Search
Search Menu

DSL mit Gutschein: So berechnen Sie die echten Kosten

Vergleichen Sie DSL-Angebote erst, wenn Sie wissen, wie viel Sie über denselben Zeitraum tatsächlich zahlen. Rechnen Sie Aktionspreise, Gutscheine und Cashback, also spätere Auszahlungen, nur ein, wenn Sie die Vorteile sicher erhalten und nutzen können.

Addieren Sie alle Grundgebühren sowie einmalige und optionale Kosten für den gewählten Zeitraum. Ziehen Sie Rabatte und Boni nur ab, wenn Sie ihre Bedingungen erfüllen und sie für Sie einen Wert haben. Teilen Sie die Summe durch die Anzahl der Monate.

Rabatte, Gutscheine und Cashback

Neukundenrabatte erscheinen meist als niedrigerer Monatspreis in den ersten Monaten oder als einmalige Gutschrift. Prüfen Sie in den Aktionsbedingungen, wer als Neukunde gilt und ob der Vorteil nur bei einem Neuvertrag oder auch bei einem Tarifwechsel gilt. Die Definition unterscheidet sich je nach Anbieter und Aktion.

Ein Gutschein ist nur so viel wert, wie Sie damit tatsächlich sparen. Wenn Sie damit einen Router oder etwas anderes bezahlen, das Sie ohnehin kaufen wollten, können Sie den eingelösten Betrag als Vorteil anrechnen. Ein Gutschein für einen Händler oder eine bestimmte Ware ist dagegen kein gleichwertiger Ersatz für Bargeld, wenn Sie dort sonst nichts gekauft hätten. Erfassen Sie bei einem Router-Angebot außerdem die Gerätekosten getrennt: Ein Gutschein kann den Kaufpreis senken, während eine zusätzliche Miete weiterläuft.

Cashback ist eine spätere Auszahlung. Dafür müssen Sie häufig den Vertrag über einen bestimmten Bestellweg abschließen und innerhalb einer Frist einen Nachweis einreichen. Die Bedingungen unterscheiden sich: Verivox nennt für sein Internet-Cashback unter anderem das Hochladen einer Monatsrechnung spätestens sechs Monate nach Vertragsabschluss. In den CHECK24-Bedingungen für DSL und Festnetz steht eine Frist von sechs Wochen nach Rechnungsdatum für die erste Rechnung. Prüfen Sie deshalb die Bedingungen genau für das Angebot, das Sie buchen. Eine Frist aus einer Aktion gilt nicht automatisch für eine andere.

DSL-Monatspreis berechnen

Für einen Vergleich über 24 Monate verwenden Sie diese Rechnung:

Effektivpreis pro Monat = (Grundgebühren + Einmalkosten + Router- und Optionskosten − anrechenbare Rabatte und Boni) ÷ 24

Rechnen Sie zuerst den Preis ohne Gutschein oder Cashback aus. So sehen Sie, was der Anschluss kostet, falls Sie einen Vorteil nicht erhalten. Ziehen Sie anschließend jeden Vorteil einzeln ab. Bei einem eingeschränkt nutzbaren Gutschein setzen Sie nur den Betrag an, den Sie durch einen ohnehin geplanten Kauf tatsächlich sparen.

Die DSL-Tarifübersicht von O₂ zeigt, warum Sie die einzelnen Preisphasen getrennt berechnen sollten. Für O₂ Home M mit bis zu 100 Mbit/s nannte sie einen Monatspreis von 24,99 Euro in den ersten zwölf Monaten und 39,99 Euro ab dem 13. Monat. Dazu kam ein einmaliger Anschlusspreis von 9,99 Euro. Für 24 Monate ergibt sich diese Rechnung:

Kostenposten Rechnung Betrag
Grundgebühr, Monate 1 bis 12 12 × 24,99 € 299,88 €
Grundgebühr, Monate 13 bis 24 12 × 39,99 € 479,88 €
Anschlusspreis einmalig 9,99 €
Gesamtkosten 789,75 €
Durchschnitt pro Monat 789,75 € ÷ 24 32,91 €

Mit einem zusätzlichen, sicher einlösbaren Vorteil von 100 Euro lägen die rechnerischen Kosten bei 689,75 Euro beziehungsweise rund 28,74 Euro pro Monat. Das gilt nur, wenn Sie die Bedingungen erfüllen und den Vorteil tatsächlich bekommen. Die genannten Tarifpreise sind eine Momentaufnahme; prüfen Sie vor dem Abschluss die aktuellen Preisphasen und Gebühren.

Welche Kosten Sie einrechnen

Neben der Grundgebühr gehören Anschluss- oder Bereitstellungskosten in die Rechnung. Berücksichtigen Sie außerdem Routerkosten über den gesamten Vergleichszeitraum. Hinzu kommen Versandkosten und kostenpflichtige Zusatzoptionen, die Sie wirklich buchen. Bei einem Mietrouter zählen alle monatlichen Mietzahlungen für die berechneten Monate, nicht nur der Preis im ersten Monat.

Vergleichen Sie Angebote über denselben Zeitraum. Bei einem Vertrag mit 24 Monaten Mindestlaufzeit ist der Durchschnittspreis für diese 24 Monate ein guter erster Vergleichswert. Er zeigt aber nicht, was Sie zahlen, wenn Sie den Anschluss länger behalten. Notieren Sie deshalb auch den Preis nach der Aktionsphase. Wenn beim Wechsel alter und neuer Anschluss zeitweise parallel laufen, rechnen Sie diese Überschneidung für Ihr Haushaltsbudget zusätzlich ein.

Vergleichsportale weisen teilweise einen durchschnittlichen Monatspreis aus, in den sie Anschlusskosten, Router und Boni einbeziehen. Vergleichbar ist der ausgewiesene Preis nur, wenn alle Posten für denselben Zeitraum berücksichtigt werden. Ein Portal zeigt außerdem nicht zwingend sämtliche Angebote am Markt. Prüfen Sie deshalb auch die Tarifseite des Anbieters und die Vertragsunterlagen.

Gutschein- und Cashback-Bedingungen prüfen

Rechnen Sie Cashback erst fest ein, wenn Sie die Bedingungen erfüllen: Der vorgeschriebene Bestellweg, Ihr Neukundenstatus, die Einlösefrist und die nötigen Nachweise müssen zu Ihrer Situation passen. Notieren Sie sich die Frist und reichen Sie die Rechnung so ein, wie es die Bedingungen verlangen. Wird der Vertrag widerrufen oder kommt er nicht zustande, entfällt der Bonus bei entsprechenden Aktionen.

Die Verbraucherzentrale rät dazu, die Preisstufen eines Tarifs einzeln zu betrachten: Ein günstiger Einstiegspreis kann nach wenigen Monaten deutlich steigen. Prüfen Sie vor dem Abschluss die Vertragszusammenfassung. Anbieter müssen sie vor Vertragsschluss bereitstellen; Darin finden Sie unter anderem Preise und Laufzeit. Auch die Bedingungen für Verlängerung und Kündigung stehen darin. Cashback- oder Gutscheinkonditionen können zusätzlich in eigenen Teilnahmebedingungen stehen.