Die neue Adresse bestimmt, welche DSL-Geschwindigkeiten dort möglich sind. Der alte Vertrag endet nicht automatisch mit dem Auszug. Wer vor dem Umzug die verfügbaren Anschlüsse und die Kündigungsfristen des bestehenden Vertrags prüft, vermeidet, dass er ohne Internet dasteht oder doppelt zahlen muss.
Verfügbarkeit an der neuen Adresse prüfen
Prüfen Sie zuerst die Verfügbarkeit an der neuen Adresse. Die Telekom bietet auf ihrer Website ein Formular an, in das Sie die neue Adresse eingeben. Sie sehen dann, welche DSL- und VDSL-Geschwindigkeiten an diesem Ort möglich sind und welche LTE-Optionen zur Verfügung stehen. Der Check zeigt nur das Angebot dieses einen Anbieters. Das gesamte Marktangebot sehen Sie erst, wenn Sie auch die Websites anderer Anbieter prüfen oder Vergleichsportale nutzen.
Das Ergebnis kann ernüchternd sein. In einem dokumentierten Fall stellte ein O2-Kunde nach dem Umzug fest, dass an der neuen Adresse nur DSL 16 möglich war. Laut Angaben des Netzbetreibers kamen tatsächlich nur 3 Mbit an. Das reicht für E-Mail und Surfen, aber nicht für Streaming oder Homeoffice. Wer auf schnelles Internet angewiesen ist, sollte die Verfügbarkeit prüfen, bevor er den Mietvertrag unterschreibt.
Kündigungsfristen und Sonderkündigung
Ihr bestehender Vertrag endet nicht automatisch, nur weil Sie umziehen. Sie müssen ihn innerhalb der im Vertrag genannten Frist kündigen. Die genauen Fristen stehen in Ihrem Vertrag oder in der Anbieter-App. Sie unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter.
Eine Ausnahme gibt es aber: das Sonderkündigungsrecht. Es erlaubt Ihnen, den Vertrag außerordentlich zu kündigen, wenn der Anbieter die vereinbarte Leistung an der neuen Adresse nicht erbringen kann. Der O2-Kunde aus dem genannten Fall kündigte vorzeitig und nahm seine Telefonnummer zum neuen Anbieter mit. Er beantragte die Sonderkündigung per Fax. Dafür müssen Sie nachweisen, dass die Leistung an der neuen Adresse nicht verfügbar ist. Speichern Sie das Ergebnis des Verfügbarkeitschecks und kontaktieren Sie den Anbieter schriftlich.
Den neuen Anschluss planen
Bestellen Sie den neuen Anschluss so früh wie möglich, denn der Anbieter braucht Zeit, um die Leitung zu aktivieren. Beim selben Anbieter können Sie den Vertrag in vielen Fällen mitnehmen und den Umzug online melden. Wenn Sie den Anbieter wechseln, planen Sie etwas Zeit ein, damit Sie nicht ohne Internet dastehen. Klären Sie außerdem, ob Sie Ihre Rufnummer behalten möchten, und beantragen Sie die Rufnummernübertragung rechtzeitig.
