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Internet einrichten: Vom Router-Anschluss zum ersten Login

Nach dem Anschließen richten Sie den Internetzugang ein und verbinden Ihre Geräte mit dem WLAN. Die Schritte hängen davon ab, ob Sie DSL, Kabel oder Glasfaser nutzen und welchen Router Ihr Anbieter vorgibt.

Es gibt drei Arten von Zugangsdaten: Mit dem Gerätepasswort öffnen Sie die Router-Einstellungen. Der WLAN-Schlüssel verbindet Handy oder Computer mit dem Funknetz. Die Zugangsdaten für den Internetanschluss erhält der Router je nach Anbieter automatisch oder Sie müssen sie bei der manuellen Einrichtung eingeben.

1. Anschluss und Router prüfen

Prüfen Sie zuerst, ob Ihr Router zu Ihrem Anschluss passt. Ein DSL-Anschluss braucht einen Router mit DSL-Modem. Für Kabel benötigen Sie einen kompatiblen Kabelrouter. Bei Glasfaser verbindet sich der Router entweder direkt mit der Glasfaserdose oder über ein separates Modem, oft ONT genannt. Dieses Gerät wandelt das Glasfasersignal für den Router um.

Wenn Sie einen eigenen Kabelrouter nutzen, muss Ihr Anbieter ihn möglicherweise erst freischalten. Lesen Sie deshalb die Auftragsunterlagen und die Anleitung für Ihr Routermodell, bevor Sie Kabel einstecken. Die Buchsen und Anschlusswege unterscheiden sich je nach Gerät.

Prüfen Sie auch den Bereitstellungstermin: Ein korrekt angeschlossener Router geht nicht online, solange der Anbieter den Anschluss noch nicht freigeschaltet hat. Manche Anbieter verlangen zusätzlich eine Aktivierung über eine App, einen Link oder einen Code.

2. Router anschließen und starten

Verbinden Sie den Router gemäß der Geräteanleitung mit der passenden Anschlussdose oder dem Glasfasermodem. Schließen Sie ihn anschließend an den Strom an und warten Sie, bis der Start abgeschlossen ist. Welche Anzeige den Verbindungsstatus meldet und wie sie leuchten oder blinken soll, hängt vom Modell ab. Vergleichen Sie die LEDs daher mit der Anleitung Ihres Routers.

Warten Sie, bis der Router den Anschluss gefunden hat. Bei einem beschriebenen Vodafone-Ablauf für einen eigenen Kabelrouter kann es bis zu zehn Minuten dauern, bis die Anzeige für Strom und Kabel dauerhaft leuchtet. Diese Wartezeit gilt für den beschriebenen Vodafone-Ablauf, nicht für alle Router.

3. Router-Einstellungen öffnen

Verbinden Sie ein Handy oder einen Computer mit dem Router. Für die erste Einrichtung reicht meist WLAN; alternativ schließen Sie den Computer mit einem Netzwerkkabel an. Öffnen Sie dann einen Browser und geben Sie die lokale Adresse des Routers ein. Sie finden sie in der Anleitung. Diese Adresse führt zu den Router-Einstellungen in Ihrem Heimnetz.

Die Adresse hängt vom Router ab. Bei bestimmten Speedport-Modellen lautet sie zum Beispiel http://speedport.ip. Für einige FRITZ!Box-Einrichtungen wird http://fritz.box verwendet. Diese Adressen gelten nicht für jeden Router. Wenn die Einstellungsseite nicht erscheint, prüfen Sie, ob Ihr Gerät tatsächlich mit diesem Router verbunden ist und ob die Adresse zum Modell passt.

Melden Sie sich mit dem Gerätepasswort an. Es steht bei vielen Routern auf dem Typenschild oder in den mitgelieferten Unterlagen, sofern es noch nicht geändert wurde. Der WLAN-Schlüssel ist ein anderes Passwort und öffnet normalerweise nicht die Router-Einstellungen. Bei manchen Modellen führt eine App durch die Einrichtung, statt ein Browsermenü zu verwenden.

4. Internetzugang einrichten

Starten Sie den Einrichtungsassistenten oder die App Ihres Anbieters, wenn diese für Ihren Router vorgesehen ist. Der Assistent richtet den Internetzugang häufig automatisch ein. Folgen Sie dabei den Anweisungen auf dem Bildschirm und verwenden Sie nur die Angaben aus Ihren Vertrags- oder Anschlussunterlagen.

Verlangt der Router eine manuelle Einrichtung, tragen Sie die Zugangsdaten und technischen Werte Ihres eigenen Anbieters ein. Je nach Anschluss brauchen Sie dafür Zugangsdaten oder Angaben wie eine VLAN-ID, eine Kennnummer für das Netz des Anbieters. Diese Werte unterscheiden sich nach Anbieter und Anschluss. Übernehmen Sie sie deshalb nicht aus einer Anleitung für ein anderes Modell oder einen anderen Tarif.

Wird die Aktivierung abgelehnt, prüfen Sie zuerst, ob der Bereitstellungstermin erreicht ist und ob Sie den Anschluss beim Anbieter freischalten müssen. Bleibt der Router trotz passender Daten offline, wenden Sie sich an den Anbieter, bevor Sie die Einstellungen zurücksetzen.

5. Geräte mit dem WLAN verbinden

Öffnen Sie am Handy, Tablet oder Computer die WLAN-Einstellungen. Wählen Sie den WLAN-Namen Ihres Routers aus und geben Sie den zugehörigen WLAN-Schlüssel ein. Name und Schlüssel stehen oft auf einem Aufkleber am Router oder in den Einrichtungsunterlagen.

Manche Router zeigen getrennte WLAN-Namen für das 2,4-GHz- und das 5-GHz-Netz an. Wählen Sie den Namen, den Ihr Gerät unterstützt und den Sie verwenden möchten. Wenn der Router nur einen gemeinsamen Namen anzeigt, übernimmt er die Auswahl des Frequenzbands.

WPS ist eine Funktion zum vereinfachten Verbinden, sofern Router und Endgerät sie unterstützen. Dabei verbinden sich die Geräte nach dem Aktivieren der WPS-Funktion am Router. Die genaue Bedienung und das Zeitfenster unterscheiden sich je nach Modell; die manuelle Verbindung mit WLAN-Name und Schlüssel funktioniert unabhängig davon, ob WPS verfügbar ist.

6. Verbindung und Standort prüfen

Öffnen Sie nach der WLAN-Verbindung eine Internetseite. Lädt sie, ist der Zugang eingerichtet. Zeigt das Gerät eine WLAN-Verbindung ohne Internet an, prüfen Sie zuerst den Internetstatus am Router und den Aktivierungsstatus Ihres Anschlusses.

Stellen Sie den Router an einem freien, erhöhten und zentralen Platz auf. Große Möbel, Metallflächen und manche Elektrogeräte können den Empfang beeinträchtigen. Steht der Router weit entfernt vom Anschluss, wählen Sie einen Standort, an dem das Anschlusskabel sicher verlegt werden kann. Ein stationärer Computer oder Fernseher lässt sich außerdem per Netzwerkkabel verbinden. Das ergibt eine direkte Verbindung und entlastet das WLAN.

7. Router- und WLAN-Probleme beheben

Prüfen Sie bei Problemen zuerst die Verbindung zwischen Router und Anschlussdose. Danach kontrollieren Sie den Routerstatus und zuletzt die Einstellungen am Endgerät. Starten Sie den Router bei Problemen zunächst neu. Die Anzeigeleuchten sind je nach Modell unterschiedlich, deshalb hilft ein Blick in die Geräteanleitung.

Problem Erste Prüfung
Die Router-Einstellungen öffnen sich nicht Prüfen Sie, ob das Handy oder der Computer mit diesem Router verbunden ist. Geben Sie die passende lokale Adresse vollständig in die Browser-Adresszeile ein.
Das WLAN erscheint nicht Prüfen Sie, ob WLAN am Router eingeschaltet ist. Die Taste und die Statusanzeige unterscheiden sich je nach Gerät.
Das WLAN ist verbunden, aber das Internet fehlt Prüfen Sie den Routerstatus, den Bereitstellungstermin und eine eventuell erforderliche Aktivierung beim Anbieter.
Das Passwort wird abgelehnt Prüfen Sie, ob das Gerät das Gerätepasswort oder den WLAN-Schlüssel verlangt. Beide Angaben haben unterschiedliche Aufgaben.
DSL synchronisiert nicht Kontrollieren Sie die DSL-Kabelverbindungen am Router und, falls vorhanden, am Splitter. Die Synchronisierung kann einige Minuten dauern.
Der Kabelrouter geht nicht online Kontrollieren Sie Anschluss und Aktivierungsstatus. Bei einem beschriebenen Vodafone-Ablauf kann die Synchronisierung bis zu zehn Minuten dauern; für andere Geräte gilt deren Anleitung.
Das WLAN ist langsam oder instabil Stellen Sie den Router freier und zentraler auf. Ein Neustart kann helfen; benachbarte WLAN-Netze können sich außerdem gegenseitig stören.

Ein Werksreset sollte nicht der erste Schritt sein. Dabei gehen Einstellungen verloren, und für die erneute Einrichtung brauchen Sie je nach Anschluss wieder Anbieter- oder Gerätedaten. Setzen Sie den Router nur zurück, wenn die Anleitung oder der Anbieter dazu rät und die nötigen Angaben bereitliegen.

8. Passwörter und Updates sichern

Prüfen Sie bei der Einrichtung das Gerätepasswort und den WLAN-Schlüssel. Verwenden Sie ein starkes, individuelles WLAN-Passwort und bewahren Sie beide Zugangsdaten sicher auf. Manche aktuellen Router haben bereits ein individuelles Gerätepasswort; prüfen Sie deshalb die Angaben Ihres Modells, statt pauschal davon auszugehen, dass jedes voreingestellte Passwort unsicher ist.

Wählen Sie in den Router-Einstellungen die stärkste Verschlüsselung, die Ihr Router und Ihre Geräte gemeinsam unterstützen. Bei den beschriebenen Speedport-Einstellungen empfiehlt der Anbieter mindestens WPA2. Aktualisieren Sie außerdem die Routersoftware, besonders bei einem selbst gekauften Gerät, dessen Updates Sie selbst verwalten.