens 27 Mbit/s für drei HD-Live-Streams gleichzeitig. Prüfen Sie deshalb die Anforderungen des eigenen Anbieters und rechnen Sie weitere Geräte im Haushalt mit ein.
Geschwindigkeit am Fernseher prüfen
Ein Tarif mit einer beworbenen Maximalgeschwindigkeit liefert nicht automatisch genau diesen Wert. Die tatsächliche Geschwindigkeit hängt unter anderem von der Leitung und ihrer Länge ab. Auch die gleichzeitige Nutzung spielt eine Rolle, ebenso die Verbindung zwischen Router und Fernseher. Das WLAN kann bremsen, auch wenn der DSL-Anschluss genügend Leistung liefert.
Testen Sie bei Bildaussetzern zuerst die Verbindung am Fernseher oder am verwendeten Streaminggerät. Ein Geschwindigkeitstest am Smartphone neben dem Router sagt wenig darüber aus, wie schnell das Signal am Fernseher ankommt. Wenn möglich, verbinden Sie das TV-Gerät testweise per Netzwerkkabel mit dem Router. Wird das Bild dadurch besser, ist wahrscheinlich das WLAN die Ursache.
DSL-Tarife für Streaming vergleichen
Prüfen Sie zuerst die Verfügbarkeit an Ihrer Adresse. Der Name eines Tarifs verrät nicht allein, welche Geschwindigkeit er bietet. Im Produktinformationsblatt des Anbieters finden Sie für Download und Upload jeweils drei Datenraten. Eine gibt das Minimum an, eine die normalerweise verfügbare Rate und eine das Maximum. Für Streaming zählt vor allem der Download; der Upload wird wichtiger, wenn im Haushalt häufig Videokonferenzen oder größere Dateiübertragungen stattfinden.
Vergleichen Sie die normalerweise verfügbare und die minimale Downloadrate mit dem Bedarf Ihres Haushalts. Im Produktinformationsblatt eines MagentaZuhause-M-Tarifs mit VDSL 50 und Versionsstand vom 4. April 2023 standen beispielsweise 50 Mbit/s als Maximum, 47 Mbit/s als normalerweise verfügbare und 27,9 Mbit/s als minimale Downloadrate. Diese Angaben gelten nur für dieses Produkt und den genannten Stand. Sie sind keine allgemeinen Werte für heutige 50-Mbit/s-Tarife.
Achten Sie außerdem auf die monatlichen Kosten, die Vertragslaufzeit, die Bedingungen für Verlängerung und Kündigung sowie mögliche Begrenzungen des Datenvolumens. Prüfen Sie auch, ob Router oder Modem im Preis enthalten sind. So vergleichen Sie nicht nur die beworbene Geschwindigkeit, sondern die tatsächlichen Vertragsbedingungen.
Wenn die Verbindung dauerhaft deutlich langsamer ist als vereinbart, können Sie die Breitbandmessung der Bundesnetzagentur für einen Nachweis nutzen. Dafür gelten ein festgelegtes Messverfahren und die Vertragswerte aus dem Produktinformationsblatt.
