Bei der DSL-Suche zeigt die Postleitzahl, welche Netze in der Gegend verfügbar sind. Ob ein Tarif an Ihrer Wohnung buchbar ist und welche Geschwindigkeit dort verfügbar ist, klärt erst die vollständige Adresse: Ort, Postleitzahl, Straße und Hausnummer.
DSL überträgt Daten über Kupferleitungen. Die Geschwindigkeit hängt unter anderem von Länge und Zustand der Leitung bis zu Ihrem Haus ab. Deshalb unterscheiden sich verfügbare Tarife sogar zwischen benachbarten Häusern.
Warum die PLZ nicht genügt
Eine Postleitzahl gilt für viele Straßen und Anschlüsse. Daraus folgt nicht, dass DSL oder ein bestimmter Tarif an jeder Adresse verfügbar ist. Auch die angezeigte Geschwindigkeit für einen Ort oder ein Viertel gilt nicht automatisch für Ihre Wohnung.
Bei DSL zählt der konkrete Leitungsweg. Die Entfernung zur nächsten Vermittlungsstelle beeinflusst die erreichbare Geschwindigkeit; auch die Qualität der Kupferleitung spielt eine Rolle. Ein Nachbar kann deshalb einen schnelleren Anschluss haben, obwohl beide Häuser in derselben Straße liegen.
Was Breitbandatlas und Anbieterchecks zeigen
Der Breitbandatlas der Bundesnetzagentur hilft bei der ersten Orientierung. Er zeigt, welche Technologien und Bandbreiten in einem Gebiet vorkommen. Er fasst die Versorgung in Rasterzellen zusammen und gibt sie als Anteil der Haushalte an. Eine Adresse lässt sich darin zwar suchen, doch die Darstellung ist keine individuelle Zusage für einen Anschluss.
Beim Anbietercheck sehen Sie, welche Tarife der jeweilige Anbieter an Ihrer Adresse anbietet. Prüfen Sie deshalb die vollständige Anschrift bei den Anbietern, die für Sie infrage kommen. Ein Ergebnis gilt jeweils für das Angebot des betreffenden Anbieters und sagt nicht automatisch aus, was andere Anbieter bereitstellen.
Auch „Internet verfügbar“ sagt nicht eindeutig aus, ob DSL verfügbar ist. Je nach Netz kann eine Adresse über DSL, Kabel, Glasfaser oder Mobilfunk versorgt werden. Achten Sie beim Ergebnis darauf, welche Technik genannt wird und welche Geschwindigkeit für genau diese Adresse ausgewiesen ist.
Welche Angaben Sie brauchen
Für den Check brauchen Sie:
- Postleitzahl und Ort
- Straße und Hausnummer
Gibt es einen Hausnummernzusatz wie „a“ oder „b“, geben Sie ihn ebenfalls an. Bei einem Gebäude mit mehreren Eingängen sollten Sie die passende Anschrift verwenden. Anbieter fragen nicht alle dieselben Zusatzangaben ab; Wohnung und Etage gehören nicht grundsätzlich zu den erforderlichen Daten für einen DSL-Check.
Wenn der Anbieter die Adresse nicht findet oder das Ergebnis unplausibel wirkt, fragen Sie dort direkt nach. Halten Sie für eine Rückfrage die genaue Anschrift und, falls vorhanden, Angaben zu einem früheren Anschluss bereit. Verlassen Sie sich in solchen Fällen nicht allein auf die PLZ-Suche.
Verfügbarkeit und Geschwindigkeit unterscheiden
Ein Verfügbarkeitscheck prüft, ob ein Tarif an Ihrer Adresse angeboten wird. Ein Geschwindigkeitstest misst dagegen, wie schnell ein bereits vorhandener Anschluss zu einem bestimmten Zeitpunkt war. Das Ergebnis hängt unter anderem vom gebuchten Tarif und vom verwendeten Gerät ab. Es belegt daher nicht, welche Anschlüsse an einer anderen Adresse verfügbar sind.
Für die Suche gehen Sie am besten in zwei Schritten vor: Nutzen Sie den Breitbandatlas, um sich einen Überblick über die Technologien in der Umgebung zu verschaffen. Prüfen Sie anschließend die vollständige Adresse direkt bei den Anbietern. Vergleichen Sie dabei Technik und ausgewiesene Geschwindigkeit, bevor Sie einen Tarif auswählen.
