Schlagwort: Berufsunfähigkeitsversicherung

  • BU für Studenten

    Eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten ist in der Regel sehr günstig. Dies hat verschiedene Gründe. Dabei dürfte vor allem eine Rolle spielen, dass die meisten Studenten nicht nur sehr jung, sondern auch noch topfit sind und keine ernsthafte Vorerkrankungen nachweisen können, die den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten zum einem Problem werden lassen könnten. Vor der Entscheidung für eine ganz bestimmte Berufsunfähigkeitsversicherung für den Student sollte immer ein Vergleich der einzelnen Berufsunfähigkeitsversicherungen im Internet durchgeführt werden. Ist die beste Berufsunfähigkeitsversicherung gefunden, könnte sie direkt im Internet beantragt werden. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist nicht nur sinnvoll, sondern sollte auch ausreichend hoch sein. Nur so erhält der Student im Ernstfall eine Berufsunfähigkeitsrente, die seinen Bedarf vollständig deckt.

    Leistungen der Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten

    Bei einer mindestens 50%igen Berufsunfähigkeit hat der Student Anspruch auf die Zahlung einer monatlichen Berufsunfähigkeitsrente. Außerdem wird die Berufsunfähigkeitsversicherung in diesem Falle beitragsfrei weitergeführt. Sollte dies nicht der Fall sein, wäre es besser, auf die entsprechende Berufsunfähigkeitsversicherung zu verzichten und sich nach einer anderen Alternative umzusehen.

    Darüber hinaus wäre es sehr wichtig, dass in den Versicherungsbedingungen keine abstrakte Verweisung festgeschrieben ist. Ansonsten müsste die Berufsunfähigkeitsversicherung erst dann Leistungen erbringen, wenn der Student überhaupt nicht mehr in der Lage ist, irgendeiner regulären Erwerbstätigkeit nachzugehen. Bei einer Berufsunfähigkeit haben die Studenten nicht nur Anspruch auf die Zahlung einer monatlichen Berufsunfähigkeitsrente, sondern auch auf berufliche Wiedereingliederungsmaßnahmen für den Fall, dass sich ihr Gesundheitszustand nach einiger Zeit bessert. Nähere Auskünfte dazu können die Versicherungsgesellschaften geben.

    Fazit

    Auch wenn das Thema nicht sehr angenehm ist, sollte jeder Student ernsthaft darüber nachdenken, was er tun würde, wenn er seinen angestrebten Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht wie geplant ausüben könnte. Außerdem wäre es wichtig zu wissen, dass ein Student im Falle einer chronischen Erkrankung oder einer dauerhaften Behinderung nicht einmal Anspruch auf die staatliche Erwerbsminderungsrente hätte. Dies wäre erst nach 5 Jahren Berufstätigkeit der Fall.

  • Private BU Rente abschließen

    Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, vereinbart mit seinem Versicherungsanbieter eine Berufsunfähigkeitsversicherungsrente. Die Berufsunfähigkeitsrente, kurz BU Rente, ist unabdingbar mit der Berufsunfähigkeitsversicherung verbunden. Für den Verbraucher bedeutet das, dass er im Falle einer Berufsunfähigkeit keine Einmalzahlung in einer bestimmten Höhe erhält, sondern eine monatliche Rente. Diese monatliche Rente sollte möglichst so gewählt werden, dass der Lebensunterhalt dadurch gedeckt werden kann. Durch einen privaten Berufsunfähigkeitsschutz können sich Verbraucher vor dem finanziellen Ruin bewahren.

    Der staatliche Schutz reicht nicht

    Wer seinen Lebensunterhalt nicht mehr aus eigener Kraft bestreiten kann und berufsunfähig wird, kann in den finanziellen Ruin geraten, wenn er nicht ausreichend privat vorgesorgt hat. Für Personen, die ab 1961 geboren wurden, gibt es keine staatliche Berufsunfähigkeitsrente mehr, sondern nur noch die Erwerbsminderungsrente. Wer keine Berufsunfähigkeitsrente vom Staat erhält, kann unter bestimmten Voraussetzungen eine volle oder halbe Erwerbsminderungsrente bekommen. Die halbe Erwerbsminderungsrente wird gezahlt, wenn man nicht mehr als sechs Stunden pro Tag arbeiten kann. Die volle Erwerbsminderungsrente gibt es, wenn man nicht mehr als drei Stunden pro Tag arbeiten kann.

    In den meisten Fällen reicht die staatliche Erwerbsminderungsrente nicht aus, um den Lebensunterhalt wie gewohnt zu decken. Zudem muss man für die Erwerbsminderungsrente, die im Übrigen von der gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt wird, einige Voraussetzungen erfüllen. Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben, dann gibt es auch keine Erwerbsminderungsrente. Tritt die Berufsunfähigkeit ein, dann sind viele auf Sozialhilfe angewiesen. Der staatliche Schutz reicht daher absolut nicht aus, um sich vor den Folgen einer Berufsunfähigkeit zu schützen.

    Berufsunfähigkeitsrente in ausreichender Höhe wählen

    Die Berufsunfähigkeitsversicherung wird im Allgemeinen zu den eher teuren Versicherungen gezählt. Der Berufsunfähigkeitsversicherung Beitrag hängt von Faktoren wie dem Alter, dem Gesundheitszustand, dem Beruf und der gewünschten Höhe der Berufsunfähigkeitsrente ab. Am Alter, am Beruf und am Gesundheitszustand lässt sich nur wenig ändern, daher versuchen viele Verbraucher die BU Rente möglichst niedrig zu wählen, um die monatliche Prämie günstig zu halten. Diese Vorgehensweise ist allerdings wenig sinnvoll. Die BU Rente sollte möglichst so hoch gewählt werden, dass der gesamte Lebensunterhalt damit bestritten werden kann. Miete, Lebensmittel, eventuelle Verbindlichkeiten, Versicherungen, Beiträge zur privaten Altersvorsorge und alle weiteren Kosten müssen durch die Berufsunfähigkeitsrente abgedeckt werden. Es wird daher empfohlen, die Höhe der Rente so zu wählen, dass diese dem monatlichen Nettoeinkommen entspricht.

    Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die sogenannte Nachversicherungsgarantie. Wer ins Berufsleben einsteigt und erst einmal eine niedrige Berufsunfähigkeitsrente abschließen möchte, weil diese eben zur aktuellen Lebenssituation passt, sollte darauf achten, dass eine Nachversicherungsgarantie im Versicherungsvertrag vorgesehen ist. Beim Abschluss der Ausbildung, einem Jobwechsel, einer Heirat oder bei der Geburt eines Kindes muss die BU Rente in der Regel erhöht werden. Zudem sollten Verbraucher eine Dynamik in ihre Berufsunfähigkeitsversicherung integrieren. Eine Dynamik in Höhe von etwa 3 Prozent dient dem Ausgleich der Inflation. Dabei ist es wichtig, dass die Dynamik auch im Leistungsfall von der Versicherung übernommen wird.

    Frühzeitig abschließen

    Wenn Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit Rente abschließen möchten, dann sollten Sie dies möglichst frühzeitig tun. Im Idealfall schließen Sie eine private BU Rente bereits während Ihrer Ausbildungszeit ab. Es gibt viele Versicherungsgesellschaften, die einen Berufsunfähigkeitsschutz für Auszubildende und Studenten anbieten. Auch eine Schüler BU wird von einigen Versicherungen angeboten. Ein frühzeitiger Abschluss ist wichtig, weil die Versicherungen beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung mit Rente eine Gesundheitsprüfung durchführen. Wenn bereits gesundheitliche Probleme vorhanden sind, dann kann dies zu einer Erhöhung der Prämie, zu einem Ausschluss der bereits vorhandenen Erkrankung oder sogar zu einer Ablehnung des Antrags auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung führen. Aus diesem Grund ist es wichtig, eine private BU Rente möglichst jung und gesund abzuschließen.

    Vergleichen Sie die Angebote

    Wenn Sie eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchten, dann stehen Ihnen hierfür verschiedene Möglichkeiten offen. Sie können eine Einzelversicherung für die BU Rente abschließen oder diese in eine private Renten- oder Lebensversicherung integrieren. Eine BU mit Rentenversicherung kann den Vorteil bieten, dass die Versicherungsgesellschaft den Beitrag für die Rentenversicherung weiter zahlt, wenn der Leistungsfall eingetroffen ist. Ob man eine Einzelversicherung abschließen oder verschiedene Verträge kombinieren möchte, bleibt jedem selbst überlassen.

    Bevor Sie sich für eine bestimmte Berufsunfähigkeitsversicherung mit Rente entscheiden, sollten Sie unbedingt einen BU Rente Vergleich machen. Bei einem BU Rente Vergleich ist es jedoch wichtig, dass Sie nicht nur auf die Höhe der Prämie beziehungsweise auf die Kosten achten, sie sollten auch die Leistungen im Blick behalten. Eine günstige BU Rente nützt Ihnen im Ernstfall wenig, wenn diese nicht auch die Leistungen bietet, die für Sie wichtig sind. Achten Sie bei einem solchen Vergleich daher auch darauf, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis passt. Wichtig ist zudem, dass in Ihrem Vertrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung der Verzicht auf abstrakte Verweisung integriert ist. Bei einem Vergleich der verschiedenen Angebote können Sie sich auch am Berufsunfähigkeitsversicherung Ranking orientieren. Aktuelle Tests und Bewertungen können bei der Wahl der richtigen Versicherung mit BU Rente sehr hilfreich sein.

  • Ursachen für BU verändern sich

    Waren bislang körperliche Beeinträchtigungen, wie beispielsweise eine Schädigung des Knochenapparates oder der Muskulatur, oder Herz-und Kreislauferkrankungen häufige Ursachen für das vorzeitige Ausscheiden aus dem Berufsleben, schieben sich in der Zwischenzeit die psychischen Erkrankungen an die Spitze, wie die Statistik Berufsunfähigkeit der Deutschen Rentenversicherung (Stand 2009) aufzeigt. Demnach müssen fast 24 Prozent aller deutschen Arbeitnehmer einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen.

    Häufigste Ursachen für eine Berufsunfähigkeit

    Mit rund 38 Prozent belegen die psychischen Erkrankungen als Ursache mit Abstand den ersten Platz, wobei die Verteilung nach alten und neuen Bundesländern ziemlich gleichmäßig ist. Bei der Auswertung der Zahlen zur Häufigkeit der Berufsunfähigkeit nach Ursachen in der Statistik der Deutschen Rentenversicherung (Stand 2009) fällt allerdings auf, dass Frauen häufiger von psychischen Erkrankungen betroffen sind als Männer.

    Erkrankungen des Skeletts, der Muskeln oder des Bindegewebes nehmen mit 15,3 Prozent der Fälle den zweiten Rang ein, gefolgt von Krebserkrankungen oder Tumoren, die zu 13,7 Prozent Ursachen für eine Berufsunfähigkeit oder Erwerbsminderung sind. Erfreulich ist, dass die Herz- und Kreislauferkrankungen auf dem Rückzug sind, denn sie belegen mit 10,1 Prozent nur noch den vierten Platz.

    Diese Auswertung der Ursachen für eine Berufsunfähigkeit in einer Statistik ist naturgemäß sehr grob, da sie alle Berufs- und Altersgruppen umfasst. Selbstverständlich werden Dachdecker mehr von Unfällen oder Körperverletzungen bedroht als Manager, die eher dem Risiko einer stressbedingten psychosomatischen Erkrankung ausgesetzt sind. Auf der anderen Seite steigt mit dem Alter auch die Wahrscheinlichkeit von Verschleißerscheinungen des Knochenapparates oder spezifischer Krebsarten.

    Erwerbsminderungsrente reicht nicht aus

    Die Deutsche Rentenversicherung meldet für das Jahr 2010 über 1,5 Millionen Neuanträge auf Rente wegen Erwerbsminderung mit einem durchschnittlichen Zugangsalter von fast 51 Jahren. Im Rentenbestand am 31.12.2010 befanden sich fast 1,6 Millionen Erwerbsminderungsrenten, davon nur reichlich 100.000 Renten wegen teilweiser Erwerbsminderung. Diese ehemalige gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente beträgt nur noch 50 % der vollen Erwerbsminderungsrente, für die im Jahr 2011 für Männer in den alten Bundesländern durchschnittlich 653 Euro monatlich (Quelle: Deutsche Rentenversicherung 2012) gezahlt wurden.

    Schon anhand dieser Zahlen lässt sich ermessen, dass das Risiko einer dauerhaften gesundheitlichen Beeinträchtigung privat abgesichert werden sollte. Im Internet lassen sich bequem zur Berufsunfähigkeitsversicherung Informationen finden und eine passende Versicherung günstig abschließen. Diese Absicherung stellt auf den zuletzt ausgeübten Beruf und das tatsächlich erzielte Einkommen ab und schließt somit die gravierende Versorgungslücke, die schon die geringe Zahl der genehmigten Renten wegen teilweiser Erwerbsminderung aufzeigt.

    Wie die Häufigkeit der Berufsunfähigkeit in der Statistik belegt, können alle Alters- und Berufsgruppen betroffen sein. Der Anstieg der Anzahl der psychischen Erkrankungen ist dabei nicht zuletzt auf die immer größere Stressbelastung im Arbeitsleben zurückzuführen, so dass schon von einer Volkskrankheit die Rede ist. Glücklicherweise können viele Erkrankte wieder in das Berufsleben einsteigen, die durchschnittliche Rentenbezugsdauer für BU- und EU-Renten pegelt sich bei unter fünf Jahren ein.

    Grundsätzlich gilt, je spezieller ein Beruf ist, desto sinnvoller ist eine gute Absicherung. Zur Berufsunfähigkeitsversicherung kann man sich online Informationen einholen und diese auch berechnen. Dabei spielen das Alter, der Beruf, die gewünschte Höhe und die Leistungsdauer, aber auch der persönliche Gesundheitszustand wichtige Rollen.

  • Die Höhe der BU Versicherung richtig wählen

    Um die BU Rente Höhe richtig zu wählen, muss man sich zunächst einmal klar machen, wozu diese dient. Die Berufsunfähigkeitsversicherung soll im Falle einer Berufsfähigkeit dafür sorgen, dass man weiterhin seinen Lebensunterhalt decken kann. Wer nicht ausreichend vorgesorgt hat, muss bei einer längerfristigen Berufsunfähigkeit mit dem finanziellen und oftmals auch sozialen Abstieg rechnen. Die Berufsunfähigkeitsversicherung soll das verhindern. Aus diesem Grund muss die BU Rente Höhe so gewählt werden, dass diese ausreicht, um alle Kosten wie Miete oder Raten für den Immobilienkredit, Lebensmittel, Strom, Wasser und vieles mehr zu decken. Wer die BU-Rente ausreichend hoch gewählt ist, ist auch im Falle einer Berufsunfähigkeit nicht auf Sozialleistungen angewiesen.

    Versorgungslücke berechnen

    Wenn von der Höhe der Berufsunfähigkeitsrente die Rede ist, hört man auch immer wieder den Begriff Versorgungslücke. Bei der Versorgungslücke handelt es sich um den Betrag, der im Falle einer Berufsunfähigkeit durch BU Versicherungen abgedeckt werden muss. Bei der Wahl der Höhe Ihrer BU-Rente und der Berechnung Ihrer Versorgungslücke müssen Sie verschiedene Punkte berücksichtigen. Zunächst einmal gilt es abzuklären, ob Sie Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente vom Staat haben, wenn Sie nicht mehr selbst für Ihren Lebensunterhalt aufkommen können. Von staatlicher Seite gibt es keine Berufsunfähigkeitsversicherung mehr, es sei denn, Sie sind vor 1961 geboren. Alle Personen, die ab 1961 geboren wurden, haben im Ernstfall nur Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente.

    Im Fall einer Berufsunfähigkeit erhalten Sie die volle Erwerbsminderungsrente, wenn Sie weniger als drei Stunden pro Tag arbeiten können. Wenn Sie mehr als drei, aber weniger als sechs Stunden arbeiten können, dann erhalten Sie nur die halbe Erwerbsminderungsrente. Zu beachten ist, dass man die Erwerbsminderungsrente nur unter bestimmten Voraussetzungen erhält. Die Erwerbsminderungsrente ist eine Leistung der gesetzlichen Rentenversicherung und daher müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Viele Selbstständige können beispielsweise keine Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung in Anspruch nehmen. Wer selbstständig ist, sollte daher auf eine ausreichende BU Versicherung Höhe achten.

    Das Berechnen der Erwerbsminderungsrente ist wichtig, da man den Betrag, den man vermutlich von der staatlichen Rentenversicherung erhält, vom aktuellen Nettogehalt abziehen kann, um die eigene Versorgungslücke zu berechnen. Wer keine Erwerbsminderungsrente erhalten wird, kann diese natürlich nicht vom Nettogehalt abziehen. Um die Versorgungslücke zu erhalten, können auch eventuelle feste Einnahmen wie sie durch die Vermietung von Wohn- oder Geschäftsräumen entstehen, einberechnet werden. Analysieren Sie Ihre persönliche Situation genau, wenn Sie Ihre BU Rente Höhe festlegen wollen. Halten Sie Ihr Nettoeinkommen, ihre sonstigen Einnahmen und die Höhe einer eventuellen Erwerbsminderungsrente fest. Auf der Basis dieser Analyse berechnen Sie Ihre Versorgungslücke und wählen dementsprechend die BU Rente Höhe. Im Anschluss daran können Sie einen Vergleich für die Berufsunfähigkeitsversicherung machen, um die passende Versicherung zu finden. Die Berufsunfähigkeitsversicherung können Sie als Einzelversicherung oder als Berufsunfähigkeitszusatzversicherung abschließen.

  • Berufsunfähigkeit wirklich sinnvoll absichern

    Über Sinn und Unsinn vieler Versicherungsverträge kann man trefflich streiten, schließlich ist immer die spezielle persönliche Situation ausschlaggebend für den reellen Bedarf. Für die meisten Fälle gilt aber, dass eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll ist, denn sie sichert das Einkommen bei langwierigen gesundheitlichen Beeinträchtigungen ab.

    Einkommenslücken bei langen Krankheiten

    In der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) besteht ab Beginn der Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf Krankentagegeld als Entgeltausgleich. Die Höhe dieser Zahlung bemisst sich am Einkommen, wobei gilt, dass entweder 70 Prozent vom Bruttoeinkommen oder 90 % vom Nettoeinkommen gezahlt werden. Entscheidend ist, welcher Wert niedriger ist, dieser kommt nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge zur Auszahlung. Schon hier entsteht also eine Einkommenslücke.

    Die Dauer der Krankengeldzahlung ist maximal 78 Wochen innerhalb von drei Jahren, was bei einer dauerhaften gesundheitlichen Beeinträchtigung, wie z.B. einer chronischen Erkrankung oder einer Invalidität nach einem Unfall, nicht ausreicht. Ist es nämlich absehbar, dass die Arbeitsunfähigkeit über einen längeren Zeitraum oder gar bis zum Ende des Erwerbslebens bestehen wird, verweist die Krankenkasse gerne auf den Rententräger.

    Dieser prüft dann für alle nach dem 2.1.1961 Geborenen die Erwerbsminderung und dies, ohne auf die bisherige berufliche Stellung oder das erzielte Einkommen Rücksicht zu nehmen. Die Ansprüche auf Erwerbsminderungsrente werden analog der Altersrente berechnet, also anhand von erarbeiteten Entgeltpunkten. Betrachtet man aber die durchschnittliche Höhe der 2011 gezahlten vollen Erwerbsminderungsrenten (Männer alte Bundesländer: 653 Euro pro Monat – Quelle: Deutsche Rentenversicherung 2012), so erkennt man schnell, dass diese oft nicht einmal die Grundsicherung erreichen. Zudem ist Voraussetzung für diese Leistung, dass man weniger als drei Stunden täglich irgendeiner Tätigkeit am Arbeitsmarkt nachgehen kann.

    Gute Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll

    Um diese Einkommensverluste zu vermeiden, ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung wirklich sinnvoll. Die Bedingungen der verschiedenen Anbieter einer Berufsunfähigkeitsversicherung unterscheiden sich aber gravierend, so dass schon auf die genaue Definition geachtet werden sollte. Die Frage, ab wann man nach den Bedingungen berufsunfähig ist, sollte untersucht werden, denn die Antwort kann entweder sechs Monate oder drei Jahre dauerhafter gesundheitlicher Beeinträchtigung von mindestens 50 Prozent lauten. Dies kann einen Unterschied von 30 Monatsrenten ausmachen.

    Weitere Fragen sind, ob der Versicherer auf einer Umschulung bei Berufsunfähigkeit besteht oder ob die Berufsunfähigkeitsversicherung eine abstrakte Verweisung in einen anderen Beruf zulässt. Es gibt die verschiedensten Konstruktionen, wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll abzuschließen ist. Sie lässt sich als separater Vertrag vereinbaren, aber auch als Zusatzversicherung gestalten. So gibt es beispielsweise den Einschluss in Renten- oder Lebensversicherungen, aber die günstigste Variante ist meist die Risikolebensversicherung mit Berufsunfähigkeit.

    Um wirklich bei Berufsunfähigkeit sinnvoll abgesichert zu sein, lohnt sich ein Vergleich der Bedingungen und Konditionen. Auch ein Einstieg in jungen Lebensjahren ist sehr sinnvoll, da zum einen noch keine Entgeltpunkte in der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) erarbeitet werden konnten, zum anderen die Absicherung unter Umständen für ein ganzes Arbeitsleben, an dem man nicht mehr teilhaben kann, ausreichen muss. Es gibt daher am Markt spezielle Versicherer, die beispielsweise auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Schüler anbieten.

    Was ist versicherbar?

    Soll die Absicherung bei Berufsunfähigkeit sinnvoll sein, dann muss von einer mindestens sechs Monate andauernden gesundheitlichen Beeinträchtigung aufgrund von Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls zu mindestens 50 %, abgestellt auf den zuletzt ausgeübten Beruf, ausgegangen werden.

    Dabei bemisst sich die Höhe der zu vereinbarenden Rente am bislang erzielten Einkommen der versicherten Person.

    Um das Risiko für den Versicherer kalkulieren zu können, spielen der ausgeübte Beruf, das Eintrittsalter und der Gesundheitszustand wichtige Rollen. Je spezialisierter der Beruf, desto konkreter lässt er sich beurteilen. Naturgemäß sind körperlich Tätige größeren Risiken ausgesetzt als Menschen, die am Schreibtisch arbeiten. Das spiegelt sich ebenso im Beitrag wieder, wie das Eintrittsalter, denn jüngere Menschen verursachen weniger BU-Fälle. Gleiches gilt für den Gesundheitszustand: Je gesünder der Antragsteller ist, desto besser sind die Chancen auf die Versicherung. Gibt es bereits gesundheitliche Probleme, können durchaus Risikozuschläge erhoben oder ein Antrag ganz abgelehnt werden.

    Auch die Laufzeit des Vertrages sollte genau überlegt werden, denn unter Umständen ist der Übergang in die Altersrente wichtig. Da aber das Risiko im Alter für den Versicherer steigt, erhöht sich die Prämie, je länger der Vertrag läuft. Ob und wie die Berufsunfähigkeitsversicherung wann Sinnvoll ist, hängt dabei immer von den persönlichen Verhältnissen und Voraussetzungen ab und muss individuell geklärt werden. Es besteht beispielsweise auch die Möglichkeit, bis zur Vollendung des 60. Lebensjahres versichert zu sein, aber eine Leistung, die aus einem Versicherungsfall vor dem 60. Geburtstag resultiert, bis zum 65. Lebensjahr zu erhalten.

    Fazit

    Ob, wann und wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll ist, hängt immer von den persönlichen Verhältnissen und Situationen ab. Auf jeden Fall ist sie eine wichtige Absicherung des Einkommens für den Fall der dauerhaften gesundheitlichen Beeinträchtigung und des damit verbundenen finanziellen Verlustes. Wichtig sind qualitativ hochwertige Bedingungen, die von einem Prognosezeitraum von sechs Monaten ausgehen, auf den zuletzt ausgeübten Beruf abstellen und keine Verweisung zulassen. Die Laufzeit des Vertrages sollte sich nach den persönlichen Plänen richten, muss aber auch den finanziellen Möglichkeiten Rechnung tragen.

  • Gibt es eine BU ohne Gesundheitsprüfung?

    Die Beiträge zur BU-Absicherung werden, wie alle anderen Versicherungsbeiträge auch, aufgrund von statistischen Risikobewertungen kalkuliert, um sie für die Versichertengemeinschaft auf Dauer bezahlbar zu gestalten. Dazu zählen neben dem Eintrittsalter und dem ausgeübten Beruf natürlich auch die Vorerkrankungen und die daraus resultierende statistische Wahrscheinlichkeit einer Berufsunfähigkeit. Ist diese zu hoch, wird entweder ein Risiko-Zuschlag oder ein Ausschluss vereinbart. Im Extremfall wird der Antrag auf BU-Versicherung abgelehnt.

    BU ohne Gesundheitsfragen – Geht das?

    Diese Frage muss für den privaten Versicherungsmarkt klar verneint werden, auch wenn hier und da die BU Versicherung ohne Gesundheitsfragen beworben wird. Entsprechende Angebote sollte man genau betrachten, denn die Details sind wichtig. Vereinzelt wird eine BUZ ohne Gesundheitsprüfung angeboten, d.h. als Zusatzversicherung zu einer privaten Rentenversicherung beispielsweise. Eine BU-Rentenzahlung lässt sich damit aber nicht verbinden, der Versicherungsumfang sieht nur die Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit vor, was ja schon ein großer Vorteil sein kann. Allerdings sind bei den meisten Angeboten zur BU ohne Gesundheitsfragen dann Wartezeiten vereinbart, in denen sich der Versicherungsschutz auf dauerhafte Beeinträchtigungen nach einem Unfall beschränkt.

    Eine Rente wegen BU ohne Gesundheitsprüfung zu versichern, ist am Markt äußerst schwierig. Es gibt Einzelfälle für junge Menschen, die zumindest mit einer vereinfachten Gesundheitsprüfung auskommen, allerdings leistungsmäßig begrenzt und teuer sind. In jedem Fall sind diese Angebote mit Vorsicht zu genießen, denn für junge Menschen sollte das übliche Angebot an Berufsunfähigkeitsabsicherungen ausreichen. Gibt es gravierende Vorerkrankungen, können auch andere Sparten, wie beispielsweise die Grundfähigkeitsversicherung oder die Absicherung schwerer Krankheiten, sinnvoll sein.

    Einige Rahmenverträge der bAV interessant

    Einige Versicherer bieten im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung, also beispielsweise als arbeitgeberfinanzierte Direktversicherung, durchaus die Möglichkeit, auch bei Vorerkrankungen die Berufsunfähigkeit gezielt absichern zu können. Diese Gruppenverträge können schon aufgrund ihres Volumens anders kalkulieren und kommen daher auch mit vereinfachten Gesundheitsfragen aus. Der Arbeitgeber muss lediglich bestätigen, dass der Arbeitnehmer über einen gewissen Zeitraum nicht zu lange arbeitsunfähig war und dass keine Minderung der Erwerbsfähigkeit vorliegt. Bei diesen Kriterien unterscheiden sich die verschiedenen Anbieter etwas, aber grundsätzlich ist über diesen Weg auch für ältere Personen eine BU Versicherung ohne Gesundheitsprüfung möglich.

    Generell sind die Gesundheitsfragen in der BU für die Versicherer unverzichtbar, wollen sie die Beiträge akzeptabel halten. Wenn nämlich aufgrund von Vorerkrankungen der Anspruch auf Berufsunfähigkeitsrente von vornherein mehr als wahrscheinlich ist, fällt das auf alle Versicherten zurück. Man darf nicht unterschätzen, wie viel Geld dann fällig würde. Geht man von einer Rente von 1000 Euro aus, die einem Versicherten zwischen 40 und 65 monatlich ausgezahlt wird, erhält man schon eine Summe von 300.000 Euro, ohne eine dynamische Erhöhung zur berücksichtigen.

    Wie sich die Beiträge dann für eine BU ohne Gesundheitsfragen erhöhen müssten, kann man so leicht überschlagen. Um diese Versicherung günstig und für den Großteil der Bevölkerung erschwinglich zu halten, muss also eine Gesundheitsprüfung durchgeführt werden. Alternativen können zum einen Gruppenverträge in der betrieblichen Altersversorgung oder für verschiedene Alters- oder Berufsgruppen sein. Zum anderen besteht bei Vorerkrankungen die Möglichkeit, sich mit alternativen Versicherungsangeboten, wie z.B. der Grundfähigkeits- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung, wenigstens eine solide Grundsicherung für den Extremfall zu besorgen.

  • Rente bei Berufsunfähigkeit

    Eine Rente bei Berufsunfähigkeit ist eine Leistung der Berufsunfähigkeitsversicherung und wird ausbezahlt, wenn die versicherte Person berufsunfähig wird und alle sonstigen Voraussetzungen erfüllt sind. Als berufsunfähig gilt, wer aus gesundheitlichen Gründen seinem aktuellen Beruf nicht mehr nachgehen kann. Wenn der aktuelle Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann, dann fällt auch dieses regelmäßige Einkommen weg. Die Berufsunfaehigkeit Rente soll die Lücke, die durch den Wegfall des Einkommens entsteht, schließen. Aus diesem Grund muss die Rente, die bei Berufsunfähigkeit gezahlt wird, ausreichend hoch gewählt werden. Wenn Sie berufsunfähig werden und eine Rente benötigen, dann sollte diese möglichst so bemessen sein, dass mithilfe der Rente Ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Wählen Sie Ihre Berufsunfähigkeit Rente daher mit Bedacht. Es kann beispielsweise sehr hilfreich sein, die Versorgungslücke zu berechnen, um die Höhe der Berufsunfähigkeitsversicherung Rente festlegen zu können.

    Versorgungslücke berechnen

    Um festzustellen, wie hoch Ihre Rente bei Berufsunfähigkeit sein sollte, müssen Sie zunächst einmal Ihre Versorgungslücke berechnen. Die Versorgungslücke kann grundsätzlich auf unterschiedliche Art und Weise ermittelt werden. Personen, die ihren Lebensunterhalt in erster Linie durch ein Angestelltenverhältnis generieren und ein regelmäßiges monatliches Einkommen erhalten, können die Berufsunfähigkeits Rente an ihren Nettolohn anpassen. Wer in die Rentenversicherung einzahlt, kann von diesem monatlichen Nettolohn noch die Erwerbsminderungsrente abziehen, um die tatsächliche Versorgungslücke zu erhalten. Zu beachten ist, dass die Erwerbsminderungsrente eine Leistung der Rentenversicherung ist und nur unter bestimmten Voraussetzungen gezahlt wird. Um Ihre Versorgungslücke zu berechnen und die Höhe der Berufsunfähigkeit Rente zu ermitteln, sollten Sie Ihre persönliche Situation genau analysieren und festhalten, welche Summe Ihnen fehlen wird, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können. Versicherungen, Mieteinnahmen und sonstige Einnahmen sollten in Ihre Berechnung einfließen. Als nicht rentenversicherungspflichtiger Selbstständiger haben Sie im Übrigen keinen Anspruch auf die staatliche Erwerbsminderungsrente.

    Verschiedene Möglichkeiten der Berufsunfähigkeitsversicherung

    Wer die Rentenversicherung mit der Berufsunfähigkeit kombinieren möchte, schließt quasi eine BU-Zusatzversicherung ab. BU Versicherungen können sowohl als Einzelversicherung denn auch als Zusatzversicherung in Verbindung mit anderen Versicherungen abgeschlossen werden. Kombiniert werden kann die Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer Rentenversicherung, einer Lebensversicherung oder auch einer Kapitallebensversicherung. Wenn Sie sich für eine Kombination aus einer Versicherung für die Berufsunfähigkeit und einer Rentenversicherung entscheiden, sollten Sie sich bei den Versicherungsgesellschaften nach entsprechenden Angeboten umsehen und diese vergleichen. Es gibt bei der Rentenversicherung mit Berufsunfähigkeitsversicherung ebenso Unterschiede in Bezug auf Preis und Leistung wie bei den Einzelversicherungen.

    Wer die Berufsunfähigkeitsversicherung berechnen möchte, sollte wissen, dass die Prämie höher ist, je höher die Berufsunfähigkeitsrente gewählt wurde. Dennoch sollten Sie sich davon nicht abschrecken lassen. Wenn Sie sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung leisten können, dann sollten Sie nicht versuchen zu sparen, indem Sie eine möglichst geringe Rente wählen, um die Prämien gering zu halten. Sollten Sie dann tatsächlich eine Rente wegen Berufsunfähigkeit benötigen und diese fällt zu niedrig aus, stehen Sie trotz Rente vor dem finanziellen Absturz. Um die passende Berufsunfähigkeitsversicherung zu finden, sollten Sie einen BU Vergleich machen. Bei einem Vergleich der verschiedenen BU Versicherungen spielen sowohl die Leistungen der Berufsunfähigkeitsversicherung als auch die Kosten eine große Rolle.

  • BU-Versicherer unter die Lupe nehmen

    Der schönste Vertrag nützt wenig, wenn der Versicherer im Ernstfall die Leistung streitig macht. Ein gutes Indiz für die Einschätzung einer Versicherungsgesellschaft ist daher die Prozessquote bei Berufsunfähigkeit. Informationen zur Berufsunfähigkeitsversicherung Prozessquote werden regelmäßig erstellt und veröffentlicht. Am besten konsultiert man die Daten von branchenübergreifenden Service-Anbietern, die unabhängig von den einzelnen Versicherungsgesellschaften agieren, wie z.B. map-report, da es müßig ist, die Statistiken der einzelnen Versicherer alle auszuwerten.

    Aber auch diese tabellarischen Auswertungen sind genau zu prüfen, da es durchaus Versicherer gibt, die die Auskunft zur Prozessquote BU verweigern. Es ist also wichtig, auch die Begleittexte zu lesen und zu analysieren, um ein objektives Bild zu erhalten. Die Versicherer sind nicht verpflichtet, ihre eigene Statistik an Branchenservice-Unternehmen zu melden, allerdings spricht diese Verfahrensweise ja für sich. Wer nichts zu verbergen hat, kann mit den Informationen auch offen umgehen.

    Die Veröffentlichungen weisen Quoten auf, die sich aus der Anzahl der Klagefälle im Verhältnis zu den Leistungsfällen ergibt. Der Branchendurchschnitt liegt bei 2,5 (Stand 2009 – Quelle: map-report), je höher dieser Quotient ausfällt, desto mehr Klagen werden beim Versicherer im Leistungsfall geführt. Es gibt durchaus eine ganze Anzahl an Versicherungsgesellschaften, deren Prozessquote in der Berufsunfähigkeitsversicherung weit darunter liegt, aber eben auch das Gegenteil.

    Indikator Prozessquote bei Berufsunfähigkeit richtig einordnen

    Selbstverständlich sollten an erster Stelle bei der Auswahl des passenden Tarifes die Versicherungsbedingungen stehen, denn nur sie gewährleisten, dass ein umfassender Versicherungsschutz gegeben ist. Vor allem der Definition des Berufsunfähigkeits-Begriffes und dem damit verbundenen Prognose-Zeitraum kommt dabei große Bedeutung zu, denn hier gibt es immer noch Unterschiede im Markt. Der Bezug auf den zuletzt ausgeübten Beruf, das tatsächlich erzielte Einkommen und der Verzicht auf die abstrakte Verweisung in eine andere Tätigkeit sind sehr wichtig.

    Eine Erkrankung, Körperverletzung oder ein Kräfteverfall von voraussichtlich mindestens sechs Monaten sollte ausreichen, um eine Berufsunfähigkeit anerkannt und die Rentenleistung rückwirkend ab Beginn zu bekommen, ohne dass der Versicherer zunächst eine Umschulung anordnen kann. Auch dem versicherbaren Endalter sollte Augenmerk geschenkt werden, denn im Ernstfall muss der Übergang zur Altersrente reibungslos sein, um keine Einkommensverluste hinnehmen zu müssen.

    In welcher Konstellation die Berufsunfähigkeitsvorsorge gestaltet wird, hängt immer von den persönlichen Voraussetzungen ab. Als sinnvoll hat es sich aber erwiesen, die Altersversorgung von der Risikoabsicherung BU zu trennen, um beispielsweise bei finanziellen Engpässen flexibel zu bleiben. Dabei sollten aber die Verträge zur Altersversorgung, also Lebens- oder Rentenversicherungen, immer mit einer BUZ, die eine Beitragsbefreiung bei BU beinhaltet, ausgestattet sein.

    Wenn diese Voraussetzungen gegeben und passende BU-Tarife gefunden sind, kann die Auswahl anhand der Berufsunfähigkeit Prozessquote verfeinert werden. Diese Prozessquote bei Berufsunfähigkeit gibt Auskunft darüber, die klagewillig ein BU-Versicherer im Leistungsfall statistisch gesehen ist. Je niedriger dieser Quotient, desto kundenfreundlicher ist die Versicherungsgesellschaft. Die statistischen Erhebungen dazu werden regelmäßig von unabhängigen Dienstleistern veröffentlicht und können eine gute Orientierung geben.

  • Berufsunfähigkeitsrente schützt vor sozialem Abstieg

    Keiner ist vor langwierigen oder chronischen Krankheiten gefeit, schon gar nicht vor Unfällen mit dauerhafter gesundheitlicher Beeinträchtigung. Gerade auch psychosomatische Erkrankungen, wie beispielsweise Burnout oder Depressionen, führen immer häufiger zur Erwerbsminderung. Es besteht für nicht selbständig Tätige zwar der Anspruch auf Erwerbsminderungsrente, allerdings ist die Leistungshöhe im Schnitt so niedrig, dass gravierende Einkommenseinbußen hingenommen werden müssen. Der so mit einem langen Ausfall aus dem Berufsleben oft verbundene soziale Abstieg ist für die Wiederherstellung der Arbeitskraft dann absolut schädlich.

    Gesetzliche Leistungen reichen meist nicht aus

    Seit 2001 ist in der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) die Rente wegen Erwerbsminderung neu geregelt. So besagen die Richtlinien, dass man Anspruch auf eine volle Erwerbsminderungsrente hat, wenn man nicht mehr in der Lage ist, irgendeiner Tätigkeit mindestens drei Stunden am Tag nachzugehen. Dabei ist es uninteressant, welchen Beruf man zuletzt ausgeübt und welches Einkommen man bislang erzielt hatte. Die Höhe der monatlichen Rente bemisst sich an den bereits erarbeiteten Entgeltpunkten und betrug im Durchschnitt für 2011 653 Euro (Männer alte Bundesländer – Quelle: Deutsche Rentenversicherung 2012).

    Kann man dagegen noch bis zu sechs Stunden am Tag arbeiten, reduziert sich diese ohnehin nicht dem Existenzminimum entsprechende Leistung weiter. Dazu kommt, dass man erst einmal am Arbeitsmarkt eine passende Stelle finden muss, die dem eigenen Gesundheitszustand entspricht. Der Gesetzgeber kommt hier allerdings entgegen, wenn innerhalb von sechs Monaten ab Feststellung keine Vermittlung möglich ist, wird die volle Erwerbsminderungsrente gezahlt.

    Private Vorsorge unumgänglich

    Der beste Ausweg aus diesem Dilemma ist eine private Berufsunfähigkeitsversicherung, die speziell auf das eigene Risiko und den persönlichen Bedarf zugeschnitten wird. Ausschlaggebend sind hierbei das Eintrittsalter, der ausgeübte Beruf, das erzielte Einkommen und der Gesundheitszustand. Danach bemessen sich die versicherbare Höhe und die Beiträge für die private Berufsunfähigkeitsrente.

    Anders als in der GRV leistet die private Berufsunfähigkeitsversicherung, wenn ärztlich festgestellt wird, dass der Versicherte voraussichtlich für mindestens sechs Monate durch Krankheit, körperliche Beeinträchtigung oder Kräfteverfall seine zuletzt ausgeübte berufliche Tätigkeit zu weniger als 50 Prozent wahrnehmen kann. Dabei ist dem Prognosezeitraum größte Beachtung zu schenken, denn verschiedene Berufsunfähigkeitsversicherung Anbieter stellen hier noch auf drei Jahre bzw. voraussichtlich dauernd ab, was eine Einbuße von 30 Monatsrenten bedeuten würde.

    Welche Berufsunfähigkeitsversicherung soll man wählen?

    Die Auswahl für eine private BU-Rente ist sehr groß, denn es gibt verschiedenste Modell am Markt. Ein BU Vergleich online hilft aber sehr gut weiter, denn es werden die verschiedenen Bedingungen für eine private Berufsunfähigkeitsversicherung explizit gegenüber gestellt und sind somit vergleichbar. Der Berufsunfähigkeitsvorsorge sollte man größte Aufmerksamkeit schenken, denn schon mit Eintritt ins Berufsleben entstehen große Versorgungslücken. Wenn man sich für eine private Berufsunfähigkeitsversicherung für Auszubildende entscheidet, legt man einen soliden Grundstein für das ganze Leben.

    Gerade zu Beginn des Arbeitslebens hat man nämlich noch keine Entgeltpunkte in der GRV erarbeitet und somit auch keine Ansprüche auf eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung. Nur mit einer Berufsunfähigkeitsvorsorge, die sich nach Abschluss der Ausbildung an das höhere Einkommen anpassen lässt, vermeidet man den sozialen Abstieg und den lebenslangen Bezug von Sozialleistungen. Auch wenn die Versicherung natürlich Geld kostet, sie lohnt sich auf jeden Fall.

  • Leistungen der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung

    Für alle Personen, die nach dem 1. Januar 1961 geboren sind, sollte der Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung ein absolutes Muss darstellen, denn sie erhalten im Falle einer vorübergehenden oder dauerhaften Berufsunfähigkeit keinerlei gesetzliche Berufsunfähigkeitsversicherung Leistungen. Lediglich eine anteilige oder vollständige Erwerbsunfähigkeitsrente steht ihnen unter bestimmten Bedingungen zu.

    Leistungen der Berufsunfähigkeitsversicherung

    Alle Personen, die eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen haben, erhalten bei einer mindestens 50%igen Berufsunfähigkeit eine monatliche Rente in vereinbarter Höhe.

    Beim Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die monatliche Rente ausreichend hoch ist. Sonst kann es sehr schnell passieren, dass die berufsunfähige Person zum Sozialfall wird oder sich mit den Leistungen der staatlichen Grundsicherung zufrieden geben muss. Darüber hinaus wäre es sehr wichtig, dass die Leistungen bei Berufsunfähigkeit bis zur Vollendung des 65. oder des 67. Lebensjahres gewährt werden. Dadurch kann ein finanzieller Engpass bis zur Zahlung der regulären Altersrente vermieden werden. Unter bestimmten Umständen schließt die Berufsunfähigkeitsversicherung auch eine Leistung im Todesfall ein, welche dann an die Hinterbliebenen ausgezahlt wird.

    Berufsunfähigkeits- und Erwerbsminderungsrente

    Die Berufsunfähigkeitsrente ist nicht zu verwechseln mit einer Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung. Letztere wird nur dann gezahlt, wenn die betreffende Person grundsätzlich nicht mehr in der Lage ist, eine Vollzeitbeschäftigung auszuüben. Eine Berufsunfähigkeitsrente bezieht sich hingegen auf den erlernten oder den zuletzt ausgeübten Beruf. Hier wäre es unter bestimmten Umständen durchaus möglich, eine andere, wenn auch gänzlich artfremde Tätigkeit auszuüben. Aus diesem Grunde wäre es sehr wichtig, beim Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung auf die abstrakte Verweisung zu achten. Enthält die Versicherung einen entsprechende Klausel, dann heißt dies ganz konkret, dass sie erst dann zur Zahlung einer monatlichen Rente verpflichtet wäre, wenn die versicherte Person nicht mehr in einen anderen Beruf oder in eine andere Tätigkeit vermittelt werden kann. Eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung verzichtet grundsätzlich auf die abstrakte Verweisung. In diesem Falle bestünde ein Anspruch auf eine Berufsunfähigkeitsrente immer dann, wenn der Arzt eine vollständige oder mindestens 50%ige Berufsunfähigkeit festgestellt hat, die voraussichtlich mindestens 6 Monaten andauern wird. Darüber hinaus setzt in der Regel eine vollständige Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit ein.

    Berufsunfähigkeitsversicherung Anbieter

    Nahezu alle deutschen Versicherungsgesellschaften bieten eine private Berufsunfähigkeitsversicherung an. Dabei unterscheiden sich die Berufsunfähigkeitsversicherung Leistungen bei den einzelnen Anbietern zum Teil erheblich. Aus diesem Grunde lohnt es sich immer, vor dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung einen genauen Vergleich im Internet durchzuführen und dabei auch einen Vergleichsrechner für die Berufsunfähigkeitsversicherung Leistungen zu nutzen. Ist die passende Berufsunfähigkeitsversicherung gefunden, kann sie entweder direkt online oder bei einem Versicherungsmakler vor Ort beantragt werden. Dabei sind verschiedene Gesundheitsfragen zu beantworten. Sind bereits bestimmte Vorerkrankungen vorhanden, muss immer mit einer erheblichen Beitragserhöhung oder im schlimmsten Falle mit einer vollständigen Ablehnung des Versicherungsantrages gerechnet werden. Aus diesem Grunde empfiehlt es sich, möglichst frühzeitig eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Auch Auszubildende oder Studenten können diesen Schritt bereits tun.