Auf den Seychellen liegen Strände, Bergwälder und geschützte Meeresgebiete dicht beieinander. So lassen sich Baden, Wandern und Tierbeobachtungen verbinden. Planen Sie Ausflüge und wählen Sie den Strand passend zu Wind, Regen und den Bedingungen am jeweiligen Tag.
Das Klima ist ganzjährig warm, doch nicht immer trocken, und nicht jede Küste bietet ruhiges Wasser. Mahé, Praslin und Curieuse bieten besonders viel Natur.
Mahé verbindet Wald und Küste
Im Morne-Seychellois-Nationalpark finden Sie Bergwald, Mangroven und Höhenlagen im Inselinneren. Dort wachsen heimische Pflanzen, darunter fleischfressende Arten, und leben einheimische Vögel. Wenn Sie wandern und anschließend ans Meer möchten, nehmen Sie den Anse-Major-Weg. Er führt durch die Landschaft Mahés bis zur Küste.
Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Angaben der Seychelles Parks and Gardens Authority (SPGA), der für mehrere Parks zuständigen Behörde. Für einzelne Wege gelten Eintrittsgebühren; beim Morne-Seychellois-Weg ist eine zugelassene Führung vorgeschrieben. Tragen Sie feste Schuhe und ausreichend Wasser. Trotz Schatten und kühler Luft ist es im Wald und auf den Anstiegen warm und feucht.
Praslin schützt seltene Arten
In der Vallée de Mai auf Praslin wächst die Coco-de-Mer-Palme. Sie kommt nur auf den Seychellen vor und ist damit endemisch. Das Schutzgebiet ist außerdem ein wichtiger Lebensraum des Seychellenpapageis und gehört zum UNESCO-Welterbe.
Mehrere Rundwege sind etwa 1,5 bis 4 Kilometer lang. Die Seychelles Islands Foundation gibt Öffnungszeiten von 8:30 bis 16:30 Uhr an; der letzte Einlass ist um 15:30 Uhr. Prüfen Sie Öffnungszeiten und Eintritt vor Ihrem Besuch, da sich diese Angaben ändern können. Planen Sie Zeit für die Wege ein und bleiben Sie auf den markierten Routen, damit Pflanzen und Lebensräume geschützt bleiben.
Curieuse zeigt Schildkröten und Mangroven
Curieuse lässt sich gut als Naturausflug mit dem Boot einplanen. Die SPGA nennt dort Hunderte Riesenschildkröten, Mangroven und heimische Pflanzen. Sechs der sieben auf den Seychellen bekannten Mangrovenarten kommen auf der Insel vor. Bei passenden Wetter- und Meeresbedingungen können Sie dort auch schnorcheln und tauchen.
Ein kontrolliert geführter Schildkröten-Naturpfad ist laut SPGA saisonal von Oktober bis Anfang März vorgesehen. Informieren Sie sich vor der Fahrt, ob der Pfad zugänglich ist. Beobachten Sie die Tiere mit Abstand und füttern Sie sie nicht. Da sie sich frei in ihrem Lebensraum bewegen, sind sie nicht immer zu sehen.
Wetter und Jahreszeiten auf den Seychellen
Die Seychellen haben ein tropisch-maritimes Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit und ganzjährig warmen Temperaturen. Historische Klimadaten aus den Jahren 1991 bis 2022 zeigen, dass Temperatur und Niederschlag im Jahresverlauf schwanken. Die Mittelwerte beschreiben typische Bedingungen im Jahresverlauf; das Wetter während Ihres Urlaubs kann davon abweichen.
Die Saison beeinflusst auch Ausflüge auf dem Wasser. Mai bis Juli sind vergleichsweise trockener und zugleich windiger. Im Juli und August können die Südostwinde die See aufrauen und Seegras an südliche und südöstliche Strände spülen. Ab November nimmt der Regen typischerweise wieder zu, doch auch dann gibt es sonnige Abschnitte. Packen Sie leichte Regenkleidung ein und prüfen Sie die Wetterlage, bevor Sie Wanderungen oder Bootstouren fest einplanen.
Wählen Sie Strände nach Bedingungen
Je nach Jahreszeit unterscheiden sich Wind und Seegang an den Küsten: Während des Nordwestmonsuns, ungefähr von Dezember bis März, können die Bedingungen an der Westküste problematisch sein; während der Südostwinde, ungefähr von Mai bis September, gilt das besonders für die Ostküste. Auch an bekannten Stränden wie Beau Vallon warnt die britische Reiseberatung bei rauer See vor gefährlichen Strömungen.
Fragen Sie vor dem Schwimmen bei Ihrer Unterkunft oder einer örtlichen Stelle nach den Bedingungen. Beachten Sie Warnschilder und schwimmen Sie nicht allein, wenn die See unruhig ist. Ruhig wirkendes Wasser ist keine verlässliche Auskunft über Strömungen. Wenn Baden nicht ratsam ist, bleibt der Strand trotzdem ein lohnendes Ziel für einen Spaziergang oder den Blick auf die Küste.
Regeln für Naturausflüge beachten
Auf den Seychellen stehen Wälder, Inseln und Meeresgebiete unter Schutz. Für die verschiedenen Schutzgebiete gelten unterschiedliche Regeln; einige sind für Besucher gesperrt. Für Ihre Reise zählt vor allem, die Vorgaben vor Ort einzuhalten: Bleiben Sie auf markierten Wegen, nehmen Sie Abfälle wieder mit und berühren Sie keine Tiere oder Korallen.
Lassen Sie bei Naturausflügen genug Zeit für Änderungen. Regen, Wind und Seegang können Wanderungen oder Bootsfahrten beeinflussen, und für einige Wege gelten Eintritts- oder Führungsvorgaben. Aktuelle Informationen der Parkverwaltung helfen Ihnen, Route und Tagesablauf passend auszuwählen.
