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Beim Onlinekredit genau hinsehen

Viele Kreditsuchende sind der Meinung, dass ein günstiger Kredit online einfach zu finden ist. In der Tat gibt es eine ganze Reihe von Vergleichsportalen, die Kunden helfen, aus der großen Zahl der Angebote die Darlehen herauszufinden, die gute Zinsen bieten. Dennoch ist es wichtig, bei den Vergleichsrechnern genau hinzuschauen. Denn manche Portale liefern Verbrauchern umfangreiche Zinstabellen. Doch ob ein günstiger Kredit, der online ganz oben in der Liste steht, tatsächlich das beste Angebot für den Kunden ist, lässt sich erst nach eingehender Prüfung feststellen.

Persönliche Daten geben Aufschluss

Vergleichsportale sortieren die angebotenen Darlehen nach dem Zinssatz. Aus diesem Grund steht ein Onlinekredit mit günstigen Zinsen ganz oben. Der Kunde gibt bei den Kriterien für die Suche zunächst die gewünschte Kreditsumme ein. In manchen Fällen hängt der ausgewiesene Zins zusätzlich von der Laufzeit ab. Wünscht der Kunde eine längere Zeit für die Rückführung des Darlehens, kann der Zins steigen. Deshalb sollte der Kreditsuchende prüfen, ob sich der Zinssatz verändert, wenn er eine längere Laufzeit wählt. Lange Laufzeiten verteuern Kredite. Kreditinstitute vergeben Darlehen mit Laufzeiten zwischen einem Jahr und 120 Monaten. Kurze Laufzeiten bedeuten auch höhere Raten. Wer sich verleiten lässt und niedrigere Kreditraten wählt, sollte ausrechnen, ob er am Ende nicht doch draufzahlt. Besser ist es, eine niedrigere Kreditsumme zu wählen, um die Raten zu drücken. Sonst kann ein Darlehen zur teuren Falle werden.

Bonität prüfen

Banken personalisieren ihre Angebote erst, wenn der Kunde eine konkrete Anfrage nach einem Kredit stellt. Dann prüfen sie die Bonität des Kreditnehmers. Oft garantiert nur eine gute Zahlungsfähigkeit, dass der Kunde die guten Konditionen erhält. Besser ist es, wenn der Kunde in der Suchmaske angeben kann, dass er einen bonitätsunabhängigen Kredit wünscht. Dann verschlechtert sich der Zins nicht, wenn die Bank das Risiko eines Zahlungsausfalls höher einschätzt. Nur wenn ein Kreditsuchender weiß, dass er über eine ausgezeichnete Bonität verfügt, kann er sich das Kriterium „bonitätsunabhängig“ bei der Suche sparen. Ihm stehen dann alle Offerten des Kreditgebers mit guten Zinsen für solvente Kunden offen.

Überraschungen vermeiden

Jeder Kunde, der ernsthaft einen Kredit sucht, sollte sich um eine Selbstauskunft bei der Schufa bemühen. Das erspart ihm unangenehme Überraschungen. Dass Auskunfteien manchmal auch mit veralteten Daten arbeiten, ist allgemein bekannt. Bei einer Kreditanfrage haben falsche Daten schlimme Folgen. Dabei ist es relativ einfach, die Daten abzuklären. Mit einem Schreiben an die Schufa und mit entsprechenden Unterlagen lassen sich veraltete Eintragungen korrigieren. Wichtig ist darüber hinaus, dass das Kreditinstitut bei der Schufa eine Konditionsanfrage und keine Kreditanfrage stellt. Denn dann wird die Schufa Abfrage nicht gespeichert und führt auch nicht zu einem schlechteren Score Wert des Kunden.

Seriöse Kredite auch ohne SCHUFA?

Einen Kredit in schwierigen Fällen bieten deutsche Banken selten an. Denn die Standardkriterien für eine Kreditvergabe sind hierzulande hoch. So müssen Antragsteller nicht nur eine Festanstellung und ein entsprechend regelmäßiges Gehalt nachweisen können, sondern für größere Summen auch diverse Sicherheiten mitbringen. Kleine Summen wiederum die unter 2000 Euro liegen, werden von vielen Banken gar nicht erst finanziert. Mit das wichtigste Kriterium für die Kreditwürdigkeit ist aber die Bonitätsbewertung des Antragstellers durch die Schufa. Wer hier nur einen geringen Score erzielt, etwa weil er schon Schulden angehäuft hat, sollte sich nach alternativen Geldgebern umsehen.

Kredite aus dem Ausland

Eine naheliegende Alternative ist der Schweizer Kredit, so genannt, weil er ursprünglich von Schweizer Banken an deutsche Kunden vergeben wurde. Heute sind damit Darlehen gemeint, bei deren Vergabe keine Schufa-Auskunft eingeholt wird und die demzufolge auch keinen Eintrag ins Schufa-Register nach sich ziehen. Sie werden für gewöhnlich von ausländischen Banken vergeben. Dabei werden Kontaktaufnahme, Antragstellung und die gesamte Abwicklung von einem Kreditvermittler übernommen, der sich seine Arbeit ebenfalls mit einer Provision vergüten lässt.

In diesem Bereich gibt es viele Anbieter, die damit werben, Kredite auch in schwierigen Fällen beispielsweise ohne Schufa für Arbeitslose oder ohne Bürgen vermitteln zu können. Antragsteller sollten bei solch vollmundigen Versprechen Vorsicht walten lassen, da es durchaus Firmen gibt, die ihre Notsituation ausnutzen wollen. Auch für die meisten Schufa-freien Kredite bedarf es nämlich eines ausreichend hohen Einkommens oder einer zweiten Person, die wohlhabend genug ist, um als Bürge aufzutreten. Des Weiteren ist der Kredit in schwierigen Fällen häufig mit hohen Zinssätzen verbunden.

Unseriöse Angebote herausfiltern

Seriöse Kreditvermittler versprechen ihren Kunden nicht das Blaue vom Himmel herunter. Misstrauisch sollten Bewerber auch werden, wenn sie schon vor Vertragsabschluss diverse Vorauszahlungen leisten sollen oder wenn von ihnen die Unterzeichnung anderer Verträge beispielsweise von Versicherungen oder Sparprodukten verlangt wird. Unseriöse Anbieter behaupten in diesem Fall gern, der Abschluss dieser oder jener Versicherung würde die Chance auf ein Darlehen steigern. Tatsächlich liegt darin ihre Haupteinnahmequelle, bekommen sie doch für jede Unterzeichnung eine Provision.

Zu den seriösen Kreditvermittlern gehören beispielsweise Kreditbörsen, auf der sich jede Privatperson, ob arbeitslos, selbstständig oder in Ausbildung bewerben kann. Die Börse selbst vermittelt die Kreditgesuche an private Investoren, die wiederum einen kleinen Prozentsatz ihres Gewinns an die Börse als Provision abgeben. Der Bewerber selbst muss keine Provision bezahlen, jedoch einige Wochen Zeit mitbringen, bis sich ausreichend Anleger gefunden haben, die das eigene Gesuch unterstützen möchten. Wer das gewünschte Darlehen schnell benötigt, kann sich eventuell an ein Online-Pfandleihhaus wenden, das wertvolle Gegenstände wie Schmuck, hochwertige Uhren oder Sammlerobjekte in Zahlung nimmt.

Kredite Online vergleichen und sparen

Auf der Suche nach einem Darlehen kann man mit einem Online Kredit Erfahrungen sammeln. Da heute vieles über das Internet schnell und sicher erledigt werden kann und auch Bankgeschäfte zunehmend über das Netz abgewickelt werden, bietet es sich an, auch Kredite im Internet zu suchen, zu vergleichen und bei günstigen Konditionen auch abzuschließen. Allerdings gibt es bei einem online Kredit einige wichtige Aspekte, die Nutzer unbedingt beachten müssen. Denn nur so gelingt es, dass beim Online Kredit Erfahrungen positiv ausfallen.

Unterschied zum Filialkredit

Wer einen Kredit bei der Hausbank beantragt, nutzt in der Regel nur wenige Chancen, unterschiedliche Angebote und ihre Konditionen zu vergleichen. Im besten Fall hat er sich neben der Offerte seiner eigenen Bank noch die Kreditvorschläge von zwei bis drei anderen Kreditinstituten angeschaut. Bei der Suche im Internet dagegen sind die Möglichkeiten, zahlreiche Kreditangebote und die dafür fälligen Zinsen und Konditionen zu vergleichen, wesentlich größer. Und damit wachsen auch die Chancen, eine passende Offerte zu finden. Damit liegt der größte Unterschied für einen Verbraucher, der auf einen Online Kredit statt auf ein Darlehen aus der Bankfiliale setzt, in den Möglichkeiten und im Preis für seinen Kredit.

Niedrigere Zinsen und Gebühren für einen Online Kredit haben ihren Preis. Er liegt in der Beratung. Wird der Kredit in einer Bankfiliale beantragt, hat der Kunde einen Berater an der Seite. Bei Kreditportal im Netz ist es dagegen üblich, Kontakte und Absprachen per E-Mail und Telefon zu tätigen. Wem diese Informationen genügen und wer eventuell schon mit einem Online Kredit Erfahrungen gemacht hat, kann beim Darlehen aus dem Internet Geld sparen. Außerdem kann sich der Kunde die Bewertungen des Kreditportals anschauen, dort sehen, ob bereits andere Kunden über ihre Online Kredite Erfahrungen ausgetauscht haben und dann seine Entscheidung in Ruhe treffen.

So geht der Weg zum Kredit

Einen Kredit im Internet zu beantragen, läuft ähnlich wie bei einem ganz normalen Darlehen von der Bank. Allerdings legt man seinen Antrag nicht mehr selbst in der Bankfiliale vor. Als Kunde füllt man ein Online-Formular aus. Präzise Angaben, vor allem bei der Selbstauskunft, sind wichtig. Es folgen die übliche Prüfung der Bonität und die Abfrage eventueller Einträge bei der Schufa. Allein diese Abfrage hat keinen Einfluss auf den Schufa Score, für die Hausbank wird sie nicht sichtbar. Anschließend lädt sich der Kunde online den Kreditvertrag herunter. Alternativ kann er sich ihn auf dem Postweg zuschicken lassen.

Achten sollten Kunden bei einem Online Kredit vor allem darauf, dass der Kreditgeber nicht schon allein für das Versenden eines Angebots Bearbeitungsgebühren verlangt. Kunden machen mit einem Online Kredit schlechte Erfahrungen, wenn bereits vor der Ab- oder Zusage Kosten entstehen. Seriöse Kreditvermittler erkennt man daran, dass sie über sämtliche Preise offen auf ihrem Portal informieren. Ein wichtiger Hinweis auf gute Kreditgeber geben Prüfsiegel auf der Webpräsenz. Im besten Fall wurden diese von seriösen Organisationen, wie Verbraucherinitiativen, vergeben. Zu achten ist darüber hinaus auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der einzelnen Anbieter. Enthalten sollten darin zum Beispiel auch die Folgen sein, mit denen Kunden zu rechnen haben, die kurzfristig auf den Kredit verzichten oder bei denen aus unterschiedlichen Gründen auch einmal Raten ausfallen oder verspätet gezahlt werden.

Kosten gründlich vergleichen

Kreditnehmer müssen sich von Beginn an sehr genau darüber informieren, wie hoch die tatsächlich auf sie zukommenden Kosten sind. Setzen sie sich nicht mit den einzelnen Posten wie Abschluss- oder Bearbeitungsgebühren auseinander, könnten sie zu einem späteren Zeitpunkt mit zusätzlichen Ausgaben konfrontiert werden, die das Darlehen insgesamt verteuern. Haben Kunden mit einem Online Kredit kaum Erfahrungen, sollten sie sich vor der Suche nach passenden Angeboten gezielt mit möglichen Vergleichskriterien auseinandersetzen. Erleichtert wird ein Vergleich unterschiedlicher Offerten durch Kreditrechner, mit dem die Finanzierung des jeweiligen Anbieters im einzelnen aufgeschlüsselt werden. Eine große Bedeutung haben dabei die Kreditsumme, der Zinssatz einschließlich der Gebühren, die Laufzeit und die Höhe der monatlichen Raten. Objektiv wird der Vergleich, wenn identische Kreditsummen verglichen werden und der Kunde bei gleichen Laufzeiten erkennen kann, wie viel Geld er pro Monat abzahlen muss. Nicht zuletzt ist es wichtig, ob ein Darlehen vor dem Ende der Kreditlaufzeit abgelöst werden darf und ob dafür Extrakosten berechnet werden.

Online Kredite vergleichen und sparen

Wer einen Kredit in Deutschland braucht hat viele Möglichkeiten, an die notwendigen Finanzmittel zu kommen. Denn für schnelles Geld, das es über einen Kredit in Deutschland für Kunden mit ausreichender Bonität gibt, kann ein Kreditsuchender auf unterschiedliche Art und Weise zugreifen. Ob er das notwendige Geld wirklich günstig bekommen kann, hängt davon ab, welche Art Darlehen der Kunde wählt. Ein Kreditvergleich ist immer angezeigt. So lässt sich eine Menge Geld sparen.

Teure Varianten ausschließen

Viele Bankkunden wollen bei der Eröffnung für ihr Girokonto schnell auch einen Dispo beantragen. Wenn sie Geld brauchen, so die Überlegung, überziehen das Konto und haben die notwendigen finanziellen Mittel schnell zur Verfügung. Für eine kurzfristige Überbrückung mag der Dispo gut sein. Wer längere Zeit sein Konto mehr als ausnutzt, zahlt drauf. Denn der erlaubte Überziehungsrahmen, den die Banken als Kredit in Deutschland bei fast jedem Girokonto zulassen, kostet deutlich über 12 Prozent Zinsen. Dabei gibt es billige Alternativen.

Preiswert im Netz

Online Kredite sind eine solche Möglichkeit. Für die Kreditvermittlung im Internet gibt es viele Plattformen. Dort können Kreditsuchende innerhalb kurzer Zeit die Offerten unzähliger Anbieter vergleiche und das für sie beste Angebot auch gleich abschließen. Mit den Kreditplattformen im Netz brauchen Kunden nicht mehr mühselig in Filialbanken nach günstigen Krediten zu suchen. Allerdings lohnt es sich dennoch, auch einmal bei der Hausbank nach einer guten Offerte zu fragen. Kunden, die dort seit langem ein Girokonto und Geldanlagen haben, bekommen gute Konditionen.

Geld von privaten Anbietern

Eine weitere Möglichkeit ist der Privatkredit. Auf speziellen Plattformen im Netz suchen private Kreditkunden nach ebenfalls privaten Anbietern. Diese nutzen die Websites, um mit verliehenem Geld mehr Zinsen zu machen als mit einer herkömmlichen Geldanlage. Das Portal für Privatkredite bringt Kreditsuchende und Kreditanbieter zusammen. Meist finanzieren mehrere private Kreditgeber ein Projekt. Die Rückzahlung verläuft nach den ähnlichen Modalitäten wie bei einer herkömmlichen Bank. Der Vorteil beim Privatkredit ist, dass er auch für Menschen möglich ist, die mit keiner einwandfreien Bonität glänzen und deshalb vielleicht einen Eintrag bei der Schufa oder einer anderen Auskunftei haben. Ohne Sicherheitsprüfung gibt es aber auch diese Darlehen nicht.

Günstige Offerten suchen

Ganz gleich, ob ein Kreditsuchender ein Darlehen von einer Kreditbank, einem Kreditvermittler im Netz oder einen privaten Anbieter in Anspruch nimmt. Wichtig ist, alle Angebote genau zu vergleichen. Höhere Zinsen verteuern jeden Kredit. Beim Vergleich lassen sich alle Konditionen gegenüberstellen und gegeneinander abwägen. Gut sind Darlehen, bei denen die Gebühren nicht zu sehr ins Gewicht fallen und bei denen der Kunde seine Schulden ohne zusätzliche Kosten früher ablösen kann. So kann er aus einem teuren Kredit aussteigen, wenn er eine günstigere Offerte ausfindig machen kann.

Der billigste Kredit dank bester Zinsen

Dank der allgemein niedrigen Marktzinsen können Banken ihren Kunden besonders billige Kredite anbieten. Für den Kunden bedeutet das eine spürbare Reduzierung der Gesamtkosten. Vom neuen LED Fernseher über die Einbauküche bis hin zur Eigentumswohnung scheint jeder Wunsch realisierbar zu sein. Ein Darlehen wird dadurch auch für Personen interessant, die Finanzierungen sonst eher skeptisch gegenüberstehen.Wie günstig ein Kredit im Endeffekt ist, hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab. Werbung und tatsächliche Preisgestaltung klaffen hier manchmal weit auseinander.

Direktbanken sind oft günstiger

Filialbanken unterhalten oft landesweit ein dichtes Netz an Niederlassungen und einen entsprechend großen Kreis an Mitarbeitern. Die hohen Kosten für Pacht und Personal schlagen sich wiederum in der Zinshöhe nieder. Im Vergleich dazu können Direktbanken ihren Kunden häufig günstigere Darlehen anbieten, da sie meist nur in einer zentralen Niederlassung organisiert sind und ihre Kunden nicht vor Ort, sondern im persönlichen Gespräch am Telefon, im Livechat oder per Email betreuen. Sie sind also freier in ihrer Preisgestaltung und geben diesen Wettbewerbsvorteil durch billige Kredite an ihre Kunden weiter.

Aus dem nahezu unüberschaubaren Angebot an Online-Krediten muss nun jener herausgefiltert werden, dessen Konditionen am besten zur eigenen Lebenssituation passen. Hierzu bietet sich die Verwendung eines Vergleichsrechners an, der anhand der eingegebenen Daten wie beispielsweise Wunschrate und Laufzeit, eine Vorauswahl an Darlehen trifft und diese nach Zinshöhe sortiert. Der billigste Kredit ist so auf den ersten Blick ersichtlich. Ob der Interessent ihn jedoch zu dem beworbenen Preis erhält, steht auf einem anderen Blatt.

Auf die Bonität kommt es an

Die Kreditwürdigkeit des Antragstellers ist das wichtigste Kriterium für die Höhe der tatsächlichen Zinsen. Je besser also die Schufa-Auskunft ausfällt und je mehr der Bewerber verdient, desto günstiger bekommt er das Wunschdarlehen. Personen mit schlechterer Bonität hingegen müssen mit weitaus höheren Gesamtkosten rechnen. Das mag auf den ersten Blick widersinnig erscheinen, doch interpretieren Banken ein geringes Gehalt und einen schlechten Schufa-Score als Ausfallrisiken, die sie sich mit entsprechenden Zinssätzen vergüten lassen.

Außerdem sollten Kreditsuchende bei der Auswahl geeigneter Darlehen immer auf den effektiven Jahreszins achten, der in der Schnellübersicht oft nur im Kleingedruckten zu finden ist. Nur mit ihm lassen sich die erwartbaren Kosten präzise berechnen, denn er enthält neben dem Nominalzins auch sämtliche Bearbeitungskosten und etwaige Versicherungsbeiträge, die der Kunde nach Vertragsabschluss ebenfalls leisten muss. Ob der gewählte Direktkredit wirklich der günstigste ist, lässt sich also erst sagen, wenn die Bank auf Grundlage der persönlichen Daten des Antragstellers ein konkretes Angebot zur Unterschrift vorlegt.

Bester Kreditgeber

Wer bester Kreditanbieter ist, können Ihnen Vergleichstests und Internet-Portale nur ansatzweise verraten. Zu unterschiedlich sind die persönlichen Voraussetzungen, als dass ein verbindlicher Zinssatz pauschal genannt werden könnte. Kreditkonditionen sind immer auch eine Frage der persönlichen Bonität oder einer anderweitigen Sicherung des Kredits. Immerhin liefern Kreditvergleiche im Internet auf einen Blick die Zinsen und Kosten vieler Anbieter, die man sich sonst mühsam zusammensuchen müsste. Für einen ersten Eindruck sind die Online-Portale also gar nicht verkehrt.

Genau wissen, wonach man sucht

Damit Ihr persönlich bester Kreditgeber auch ganz oben im Internet-Ranking steht, müssen Sie sich zunächst genau darüber klar sein, welchen Finanzierungsbedarf Sie haben. Geht es um einen Immobilienkredit oder ein neues Auto? Da diese beiden Formen durch einen Grundbucheintrag bzw. eine Sicherungsübereignung des Fahrzeugs unabhängig von Ihrer Bonität gut gesichert sind, werden Sie viel günstigere Konditionen erhalten als bei einem Ratenkredit zur freien Verwendung oder für eine Umschuldung, wenn bereits finanzielle Verpflichtungen bestehen. Weiterhin hängt die Höhe der Zinsen von der Darlehenssumme und der gewünschten Kreditlaufzeit ab. Wenn Sie nicht sicher sind, welche Laufzeit für Sie passt, überlegen Sie zunächst, welche monatliche Rate Sie sicher – auch in schwierigen Monaten mit hohen anderen Kosten – aufbringen können. Online-Rechner übernehmen die Arbeit, aus Darlehenssumme, einem geschätzten Zinssatz und der maximalen Rate die Laufzeit zu ermitteln. Gehen Sie anschließend mit den so gewonnenen Eckdaten auf die Suche. Finden Sie auch beim besten Kreditanbieter nur höhere Zinssätze als den, den Sie im Kreditrechner zunächst angesetzt haben, rechnen Sie nochmals mit dem neuen Zins und runden vorsichtshalber ein wenig auf.

Konkrete Angebote nur mit persönlichen Daten

Seriöse Vergleichsportale werden Ihnen keinen verbindlichen Zinssatz anzeigen. Entweder finden Sie eine Zinsspanne, zum Beispiel zwischen 5 % und 15 %, oder es wird nur die Untergrenze angegeben mit dem Hinweis, dass der Zins bonitätsabhängig auch höher sein kann. Gerade wenn Sie keine sonderlich positive Beurteilung Ihrer Zahlungsfähigkeit erwarten, kommen Sie um eine konkrete Konditionsabfrage nicht herum. Dazu gehört auch die Unterschrift unter die Schufa-Klausel. Eine deutsche Bank oder Sparkasse wird nur mit Schufa-Auskunft einen Kreditvertrag abschließen. In der gesamten EU besteht die Verpflichtung, dass Kreditinstitute die Bonität ihrer Schuldner einschätzen müssen. Dafür gibt es in Deutschland die Schufa, in Österreich den Kreditsicherungsverein KSV 1870 und außerhalb der EU zum Beispiel in der Schweiz die Zentralstelle für Kreditinformation ZEK. Achten Sie darauf, dass eine Konditionsabfrage auch als solche behandelt wird. Sie darf nämlich nicht zu einem negativen Schufa-Eintrag führen. Häufig registrieren die Banken aber einen Kreditantrag, und wenn der Vertrag später nicht zustande kommt, verschlechtert das den Schufa-Score.

Ein passender Rechner für jeden Kredit

Mit einem Kreditrechner können Verbraucher nicht nur die Gesamtkosten für ihren Kredit online berechnen. Auch verschiedene Szenarien hinsichtlich Laufzeit und Ratenhöhe lassen sich durchspielen. Nutzer können hierbei auf zwei verschiedene Arten von Onlineanbietern zurückgreifen. Reine Rechentools gibt es beispielsweise für Ratenkredite, Tilgungsdarlehen oder Hypotheken. Mit speziellen Zinsrechnern lassen sich die effektiven Jahreszinsen eines Kredits im Detail darstellen, Disporechner hingegen ermitteln auf den Tag genau, wie teuer die Überziehung des Girokontos tatsächlich ist. Darüber hinaus gibt es die klassischen Vergleichsrechner, die dem Nutzer nach Eingabe der gewünschten Eckdaten passende Angebote verschiedener Kreditgeber präsentieren.

Aktuelle Angebote auf Vergleichsportalen

Sie eignen sich besonders für Nutzer, die nach konkreten Angeboten suchen und einen Eindruck der aktuellen Marktlage gewinnen wollen. Zu den erforderlichen Angaben gehören der Leihbetrag und die gewünschte Laufzeit. Diese liegt für gewöhnlich zwischen 12 und 120 Monaten. Auch der Verwendungszweck des Darlehens wird abgefragt. Dabei kann der Nutzer beispielsweise zwischen einem Kredit zur freien Verwendung, einer Fahrzeugfinanzierung oder einem Modernisierungsdarlehen wählen. Für Baufinanzierungen wiederum gibt es spezielle Vergleichstools. Weitere Variationen, etwa im Hinblick auf die Ratenhöhe oder den Zinssatz, sind nicht möglich. Anschließend werden dem Nutzer aktuelle Kreditangebote präsentiert, die zu seinen Angaben passen.

Ein Klick auf das einzelne Angebot führt den Nutzer bei den meisten Anbietern zum Anfrageformular an das jeweilige Kreditinstitut. Wer es ausgefüllt abschickt, erhält von vielen Banken zunächst eine vorläufige Bewilligung oder Ablehnung per E-Mail zugeschickt und muss, im Falle einer Bewilligung, die geforderten Unterlagen einsenden. Zu diesen gehören zum Beispiel Einkommensnachweise über einen Zeitraum von mehreren Monaten. Erst wenn diese Belege eingegangen sind, legt die Bank ein verbindliches Angebot vor und der angehende Kreditnehmer kann absehen, wie viele Zinsen er für seinen Wunschbetrag tatsächlich bezahlen muss. Vergleichsportale eignen sich daher nur bedingt, um einen Kredit online zu berechnen.

Rechner für alle Kreditarten

Schließlich arbeiten sie mit unverbindlichen Angaben, deren finale Ausgestaltung maßgeblich von der Bonität des einzelnen Kunden abhängt. Verbraucher, die zunächst herausfinden wollen, welche Kreditsumme sie sich überhaupt leisten können, verwenden besser einen Annuitätenrechner. Die meisten Ratenkredite werden nämlich in Form eines sogenannten Annuitätendarlehens vergeben. Dabei bezahlt der Kreditnehmer jeden Monat dieselbe Rate, die sich aus Zins und Tilgungsanteil auf die Gesamtschuld zusammensetzt. Im Fachjargon wird diese fixe Rate Annuität genannt. Entsprechende Tools eignen sich also für alle Arten von Ratenkrediten und verfügen über zahlreiche Variablen in der Eingabemaske um den gewünschten Kredit online zu berechnen.

Mit der Angabe von Leihsumme und Zinssatz lässt sich beispielsweise die Ratenhöhe bestimmen. Wer hingegen angibt, wie hoch die Monatsrate maximal ausfallen darf und welchen Zins er bei der Bank erhält, kann ermitteln, wie groß das Darlehen ausfallen darf. Darüber hinaus liefert der Annuitätenrechner einen detaillierten Tilgungsplan, an dem der Nutzer absehen kann, wie sich seine Restschuld im Zuge der Vertragslaufzeit verändert. Für andere Darlehensarten gibt es wiederum spezielle Onlinetools. Wer beispielsweise wissen will, wie viel ihn die Überziehung seines Girokontos kostet, kann die Dispositionsgebühr mit einem Disporechner ermitteln.

Dazu muss er lediglich Verfügungsrahmen, Überziehungsbetrag, den aktuell geltenden Zinssatz und die Anzahl der Tage eingeben, an denen sein Konto im Dispo steht. Weitere Strafzinsen, wie sie etwa für die Überschreitung des Dispokredites fällig werden, lassen sich alternativ dazu mit einem Verzugszinsenrechner kalkulieren. Angehende Bauherren oder Wohnungsbesitzer hingegen nutzen einen Hypothekenrechner, während Autofahrer, die einen neuen Leasingvertrag abschließen wollen, ihre Monatsrate oder den möglichen Anfangswert des neuen Fahrzeugs mit einem Leasingrechner ermitteln.

Einfacher Vergleich mit verfügbarem Einkommen

Online-Rechner im Internet helfen, die persönliche Kreditbelastung zu berechnen. Kennt man die Kreditsumme, den Zinssatz und die Laufzeit, ist die Rechnung mit den digitalen Helfern recht einfach. Am übersichtlichsten sind sogenannte Annuitätendarlehen. Sie werden so berechnet, dass die jährliche bzw. monatliche Summe aus Tilgung und Zinsen immer gleich bleibt. Die zugehörige Zinsberechnung ist zwar komplex, aber die Rechner im Internet beherrschen sie ebenso wie die gängigen Office-Tabellenkalkulationen.

Fallende Zinsen, steigende Tilgung

Annuitätendarlehen sind besonders bei der Immobilienfinanzierung verbreitet, man kann aber auch gewöhnliche Ratenkredite ohne Bindung an einen bestimmten Verwendungszweck entsprechend gestalten. Sie vereinbaren bei einem solchen Darlehen eine feste Rate, alternativ auch eine anfängliche Tilgung in Prozent der Darlehenssumme. Während die Restschuld zu Beginn der Laufzeit nur sehr langsam fällt, geht es später immer schneller. Das liegt daran, dass in der fixen monatlichen Rate immer weniger Zinsen, dafür umso mehr Tilgung enthalten ist. Der Prozess beschleunigt sich automatisch immer weiter – denn mehr Tilgung bedeutet weiter fallende Zinsen und das wiederum mehr Tilgung.

Einfacher Vergleich mit verfügbarem Einkommen

Ratenkredite mit gleichbleibender monatlicher Belastung haben den Vorteil, dass Sie die regelmäßige Kreditbelastung berechnen und Ihrem verfügbaren Einkommen gegenüberstellen können. Nichts anderes macht auch die Bank, wenn sie über die Kreditvergabe entscheiden soll. Es ist gut, wenn Sie in ein Gespräch mit Ihrem Berater oder in eine Suche auf Vergleichsportalen entsprechend vorbereitet starten. Wie hoch sind Einkommen und fixe Kosten? Was bleibt an einem Monatsende sicher übrig, auch unter Berücksichtigung von Beträgen, die nur quartalsweise oder jährlich fällig werden? Welche Rücklagen müssen Sie für unvorhergesehene Kosten oder kleine Extras einplanen, die Sie sich trotz Kreditbelastung gönnen möchten? Sind Kreditsumme, Zinssatz und maximale Rate gegeben, ermitteln Sie per Kreditrechner die erforderliche Laufzeit. Je länger die Laufzeit, desto höher sind in der Regel auch die absoluten Kreditkosten, denn Sie zahlen Zinsen über eine längere Zeit. Im Allgemeinen sind auch die Zinssätze bei längerer Vertragsdauer höher, denn einerseits wird das Risiko eines Zahlungsausfalls weniger gut vorhersagbar, andererseits ist auch die Möglichkeit mittelfristig wieder steigender Zinsen eingepreist. Aus diesen Gründen ist zwar eine möglichst kurze Laufzeit grundsätzlich die richtige Entscheidung, aber nicht um den Preis einer monatlichen Kreditrate, die Sie bei der kleinsten Abweichung von Ihrer Finanzplanung in neue Schwierigkeiten bringt.

Interessant für Umschuldungen

Die einfache Möglichkeit, eine fixe Kreditbelastung zu berechnen, ist besonders interessant für Menschen, die durch viele finanzielle Verpflichtungen den Überblick verloren haben – Dispo ausgeschöpft, diverse Ratenkäufe schlagen jeden Monat zu Buche, und die Bank verweigert frisches Geld. Die Ablösung aller laufenden Verpflichtungen durch einen einzigen Ratenkredit mit einer festen, gut kalkulierbaren Belastung schafft Ordnung und beseitigt das Gefühl, von Schulden erdrückt zu werden.

Beim Kreditrahmen realistisch bleiben

Um für ihre Kunden die Kreditrahmen zu berechnen, wenden Banken und Sparkassen verschiedene Methoden an. Ob ein Kunde überhaupt ein Darlehen erhält und wie hoch bei diesem der Rahmen ist, hängt zunächst einmal von der Bonität ab. Neben der Kreditwürdigkeit spielen auch noch andere Kriterien eine Rolle.

Individuelle Bedingungen beim Kunden

Banken prüfen nicht nur die persönliche Kreditwürdigkeit eines Darlehensnehmers, bevor sie ihm Kredite für günstige Zinsen gewähren. Neben der Höhe von Zins und Darlehensraten spielen auch das Einkommen des Kunden sowie seine Lebenshaltungskosten eine Rolle. Hat der Kunde Vermögen angespart, wird auch das in die Betrachtung einbezogen. Großen Wert legen die Banken auf Werthaltigkeit. Deswegen werten sie als günstiger, wenn der Kunde eigenes Kapital im Hintergrund hat. Darauf kann der Kreditgeber im Fall der Fälle zurückgreifen.

Belastung des Kunden

Eine Methode der Banken, den Kreditrahmen zu berechnen, besteht darin, die Belastung des Kunden zu bewerten. Dabei stellt die Bank die Höhe der Kreditraten in ein Verhältnis zum monatlichen Einkommen des Kunden. Gewertet wird das gesamte Einkommen pro Monat. Davon werden die Lebenshaltungskosten als so genannter Selbstbehalt abgezogen. Dazu kommt noch ein Sicherheitsabschlag, das ist das Geld, was der Kunde für unvorhergesehene finanzielle Ausgaben braucht. Das Geld, das nach dieser Rechnung übrig bleibt, ist die maximale Rate, die der potenzielle Kreditnehmer monatlich aufbringen kann. Daraus lässt sich der Kreditrahmen berechnen.

Nettoeinkommen zählt

Eine andere Methode wenden Banken an, wenn es um den Kreditrahmen etwa für den Bau eines Hauses oder den Kauf einer Wohnung geht. Bei dieser Methode stellen die Kreditinstitute vollständig auf die monatlichen Nettoeinnahmen ihres Kunden ab. Nach einer Faustformel, die von Kreditinstituten entwickelt wurde, ergibt das Nettoeinkommen mal 110 den höchstmöglichen Betrag, der als Kredit ausgezahlt werden kann. Fragt sich ein Kunde also, wie viel bekomme ich von meiner Bank geliehen, kann er das mit dieser einfachen Faustformel selbst ermitteln.

Für diese Form der Ermittlung des Kreditrahmens besteht das Nettoeinkommen des Kunden im Monat nicht nur aus dem Nettogehalt. Auch andere Einnahmen, wie Kindergeld oder Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung, Kapitalerträgen oder Hinterbliebenenrenten zählen dazu. Die Einkommen müssen regelmäßig erfolgen. Selbstverständlich muss der Kunde darüber hinaus eine gute Bonität vorweisen können. Eine Abfrage bei der Schufa und anderen Auskunfteien gehört also bei der Ermittlung von Kredithöhen und der letztendlichen Bewilligung immer dazu.

Realistisch bleiben

Einige Banken gewähren ihren Kunden in Zeiten niedriger Zinsen sehr hohe Kreditrahmen. Das liegt daran, dass auch Kreditinstitute Geld verdienen müssen. Da die Möglichkeiten günstiger Geldanlage nicht unendlich sind, versuchen sie, mit Kreditvergabe Kapital zu verdienen. Wer von seiner Bank einen sehr hohen Kreditrahmen eingeräumt bekommt, sollte genauer hinschauen und vor allem realistisch bleiben. Das Geld muss irgendwann an die Bank zurückgezahlt werden. Welche monatliche Belastung ein Kreditnehmer stemmen kann, kann er sich selbst ausrechnen. Das sollte die Basis für die Höhe eines Darlehens sein.

Keine Gebühren bei Krediten

Bearbeitungsgebühren für Kredite gehören in Deutschland weitgehend der Vergangenheit an. Über viele Jahre erhoben Banken diese Bearbeitungsgebühren bei Krediten in teils beträchtlicher Höhe, oft lagen sie zwischen 1 und 4 % der Darlehenssumme. Dem hat der Bundesgerichtshof im Oktober 2014 ein Ende bereitet.

Einschneidendes Urteil des Bundesgerichtshofs

Der Bundesgerichtshof entschied in einem spektakulären Fall, dass Bearbeitungsgebühren für Verbraucherdarlehen unzulässig sind. Sie ließen sich nicht ausreichend begründen, argumentierten die Richter. Ihren Arbeitsaufwand vor einem Kreditabschluss könnten Banken nicht mittels Bearbeitungsgebühren auf die Kunden abwälzen, da Aufgaben wie die Bonitätsprüfung allein im Interesse der Institute lägen. Nur Dienstleistungen zum Vorteil der Kunden könnten Geldhäuser als Gebühren berechnen.

Faktisch bedeutet das: Banken erheben seit diesem Urteil keine Bearbeitungsgebühren für Kredite mehr. Sämtlicher Aufwand im Vorfeld dient den Banken selbst, zum Beispiel zur Minimierung des Kreditausfallsrisikos. Auch die Ausstellung eines Kreditvertrags liegt in ihrem Interesse, nur so können sie mit ihren Finanzdienstleistungen Geld verdienen. Entsprechend können sie Kunden keine Leistungen in Rechnung stellen. Die grundsätzlichen Kosten für ihre Angebote können sie ausschließlich in Form von Zinsen erheben.

Die Gebührenfreiheit betrifft sämtliche Verbraucherdarlehen, auch Baufinanzierungen fallen darunter. Einen Sonderfall bilden Bausparverträge, hier erlaubt die Rechtssprechung ausdrücklich Abschlussgebühren. Das erklärt sich mit der Funktionsweise, die sich von gewöhnlichen Krediten unterscheidet. Bei Bausparverträgen profitieren Kunden davon, dass die Bausparkassen mit organisatorischem Aufwand Neuverträge abschließen. Die Sparleistungen von anderen ermöglichen es den Anbietern, billige Darlehen bereitzustellen. Deshalb agieren die Bausparkassen bei Abschlüssen im Sinne aller Kunden und dürfen die Gebühren in Rechnung stellen. Bei einem Vergleich von Verträgen sollten Interessierte diesen Kostenpunkt berücksichtigen, am besten nutzen sie hierfür einen Rechner auf einem Vergleichsportal.

Weitere Gebühren zulässig

Bearbeitungsgebühren für Kredite dürfen Banken nicht mehr erheben, andere Gebühren dagegen schon. Das gilt für Sonderleistungen innerhalb der Vertragslaufzeit. So können Banken die Möglichkeit von Sondertilgungen einräumen, dafür dürfen sie Gebühren berechnen. Auch für eine vorzeitige Kreditkündigung dürfen sie Gebühren verlangen, die sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung. Der Gesetzgeber hat hierfür Obergrenzen festgeschrieben. Bei Verbraucherdarlehen beträgt diese 1 % der Restschuld, bei einer Laufzeit von weniger als einem Jahr 0,5 %. Hierbei handelt es sich um Höchstwerte, bei guten Anbietern kostet die vorzeitige Rückzahlung der Restschuld weniger oder gar nichts. Interessierte sollten bei der Kreditwahl auf diesen Aspekt achten. Bei Bauspardarlehen müssen die Kreditgeber die Kosten penibel ausrechnen, nach zehn Jahren Laufzeit dürfen sie keine Gebühren mehr fordern. Bei Bausparverträgen können Kunden die Restschuld immer gebührenfrei tilgen.