Ein DSL-Kombitarif verbindet den Internetanschluss mit Festnetztelefonie. Eine Flatrate lohnt sich, wenn Sie regelmäßig deutsche Festnetznummern anrufen und der günstigere Tarif Gespräche einzeln berechnet. Telefonieren Sie überwiegend mit dem Smartphone oder über Internetdienste, ist ein DSL-Tarif ohne Telefon-Flatrate oft günstiger.
„Internet ohne Festnetz“ bedeutet bei DSL-Angeboten meist, dass die Telefonie fehlt – nicht die Festnetzleitung für den Internetanschluss. Prüfen Sie, ob der Tarif Gespräche ausschließt oder einzeln abrechnet.
Wann sich eine Festnetz-Flatrate lohnt
Eine Festnetz-Flatrate lohnt sich für Haushalte, die regelmäßig Angehörige, Arztpraxen oder andere Kontakte unter deren Festnetznummer anrufen. Wenn der Tarif die angerufenen Nummern einschließt, lassen sich die Kosten für diese Gespräche besser planen.
Auch wer ein Festnetztelefon zu Hause nutzt oder eine Festnetznummer behalten möchte, sollte die Tarifdetails vergleichen. Eine Festnetz-Flatrate schließt Gespräche zu Mobiltelefonen oder ins Ausland nicht automatisch ein. Beim Telekom-Tarif MagentaZuhause M sind laut Anbieter Gespräche ins deutsche Festnetz enthalten; Anrufe in deutsche Mobilfunknetze werden separat berechnet. Entscheidend sind daher die Tarifdetails und Ihre typischen Gesprächsziele.
Wann DSL ohne Telefon-Flatrate günstiger ist
Ein DSL-Tarif ohne Telefon-Flatrate ist interessant, wenn Sie das Festnetz selten nutzen und meist per Smartphone, Messenger oder anderen Internetdiensten telefonieren. Laut Verivox beträgt der Preisunterschied zwischen Tarifen mit und ohne Festnetztelefonie rund fünf Euro im Monat. Das ist ein Richtwert. Der tatsächliche Preisunterschied hängt vom Anbieter, der Internetgeschwindigkeit, Ihrer Adresse und möglichen Aktionspreisen ab.
Zusätzliche Gesprächskosten können den Preisvorteil schnell verkleinern. Für Gespräche ohne Flatrate nennt Verivox 19,9 Cent pro Minute als möglichen Preis. Bei diesem Preis entsprechen fünf Euro ungefähr 25 Gesprächsminuten im Monat. Die Rechnung ist nur ein grober Richtwert. Sie gilt, wenn sich die Tarife sonst kaum unterscheiden und die Gespräche ohne Flatrate kostenpflichtig sind.
So berechnen Sie den Preisvorteil
Teilen Sie den monatlichen Aufpreis der Flatrate durch den Minutenpreis des Tarifs ohne Flatrate. Das Ergebnis zeigt ungefähr, ab wie vielen kostenpflichtigen Gesprächsminuten die Flatrate rechnerisch günstiger wird. Bei fünf Euro Aufpreis und 19,9 Cent pro Minute liegt dieser Punkt bei etwa 25 Minuten.
Prüfen Sie Ihre letzten Telefonrechnungen oder schätzen Sie, wie viel Sie telefonieren. Unterscheiden Sie dabei zwischen Gesprächen ins Festnetz und Anrufen zu Mobiltelefonen oder ins Ausland. Die Flatrate schließt diese Anrufe nicht automatisch ein. Berücksichtigen Sie beim Vergleich die Gesamtkosten. Dazu zählen Aktions- und Regelpreis sowie Anschluss- und Routerkosten. Rechnen Sie auch mögliche Gesprächsgebühren ein. Stellen Sie möglichst Tarife mit ähnlicher Download- und Upload-Geschwindigkeit gegenüber.
