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Kreditaufnahme – darauf achten

Kredit zu nehmen, um Anschaffungen zu finanzieren oder sich Wünsche mit einem Bank Darlehen zu erfüllen, ist heute kein Problem – entsprechende Kreditwürdigkeit vorausgesetzt. Ob klassisch über die Bank vor Ort oder online über Direktanbieter im Internet, meist geht die Kreditbeantragung einfach und bequem. Doch darin liegt auch eine Gefahr. Wer häufig von der Kreditfinanzierung Gebrauch macht, verliert leicht den Überblick. Dann türmen sich Schulden auf und der Weg in die Schuldenfalle ist nicht weit.

Kann ich mir Kredit nehmen leisten?

Bei jeder Kreditaufnahme sollte daher darauf geachtet werden, ob die finanzielle Tragfähigkeit gegeben ist. Das ist einfach mit einer Haushaltsrechnung möglich. Dabei werden die regelmäßigen Einnahmen den regelmäßigen Ausgaben gegenübergestellt. Einnahmen entstehen normalerweise durch Lohn und Gehalt, Zinserträge und manchmal Mieteinnahmen, Ausgaben fallen für Wohnung, Auto, Lebenshaltung, Versicherungen und andere Zahlungsverpflichtungen an. Nur wenn bei den Einnahmen nach Abzug der Ausgaben ein ausreichender Überschuss übrig bleibt, um Kreditverpflichtungen bedienen zu können, ist die Kreditaufnahme gerechtfertigt. Ansonsten sollte das Finanzierungsvorhaben überdacht werden. In der Regel prüft der Kreditgeber die finanzielle Leistungsfähigkeit im Rahmen der Bonitätsbeurteilung.

Kreditrate beeinflussen

Oft ist es möglich, über die Wahl der Laufzeit die Ratenhöhe zu beeinflussen. Bei längeren Kreditlaufzeiten reduziert sich nämlich die monatliche Ratenbelastung. Ein Kredit, der bei kürzerer Laufzeit nicht tragbar ist, kann bei längeren Laufzeiten durchaus möglich sein. Gerade bei Ratenkrediten haben Kreditnehmer meist die Option, zwischen verschiedenen Laufzeiten zu wählen.

Kredit Angebot richtig vergleichen

Die Zahl der Kreditangebote am Markt ist vielfältig. Um festzustellen, welcher Kredit der günstigste ist, reicht es nicht aus, alleine auf den Zinssatz zu schauen. Oft sind mit der Kreditaufnahme noch weitere Kosten und Gebühren verbunden, die je nach Anbieter durchaus unterschiedlich ausfallen können. Eine gute Vergleichsgröße ist der effektive Jahreszins. Er muss generell bei Kreditangeboten an Verbraucher angegeben werden. Er berücksichtigt nicht nur den Zins, sondern auch weitere Kostenelemente. Allerdings erfasst auch der Effektivzins nicht alles, zum Beispiel nicht die Kosten einer freiwilligen Restschuldversicherung. Neben dem Kostenvergleich empfiehlt sich ein Blick auf die Kreditbedingungen. Möglichkeiten für Sondertilgungen, Ratenaussetzungen und -anpassungen sind für die Kreditaufnahme ebenfalls wichtig.

Kredit nehmen bei Händlerfinanzierung

Häufig bieten Händler beim Kauf eine Kreditfinanzierung zu besonders niedrigen Effektivzinsen an. Allerdings entfällt dann die Möglichkeit zur Aushandlung von Barzahlungsrabatten. Hier ist abzuwägen, was günstiger ist: die Händlerfinanzierung ohne Rabatt oder eine normale Kreditfinanzierung über die Bank mit Ausnutzung des Barzahlungsvorteils.

Was tun bei Kreditproblemen?

Wenn schon viele Kredite bestehen und die Schulden über den Kopf zu wachsen drohen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Lage wieder in den Griff zu kriegen. Voraussetzung dafür ist immer strikte Haushaltsdisziplin. Notwendig sind Einsparungen und Verzicht auf weitere Kredite. Oft hilft schon Umschuldung weiter. Dabei werden die bestehenden Kreditverpflichtungen in einen neuen Kredit umgeschuldet. Das schafft mehr Transparenz und durch die Laufzeitwahl kann die monatliche Belastung tragfähig gestaltet werden. Auch der Gang zur Schuldnerberatung hilft weiter. Ein Schufa freier Kredit ist dagegen in der Regel keine Lösung. Diese Angebote sind oft besonders teuer und nicht selten unseriös. Wer seine Schuldenprobleme mit immer mehr Krediten zu lösen versucht, verschärft es meistens noch.

Der Dispositionskredit und seine Besonderheiten

Eine besondere Form eines Verbraucherdarlehens stellt der Dispositionskredit oder auch Dispo Kredit dar, der Inhabern eines Girokontos die Überziehung des Guthabens in einem festgelegten Rahmen für unbestimmte Zeit erlaubt. Bei regelmäßigem Einkommen und einer guten Bonität haben volljährige Inhaber eines Girokontos die Möglichkeit, einen Dispo Kredit eingeräumt zu bekommen.

Grundsätzliche Regeln für einen Dispo Kredit

Eine Dispositionskredit stellt dem Kontoinhaber eine unbefristete Kontokorrentlinie zur Verfügung, die als Rahmen über das Guthaben hinaus für den Zahlungsverkehr genutzt werden kann. Dafür darf die Bank Zinsen erheben, diese aber maximal alle drei Monate belasten. Vor Inanspruchnahme muss die Bank ihren Kunden darüber informieren,

. wie sich die Höchstgrenze des Limits gestaltet,

. wie hoch der aktuelle Zins für diesen Kredit ist,

. wann und unter welchen Bedingungen der Zinssatz geändert und

. unter welchen Voraussetzungen der zusätzliche Vertrag beendet werden kann.

Für die Einrichtung eines Dispositionskredites ist es zwingend erforderlich, dass der Kontoinhaber volljährig ist und über ausreichend Bonität verfügt. Banken legen in der Regel die monatlichen Einkünfte zur Bemessung des Kreditrahmens zugrunde, indem sie das 2- bis 3-fache der regelmäßigen Bezüge zur Überziehung des Kontos einräumen. Die Berechnung der Zinsen erfolgt dann tagesgenau und wird meist quartalsweise dem Girokonto belastet.

Einseitiges Angebot der Bank

Insbesondere bei langjährigen Kundenverbindungen, die der Bank einen fundierten Überblick zur finanziellen Situation des Kunden erlaubt, kann ein Angebot zur Einräumung eines Dispo Kredites entweder einfach auf dem Kontoauszug erscheinen oder schriftlich mitgeteilt werden. Der Vertrag kommt erst dann zustande, wenn der Kontoinhaber eine Verfügung über sein Guthaben hinaus veranlasst. Dann gelten automatisch die zu diesem Zeitpunkt aktuellen Konditionen, die die Banken regelmäßig auf den Kontoauszügen ausweisen. Dem Bankkunden steht somit das eingeräumte Limit für Abhebungen und den bargeldlosen Zahlungsverkehr zur Verfügung.

Geduldete Überziehung

Wird das Guthaben oder das eingeräumte Limit vom Bankkunden ungenehmigt überzogen, ist es der Bank überlassen, ob sie die Zahlungsanweisung ausführt und damit eine geduldete Überziehung einräumt. Diese Duldung löst aber keinen Anspruch auf Kredit aus, auch wenn die Bank im Prinzip das Angebot des Kontoinhabers auf das Einräumen eines Überziehungskredites annimmt.

Gängige Verfahrensweise bei einem Dispo Kredit

Die regelmäßigen Zahlungseingänge auf dem Girokonto bilden also die Grundlage für die Einräumung eines Kontokorrentkredites. Dabei geht die Bank davon aus, dass der Kontoinhaber die in Anspruch genommene Kreditsumme kurzfristig wieder ausgleicht, so dass keine zusätzlichen Sicherheiten bei der Einrichtung verlangt werden. Sollte es zur dauerhaften Inanspruchnahme und Überschreitung des Limits kommen, kann die Umschuldung in einen preiswerteren Ratenkredit zur Wiederherstellung des finanziellen Spielraumes sinnvoll werden. Auch wenn der vereinbarte Rahmen kurzfristig überschritten werden muss, sollte in jedem Fall mit der Bank im Vorfeld über die Notwendigkeit und die Aussichten auf Rückführung gesprochen werden.

Die Zinsen für einen Dispo Kredit richten sich am Markt aus und sind variabel. Bei einer Überziehung des Limits werden noch höhere Zinsen fällig. Grundsätzlich erfolgt die Berechnung täglich und exakt auf die in Anspruch genommene Summe, allerdings ist das Zinsniveau deutlich höher, als es zum Beispiel die Zinssätze in der Immobilienfinanzierung hergeben. Ein Dispo Kredit ist grundsätzlich zur kurzfristigen Inanspruchnahme gedacht, sollte entsprechend verantwortungsbewusst genutzt und schnell wieder zurückgeführt werden.

Variable Darlehen mit Zinsobergrenze

Cap Darlehen sind Kredite mit variablem Zinssatz und begrenztem Zinssteigerungsrisiko. Neben dem klassischen Annuitätendarlehen, das in festen, meist monatlich gleichbleibenden Raten zurückzuzahlen ist, bieten zahlreiche Banken auch Kredite mit variabler Verzinsung an. Besonders bei der kurz- und mittelfristigen Immobilienfinanzierung werden diese nicht selten vereinbart. Dabei erfolgt die Festlegung eines Anfangszinssatzes, der an die Entwicklung eines bestimmten Referenzzinssatzes gekoppelt wird. Hierbei wird meist der EURIBOR als Bezugsgröße gewählt. Dabei handelt es sich um den an jedem Bankarbeitstag ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz für Euro-Termingelder im Interbankenhandel, der auf den Briefkursen von 32 führenden Kreditinstituten im Euro-Raum beruht. Häufig wird bei Krediten der EURIBOR für drei- und sechsmonatige Laufzeiten als Referenzgröße vereinbart. Da dieser Zinssatz schwankt, werden bei variabel verzinslichen Darlehen bestimmte Stichtage fixiert, an denen eine Anpassung des Darlehenszinses an den aktuellen EURIBOR Zinssatz erfolgt. Oft geschieht dies quartalsweise oder halbjährlich.

Ein Cap Darlehen besitzt die Besonderheit, dass vertraglich eine Zinsobergrenze (Cap) vereinbart wird, Damit wird dem Interesse des Kreditnehmers Rechnung getragen, dass die Entwicklung der Zinsbelastung für ihn in gewissen Grenzen kalkulierbar bleibt. Wirtschaftlich betrachtet entspricht ein solches Darlehen eine Kombination aus einem festverzinslichen Darlehen und zwei Zinsderivaten, nämlich je einem Zinsswap und einem Zinscap. Überschreitet zu einem Zinsanpassungstermin der Referenzzins den vereinbarten Cap (Zinsdeckel), gilt für den Darlehensnehmer eine Zinssteigerung nur bis zu dieser Obergrenze. Umgekehrt profitiert er bei sinkendem Zins von jeder Zinssenkung. Neben der Zinsobergrenze (Cap) kann ein Cap Darlehen auch eine Zinsuntergrenze (Floor) enthalten. In diesem Falle entsteht ein vertraglich definierter Zinskorridor, der banktechnisch als Collar (Kragen) bezeichnet wird.

Vor- und Nachteile des Cap Darlehens

Ein Cap Darlehen eignet sich für solche Darlehensnehmer, die einerseits den Zinsvorteil eines Darlehens mit variabler Verzinsung nutzen möchten, andererseits aber nur ein begrenztes Risiko für den Fall einer Zinssteigerung eingehen wollen. Während das klassische Bank Darlehen (Annuitätendarlehen) ein hohes Maß an Kalkulierbarkeit besitzt, weil Laufzeit und Ratenhöhe vertraglich fixiert sind, riskiert der Kreditnehmer bei Vereinbarung eines variablen Zinses die Erhöhung der monatlichen Raten. Wie hoch das Risiko tatsächlich ist, ergibt sich aus der Ausgestaltung des Caps. Greift dieser – wie dies häufig der Fall ist – erst bei einer massiven Zinssteigerung ein, ist das Zinsrisiko erheblich. In diesem Falle kann der Darlehensnehmer von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen, das ihm vertraglich meist für jeden Fall der Zinssteigerung zum jeweiligen Zinsanpassungstermin eingeräumt wird. Außerdem kann der Darlehensnehmer in dieser Situation den Kredit ohne Vorfälligkeitsentschädigung ganz oder teilweise vorzeitig tilgen. Erwartet der Darlehensnehmer kurzfristig Tilgungsgelder, ist diese Darlehensform vorteilhaft.

Daher eignet sich das Cap Darlehen für solche Kreditnehmer, die kurzfristig mit einer erheblichen Zinssteigerung rechnen und imstande sind, für diesen Fall die Darlehensschuld zu tilgen oder eine günstige Anschlussfinanzierung zu finden. Häufig wird diese Form des Darlehens für einen Zwischenkredit vereinbart. Wer einen günstigen Kredit aufnehmen möchte, sollte allerdings bedenken, dass sich das Kreditinstitut die Zinsdeckelung mit einer sogenannten Cap-Prämie vergüten lässt. Diese besteht in einem Zinsaufschlag, der oft 1,5 bis 2,5 % Jahreszinsen, bezogen auf den bei Vertragsschluss geltenden Marktzins für zinsvariable Kredite, betragen kann. Nicht selten ist dann ein klassischer Ratenkredit vorteilhafter.

Riester-Darlehen als Altersvorsorge

Mit der Riester-Rente unterstützt der Staat Verträge für die private Altersvorsorge, die sich angesichts eines geringen Niveaus der gesetzlichen Rente dringend empfiehlt. Dabei erfreut sich die Spezialform des Wohn-Riesterns zunehmender Beliebtheit. Hier erhalten die Vorsorgenden keinen Zuschuss auf einen Sparbetrag, den sie später als monatliche Rentenleistung ausgezahlt bekommen. Stattdessen fördert der Staat das Sparen und spätere Finanzieren eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung.

Der Staat fördert Wohneigentum: Wohn-Riester

Eine zusätzliche Rentenleistung stellt im Ruhestand ein angenehmes Leben sicher. Noch attraktiver ist es, wenn im Alter geringere Kosten anfallen. Wer als Senior eine eigene Wohnung besitzt, erspart sich dauerhaft den größten Ausgabeposten und kann zugleich Nachkommen eine Immobilie vererben. Wohneigentum erweist sich als beste Form der privaten Altersvorsorge, zumal in vielen Regionen mit weiter stark steigenden Mieten zu rechnen ist. Viele Ältere können sich diese Kosten in ihrem Stadtteil in Großstädten nicht mehr leisten und müssen dann im Alter ihre gewohnte Umgebung verlassen und die Beschwernisse eines Umzugs auf sich nehmen. Mit Wohn-Riestern verhindern sie diesen Lebenseinschnitt.

Bei dieser Eigenheimrente erhalten Nutzer einen Zuschuss für das Ansparen und die Darlehenstilgung. Diese Unterstützung gewährt der Staat nur, wenn Interessierte ein entsprechend zertifiziertes Produkt wählen und die allgemeinen Voraussetzungen erfüllen. So müssen sie zulageberechtigt sein, was zum Beispiel auf sämtliche sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zutrifft. Gefördert wird jedes selbst genutzte Wohneigentum, sowohl gekaufte und gebaute Eigenheime als auch Eigentumswohnungen. Dazu zählen auch innerhalb einer Genossenschaft erworbener Wohnraum sowie ein lebenslanges und damit eigentumsähnliches Dauerwohnrecht. Insgesamt betragen die Einsparungen durch die staatliche Förderung bis zu 50 000 Euro, das rasch steigende Interesse an Riester Darlehen erklärt sich aus dieser finanziellen Attraktivität.

Wie das Wohn-Riestern genau funktioniert

Die Zulagen für ein Riester Darlehen gleichen den Zahlungen bei allen Riester-Varianten. Jeder erhält eine Grundzulage von 154 Euro im Jahr. Es kommen für Kinder mit Kindergeld-Anspruch weitere Zuschüsse hinzu, für vor 2008 geborene Kinder beträgt die Förderung 185 Euro jährlich, für ab 2008 Geborene 300 Euro. Für die volle Unterstützung müssen Vorsorgende gewährleisten, dass sie vier Prozent ihres Brutto-Einkommens als Eigenleistung aufbringen. In diese vier Prozent können sie aber die Zulagen einberechnen, sodass der tatsächliche Eigenanteil niedriger liegt. Die Zuschüsse überweist der Staat sowohl in der Anspar- als auch in der Darlehensphase. Bei einem Bausparvertrag sparen Kunden zum Beispiel über einen gewissen Zeitraum Kapital an, welches die Bausparkasse verzinst. Ab einer bestimmten Summe können sie die Baufinanzierung in zuvor vereinbarter Höhe und mit festem Zins für eine bestimmte Dauer beantragen. Dann zahlen sie keine Sparraten mehr, sondern tilgen mithilfe des Staats das Riester Darlehen. Zudem profitieren sie in beiden Phasen von Steuererleichterungen, bis zu 2100 Euro jährlich können sie in ihre Einkommenssteuererklärung eintragen.

Im Ruhestand müssen sie dann nachgelagert Steuern zahlen. Das erweist sich jedoch als Vorteil, da der individuelle Steuersatz im Alter meist niedriger liegt als während des Erwerbslebens. Bei gewöhnlichen Riester-Verträgen zieht das Finanzamt zur Berechnung die Renteneinkünfte her. Beim Wohn-Riestern greifen sie aufgrund der anderen Funktionsweise auf ein sogenanntes Wohnförderkonto zurück: Dort wird virtuell ein steigender Betrag festgehalten, von dem die Kunden später einen persönlichen Steueranteil abführen müssen. Für den Fall der Zweckentfremdung müssen sämtliche Zulagen zurückgezahlt werden. Das gilt vor allem dann, wenn das Haus oder die Wohnung verkauft wird. Es gibt aber Ausnahmen: Wenn der Verkaufserlös sofort in neues Eigentum investiert wird, dürfen Vorsorgende die Unterstützung behalten. Das Gleiche trifft zu, wenn die Immobilie zwischenzeitlich vermietet und vor dem Renteneintritt wieder selbst genutzt wird. Das kann zum Beispiel bei einem berufsbedingten Umzug der Fall sein. Es empfiehlt sich stets, zuvor Kontakt mit einem Bankberater aufzunehmen.

Was beim Anbietervergleich zu beachten ist

Die staatliche Förderung macht das Wohn-Riestern nur grundsätzlich attraktiv. Letztlich kommt es auf die Qualität des Vorsorgevertrags an, wie stark Sparer von den Zuschüssen profitieren. Zahlreiche Bausparkassen und Banken vertreiben Riester Darlehen. Die Konditionen und damit die Kosten bestimmen die Anbieter in Eigenverantwortung. Wie bei allen Finanzprodukten finden sich am Markt enorme Unterschiede. Interessierte sollten die einzelnen Kredite intensiv miteinander vergleichen. Bei einem Riester-Darlehen geht es um eine hohe Geldsumme, dadurch wirken sich auch kleine Unterschiede bei den Zinsen in erheblichem Maße aus.

Drei Aspekte verdienen beim Vergleichen Berücksichtigung, egal, über wie viele Euro der Kredit vereinbart wird. Erstens sollten Interessierte die Zinsen in der Ansparphase begutachten. Zweitens sollten sie die Bereitstellungszinsen für das Darlehen miteinander vergleichen. Insbesondere die Berechnung der Zinsen für das Darlehen entscheidet über die Attraktivität eines Vertrags. Die Kreditsumme beträgt gewöhnlich mehrere Zehntausende oder über hunderttausend Euro, Zehntel Prozentpunkte Mehrzinsen schlagen enorm zubuche. Zudem empfiehlt jeder Kredit Ratgeber, Gebühren zu beachten. Diese fallen zum Beispiel beim Abschluss an, aber auch bei einer vorzeitigen Kündigung oder falls jemand später den Kredit umschulden möchte.

Immobilienfinanzierung mit dem Bausparkredit

Bei einem Bauspardarlehen handelt es sich um ein Annuitätendarlehen, das untrennbar mit dem Bausparvertrag verbunden ist. Der Bausparvertrag besteht grundsätzlich aus dem vom Kunden angesparten Guthaben und dem Darlehen. Das angesparte Guthaben und das Darlehen ergeben zusammen die Bausparsumme. Jede Bausparkasse gibt in der Regel vor bis zu welchem Betrag das Guthaben angespart werden muss, ehe das Darlehen gewährt werden kann. Oftmals liegt die erforderliche Summe bei 40 bis 50 Prozent. Das heißt, wenn Verbraucher einen Bausparvertrag über 100.000 Euro abschließen, müssen sie 40.000 bis 50.000 Euro selbst ansparen, bevor sie das Darlehen von 50.000 bis 60.000 Euro in Anspruch nehmen können.

Ein Bauspardarlehen darf nur für wohnwirtschaftliche Zwecke wie den Bau oder den Kauf einer Immobilie verwendet werden. Um überhaupt ein solches Darlehen in Anspruch nehmen zu können, müssen Verbraucher einen Bausparvertrag abschließen und diesen entsprechend bedienen. Das heißt, dass Verbraucher erst einmal regelmäßig sparen müssen. Um den Bausparkredit zugeteilt zu bekommen, müssen zudem die Zuteilungsvoraussetzungen der jeweiligen Bausparkasse erfüllt werden. In der Regel wird auch die Kreditwürdigkeit des Darlehensnehmers überprüft. Bonitätsunabhängige Kredite werden von den Bausparkassen in der Regel nicht vergeben.

Verlässliche Konditionen

Der Bausparkredit zeichnet sich wie ein Annuitätendarlehen durch regelmäßige, zumeist gleich bleibende Rückzahlungsraten aus. In den Rückzahlungsraten sind sowohl die Zinsen als auch die Tilgung enthalten. Wie hoch das Darlehen ist, hängt zum einen von der gewählten Bausparsumme ab und zum anderen vom jeweiligen Bauspartarif. Dem Bauspartarif können Verbraucher beispielsweise die Höhe der Darlehenszinsen, die Laufzeit und die Tilgung entnehmen. Das Darlehen umfasst je nach Tarif 50 bis 60 Prozent der gesamten Summe. Das Darlehen wird in voller Höhe ausbezahlt. Das heißt, das Darlehen wird ohne Disagio an den Kreditnehmer ausgegeben.

Der Vorteil eines Bauspardarlehens ist darin zu sehen, dass sich Verbraucher auf verlässliche Konditionen einstellen können. Die Zinsen für das Bauspardarlehen werden im Bauspartarif festgehalten und sind nicht von aktuellen Zinsschwankungen am Kapitalmarkt betroffen. Die Zinsen werden für die gesamte Laufzeit des Darlehens festgeschrieben. Die Laufzeit eines Bausparkredits liegt in der Regel bei 10 bis 11 Jahren. Vertraglich vereinbart wird auch, wie hoch die monatlichen Tilgungsraten für das Darlehen während der gesamten Laufzeit sein werden. Wer eine Immobilie erwerben oder bauen möchte, genießt mit dem Bausparvertrag daher Planungssicherheit. Sondertilgungen sind bei Bausparkrediten in der Regel möglich.

Verwendung eines Bauspardarlehens

Bauspardarlehen dürfen nicht für die Finanzierung einer Reise oder eines Fahrzeugs genutzt werden. Die Verwendung dieses Darlehens beschränkt sich auf wohnwirtschaftliche Maßnahmen. Dazu gehört beispielsweise der Kauf einer Immobilie. Auch der Bau einer Immobilie kann mit solch einem Darlehen finanziert werden. Auch die Renovierung und die Sanierung des eigenen Heims können mithilfe eines Bauspardarlehens durchgeführt werden. Wer Kredite zusammenfassen möchte, kann hierfür ebenfalls den Bausparvertrag nutzen, wenn es sich um Kredite handelt, die für wohnwirtschaftliche Zwecke aufgenommen wurden. Wenn Sie also bereits einen Kredit für die Renovierung aufgenommen haben, können Sie diesen in der Regel mithilfe eines Bauspardarlehens ablösen.

Vorteile und Nachteile dieses Darlehens

Bausparkredite bieten Ihnen einige Vorteile. Ein großer Vorteil ist die Flexibilität dieses Darlehens. Wenn Sie dieses Darlehen in Anspruch nehmen, haben Sie grundsätzlich die Möglichkeit zur Sondertilgung. Durch gelegentliche oder auch regelmäßige Sondertilgungen können Sie Ihre Schuldenlast schneller verringern. Zudem erhalten Sie unter bestimmten Voraussetzungen eine staatliche Förderung für Ihren Bausparvertrag. Als Nachteil können die geringen Guthabenszinsen, die während der Ansparphase entstehen, angesehen werden. Zudem werden Abschlussgebühren bei einem Bausparvertrag fällig. Langfristige Kredite wie das Bauspardarlehen müssen gut überlegt werden. Bevor Sie sich für einen Bausparvertrag und ein damit verbundenes Darlehen entscheiden, sollten Sie erst einmal aktuelle Angebote vergleichen. Auch bei den Bausparverträgen gibt es Unterschiede und durch einen Vergleich können Sie das Angebot finden, das am besten zu Ihren Bedürfnissen passt. Bei vielen Bausparkassen können Sie Ihre Kredit Anfrage heutzutage auch online stellen.

Geld sparen: Baukredit mit Bedacht wählen

Ein Immobilienerwerb erfordert meist einen Baukredit in sechsstelliger Höhe, den Eigenheimbesitzer dann über mehrere Jahrzehnte tilgen. Schon minimale Zinsunterschiede summieren sich angesichts des enormen Betrags und der langen Laufzeit zu viel Geld. Deshalb empfiehlt sich ein Kreditvergleich, bei dem möglichst alle infrage kommenden Anbieter einbezogen sind. Neben den Filialbanken sollten Interessierte daran denken, dass sie bei Direktbanken einen Kredit auch online beantragen können. Häufig vergessen Verbraucher Onlinegesellschaften bei einem Vergleich, obwohl gerade diese Institute attraktive Zinssätze bieten.

Wenn Immobilienbesitzer eine Vergleichsseite im Internet nutzen oder aktuelle Zinsen Baukredite recherchieren, erhalten sie allerdings nur einen Richtwert. Meist finden sie dort die Angabe, ab welchem Prozentsatz ein Baukredit möglich ist und ein durchschnittliches Beispiel. Die genaue Höhe eines Angebots müssen Interessierte einzeln per Kredit Anfrage herausbekommen, da ein Zinssatz von einer Reihe an Faktoren abhängt. So ist ein Kredit mit Bürgen, hohem Einkommen und sicherem Job günstiger als eine Finanzierung, bei welcher der Bank kaum Sicherheiten vorgelegt werden. Als teuer erweist sich ein Darlehen ohne Grundbucheintrag. Ein solcher Grundbucheintrag versetzt die Bank in die Lage, sich bei einem Zahlungsausfall die Immobilie anzueignen. Dadurch verfügt sie über ein Mindestmaß an Absicherung, ohne die sie deutliche Zinsaufschläge verlangt oder einen Baukredit gar nicht vergibt.

Beachtenswertes hinsichtlich der Rückzahlphase

Neben der Zinshöhe gibt es noch weitere Kriterien, die Aufmerksamkeit verdienen. So unterscheiden sich Verträge in der Dauer der Zinsbindung. Die übliche Laufzeit beträgt zehn Jahre, danach ist ein Anschlusskredit notwendig. Einen generellen Tipp kann niemand aussprechen, die aktuelle Marktsituation ist entscheidend. Befinden sich die Zinsen auf einem niedrigen Niveau, empfiehlt sich eine möglichst lange Zinsbindung. Dann müssen Kreditnehmer nämlich annehmen, dass die Zinsen im Laufe der Jahre steigen und eine weitere Finanzierung deutlich mehr kostet. Bei enormen Zinssteigerungen kann dies die gesamte Haushaltsplanung aus dem Ruder laufen lassen. Bei momentan hohen Zinsen sollten Verbraucher dagegen kurze Laufzeiten bevorzugen.

Die Flexibilität bei der Rückzahlung stellt einen weiteren wichtigen Aspekt dar. Haben Eigentumsbesitzer während der Abzahlphase überraschend Geld zur Verfügung, sollten sie eine Sondertilgung vornehmen können. Das führt nicht nur zu einer vorzeitigen Tilgung des Kredits, sondern auch zu Einsparungen hinsichtlich des Zinses. Es lohnt ein genauer Blick in den Vertrag. Es sollte geprüft werden, ob Banken dies erlauben. Vorteilhaft kann auch die Möglichkeit sein, Baukredite während der Laufzeit durch eine andere Finanzierung abzulösen. Das trifft dann zu, wenn währenddessen das Zinsniveau gesunken ist. Dafür fordern Institute, wenn sie dies überhaupt zulassen, eine bestimmte Gebühr. Auch dieser Punkt sollte in einen Kreditvergleich einfließen.

KfW: günstiges Darlehen für ökologische Bauweise

Ökologisches Bauen und Sanieren steht hoch im Kurs. Mit einer modernen Wärmedämmung reduzieren Eigenheimbesitzer die Nebenkosten, mit einer Fotovoltaikanlage erzielen sie Einkünfte. Doch nicht nur diese finanziellen Vorteile sprechen für grüne Immobilien. Zugleich können Bürger für diese Investitionen einen preiswerten Kredit bei der öffentlich-rechtlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau beantragen. Deren Konditionen liegen weit unter dem üblichen Marktniveau, weil diese Einrichtung explizit die Umwelt fördern möchte. Für besonders energieeffiziente Neubauten gewährt die KfW sogar einen Tilgungszuschuss. Diese Chance sollten sich Bauherren und Immobilieneigentümer nicht entgehen lassen.

Ein entsprechenden Antrag für einen Baukredit müssen Interessierte stets über ihre Hausbank einreichen, da die KfW die Abwicklung nicht direkt vornimmt. Wichtig ist zudem, dass ein solcher Antrag vor dem Beginn der Baumaßnahmen gestellt wird, ansonsten wird die KfW ihn ablehnend bescheiden. Es dürfen höchstens erste planerische Tätigkeiten durchgeführt werden, wozu zum Beispiel die Beauftragung eines Architekten zählt.

Gut vorbereitet in die Kreditverhandlung

Um ein Bankgespräch wegen eines Kredites erfolgreich absolvieren zu können, bedarf es einiger Vorbereitung. Schließlich ist dies die Gelegenheit, dem Bankberater das zu finanzierende Vorhaben überzeugend darzustellen und ihm die Sicherheit zu vermitteln, dass die Rückzahlung des Kredites pünktlich erfolgen wird. Es ist also wie beim Bewerbungsgespräch: Sie benötigen solide Unterlagen und einen sicheren Umgang mit den Fachbegriffen, um von vornherein klar zu machen, dass Sie ein ernst zu nehmender Gesprächspartner sind.

Vor einem Kreditantrag

Wenn man sich in die Denkweise des Bankangestellten hinein versetzt, der für sein Institut sichere Anlagen suchen und Wert auf Bonität, Liquidität und Seriosität legen muss, erschließen sich die wichtigsten zu beachtenden Punkte. Eine Bank muss genauso auf Erfolg und Gewinn achten, wie jedes andere privatwirtschaftliche Unternehmen auch. Gerade in Krisenzeiten, die auch vor großen Banken nicht Halt gemacht hat, wird dem potenziellen Kreditausfallrisiko ein großer Wert beigemessen.

Banken verdienen an der Differenz zwischen den Zinsen für ausgegebene Kredite und getätigte Anlagen. Fällt die eingeplante Rückzahlung von ausgereichten Darlehen aus, schlägt sich das direkt auf den Gewinn nieder. Zudem müssen Banken immer eine vorgeschriebene Eigenkapitalquote nachweisen, um überhaupt Kredite ausgeben zu können. Das Verhältnis zwischen Eigenkapital und auszugebenden Krediten wird genau festgelegt und überprüft. Vor diesem Hintergrund, ist es für ein erfolgreiches Bankgespräch eminent wichtig, dass Sie Ihre Bonität und Liquidität belegen können.

Ein wichtiges Instrument dafür ist die Auskunft der SCHUFA, der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, die im Auftrag vieler Banken und Unternehmen Informationen zu natürlichen Personen sammelt. Dazu gehören neben den persönlichen Daten auch Details, die von den Banken selbst geliefert oder von der SCHUFA eigenständig besorgt werden. Es finden sich hier Eintragungen zu bestehenden Konten, Krediten und Kreditkarten, aber auch zum Zahlungsverhalten und finanziellen Problemen.

Wichtige Unterlagen für das Bankgespräch zusammen stellen

Da auch bei der SCHUFA Fehler passieren können, sollten Sie Ihre Eigenauskunft, die man einmal im Jahr kostenlos anfordern kann, prüfen. Finden sich dort Einträge, die nicht korrekt oder überholt sind, sollten diese schnellstens korrigiert werden. Anhand der Einträge wird nämlich der so genannte Score-Wert errechnet, der der anfragenden Bank eine Prognose zum möglichen Kreditausfall liefert. Je niedriger der Wert ist, desto größer ist das Risiko.

Um die Liquidität für die Rückzahlung des geplanten Kredites nachweisen zu können, benötigt man auf jeden Fall Einkommensbelege für die letzten drei Monate, wenn man nicht selbständig ist. Je sicherer das Arbeitsverhältnis eingeschätzt werden kann, desto leichter wird der Zugang zum Kredit sein. Es gibt aber auch Varianten, wo sich diese Sicherheit direkt im Zins niederschlägt, z.B. bei einem Kredit für Beamte, die dann auch für die Kreditverhandlung die Urkunde über die Verbeamtung benötigen.

Gibt es andere oder weitere Einkünfte, müssen diese ebenfalls für die letzten drei Monate belegt werden. Hierbei kann es sich um Unterhalts- oder Kindergeldzahlungen, Renten oder Versorgungsleistungen, aber auch Arbeitslosenbezüge handeln. Bei Selbständigen ist dieser Part ungleich schwieriger, da die zu erwartenden Einkünfte naturgemäß nur prognostiziert werden können. Selbständige müssen Steuerunterlagen der letzten drei Jahre einreichen und am besten auch Vorverträge von Auftraggebern nachweisen können, um überhaupt einen Kredit zu erhalten.

Gute Vorbereitung äußerst wichtig

Die Ausgabenseite muss ebenfalls belegt werden, dazu eignet sich eine konsequente Buchführung, die alle monatlich wiederkehrenden Positionen darstellt. So kann auch gleich die zur Verfügung stehende Liquidität überprüft und im Bankgespräch direkt erörtert werden. Denn wichtig für die Kreditverhandlung ist die plausible Darstellung der Rückzahlbarkeit der Kreditraten. Gute und solide aufgebaute Unterlagen sind ein wichtiges Kriterium für den Erfolg der Verhandlung.

Um die eigene Position in der Verhandlung zu festigen, sollten auch die banküblichen Begriffe klar sein. Ob über ein Disagio, den nominalen Jahreszins oder Bearbeitungsgebühren gesprochen wird, verblüffen Sie den Bankangestellten, indem Sie auf alle angesprochenen Details eingehen können. Das schafft Respekt und Sie wissen genau, worauf Sie achten müssen. Schauen Sie sich explizit den Netto-Kreditbetrag und den effektiven Jahreszins an, denn das sind Ihre Vergleichskriterien. Wenn Ihnen feste Raten angeboten werden, wie z.B. bei einem Laufzeitzinsdarlehen, dann rechnen Sie einfach alle Raten zusammen und ziehen Sie dann den Auszahlungsbetrag ab, denn so erhalten Sie die effektiven Kreditkosten.

Auch die gezielte Frage, ob die Bank denn noch Bearbeitungsgebühren erhebt, wird Ihnen zum Vorteil gereichen. Schließlich gibt es bereits einige Urteile, die die Zulässigkeit dieser Gebühren bestreiten. Zwar können die Banken noch nach eigenem Ermessen entscheiden, aber in einem Bankgespräch machen Sie so klar, dass Sie sich auskennen.

Fazit

Ein gut vorbereitetes Bankgespräch kann für den Erfolg entscheidend sein. Neben soliden Unterlagen, die Sie genauso gut für einen Internet Kredit benötigen würden, sind Detailkenntnisse sehr hilfreich. Die vom Bankangestellten verwendeten Begrifflichkeiten sollten keine unbekannten Größen für Sie sein, denn ein sicherer Umgang damit verschafft Ihnen Respekt und Sie können die Kreditkonditionen direkt durchleuchten und gut einschätzen. So aufgestellt wird Ihnen die Verhandlung gelingen, egal ob es sich um einen Kredit für eine Hochzeit, einen Kredit für Lehrlinge oder eine andere Finanzierung handelt.

Kredite richtig absichern

Die Restschuldversicherung oder Restkreditversicherung dient grundsätzlich der Absicherung eines Kredits oder Darlehens. Kann der Kreditnehmer die Ratenzahlung aus bestimmten Gründen nicht mehr leisten, tritt sie in Kraft. Wann genau diese Versicherung leistet, hängt von den vertraglich vereinbarten Konditionen ab. Einige Versicherungen leisten nur im Todesfall. Andere schließen eine Erkrankung, die Berufsunfähigkeit und die unverschuldete Arbeitslosigkeit ein.

Versicherung sichert Risiken ab

Wenn Sie einen Kredit wie einen Online Kredit oder einen Direkt Kredit aufnehmen, sollten Sie immer auch den Ernstfall bedenken. Kredite werden über einen langen Zeitraum zurückgezahlt und in dieser Zeit kann es durchaus zu Zahlungsschwierigkeiten kommen, mit denen man zuvor nicht gerechnet hat. Wenn Sie versterben, sehr krank oder berufsunfähig werden sollten, dann können Sie die Raten nicht mehr begleichen. Auch wenn Sie plötzlich arbeitslos werden sollten, können die monatlichen Kreditraten zu einer hohen Belastung werden. Eine Restkreditversicherung kann helfen, diese Ausfälle aufzufangen. Restschuldversicherungen sind vor allem dann zu empfehlen, wenn im Falle Ihres Todes Ihre Angehörigen für den Kredit aufkommen müssten.

Die Restschuldversicherung ist vor allem zur Absicherung einer hohen Kreditsumme zu empfehlen. Immobiliendarlehen und Hypothekendarlehen sollten beispielsweise unbedingt durch eine Versicherung abgesichert werden. Diese Darlehen sind in der Regel mit einer langen Laufzeit und einer hohen Kreditsumme verbunden. Verstirbt der Kreditnehmer vor Ablauf des Darlehens, dann fällt die gesamte Schuldenlast seiner Familie zu. Um diese Schuldenlast zu vermeiden, wird eine Restschuldversicherung abgeschlossen. Viele Versicherungen sichern heutzutage nicht nur den Tod des Kreditnehmers ab, sondern leisten auch bei Berufsunfähigkeit, schweren Erkrankungen und unverschuldeter Arbeitslosigkeit. Da sich die Leistungen der einzelnen Versicherungsangebote stark unterscheiden können, sollten Verbraucher unbedingt prüfen, welche Leistungen tatsächlich versichert werden.

Restschuldversicherungen sind nicht immer sinnvoll

Eine Restschuldversicherung ist nicht immer sinnvoll. Bevor man eine solche Versicherung abschließt, sollte die eigene Situation ganz genau betrachtet werden. Restschuldversicherungen werden beispielsweise auch häufig für einfache Ratenkredite angeboten. Die Absicherung eines Ratenkredits kann jedoch nicht empfohlen werden, wenn der Kreditnehmer bereits einige Vorsorgemaßnahmen getroffen hat. Wenn Sie beispielsweise bereits eine Berufsunfähigkeitsversicherung und eine Risikolebensversicherung haben, dann ist eine Restkreditversicherung oftmals überflüssig. Die Berufsunfähigkeitsversicherung springt ein, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in Ihrem aktuellen Beruf tätig sein können. Und die Risikolebensversicherung wird in der Regel ausbezahlt, wenn Sie versterben sollten. In beiden Fällen gilt, dass Sie diese Versicherungen in ausreichender Höhe abgeschlossen haben müssen.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung sollte so hoch sein, dass Sie Ihren Lebensunterhalt und die monatlichen Raten bequem damit begleichen können. Die Risikolebensversicherung sollte so bemessen sein, dass Ihre Familie damit alle Schulden decken kann und nicht in finanzielle Not gerät. Sind Sie nicht ausreichend versichert, können Sie über eine Aufstockung Ihrer bisherigen Versicherungen nachdenken oder tatsächlich zusätzlich eine Restkreditversicherung abschließen. Wenn Sie einen Kredit nehmen möchten, sollten Sie sich daher unbedingt auch über dessen mögliche Absicherung informieren.

Versicherungsangebote vergleichen

Wenn Sie einen Kredit wie einen Schnell Kredit oder einen Online Sofort Kredit abschließen möchten, sind Sie in der Regel nicht dazu verpflichtet, gleichzeitig auch die Restschuldversicherung des jeweiligen Anbieters zu nutzen. Sie können auf die Absicherung des Kredits verzichten oder sich nach einem anderen, möglicherweise günstigeren Versicherungsanbieter umsehen. Machen Sie vor dem Abschluss einer solchen Versicherung daher unbedingt einen Vergleich. Durch einen Vergleich der verschiedenen Angebote für Restschuldversicherungen können Sie unter Umständen einiges an Geld einsparen. Sollte der jeweilige Kreditanbieter auf den Abschluss einer Absicherung der Restschuld bestehen, dann müssen die dadurch entstehenden Kosten in der Regel im effektiven Jahreszins ausgewiesen werden.

Alternativen zur Restkreditversicherung

Wenn Sie ein Immobiliendarlehen bedienen, können Sie als zur Absicherung des Darlehens auch eine Risikolebensversicherung nutzen. Eine Risikolebensversicherung mit fallender Versicherungssumme wird für die Absicherung von Immobiliendarlehen sehr häufig empfohlen. Bei einer Risikolebensversicherung mit fallender Versicherungssumme nimmt die Versicherungssumme in dem Maße ab, wie auch die Kreditbelastung durch die regelmäßige Tilgung weniger wird. Auch ein Sparplan kann eine Alternative zu einer Restkreditversicherung sein. Das gilt zumindest dann, wenn die Kreditsumme nicht allzu hoch ist und man bereit ist, jeden Monat einen bestimmten Betrag auf die Seite zu legen. Welche Absicherung für Sie als Kreditnehmer in Ihrer jeweiligen Situation die richtige ist, müssen Sie selbst entscheiden.

Mit einem Abrufdarlehen flexibel finanzieren

Abrufdarlehen sind eine Kreditart, die in Deutschland nur wenige kennen. Zunehmend mehr Banken bieten ihren Kunden jedoch einen solchen an. Das gilt zum einen für manche Filialbanken, vor allem aber für WWW Kredite von Direktbanken. Bei Anschaffungen oder anderem Finanzierungsbedarf bis circa 25 000 Euro stellen Abrufkredite eine interessante Möglichkeit dar. Deren wesentlicher Vorteil im Vergleich zu Ratenkrediten besteht in einem hohen Maß an Flexibilität, was insbesondere hinsichtlich der Auszahlungsphase zutrifft.

Die Funktionsweise des Abrufdarlehens

Bei einem oberflächlichen Blick könnte man einen Abrufkredit mit dem viel verbreiteteren Dispo verwechseln. Auch bei dieser Variante gesteht eine Bank ihrem Kunden einen bestimmten Kreditrahmen zu, innerhalb dessen er Geld abheben oder überweisen kann. Im Unterschied zum Dispokredit vereinbaren beide Seiten aber eine Rückzahlungsphase, innerhalb welcher der Kreditnehmer die Summe zu festen Raten tilgt. Zudem erweisen sich Institute bei einem Abrufdarlehen meist großzügiger bei der Darlehenssumme, da sie bei dieser Form die Rückzahlwahrscheinlichkeit anders als bei einem Dispo prüfen. Während Banken dort nur auf Bonität und Gehaltshöhen schauen, lenken sie den Blick bei einem Abrufdarlehen auf die finanzielle Perspektive eines Antragsstellers. So hat sich diese Kreditart zum Beispiel bei Studentendarlehen von privaten Banken durchgesetzt. Studierende können meist weder Sicherheiten noch ein Einkommen nachweisen, dafür ist aber die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie nach einem erfolgreichen Abschluss einen gut bezahlten Job beginnen. Aufgrund der Einkommensverhältnisse haben sie auf einen Dispo kaum eine Chance, auf ein umfangreiches Abrufdarlehen dagegen schon.

Die Vorteile für Kunden liegen auf der Hand. Im Gegensatz zu einem Ratenkredit bekommen sie den Darlehensbetrag nicht zu Vertragsbeginn komplett ausgezahlt. Das bedeutet in diesem Fall, dass Kreditnehmer vom ersten Tag Zinsen auf die gesamte Summe anhäufen. Bei einem Abrufkredit können sie dagegen je nach Bedarf den Kreditrahmen nutzen. Gleich dem Dispo müssen sie später nur die Zinsen für das Geld zahlen, das sie auch tatsächlich abgehoben haben. Zudem entfallen eventuelle Folgekredite mit dem damit verbundenen bürokratischen Aufwand. Reicht die Höhe eines Ratenkredits, der meist knapp bemessen wird, nicht aus, muss bei der Bank umständlich ein weiteres Darlehen mit entsprechender Bearbeitungszeit abgeschlossen werden. Bei Abruffinanzierungen können Interessierte ohne Kostenbedenken dagegen einen ausreichend hohen Betrag vereinbaren. Schöpfen sie diesen nicht aus, müssen sie für das nicht benötigte Kapital auch keine Zinsen zahlen.

Was vor Vertragsabschluss zu beachten ist

Sämtliche Kredit Angebote, die sich im Finanzsektor finden, sollten ausführlich miteinander verglichen werden. Wie auch bei einer anderen Kredit Finanzierung spielt die Zinshöhe eine wesentliche Rolle. Diese entscheidet darüber, wie viel Geld Kreditnehmer später zurückzahlen müssen. Schon gering anmutende Differenzen können sich zu erheblichen Beträgen summieren. Mit einer Beispielrechnung lässt sich dies einfach herausfinden. Interessierte sollten zudem prüfen, welchen Kreditrahmen Banken zur Verfügung stellen und ob diese für die angestrebten Zwecke genügen. Auch hier gestalten Institute die Konditionen sehr unterschiedlich, manche bieten nur einen 3000 Euro Kredit, andere einen 20000 Euro Kredit.

Zudem verdienen die Bedingungen der Rückzahlung bei einem Abrufdarlehen Aufmerksamkeit. So sollten Suchende fragen, welche Zeiträume Banken für die Tilgung anbieten. Bei unsicherer Zukunft in den nächsten Jahren, zum Beispiel bei Studierenden, die nach dem Abschluss erst einen Arbeitgeber finden müssen, empfehlen sich eher längere Laufzeiten mit dementsprechend geringeren Raten. Zusätzlich sollte sich ein Vertrag durch Flexibilität auszeichnen. Anbieter sollten Sondertilgungen ermöglichen, damit Kreditnehmer Zinsen sparen und sich schneller Richtung Schuldenfreiheit bewegen können.

Planungssicherheit von Anfang bis Ende

Eine sehr häufige Form von Ratenkrediten ist das so genannte Laufzeitzinsdarlehen, das dem Kreditnehmer finanzielle Planungssicherheit bietet. Im Gegensatz zu anderen Varianten wird die Kreditrate, die sich aus Zins und Tilgung zusammen setzt, nämlich für die gesamte Laufzeit festgelegt.

Gerne werden diese Kredite mit einer monatlichen Rate beworben, d.h. um sie vergleichen zu können, müssen die Angebote näher untersucht werden. Wie das funktioniert und worauf Sie achten sollten, wird im Folgenden näher erläutert.

Was ist ein Laufzeitzinsdarlehen?

Gerade bei kurz- und mittelfristigen Ratenkrediten wird die Variante Laufzeitzinsdarlehen oft angeboten. Das Besondere daran ist, dass bereits am Anfang alle während der Laufzeit anfallenden Zinsen zur Darlehenssumme dazu gerechnet werden. Daraus werden die monatlichen Raten errechnet, die bis zum Ablauf des Laufzeitzinsdarlehens konstant bleiben.

Am besten lässt sich diese Form eines Kredites an einem Beispiel erklären: Ein Verbraucher sucht über 12000 Euro einen Kredit für eine Wohnungseinrichtung. Die Laufzeit soll fünf Jahre betragen. Er erhält ein Angebot mit einem effektiven Jahreszins von sechs Prozent pro Jahr, d.h. die Zinsbelastung pro Jahr wäre 720 Euro und für die gesamte Laufzeit 3600 Euro. Diese Summe wird auf den Auszahlungsbetrag aufgeschlagen, so dass die Kreditsumme nun 15600 Euro beträgt. Daraus ergeben sich 60 monatliche Raten zu je 260 Euro.

Somit ist beim Laufzeitzinsdarlehen von Anfang bis Ende die monatliche Rate festgelegt und es erfolgt keine ratierliche Verrechnung der Tilgung, wie das bei anderen Kreditformen der Fall ist. Dies birgt zum einen natürlich Planungssicherheit für den Kreditnehmer, er weiß also genau, was auf ihn während der Laufzeit zukommt, allerdings muss er dies auch bewältigen können. Zum anderen lassen sich solche Kreditangebote, bei denen nur die monatliche Rate dargestellt wird, sehr schlecht vergleichen.

Wie vergleicht man Laufzeitzinsdarlehen?

Gerade bei Laufzeitzinsdarlehen, wenn also von der Bank oder einem Händler die Finanzierung mit einer monatlichen Rate angeboten wird, lohnt es sich, die genauen Konditionen zu hinterfragen. Grundsätzlich gilt nämlich, dass jeder Kredit Kosten verursacht, die mehr oder weniger offen aufgeführt werden.

Ein wichtiges Kriterium neben der Laufzeit ist der effektive Jahreszins, in dem bei Verbraucherkrediten ein Großteil der Kosten enthalten sein muss. Jeder Anbieter für diese Kredite ist gesetzlich verpflichtet, den effektiven Jahreszins auszuweisen. In der Preisangabenverordnung (PAngV) ist genau festgelegt, wie dieser Zinssatz zu berechnen ist, um eine Vergleichbarkeit für Kredite gewährleisten zu können. Fragen Sie also konkret nach, sollte diese Angabe nicht direkt ersichtlich sein.

So genannte Bearbeitungsgebühren werden zumindest noch teilweise von den Banken erhoben, denn sie liegen im Ermessensspielraum der Kreditinstitute. Meist betragen sie zwischen einem und zwei Prozent der Darlehenssumme und werden entweder auch auf den Kreditbetrag aufgeschlagen, vom Auszahlungsbetrag abgezogen oder separat erhoben. Die Rechtssprechung geht allerdings in eine verbraucherfreundliche Richtung, da diese Bearbeitungsgebühr für die Risikoprüfung durch die Banken berechnet wird und das in deren Interesse sein sollte. Da es aber noch keine Entscheidung vor dem Bundesgerichtshof (BGH) gibt, können die Finanzierungsinstitute bislang frei entscheiden. Lassen Sie sich die Bearbeitungsgebühr also klar ausweisen und erklären, wie diese finanziert werden soll.

Um ganz sicher zu gehen, können Sie auch alle Raten und Kosten zusammen rechnen und davon den Auszahlungsbetrag bzw. den veranschlagten Kaufpreis abziehen. So erhalten Sie die effektiven Kosten des Kredites und können diese sehr gut mit anderen Angeboten vergleichen.

Welche Voraussetzungen sind nötig?

Ein Laufzeitzinsdarlehen gibt dem Kreditnehmer Planungssicherheit, denn die monatlichen Raten sind von Anfang bis Ende gleich. Allerdings müssen diese auch pünktlich bezahlt werden können, also sollte die persönliche finanzielle Situation dies auch hergeben.

Die Bank oder ein Händler prüfen die Bonität des Kreditnehmers anhand der Einkommenssituation, der Liquidität und des Kreditscores bei der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (SCHUFA) oder einer anderen Auskunftei. Dort werden allgemeine Daten, aber insbesondere Informationen zum Zahlungsverhalten, zu Krediten, Kreditkarten oder finanziellen Problemen gesammelt. Anhand dieser Daten wird ein Score-Wert gebildet, der den verschiedenen anfragenden Firmen Auskunft über das prognostizierte Ausfallrisiko gibt.

Die Einkommenssituation wird danach bewertet, wie sicher die monatlichen Bezüge einzuschätzen sind. Für Beamte und Angestellte im Öffentlichen Dienst gelten die Arbeitgeber und die Arbeitsverträge beispielsweise als sehr sicher. Im Gegensatz dazu haben es Selbständige sehr viel schwerer, die Sicherheit ihrer künftigen Einnahmen nachzuweisen und damit einen Kredit zu erhalten.

Wie berechnet man die eigene Liquidität?

Die eigene Liquidität spielt aber gerade für Laufzeitzinsdarlehen eine große Rolle, denn die Raten müssen konstant über die Laufzeit pünktlich bezahlt werden. Es sollte also genügend finanzieller Spielraum vorhanden sein, um diesen Verpflichtungen nachkommen zu können. Mit einer konsequenten Haushaltsplanung und Buchführung schaffen Sie sich mit einfachen Mitteln einen guten Überblick über Ihre Möglichkeiten.

Dazu stellen Sie über einen längeren Zeitraum den monatlichen Einnahmen, wie beispielsweise Lohn oder Gehalt, Unterhalt, Kindergeld, Rente oder andere Versorgungsleistungen, die monatlichen Ausgaben gegenüber. Hierbei sind die wichtigsten Positionen Miete und Nebenkosten, Versicherungen, Kfz-Kosten und natürlich die monatlichen Lebenshaltungskosten. Bankinstitute setzen pauschale Beträge für Lebenshaltungskosten pro Person an, bei Erwachsenen bewegen sie sich zwischen 500 und 700 Euro pro Monat. Kinder werden meist mit Beträgen zwischen 400 und 600 Euro berücksichtigt.

Anhand einer solchen Buchführung wird sehr schnell klar, welcher Betrag im Durchschnitt monatlich zur Verfügung steht. Außerdem ist eine konsequente Haushaltsplanung ein guter Beleg, um bei einer Bank unkompliziert eine Finanzierung zu erhalten.

Wie kann man sich vor Notsituationen schützen?

Die beste Planung nützt nichts, wenn unvorhergesehene Ereignisse, wie beispielsweise Unfälle, Krankheiten, Tod des Kreditnehmers oder Arbeitslosigkeit, die Einkommenssituation nachhaltig beeinträchtigen. Abhängig davon, ob es bereits private Versicherungen für diese Fälle gibt, aus deren Leistungen die Kreditraten im Fall der Fälle weiter bestritten werden könnten, kann auch eine Restschuldversicherung für ein Laufzeitzinsdarlehen Sicherheit bringen.

Die Kosten sind zwar relativ hoch, sollten aber dem Nutzen gegenüber gestellt werden. Wenn es noch keine anderweitigen Versicherungen gibt, kann eine Restschuldversicherung durchaus sinnvoll sein, zumal diese Versicherung nicht den üblichen Annahmekriterien unterliegt. Es handelt sich nämlich um Gruppenverträge der Kreditwirtschaft, so dass Vorerkrankungen beispielsweise nur bedingt eine Rolle spielen. Die Bedingungen sollten Sie trotzdem genau prüfen, denn auch hier gibt es Unterschiede.

Diese Absicherung wird meist von den Kreditinstituten mit angeboten, teilweise sogar als obligatorischer Bestandteil des Kreditvertrages verstanden. Wird die Restschuldversicherung zwingend vorgeschrieben, müssen die Kosten durch den effektiven Jahreszins abgedeckt werden, es dürfen also keine separaten Beiträge erhoben werden. Dies darf nur geschehen, wenn die Versicherung fakultativ angeboten wird.

Fazit

Das Laufzeitzinsdarlehen ist eine gängige Form für Verbraucherkredite im kurz- und mittelfristigen Zeitraum. Dabei werden die über die Laufzeit zu zahlenden Zinsen von vornherein auf die Kreditsumme aufgeschlagen, so dass sich eine konstante monatliche Belastung von Anfang bis Ende ergibt.

Vergleichbar sind solche Angebote, bei denen meist die Höhe der monatlichen Rate beworben wird, anhand des effektiven Jahreszinses, den die Banken bei Verbraucherkrediten ausweisen müssen. Ein anderes Instrument ist die Gegenrechnung der Summe der zu zahlenden Raten und Kosten mit der Auszahlungssumme, um die effektiven Kreditkosten zu ermitteln. So lassen sich die Angebote ebenfalls gut vergleichen.

Voraussetzungen für ein Laufzeitzinsdarlehen sind neben der stabilen Einkommenssituation auch die Auskünfte und Eintragungen bei der SCHUFA oder einer ähnlichen Auskunftei und die durchschnittliche monatliche Liquidität. Diese lässt sich anhand einer soliden Haushaltsplanung und Buchhaltung gut nachweisen und belegen.

Für unvorhergesehene Ereignisse, wie z.B. Unfall, Krankheit oder Tod des Kreditnehmers, gibt es Absicherungen, die entweder am freien Versicherungsmarkt erworben oder durch die Bank in Form von Restschuldversicherungen vermittelt werden können. Ist diese Restschuldversicherung unabdingbarer Bestandteil des Verbraucherkreditvertrages, müssen die Kosten im effektiven Jahreszins enthalten sein.