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  • Variable Darlehen mit Zinsobergrenze

    Cap Darlehen sind Kredite mit variablem Zinssatz und begrenztem Zinssteigerungsrisiko. Neben dem klassischen Annuitätendarlehen, das in festen, meist monatlich gleichbleibenden Raten zurückzuzahlen ist, bieten zahlreiche Banken auch Kredite mit variabler Verzinsung an. Besonders bei der kurz- und mittelfristigen Immobilienfinanzierung werden diese nicht selten vereinbart. Dabei erfolgt die Festlegung eines Anfangszinssatzes, der an die Entwicklung eines bestimmten Referenzzinssatzes gekoppelt wird. Hierbei wird meist der EURIBOR als Bezugsgröße gewählt. Dabei handelt es sich um den an jedem Bankarbeitstag ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz für Euro-Termingelder im Interbankenhandel, der auf den Briefkursen von 32 führenden Kreditinstituten im Euro-Raum beruht. Häufig wird bei Krediten der EURIBOR für drei- und sechsmonatige Laufzeiten als Referenzgröße vereinbart. Da dieser Zinssatz schwankt, werden bei variabel verzinslichen Darlehen bestimmte Stichtage fixiert, an denen eine Anpassung des Darlehenszinses an den aktuellen EURIBOR Zinssatz erfolgt. Oft geschieht dies quartalsweise oder halbjährlich.

    Ein Cap Darlehen besitzt die Besonderheit, dass vertraglich eine Zinsobergrenze (Cap) vereinbart wird, Damit wird dem Interesse des Kreditnehmers Rechnung getragen, dass die Entwicklung der Zinsbelastung für ihn in gewissen Grenzen kalkulierbar bleibt. Wirtschaftlich betrachtet entspricht ein solches Darlehen eine Kombination aus einem festverzinslichen Darlehen und zwei Zinsderivaten, nämlich je einem Zinsswap und einem Zinscap. Überschreitet zu einem Zinsanpassungstermin der Referenzzins den vereinbarten Cap (Zinsdeckel), gilt für den Darlehensnehmer eine Zinssteigerung nur bis zu dieser Obergrenze. Umgekehrt profitiert er bei sinkendem Zins von jeder Zinssenkung. Neben der Zinsobergrenze (Cap) kann ein Cap Darlehen auch eine Zinsuntergrenze (Floor) enthalten. In diesem Falle entsteht ein vertraglich definierter Zinskorridor, der banktechnisch als Collar (Kragen) bezeichnet wird.

    Vor- und Nachteile des Cap Darlehens

    Ein Cap Darlehen eignet sich für solche Darlehensnehmer, die einerseits den Zinsvorteil eines Darlehens mit variabler Verzinsung nutzen möchten, andererseits aber nur ein begrenztes Risiko für den Fall einer Zinssteigerung eingehen wollen. Während das klassische Bank Darlehen (Annuitätendarlehen) ein hohes Maß an Kalkulierbarkeit besitzt, weil Laufzeit und Ratenhöhe vertraglich fixiert sind, riskiert der Kreditnehmer bei Vereinbarung eines variablen Zinses die Erhöhung der monatlichen Raten. Wie hoch das Risiko tatsächlich ist, ergibt sich aus der Ausgestaltung des Caps. Greift dieser – wie dies häufig der Fall ist – erst bei einer massiven Zinssteigerung ein, ist das Zinsrisiko erheblich. In diesem Falle kann der Darlehensnehmer von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen, das ihm vertraglich meist für jeden Fall der Zinssteigerung zum jeweiligen Zinsanpassungstermin eingeräumt wird. Außerdem kann der Darlehensnehmer in dieser Situation den Kredit ohne Vorfälligkeitsentschädigung ganz oder teilweise vorzeitig tilgen. Erwartet der Darlehensnehmer kurzfristig Tilgungsgelder, ist diese Darlehensform vorteilhaft.

    Daher eignet sich das Cap Darlehen für solche Kreditnehmer, die kurzfristig mit einer erheblichen Zinssteigerung rechnen und imstande sind, für diesen Fall die Darlehensschuld zu tilgen oder eine günstige Anschlussfinanzierung zu finden. Häufig wird diese Form des Darlehens für einen Zwischenkredit vereinbart. Wer einen günstigen Kredit aufnehmen möchte, sollte allerdings bedenken, dass sich das Kreditinstitut die Zinsdeckelung mit einer sogenannten Cap-Prämie vergüten lässt. Diese besteht in einem Zinsaufschlag, der oft 1,5 bis 2,5 % Jahreszinsen, bezogen auf den bei Vertragsschluss geltenden Marktzins für zinsvariable Kredite, betragen kann. Nicht selten ist dann ein klassischer Ratenkredit vorteilhafter.

  • Riester-Darlehen als Altersvorsorge

    Mit der Riester-Rente unterstützt der Staat Verträge für die private Altersvorsorge, die sich angesichts eines geringen Niveaus der gesetzlichen Rente dringend empfiehlt. Dabei erfreut sich die Spezialform des Wohn-Riesterns zunehmender Beliebtheit. Hier erhalten die Vorsorgenden keinen Zuschuss auf einen Sparbetrag, den sie später als monatliche Rentenleistung ausgezahlt bekommen. Stattdessen fördert der Staat das Sparen und spätere Finanzieren eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung.

    Der Staat fördert Wohneigentum: Wohn-Riester

    Eine zusätzliche Rentenleistung stellt im Ruhestand ein angenehmes Leben sicher. Noch attraktiver ist es, wenn im Alter geringere Kosten anfallen. Wer als Senior eine eigene Wohnung besitzt, erspart sich dauerhaft den größten Ausgabeposten und kann zugleich Nachkommen eine Immobilie vererben. Wohneigentum erweist sich als beste Form der privaten Altersvorsorge, zumal in vielen Regionen mit weiter stark steigenden Mieten zu rechnen ist. Viele Ältere können sich diese Kosten in ihrem Stadtteil in Großstädten nicht mehr leisten und müssen dann im Alter ihre gewohnte Umgebung verlassen und die Beschwernisse eines Umzugs auf sich nehmen. Mit Wohn-Riestern verhindern sie diesen Lebenseinschnitt.

    Bei dieser Eigenheimrente erhalten Nutzer einen Zuschuss für das Ansparen und die Darlehenstilgung. Diese Unterstützung gewährt der Staat nur, wenn Interessierte ein entsprechend zertifiziertes Produkt wählen und die allgemeinen Voraussetzungen erfüllen. So müssen sie zulageberechtigt sein, was zum Beispiel auf sämtliche sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zutrifft. Gefördert wird jedes selbst genutzte Wohneigentum, sowohl gekaufte und gebaute Eigenheime als auch Eigentumswohnungen. Dazu zählen auch innerhalb einer Genossenschaft erworbener Wohnraum sowie ein lebenslanges und damit eigentumsähnliches Dauerwohnrecht. Insgesamt betragen die Einsparungen durch die staatliche Förderung bis zu 50 000 Euro, das rasch steigende Interesse an Riester Darlehen erklärt sich aus dieser finanziellen Attraktivität.

    Wie das Wohn-Riestern genau funktioniert

    Die Zulagen für ein Riester Darlehen gleichen den Zahlungen bei allen Riester-Varianten. Jeder erhält eine Grundzulage von 154 Euro im Jahr. Es kommen für Kinder mit Kindergeld-Anspruch weitere Zuschüsse hinzu, für vor 2008 geborene Kinder beträgt die Förderung 185 Euro jährlich, für ab 2008 Geborene 300 Euro. Für die volle Unterstützung müssen Vorsorgende gewährleisten, dass sie vier Prozent ihres Brutto-Einkommens als Eigenleistung aufbringen. In diese vier Prozent können sie aber die Zulagen einberechnen, sodass der tatsächliche Eigenanteil niedriger liegt. Die Zuschüsse überweist der Staat sowohl in der Anspar- als auch in der Darlehensphase. Bei einem Bausparvertrag sparen Kunden zum Beispiel über einen gewissen Zeitraum Kapital an, welches die Bausparkasse verzinst. Ab einer bestimmten Summe können sie die Baufinanzierung in zuvor vereinbarter Höhe und mit festem Zins für eine bestimmte Dauer beantragen. Dann zahlen sie keine Sparraten mehr, sondern tilgen mithilfe des Staats das Riester Darlehen. Zudem profitieren sie in beiden Phasen von Steuererleichterungen, bis zu 2100 Euro jährlich können sie in ihre Einkommenssteuererklärung eintragen.

    Im Ruhestand müssen sie dann nachgelagert Steuern zahlen. Das erweist sich jedoch als Vorteil, da der individuelle Steuersatz im Alter meist niedriger liegt als während des Erwerbslebens. Bei gewöhnlichen Riester-Verträgen zieht das Finanzamt zur Berechnung die Renteneinkünfte her. Beim Wohn-Riestern greifen sie aufgrund der anderen Funktionsweise auf ein sogenanntes Wohnförderkonto zurück: Dort wird virtuell ein steigender Betrag festgehalten, von dem die Kunden später einen persönlichen Steueranteil abführen müssen. Für den Fall der Zweckentfremdung müssen sämtliche Zulagen zurückgezahlt werden. Das gilt vor allem dann, wenn das Haus oder die Wohnung verkauft wird. Es gibt aber Ausnahmen: Wenn der Verkaufserlös sofort in neues Eigentum investiert wird, dürfen Vorsorgende die Unterstützung behalten. Das Gleiche trifft zu, wenn die Immobilie zwischenzeitlich vermietet und vor dem Renteneintritt wieder selbst genutzt wird. Das kann zum Beispiel bei einem berufsbedingten Umzug der Fall sein. Es empfiehlt sich stets, zuvor Kontakt mit einem Bankberater aufzunehmen.

    Was beim Anbietervergleich zu beachten ist

    Die staatliche Förderung macht das Wohn-Riestern nur grundsätzlich attraktiv. Letztlich kommt es auf die Qualität des Vorsorgevertrags an, wie stark Sparer von den Zuschüssen profitieren. Zahlreiche Bausparkassen und Banken vertreiben Riester Darlehen. Die Konditionen und damit die Kosten bestimmen die Anbieter in Eigenverantwortung. Wie bei allen Finanzprodukten finden sich am Markt enorme Unterschiede. Interessierte sollten die einzelnen Kredite intensiv miteinander vergleichen. Bei einem Riester-Darlehen geht es um eine hohe Geldsumme, dadurch wirken sich auch kleine Unterschiede bei den Zinsen in erheblichem Maße aus.

    Drei Aspekte verdienen beim Vergleichen Berücksichtigung, egal, über wie viele Euro der Kredit vereinbart wird. Erstens sollten Interessierte die Zinsen in der Ansparphase begutachten. Zweitens sollten sie die Bereitstellungszinsen für das Darlehen miteinander vergleichen. Insbesondere die Berechnung der Zinsen für das Darlehen entscheidet über die Attraktivität eines Vertrags. Die Kreditsumme beträgt gewöhnlich mehrere Zehntausende oder über hunderttausend Euro, Zehntel Prozentpunkte Mehrzinsen schlagen enorm zubuche. Zudem empfiehlt jeder Kredit Ratgeber, Gebühren zu beachten. Diese fallen zum Beispiel beim Abschluss an, aber auch bei einer vorzeitigen Kündigung oder falls jemand später den Kredit umschulden möchte.

  • Immobilienfinanzierung mit dem Bausparkredit

    Bei einem Bauspardarlehen handelt es sich um ein Annuitätendarlehen, das untrennbar mit dem Bausparvertrag verbunden ist. Der Bausparvertrag besteht grundsätzlich aus dem vom Kunden angesparten Guthaben und dem Darlehen. Das angesparte Guthaben und das Darlehen ergeben zusammen die Bausparsumme. Jede Bausparkasse gibt in der Regel vor bis zu welchem Betrag das Guthaben angespart werden muss, ehe das Darlehen gewährt werden kann. Oftmals liegt die erforderliche Summe bei 40 bis 50 Prozent. Das heißt, wenn Verbraucher einen Bausparvertrag über 100.000 Euro abschließen, müssen sie 40.000 bis 50.000 Euro selbst ansparen, bevor sie das Darlehen von 50.000 bis 60.000 Euro in Anspruch nehmen können.

    Ein Bauspardarlehen darf nur für wohnwirtschaftliche Zwecke wie den Bau oder den Kauf einer Immobilie verwendet werden. Um überhaupt ein solches Darlehen in Anspruch nehmen zu können, müssen Verbraucher einen Bausparvertrag abschließen und diesen entsprechend bedienen. Das heißt, dass Verbraucher erst einmal regelmäßig sparen müssen. Um den Bausparkredit zugeteilt zu bekommen, müssen zudem die Zuteilungsvoraussetzungen der jeweiligen Bausparkasse erfüllt werden. In der Regel wird auch die Kreditwürdigkeit des Darlehensnehmers überprüft. Bonitätsunabhängige Kredite werden von den Bausparkassen in der Regel nicht vergeben.

    Verlässliche Konditionen

    Der Bausparkredit zeichnet sich wie ein Annuitätendarlehen durch regelmäßige, zumeist gleich bleibende Rückzahlungsraten aus. In den Rückzahlungsraten sind sowohl die Zinsen als auch die Tilgung enthalten. Wie hoch das Darlehen ist, hängt zum einen von der gewählten Bausparsumme ab und zum anderen vom jeweiligen Bauspartarif. Dem Bauspartarif können Verbraucher beispielsweise die Höhe der Darlehenszinsen, die Laufzeit und die Tilgung entnehmen. Das Darlehen umfasst je nach Tarif 50 bis 60 Prozent der gesamten Summe. Das Darlehen wird in voller Höhe ausbezahlt. Das heißt, das Darlehen wird ohne Disagio an den Kreditnehmer ausgegeben.

    Der Vorteil eines Bauspardarlehens ist darin zu sehen, dass sich Verbraucher auf verlässliche Konditionen einstellen können. Die Zinsen für das Bauspardarlehen werden im Bauspartarif festgehalten und sind nicht von aktuellen Zinsschwankungen am Kapitalmarkt betroffen. Die Zinsen werden für die gesamte Laufzeit des Darlehens festgeschrieben. Die Laufzeit eines Bausparkredits liegt in der Regel bei 10 bis 11 Jahren. Vertraglich vereinbart wird auch, wie hoch die monatlichen Tilgungsraten für das Darlehen während der gesamten Laufzeit sein werden. Wer eine Immobilie erwerben oder bauen möchte, genießt mit dem Bausparvertrag daher Planungssicherheit. Sondertilgungen sind bei Bausparkrediten in der Regel möglich.

    Verwendung eines Bauspardarlehens

    Bauspardarlehen dürfen nicht für die Finanzierung einer Reise oder eines Fahrzeugs genutzt werden. Die Verwendung dieses Darlehens beschränkt sich auf wohnwirtschaftliche Maßnahmen. Dazu gehört beispielsweise der Kauf einer Immobilie. Auch der Bau einer Immobilie kann mit solch einem Darlehen finanziert werden. Auch die Renovierung und die Sanierung des eigenen Heims können mithilfe eines Bauspardarlehens durchgeführt werden. Wer Kredite zusammenfassen möchte, kann hierfür ebenfalls den Bausparvertrag nutzen, wenn es sich um Kredite handelt, die für wohnwirtschaftliche Zwecke aufgenommen wurden. Wenn Sie also bereits einen Kredit für die Renovierung aufgenommen haben, können Sie diesen in der Regel mithilfe eines Bauspardarlehens ablösen.

    Vorteile und Nachteile dieses Darlehens

    Bausparkredite bieten Ihnen einige Vorteile. Ein großer Vorteil ist die Flexibilität dieses Darlehens. Wenn Sie dieses Darlehen in Anspruch nehmen, haben Sie grundsätzlich die Möglichkeit zur Sondertilgung. Durch gelegentliche oder auch regelmäßige Sondertilgungen können Sie Ihre Schuldenlast schneller verringern. Zudem erhalten Sie unter bestimmten Voraussetzungen eine staatliche Förderung für Ihren Bausparvertrag. Als Nachteil können die geringen Guthabenszinsen, die während der Ansparphase entstehen, angesehen werden. Zudem werden Abschlussgebühren bei einem Bausparvertrag fällig. Langfristige Kredite wie das Bauspardarlehen müssen gut überlegt werden. Bevor Sie sich für einen Bausparvertrag und ein damit verbundenes Darlehen entscheiden, sollten Sie erst einmal aktuelle Angebote vergleichen. Auch bei den Bausparverträgen gibt es Unterschiede und durch einen Vergleich können Sie das Angebot finden, das am besten zu Ihren Bedürfnissen passt. Bei vielen Bausparkassen können Sie Ihre Kredit Anfrage heutzutage auch online stellen.

  • Geld sparen: Baukredit mit Bedacht wählen

    Ein Immobilienerwerb erfordert meist einen Baukredit in sechsstelliger Höhe, den Eigenheimbesitzer dann über mehrere Jahrzehnte tilgen. Schon minimale Zinsunterschiede summieren sich angesichts des enormen Betrags und der langen Laufzeit zu viel Geld. Deshalb empfiehlt sich ein Kreditvergleich, bei dem möglichst alle infrage kommenden Anbieter einbezogen sind. Neben den Filialbanken sollten Interessierte daran denken, dass sie bei Direktbanken einen Kredit auch online beantragen können. Häufig vergessen Verbraucher Onlinegesellschaften bei einem Vergleich, obwohl gerade diese Institute attraktive Zinssätze bieten.

    Wenn Immobilienbesitzer eine Vergleichsseite im Internet nutzen oder aktuelle Zinsen Baukredite recherchieren, erhalten sie allerdings nur einen Richtwert. Meist finden sie dort die Angabe, ab welchem Prozentsatz ein Baukredit möglich ist und ein durchschnittliches Beispiel. Die genaue Höhe eines Angebots müssen Interessierte einzeln per Kredit Anfrage herausbekommen, da ein Zinssatz von einer Reihe an Faktoren abhängt. So ist ein Kredit mit Bürgen, hohem Einkommen und sicherem Job günstiger als eine Finanzierung, bei welcher der Bank kaum Sicherheiten vorgelegt werden. Als teuer erweist sich ein Darlehen ohne Grundbucheintrag. Ein solcher Grundbucheintrag versetzt die Bank in die Lage, sich bei einem Zahlungsausfall die Immobilie anzueignen. Dadurch verfügt sie über ein Mindestmaß an Absicherung, ohne die sie deutliche Zinsaufschläge verlangt oder einen Baukredit gar nicht vergibt.

    Beachtenswertes hinsichtlich der Rückzahlphase

    Neben der Zinshöhe gibt es noch weitere Kriterien, die Aufmerksamkeit verdienen. So unterscheiden sich Verträge in der Dauer der Zinsbindung. Die übliche Laufzeit beträgt zehn Jahre, danach ist ein Anschlusskredit notwendig. Einen generellen Tipp kann niemand aussprechen, die aktuelle Marktsituation ist entscheidend. Befinden sich die Zinsen auf einem niedrigen Niveau, empfiehlt sich eine möglichst lange Zinsbindung. Dann müssen Kreditnehmer nämlich annehmen, dass die Zinsen im Laufe der Jahre steigen und eine weitere Finanzierung deutlich mehr kostet. Bei enormen Zinssteigerungen kann dies die gesamte Haushaltsplanung aus dem Ruder laufen lassen. Bei momentan hohen Zinsen sollten Verbraucher dagegen kurze Laufzeiten bevorzugen.

    Die Flexibilität bei der Rückzahlung stellt einen weiteren wichtigen Aspekt dar. Haben Eigentumsbesitzer während der Abzahlphase überraschend Geld zur Verfügung, sollten sie eine Sondertilgung vornehmen können. Das führt nicht nur zu einer vorzeitigen Tilgung des Kredits, sondern auch zu Einsparungen hinsichtlich des Zinses. Es lohnt ein genauer Blick in den Vertrag. Es sollte geprüft werden, ob Banken dies erlauben. Vorteilhaft kann auch die Möglichkeit sein, Baukredite während der Laufzeit durch eine andere Finanzierung abzulösen. Das trifft dann zu, wenn währenddessen das Zinsniveau gesunken ist. Dafür fordern Institute, wenn sie dies überhaupt zulassen, eine bestimmte Gebühr. Auch dieser Punkt sollte in einen Kreditvergleich einfließen.

    KfW: günstiges Darlehen für ökologische Bauweise

    Ökologisches Bauen und Sanieren steht hoch im Kurs. Mit einer modernen Wärmedämmung reduzieren Eigenheimbesitzer die Nebenkosten, mit einer Fotovoltaikanlage erzielen sie Einkünfte. Doch nicht nur diese finanziellen Vorteile sprechen für grüne Immobilien. Zugleich können Bürger für diese Investitionen einen preiswerten Kredit bei der öffentlich-rechtlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau beantragen. Deren Konditionen liegen weit unter dem üblichen Marktniveau, weil diese Einrichtung explizit die Umwelt fördern möchte. Für besonders energieeffiziente Neubauten gewährt die KfW sogar einen Tilgungszuschuss. Diese Chance sollten sich Bauherren und Immobilieneigentümer nicht entgehen lassen.

    Ein entsprechenden Antrag für einen Baukredit müssen Interessierte stets über ihre Hausbank einreichen, da die KfW die Abwicklung nicht direkt vornimmt. Wichtig ist zudem, dass ein solcher Antrag vor dem Beginn der Baumaßnahmen gestellt wird, ansonsten wird die KfW ihn ablehnend bescheiden. Es dürfen höchstens erste planerische Tätigkeiten durchgeführt werden, wozu zum Beispiel die Beauftragung eines Architekten zählt.

  • Gut vorbereitet in die Kreditverhandlung

    Um ein Bankgespräch wegen eines Kredites erfolgreich absolvieren zu können, bedarf es einiger Vorbereitung. Schließlich ist dies die Gelegenheit, dem Bankberater das zu finanzierende Vorhaben überzeugend darzustellen und ihm die Sicherheit zu vermitteln, dass die Rückzahlung des Kredites pünktlich erfolgen wird. Es ist also wie beim Bewerbungsgespräch: Sie benötigen solide Unterlagen und einen sicheren Umgang mit den Fachbegriffen, um von vornherein klar zu machen, dass Sie ein ernst zu nehmender Gesprächspartner sind.

    Vor einem Kreditantrag

    Wenn man sich in die Denkweise des Bankangestellten hinein versetzt, der für sein Institut sichere Anlagen suchen und Wert auf Bonität, Liquidität und Seriosität legen muss, erschließen sich die wichtigsten zu beachtenden Punkte. Eine Bank muss genauso auf Erfolg und Gewinn achten, wie jedes andere privatwirtschaftliche Unternehmen auch. Gerade in Krisenzeiten, die auch vor großen Banken nicht Halt gemacht hat, wird dem potenziellen Kreditausfallrisiko ein großer Wert beigemessen.

    Banken verdienen an der Differenz zwischen den Zinsen für ausgegebene Kredite und getätigte Anlagen. Fällt die eingeplante Rückzahlung von ausgereichten Darlehen aus, schlägt sich das direkt auf den Gewinn nieder. Zudem müssen Banken immer eine vorgeschriebene Eigenkapitalquote nachweisen, um überhaupt Kredite ausgeben zu können. Das Verhältnis zwischen Eigenkapital und auszugebenden Krediten wird genau festgelegt und überprüft. Vor diesem Hintergrund, ist es für ein erfolgreiches Bankgespräch eminent wichtig, dass Sie Ihre Bonität und Liquidität belegen können.

    Ein wichtiges Instrument dafür ist die Auskunft der SCHUFA, der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, die im Auftrag vieler Banken und Unternehmen Informationen zu natürlichen Personen sammelt. Dazu gehören neben den persönlichen Daten auch Details, die von den Banken selbst geliefert oder von der SCHUFA eigenständig besorgt werden. Es finden sich hier Eintragungen zu bestehenden Konten, Krediten und Kreditkarten, aber auch zum Zahlungsverhalten und finanziellen Problemen.

    Wichtige Unterlagen für das Bankgespräch zusammen stellen

    Da auch bei der SCHUFA Fehler passieren können, sollten Sie Ihre Eigenauskunft, die man einmal im Jahr kostenlos anfordern kann, prüfen. Finden sich dort Einträge, die nicht korrekt oder überholt sind, sollten diese schnellstens korrigiert werden. Anhand der Einträge wird nämlich der so genannte Score-Wert errechnet, der der anfragenden Bank eine Prognose zum möglichen Kreditausfall liefert. Je niedriger der Wert ist, desto größer ist das Risiko.

    Um die Liquidität für die Rückzahlung des geplanten Kredites nachweisen zu können, benötigt man auf jeden Fall Einkommensbelege für die letzten drei Monate, wenn man nicht selbständig ist. Je sicherer das Arbeitsverhältnis eingeschätzt werden kann, desto leichter wird der Zugang zum Kredit sein. Es gibt aber auch Varianten, wo sich diese Sicherheit direkt im Zins niederschlägt, z.B. bei einem Kredit für Beamte, die dann auch für die Kreditverhandlung die Urkunde über die Verbeamtung benötigen.

    Gibt es andere oder weitere Einkünfte, müssen diese ebenfalls für die letzten drei Monate belegt werden. Hierbei kann es sich um Unterhalts- oder Kindergeldzahlungen, Renten oder Versorgungsleistungen, aber auch Arbeitslosenbezüge handeln. Bei Selbständigen ist dieser Part ungleich schwieriger, da die zu erwartenden Einkünfte naturgemäß nur prognostiziert werden können. Selbständige müssen Steuerunterlagen der letzten drei Jahre einreichen und am besten auch Vorverträge von Auftraggebern nachweisen können, um überhaupt einen Kredit zu erhalten.

    Gute Vorbereitung äußerst wichtig

    Die Ausgabenseite muss ebenfalls belegt werden, dazu eignet sich eine konsequente Buchführung, die alle monatlich wiederkehrenden Positionen darstellt. So kann auch gleich die zur Verfügung stehende Liquidität überprüft und im Bankgespräch direkt erörtert werden. Denn wichtig für die Kreditverhandlung ist die plausible Darstellung der Rückzahlbarkeit der Kreditraten. Gute und solide aufgebaute Unterlagen sind ein wichtiges Kriterium für den Erfolg der Verhandlung.

    Um die eigene Position in der Verhandlung zu festigen, sollten auch die banküblichen Begriffe klar sein. Ob über ein Disagio, den nominalen Jahreszins oder Bearbeitungsgebühren gesprochen wird, verblüffen Sie den Bankangestellten, indem Sie auf alle angesprochenen Details eingehen können. Das schafft Respekt und Sie wissen genau, worauf Sie achten müssen. Schauen Sie sich explizit den Netto-Kreditbetrag und den effektiven Jahreszins an, denn das sind Ihre Vergleichskriterien. Wenn Ihnen feste Raten angeboten werden, wie z.B. bei einem Laufzeitzinsdarlehen, dann rechnen Sie einfach alle Raten zusammen und ziehen Sie dann den Auszahlungsbetrag ab, denn so erhalten Sie die effektiven Kreditkosten.

    Auch die gezielte Frage, ob die Bank denn noch Bearbeitungsgebühren erhebt, wird Ihnen zum Vorteil gereichen. Schließlich gibt es bereits einige Urteile, die die Zulässigkeit dieser Gebühren bestreiten. Zwar können die Banken noch nach eigenem Ermessen entscheiden, aber in einem Bankgespräch machen Sie so klar, dass Sie sich auskennen.

    Fazit

    Ein gut vorbereitetes Bankgespräch kann für den Erfolg entscheidend sein. Neben soliden Unterlagen, die Sie genauso gut für einen Internet Kredit benötigen würden, sind Detailkenntnisse sehr hilfreich. Die vom Bankangestellten verwendeten Begrifflichkeiten sollten keine unbekannten Größen für Sie sein, denn ein sicherer Umgang damit verschafft Ihnen Respekt und Sie können die Kreditkonditionen direkt durchleuchten und gut einschätzen. So aufgestellt wird Ihnen die Verhandlung gelingen, egal ob es sich um einen Kredit für eine Hochzeit, einen Kredit für Lehrlinge oder eine andere Finanzierung handelt.

  • Kredite richtig absichern

    Die Restschuldversicherung oder Restkreditversicherung dient grundsätzlich der Absicherung eines Kredits oder Darlehens. Kann der Kreditnehmer die Ratenzahlung aus bestimmten Gründen nicht mehr leisten, tritt sie in Kraft. Wann genau diese Versicherung leistet, hängt von den vertraglich vereinbarten Konditionen ab. Einige Versicherungen leisten nur im Todesfall. Andere schließen eine Erkrankung, die Berufsunfähigkeit und die unverschuldete Arbeitslosigkeit ein.

    Versicherung sichert Risiken ab

    Wenn Sie einen Kredit wie einen Online Kredit oder einen Direkt Kredit aufnehmen, sollten Sie immer auch den Ernstfall bedenken. Kredite werden über einen langen Zeitraum zurückgezahlt und in dieser Zeit kann es durchaus zu Zahlungsschwierigkeiten kommen, mit denen man zuvor nicht gerechnet hat. Wenn Sie versterben, sehr krank oder berufsunfähig werden sollten, dann können Sie die Raten nicht mehr begleichen. Auch wenn Sie plötzlich arbeitslos werden sollten, können die monatlichen Kreditraten zu einer hohen Belastung werden. Eine Restkreditversicherung kann helfen, diese Ausfälle aufzufangen. Restschuldversicherungen sind vor allem dann zu empfehlen, wenn im Falle Ihres Todes Ihre Angehörigen für den Kredit aufkommen müssten.

    Die Restschuldversicherung ist vor allem zur Absicherung einer hohen Kreditsumme zu empfehlen. Immobiliendarlehen und Hypothekendarlehen sollten beispielsweise unbedingt durch eine Versicherung abgesichert werden. Diese Darlehen sind in der Regel mit einer langen Laufzeit und einer hohen Kreditsumme verbunden. Verstirbt der Kreditnehmer vor Ablauf des Darlehens, dann fällt die gesamte Schuldenlast seiner Familie zu. Um diese Schuldenlast zu vermeiden, wird eine Restschuldversicherung abgeschlossen. Viele Versicherungen sichern heutzutage nicht nur den Tod des Kreditnehmers ab, sondern leisten auch bei Berufsunfähigkeit, schweren Erkrankungen und unverschuldeter Arbeitslosigkeit. Da sich die Leistungen der einzelnen Versicherungsangebote stark unterscheiden können, sollten Verbraucher unbedingt prüfen, welche Leistungen tatsächlich versichert werden.

    Restschuldversicherungen sind nicht immer sinnvoll

    Eine Restschuldversicherung ist nicht immer sinnvoll. Bevor man eine solche Versicherung abschließt, sollte die eigene Situation ganz genau betrachtet werden. Restschuldversicherungen werden beispielsweise auch häufig für einfache Ratenkredite angeboten. Die Absicherung eines Ratenkredits kann jedoch nicht empfohlen werden, wenn der Kreditnehmer bereits einige Vorsorgemaßnahmen getroffen hat. Wenn Sie beispielsweise bereits eine Berufsunfähigkeitsversicherung und eine Risikolebensversicherung haben, dann ist eine Restkreditversicherung oftmals überflüssig. Die Berufsunfähigkeitsversicherung springt ein, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in Ihrem aktuellen Beruf tätig sein können. Und die Risikolebensversicherung wird in der Regel ausbezahlt, wenn Sie versterben sollten. In beiden Fällen gilt, dass Sie diese Versicherungen in ausreichender Höhe abgeschlossen haben müssen.

    Die Berufsunfähigkeitsversicherung sollte so hoch sein, dass Sie Ihren Lebensunterhalt und die monatlichen Raten bequem damit begleichen können. Die Risikolebensversicherung sollte so bemessen sein, dass Ihre Familie damit alle Schulden decken kann und nicht in finanzielle Not gerät. Sind Sie nicht ausreichend versichert, können Sie über eine Aufstockung Ihrer bisherigen Versicherungen nachdenken oder tatsächlich zusätzlich eine Restkreditversicherung abschließen. Wenn Sie einen Kredit nehmen möchten, sollten Sie sich daher unbedingt auch über dessen mögliche Absicherung informieren.

    Versicherungsangebote vergleichen

    Wenn Sie einen Kredit wie einen Schnell Kredit oder einen Online Sofort Kredit abschließen möchten, sind Sie in der Regel nicht dazu verpflichtet, gleichzeitig auch die Restschuldversicherung des jeweiligen Anbieters zu nutzen. Sie können auf die Absicherung des Kredits verzichten oder sich nach einem anderen, möglicherweise günstigeren Versicherungsanbieter umsehen. Machen Sie vor dem Abschluss einer solchen Versicherung daher unbedingt einen Vergleich. Durch einen Vergleich der verschiedenen Angebote für Restschuldversicherungen können Sie unter Umständen einiges an Geld einsparen. Sollte der jeweilige Kreditanbieter auf den Abschluss einer Absicherung der Restschuld bestehen, dann müssen die dadurch entstehenden Kosten in der Regel im effektiven Jahreszins ausgewiesen werden.

    Alternativen zur Restkreditversicherung

    Wenn Sie ein Immobiliendarlehen bedienen, können Sie als zur Absicherung des Darlehens auch eine Risikolebensversicherung nutzen. Eine Risikolebensversicherung mit fallender Versicherungssumme wird für die Absicherung von Immobiliendarlehen sehr häufig empfohlen. Bei einer Risikolebensversicherung mit fallender Versicherungssumme nimmt die Versicherungssumme in dem Maße ab, wie auch die Kreditbelastung durch die regelmäßige Tilgung weniger wird. Auch ein Sparplan kann eine Alternative zu einer Restkreditversicherung sein. Das gilt zumindest dann, wenn die Kreditsumme nicht allzu hoch ist und man bereit ist, jeden Monat einen bestimmten Betrag auf die Seite zu legen. Welche Absicherung für Sie als Kreditnehmer in Ihrer jeweiligen Situation die richtige ist, müssen Sie selbst entscheiden.

  • Mit einem Abrufdarlehen flexibel finanzieren

    Abrufdarlehen sind eine Kreditart, die in Deutschland nur wenige kennen. Zunehmend mehr Banken bieten ihren Kunden jedoch einen solchen an. Das gilt zum einen für manche Filialbanken, vor allem aber für WWW Kredite von Direktbanken. Bei Anschaffungen oder anderem Finanzierungsbedarf bis circa 25 000 Euro stellen Abrufkredite eine interessante Möglichkeit dar. Deren wesentlicher Vorteil im Vergleich zu Ratenkrediten besteht in einem hohen Maß an Flexibilität, was insbesondere hinsichtlich der Auszahlungsphase zutrifft.

    Die Funktionsweise des Abrufdarlehens

    Bei einem oberflächlichen Blick könnte man einen Abrufkredit mit dem viel verbreiteteren Dispo verwechseln. Auch bei dieser Variante gesteht eine Bank ihrem Kunden einen bestimmten Kreditrahmen zu, innerhalb dessen er Geld abheben oder überweisen kann. Im Unterschied zum Dispokredit vereinbaren beide Seiten aber eine Rückzahlungsphase, innerhalb welcher der Kreditnehmer die Summe zu festen Raten tilgt. Zudem erweisen sich Institute bei einem Abrufdarlehen meist großzügiger bei der Darlehenssumme, da sie bei dieser Form die Rückzahlwahrscheinlichkeit anders als bei einem Dispo prüfen. Während Banken dort nur auf Bonität und Gehaltshöhen schauen, lenken sie den Blick bei einem Abrufdarlehen auf die finanzielle Perspektive eines Antragsstellers. So hat sich diese Kreditart zum Beispiel bei Studentendarlehen von privaten Banken durchgesetzt. Studierende können meist weder Sicherheiten noch ein Einkommen nachweisen, dafür ist aber die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie nach einem erfolgreichen Abschluss einen gut bezahlten Job beginnen. Aufgrund der Einkommensverhältnisse haben sie auf einen Dispo kaum eine Chance, auf ein umfangreiches Abrufdarlehen dagegen schon.

    Die Vorteile für Kunden liegen auf der Hand. Im Gegensatz zu einem Ratenkredit bekommen sie den Darlehensbetrag nicht zu Vertragsbeginn komplett ausgezahlt. Das bedeutet in diesem Fall, dass Kreditnehmer vom ersten Tag Zinsen auf die gesamte Summe anhäufen. Bei einem Abrufkredit können sie dagegen je nach Bedarf den Kreditrahmen nutzen. Gleich dem Dispo müssen sie später nur die Zinsen für das Geld zahlen, das sie auch tatsächlich abgehoben haben. Zudem entfallen eventuelle Folgekredite mit dem damit verbundenen bürokratischen Aufwand. Reicht die Höhe eines Ratenkredits, der meist knapp bemessen wird, nicht aus, muss bei der Bank umständlich ein weiteres Darlehen mit entsprechender Bearbeitungszeit abgeschlossen werden. Bei Abruffinanzierungen können Interessierte ohne Kostenbedenken dagegen einen ausreichend hohen Betrag vereinbaren. Schöpfen sie diesen nicht aus, müssen sie für das nicht benötigte Kapital auch keine Zinsen zahlen.

    Was vor Vertragsabschluss zu beachten ist

    Sämtliche Kredit Angebote, die sich im Finanzsektor finden, sollten ausführlich miteinander verglichen werden. Wie auch bei einer anderen Kredit Finanzierung spielt die Zinshöhe eine wesentliche Rolle. Diese entscheidet darüber, wie viel Geld Kreditnehmer später zurückzahlen müssen. Schon gering anmutende Differenzen können sich zu erheblichen Beträgen summieren. Mit einer Beispielrechnung lässt sich dies einfach herausfinden. Interessierte sollten zudem prüfen, welchen Kreditrahmen Banken zur Verfügung stellen und ob diese für die angestrebten Zwecke genügen. Auch hier gestalten Institute die Konditionen sehr unterschiedlich, manche bieten nur einen 3000 Euro Kredit, andere einen 20000 Euro Kredit.

    Zudem verdienen die Bedingungen der Rückzahlung bei einem Abrufdarlehen Aufmerksamkeit. So sollten Suchende fragen, welche Zeiträume Banken für die Tilgung anbieten. Bei unsicherer Zukunft in den nächsten Jahren, zum Beispiel bei Studierenden, die nach dem Abschluss erst einen Arbeitgeber finden müssen, empfehlen sich eher längere Laufzeiten mit dementsprechend geringeren Raten. Zusätzlich sollte sich ein Vertrag durch Flexibilität auszeichnen. Anbieter sollten Sondertilgungen ermöglichen, damit Kreditnehmer Zinsen sparen und sich schneller Richtung Schuldenfreiheit bewegen können.

  • Planungssicherheit von Anfang bis Ende

    Eine sehr häufige Form von Ratenkrediten ist das so genannte Laufzeitzinsdarlehen, das dem Kreditnehmer finanzielle Planungssicherheit bietet. Im Gegensatz zu anderen Varianten wird die Kreditrate, die sich aus Zins und Tilgung zusammen setzt, nämlich für die gesamte Laufzeit festgelegt.

    Gerne werden diese Kredite mit einer monatlichen Rate beworben, d.h. um sie vergleichen zu können, müssen die Angebote näher untersucht werden. Wie das funktioniert und worauf Sie achten sollten, wird im Folgenden näher erläutert.

    Was ist ein Laufzeitzinsdarlehen?

    Gerade bei kurz- und mittelfristigen Ratenkrediten wird die Variante Laufzeitzinsdarlehen oft angeboten. Das Besondere daran ist, dass bereits am Anfang alle während der Laufzeit anfallenden Zinsen zur Darlehenssumme dazu gerechnet werden. Daraus werden die monatlichen Raten errechnet, die bis zum Ablauf des Laufzeitzinsdarlehens konstant bleiben.

    Am besten lässt sich diese Form eines Kredites an einem Beispiel erklären: Ein Verbraucher sucht über 12000 Euro einen Kredit für eine Wohnungseinrichtung. Die Laufzeit soll fünf Jahre betragen. Er erhält ein Angebot mit einem effektiven Jahreszins von sechs Prozent pro Jahr, d.h. die Zinsbelastung pro Jahr wäre 720 Euro und für die gesamte Laufzeit 3600 Euro. Diese Summe wird auf den Auszahlungsbetrag aufgeschlagen, so dass die Kreditsumme nun 15600 Euro beträgt. Daraus ergeben sich 60 monatliche Raten zu je 260 Euro.

    Somit ist beim Laufzeitzinsdarlehen von Anfang bis Ende die monatliche Rate festgelegt und es erfolgt keine ratierliche Verrechnung der Tilgung, wie das bei anderen Kreditformen der Fall ist. Dies birgt zum einen natürlich Planungssicherheit für den Kreditnehmer, er weiß also genau, was auf ihn während der Laufzeit zukommt, allerdings muss er dies auch bewältigen können. Zum anderen lassen sich solche Kreditangebote, bei denen nur die monatliche Rate dargestellt wird, sehr schlecht vergleichen.

    Wie vergleicht man Laufzeitzinsdarlehen?

    Gerade bei Laufzeitzinsdarlehen, wenn also von der Bank oder einem Händler die Finanzierung mit einer monatlichen Rate angeboten wird, lohnt es sich, die genauen Konditionen zu hinterfragen. Grundsätzlich gilt nämlich, dass jeder Kredit Kosten verursacht, die mehr oder weniger offen aufgeführt werden.

    Ein wichtiges Kriterium neben der Laufzeit ist der effektive Jahreszins, in dem bei Verbraucherkrediten ein Großteil der Kosten enthalten sein muss. Jeder Anbieter für diese Kredite ist gesetzlich verpflichtet, den effektiven Jahreszins auszuweisen. In der Preisangabenverordnung (PAngV) ist genau festgelegt, wie dieser Zinssatz zu berechnen ist, um eine Vergleichbarkeit für Kredite gewährleisten zu können. Fragen Sie also konkret nach, sollte diese Angabe nicht direkt ersichtlich sein.

    So genannte Bearbeitungsgebühren werden zumindest noch teilweise von den Banken erhoben, denn sie liegen im Ermessensspielraum der Kreditinstitute. Meist betragen sie zwischen einem und zwei Prozent der Darlehenssumme und werden entweder auch auf den Kreditbetrag aufgeschlagen, vom Auszahlungsbetrag abgezogen oder separat erhoben. Die Rechtssprechung geht allerdings in eine verbraucherfreundliche Richtung, da diese Bearbeitungsgebühr für die Risikoprüfung durch die Banken berechnet wird und das in deren Interesse sein sollte. Da es aber noch keine Entscheidung vor dem Bundesgerichtshof (BGH) gibt, können die Finanzierungsinstitute bislang frei entscheiden. Lassen Sie sich die Bearbeitungsgebühr also klar ausweisen und erklären, wie diese finanziert werden soll.

    Um ganz sicher zu gehen, können Sie auch alle Raten und Kosten zusammen rechnen und davon den Auszahlungsbetrag bzw. den veranschlagten Kaufpreis abziehen. So erhalten Sie die effektiven Kosten des Kredites und können diese sehr gut mit anderen Angeboten vergleichen.

    Welche Voraussetzungen sind nötig?

    Ein Laufzeitzinsdarlehen gibt dem Kreditnehmer Planungssicherheit, denn die monatlichen Raten sind von Anfang bis Ende gleich. Allerdings müssen diese auch pünktlich bezahlt werden können, also sollte die persönliche finanzielle Situation dies auch hergeben.

    Die Bank oder ein Händler prüfen die Bonität des Kreditnehmers anhand der Einkommenssituation, der Liquidität und des Kreditscores bei der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (SCHUFA) oder einer anderen Auskunftei. Dort werden allgemeine Daten, aber insbesondere Informationen zum Zahlungsverhalten, zu Krediten, Kreditkarten oder finanziellen Problemen gesammelt. Anhand dieser Daten wird ein Score-Wert gebildet, der den verschiedenen anfragenden Firmen Auskunft über das prognostizierte Ausfallrisiko gibt.

    Die Einkommenssituation wird danach bewertet, wie sicher die monatlichen Bezüge einzuschätzen sind. Für Beamte und Angestellte im Öffentlichen Dienst gelten die Arbeitgeber und die Arbeitsverträge beispielsweise als sehr sicher. Im Gegensatz dazu haben es Selbständige sehr viel schwerer, die Sicherheit ihrer künftigen Einnahmen nachzuweisen und damit einen Kredit zu erhalten.

    Wie berechnet man die eigene Liquidität?

    Die eigene Liquidität spielt aber gerade für Laufzeitzinsdarlehen eine große Rolle, denn die Raten müssen konstant über die Laufzeit pünktlich bezahlt werden. Es sollte also genügend finanzieller Spielraum vorhanden sein, um diesen Verpflichtungen nachkommen zu können. Mit einer konsequenten Haushaltsplanung und Buchführung schaffen Sie sich mit einfachen Mitteln einen guten Überblick über Ihre Möglichkeiten.

    Dazu stellen Sie über einen längeren Zeitraum den monatlichen Einnahmen, wie beispielsweise Lohn oder Gehalt, Unterhalt, Kindergeld, Rente oder andere Versorgungsleistungen, die monatlichen Ausgaben gegenüber. Hierbei sind die wichtigsten Positionen Miete und Nebenkosten, Versicherungen, Kfz-Kosten und natürlich die monatlichen Lebenshaltungskosten. Bankinstitute setzen pauschale Beträge für Lebenshaltungskosten pro Person an, bei Erwachsenen bewegen sie sich zwischen 500 und 700 Euro pro Monat. Kinder werden meist mit Beträgen zwischen 400 und 600 Euro berücksichtigt.

    Anhand einer solchen Buchführung wird sehr schnell klar, welcher Betrag im Durchschnitt monatlich zur Verfügung steht. Außerdem ist eine konsequente Haushaltsplanung ein guter Beleg, um bei einer Bank unkompliziert eine Finanzierung zu erhalten.

    Wie kann man sich vor Notsituationen schützen?

    Die beste Planung nützt nichts, wenn unvorhergesehene Ereignisse, wie beispielsweise Unfälle, Krankheiten, Tod des Kreditnehmers oder Arbeitslosigkeit, die Einkommenssituation nachhaltig beeinträchtigen. Abhängig davon, ob es bereits private Versicherungen für diese Fälle gibt, aus deren Leistungen die Kreditraten im Fall der Fälle weiter bestritten werden könnten, kann auch eine Restschuldversicherung für ein Laufzeitzinsdarlehen Sicherheit bringen.

    Die Kosten sind zwar relativ hoch, sollten aber dem Nutzen gegenüber gestellt werden. Wenn es noch keine anderweitigen Versicherungen gibt, kann eine Restschuldversicherung durchaus sinnvoll sein, zumal diese Versicherung nicht den üblichen Annahmekriterien unterliegt. Es handelt sich nämlich um Gruppenverträge der Kreditwirtschaft, so dass Vorerkrankungen beispielsweise nur bedingt eine Rolle spielen. Die Bedingungen sollten Sie trotzdem genau prüfen, denn auch hier gibt es Unterschiede.

    Diese Absicherung wird meist von den Kreditinstituten mit angeboten, teilweise sogar als obligatorischer Bestandteil des Kreditvertrages verstanden. Wird die Restschuldversicherung zwingend vorgeschrieben, müssen die Kosten durch den effektiven Jahreszins abgedeckt werden, es dürfen also keine separaten Beiträge erhoben werden. Dies darf nur geschehen, wenn die Versicherung fakultativ angeboten wird.

    Fazit

    Das Laufzeitzinsdarlehen ist eine gängige Form für Verbraucherkredite im kurz- und mittelfristigen Zeitraum. Dabei werden die über die Laufzeit zu zahlenden Zinsen von vornherein auf die Kreditsumme aufgeschlagen, so dass sich eine konstante monatliche Belastung von Anfang bis Ende ergibt.

    Vergleichbar sind solche Angebote, bei denen meist die Höhe der monatlichen Rate beworben wird, anhand des effektiven Jahreszinses, den die Banken bei Verbraucherkrediten ausweisen müssen. Ein anderes Instrument ist die Gegenrechnung der Summe der zu zahlenden Raten und Kosten mit der Auszahlungssumme, um die effektiven Kreditkosten zu ermitteln. So lassen sich die Angebote ebenfalls gut vergleichen.

    Voraussetzungen für ein Laufzeitzinsdarlehen sind neben der stabilen Einkommenssituation auch die Auskünfte und Eintragungen bei der SCHUFA oder einer ähnlichen Auskunftei und die durchschnittliche monatliche Liquidität. Diese lässt sich anhand einer soliden Haushaltsplanung und Buchhaltung gut nachweisen und belegen.

    Für unvorhergesehene Ereignisse, wie z.B. Unfall, Krankheit oder Tod des Kreditnehmers, gibt es Absicherungen, die entweder am freien Versicherungsmarkt erworben oder durch die Bank in Form von Restschuldversicherungen vermittelt werden können. Ist diese Restschuldversicherung unabdingbarer Bestandteil des Verbraucherkreditvertrages, müssen die Kosten im effektiven Jahreszins enthalten sein.

  • Für wen lohnt sich ein Tilgungsdarlehen?

    Das Tilgungsdarlehen, auch Abzahlungsdarlehen genannt, spielt bei der Kreditvergabe eine wesentlich geringere Rolle als das sogenannte Annuitätendarlehen. Dennoch wird vor allem Wohneigentum mit einem Tilgungskredit finanziert. Die Wahl der Kreditform kann vor allem bei hohen Darlehenssummen einen erheblichen Unterschied in der Belastung durch monatliche Raten ausmachen, denn die Art des Darlehens ist vor allem für die Berechnung der Rate wichtig. Kreditnehmer sollten sich deshalb vor der Kredit Anfrage genau über die verschiedenen Kreditarten informieren und kalkulieren, welche Kreditform die günstigere ist.

    Abzahlungskredit kontra Annuitätendarlehen: Funktionsweise der verschiedenen Kreditmodelle

    Beim Abzahlungskredit wird eine feste monatliche Tilgung vereinbart, die auf die Kreditsumme angerechnet wird. Diese monatliche Tilgung bleibt über die gesamte Laufzeit des Kredits gleich, obwohl die offene Rückzahlungssumme durch die Leistung der monatlichen Tilgung stetig reduziert wird. Zusätzlich werden zur Tilgung die Zinsen addiert. Die Summe aus vereinbarter Tilgung und Zinsen ergibt dann die zu zahlende monatliche Rate. Diese Berechnungsweise hat den Effekt, dass die tatsächliche monatliche Rate mit zunehmender Kreditlaufzeit sinkt. Denn je höher der bereits getilgte Anteil der Darlehenssumme wird, desto niedriger werden die Zinsen. Im Endeffekt zeichnet sich der Tilgungskredit also durch eine anfänglich hohe monatliche Belastung aus, die sich zum Ende der Laufzeit immer weiter verringert.

    Im Gegensatz hierzu wird beim Annuitätendarlehen die gesamte monatliche Rate vorher vereinbart. Sie bleibt dann über die gesamte Laufzeit des Kredits gleich. Ein Teil der vereinbarten Rate wird zur Tilgung der Kreditsumme genutzt, der Rest bedient die Zinsen. Ein üblicher Zinssatz für ein Darlehen beträgt dabei etwa 5%. Verglichen mit dem Abzahlungskredit tritt beim Annuitätendarlehen also gerade keine Senkung der monatlichen Rate ein. Dafür erhöht sich der Prozentsatz der monatlichen Rate, der letztendlich auf die Rückzahlung der Darlehenssumme verwendet wird, während der Anteil, der zur Zahlung der Zinsen verwendet wird, sinkt. Es entsteht im Vergleich zum Tilgungskredit also ein genau umgekehrter Effekt: Je länger der Kredit läuft, desto stärker wird die Tilgungswirkung der monatlichen Rate.

    Die Vorteile und Nachteile des Tilgungskredits

    Vor der Kreditfinanzierung eines großen Vorhabens sollte kalkuliert werden, welche Kreditform die meisten Vorteile bringt. Oft lassen sich Kreditnehmer bei der Beratung von der anfänglich hohen monatlichen Belastung bei einem Abzahlungskredit abschrecken. Die Belastung ist dabei stark auf den Beginn der Kreditrückzahlung konzentriert. Es sollte jedoch bedacht werden, dass die monatliche Rate mit andauernder Kreditlaufzeit stark reduziert wird, und später in der Regel unter den Raten liegen wird, die für ein Annuitätendarlehen zu zahlen wären. Darüber hinaus hat der Kunde beim Abzahlungskredit die Möglichkeit, die Restschuld durch Sondertilgungen weiter zu verringern. Ein Anspruch auf die Berechnung einer Vorfälligkeitsentschädigung für das Darlehen besteht dabei nicht.

    Wer die anfänglich hohe Belastung durch die monatliche Rate in Kauf nimmt, kann insbesondere bei langen Kreditlaufzeiten und hohen Darlehenssummen viel Geld sparen. Denn durch die zu Beginn der Kreditlaufzeit eher hoch angesetzten Raten werden die Restschuld und damit die Zinsen bereits früh reduziert. Beim Abzahlungskredit bleiben die Zinsen dagegen lange auf einem relativ hohen Niveau und führen zu einer insgesamt höheren Rückzahlungssumme. Der Abzahlungskredit eignet sich deshalb beispielsweise gut bei einem Kredit für eine Renovierung. Ein Kredit für eine Unternehmensgründung sollte dagegen eher als Annuitätendarlehen ausgestaltet sein, da hier gerade eine zu hohe anfängliche Belastung vermieden werden soll.

  • Günstige Ratenkredite im Vergleich

    Mit einem Ratenkredit lassen sich auch Vorhaben umsetzen, die andernfalls nicht durchführbar wären. Schließlich verdient kaum ein Berufstätiger genug, um von seinen regelmäßigen Einkünften einen teuren Neuwagen oder gar eine Eigentumswohnung ohne die Hilfe einer Bank oder eines anderen Kreditgebers zu finanzieren. Mit einem Darlehen verteilt sich die Gesamtsumme auf überschaubare Raten, die auch Personen mit mittlerem oder sogar geringem Einkommen begleichen können, ohne an die Grenzen ihrer finanziellen Belastbarkeit zu gelangen.

    Wie günstig die Konditionen für den Wunschkredit tatsächlich ausfallen oder ob es nicht bessere Alternativen zur Kreditaufnahme gäbe, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Allen voran der persönlichen und wirtschaftlichen Lebenssituation des Kreditnehmers sowie dem Verwendungszweck des Darlehens. Auch die konkrete Vertragsgestaltung beispielsweise in puncto Vorfälligkeitsentschädigung oder Restschuldversicherung, spielt hierbei eine wichtige Rolle und sollte beim Vergleich der unterschiedlichen Kreditangebote eingehend geprüft werden.

    Wie funktioniert ein Ratenkredit?

    Bei dieser Kreditart wird die aufgenommene Summe in einem Betrag an den Kreditnehmer ausgezahlt, wobei die Rückzahlung der Leihsumme plus der anfallenden Zinsen gemäß der vertraglich vereinbarten Konditionen in monatlichen oder vierteljährlichen Raten erfolgt. Die Höhe der Raten ist hierbei ebenfalls von Beginn an festgelegt und bleibt über die gesamte Laufzeit des Vertrages gleich. Damit gehören die klassischen Ratenkredite zu den sogenannten Annuitätendarlehen und unterscheiden sich von Tilgungsdarlehen, bei denen Leihsumme und Zinsen jeweils getrennt voneinander zurückgezahlt werden.

    Praxisbeispiel: Ein Bankkunde nimmt ein Darlehen über 10.000 Euro auf. Der effektive Jahreszins beträgt 5,5 Prozent und die Laufzeit ist mit einer monatlichen Rate von rund 232 Euro auf vier Jahre festgelegt. Die Gesamtkosten des Darlehens belaufen sich auf knapp 11.134 Euro. Neben dem eigentlichen Darlehensbetrag muss der Kreditnehmer also Zinsen in Höhe von 1.134 Euro bezahlen. Am Ende des ersten Monats beträgt die Restschuld rund 9813 Euro. Mit der ersten Rate hat er daher rund 187 Euro getilgt und knapp 45 Euro Zinsen bezahlt. Die verbleibenden 9813 Euro werden wiederum zu 5,5 Prozent verzinst. Daher kann der Kreditnehmer mit seiner zweiten Monatsrate bereits 188 Euro tilgen und zahlt noch 44 Euro Zinsen. Dieser Prozess setzt sich über die gesamte Laufzeit fort, bis der Bankkunde mit seiner finalen Rate die letzten 231 Euro tilgt, nur noch 1 Euro Zinsen bezahlt und das Darlehen vollständig abgelöst hat.

    Ratenkredite vergleichen

    Jeder Ratenkredit geht mit bestimmten Rahmenbedingungen einher, die von der Bank im Vorfeld festgelegt werden. Dazu gehört beispielsweise die Höhe der möglichen Leihsumme oder die maximale Vertragslaufzeit. Diese Faktoren kann der Kunde im vorgegebenen Rahmen mitbestimmen. Optional ist auch der Abschluss einer zusätzlichen Versicherung für den Todesfall oder die Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers. Den endgültigen Zinssatz hingegen bestimmt die Bank. Je höher sie ihr Ausfallrisiko in Bezug auf das Einkommen, die Zahlungshistorie und vorhandene Sicherheiten des Kunden einschätzt, desto höher fällt er aus. Fix hingegen sind die Rückzahlungs- und Auszahlungsmodalitäten.

    Darlehenssumme

    Viele Banken verleihen ihr Geld erst ab einer Darlehenssumme von 2000 Euro aufwärts, weil Risiko und verwaltungstechnischer Aufwand andernfalls in keinem rentablen Verhältnis zum Gewinn stünden. Bei Beträgen, die unterhalb dieser Summe liegen, spricht man von Mikro- oder Minikrediten, für die entsprechend kurze Laufzeiten von wenigen Tagen bis hin zu einem Jahr vorgesehen sind. Eine Obergrenze für Ratenkredite gibt es in diesem Sinne nicht. Erfolgreiche Unternehmen können beispielsweise Darlehen im Umfang von mehreren Millionen Euro aufnehmen, um neue Maschinen zu beschaffen oder ganze Industrieanlagen zu bauen. Privatpersonen nehmen die größten Beträge typischerweise im Rahmen einer Baufinanzierung oder beim Kauf einer Eigentumswohnung auf.

    Minikredite, deren Darlehenssumme weniger als 1000 Euro beträgt, werden nur selten vom klassischen Geldinstitut vergeben. Es gibt allerdings verschiedene Anbieter, die sich auf sogenannte Blitzkredite ab einer Darlehenssumme von etwa 200 Euro, spezialisiert haben. Auch wenn es sich dabei um besonders kleine Beträge handelt, sind Minikredite nicht zwangsläufig günstiger als große Darlehen. In der Praxis ist sogar häufig das Gegenteil der Fall. Alternativen dazu wären beispielsweise der Dispokredit, ein Rahmenkredit oder je nach Verwendungszweck eine Händlerfinanzierung.

    Zinsen

    Für die Bereitstellung des Darlehens verlangt die Bank einen Zins, den der Kreditnehmer zusätzlich zur Leihsumme zurückzahlen muss. Je nach Kreditart kann der Zins über die gesamte Laufzeit derselbe sein oder aber den üblichen Marktschwankungen entsprechend variieren. Ratenkredite, für die ein bestimmter Zinssatz festgeschrieben wird, sind sogenannte Festzinsdarlehen, die in Form gleichbleibend hoher Raten zurückgezahlt werden. Nichtsdestotrotz setzt sich die Monatsrate aus zwei verschiedenen Komponenenten zusammen: dem Tilgungsanteil, mit dem nur die tatsächliche Leihsumme zurückgezahlt wird und dem Zinsanteil, mit dem die anfallenden Gebühren beglichen werden. Auch wenn die Rate selbst immer gleich hoch bleibt, verändert sich das Verhältnis beider Komponenten zueinander. Schließlich wird der Zinsanteil stets auf die noch verbleibende Restschuld bezahlt. Nimmt diese ab, sinkt auch der Zins.

    Verfügbarkeit

    Ein Ratenkredit wird dem Bankkunden normalerweise ausbezahlt, sobald der Kreditantrag bewilligt wurde. Soll die Auszahlung zu einem späteren, vertraglich vereinbarten Zeitpunkt erfolgen, spricht man von Forward Darlehen, mit denen sich beispielsweise Bauherren aktuell günstige Zinsen für die Zukunft sichern können. Im Unterschied zu Abrufdarlehen oder Dispositionskrediten, bei denen der Bankkunde einen Verfügungsrahmen erhält, innerhalb dessen er größere oder kleinere Beträge ganz nach seinem eigenen Ermessen abheben kann, erfolgt die Auszahlung eines Ratenkredites immer in einem Betrag. Eine gestaffelte Auszahlung mehrerer Teilbeträge ist nicht vorgesehen.

    Sonderkosten

    Neben den vereinbarten Sollzinsen auf die Leihsumme muss der Kreditnehmer auch zusätzliche Kosten tragen, die von Bank zu Bank und abhängig von der jeweiligen Vertragsgestaltung unterschiedlich hoch ausfallen können. Dazu gehören typischerweise Bearbeitungskosten und andere Gebühren oder Provisionen, die das Kreditinstitut für die Einrichtung und Verwaltung des Darlehens berechnet. Wenn der Kreditvertrag zusammen mit einer Restschuldversicherung unterzeichnet wird, gehört auch die Versicherungsprämie zu den Kosten, die im Sollzins nicht enthalten sind. Derartige Sonderkosten können auch vermeintlich günstige Ratenkredite immens verteuern, wie es beispielsweise bei Null-Prozent-Finanzierungen manchmal der Fall ist.

    Effektiver Jahreszins

    Damit der Bankkunde bei alledem nicht den Überblick verliert, sind Banken gesetzlich verpflichtet sämtliche Faktoren, die den endgültigen Preis des Darlehens bestimmen, mit dem sogenannten effektiven Jahreszins anzugeben. Beim Vergleich unterschiedlicher Kreditangebote sollten Sie daher stets überprüfen, wie hoch dieser ausfällt. Je nach Anbieter ist der Effektivzins an nur wenig prominenter Stelle beispielsweise unter dem Nominalzinssatz angegeben. Vergleichsportale im Internet hingegen stellen die infrage kommenden Kredite vereinheitlicht dar. Sie sortieren ihre Ergebnisse nicht nach dem Sollzins, sondern danach, wie hoch der effektive Jahreszins ausfällt.

    Vorfälligkeitsentschädigung

    Wenn ein Kreditinstitut Geld verleiht, möchte es damit einen Gewinn erzielen, der durch die festgelegten Zinsen genau berechenbar ist und dementsprechend für die zukünftige wirtschaftliche Tätigkeit eingeplant wird. Durch die vertragsgemäße Rückzahlung des Darlehens ergibt sich daraus im besten Fall eine Win-win-Situation für Kunde und Bank. Möchte der Kunde das geliehene Geld jedoch früher zurückzahlen als vereinbart, etwa weil er eine Erbschaft in entsprechender Höhe oder einen günstigen Umschuldungskredit erhalten hat, mag das für ihn eine positive Situation sein. Der Bank hingegen gehen die Zinsen aus der verbleibenden Laufzeit des Darlehens verloren. Daher enthalten die meisten Kreditverträge eine Klausel zur sogenannten Vorfälligkeitsentschädigung.

    Kosten der Vorfälligkeit

    Soll der Ratenkredit vorzeitig abgelöst werden, muss der Kunde die Bank für diesen sogenannten Margen- oder Refinanzierungsschaden entschädigen. Die Höhe der Ausgleichszahlung ist abhängig von dem Verwendungszweck des Darlehens und dem Zeitpunkt des Vertragsschlusses. Für Ratenkredite, die nicht zum Zweck einer Baufinanzierung aufgenommen und vor dem 10. Juni 2010 abgeschlossen wurden, gilt einzig das, was im jeweiligen Vertrag festgehalten wurde. Bei später unterzeichneten Darlehen hingegen darf die Vorfälligkeitsentschädigung maximal 1 Prozent der Leihsumme betragen, wenn sich die Restlaufzeit des Vertrages auf 12 Monate oder mehr beläuft. Bei einer verbleibenden Laufzeit von weniger als 12 Monaten darf die Bank maximal 0,5 Prozent der Kreditsumme als Ausgleichszahlung verlangen.

    Sonderfall Baufinanzierung

    Komplizierter verhält es sich bei der vorzeitigen Rückzahlung eines Baudarlehens. In diesem Bereich gibt es nämlich keine verbindlichen Vorgaben vonseiten des Gesetzgebers, was die Höhe der Entschädigung betrifft. Zudem berechnen Geldinstitute die Ausgleichszahlung anhand so vieler Faktoren, beispielsweise der fiktiven Wiederanlage oder des genauen Datums der Rückzahlung, dass das endgültige Ergebnis für Laien kaum nachvollziehbar ist. Ein Umstand, den vor allem Verbraucherschutzverbände immer wieder kritisieren. Wer ein Baudarlehen vor Ende der Sollzinsbindung ablösen will, sollte daher rechtzeitig einen Fachmann zurate ziehen und genau prüfen, ob eine Kündigung für ihn tatsächlich günstiger als die vertragsgemäße Fortführung des Darlehens ist.

    Restschuldversicherung

    An der Frage, ob und in welchen Fällen der Abschluss einer Restschuldversicherung sinnvoll ist oder nicht, scheiden sich die Geister. Grundsätzlich ist sie dazu gedacht, den Kreditnehmer und dessen Angehörige abzusichern, wenn er aufgrund eines Unfalles arbeitsunfähig wird, seinen Job verliert oder vor der endgültigen Rückzahlung des Darlehens verstirbt. In diesem Fall sollen die ausstehenden Raten von der Restschuldversicherung übernommen werden. Tatsächlich sind die Fälle, in denen die Versicherung einspringt, bei vielen Policen jedoch genau definiert. So werden beispielsweise die Schulden von Kreditnehmern, die an bestimmten Vorerkrankungen litten oder nur befristet beschäftigt waren, von der Versicherung häufig nicht übernommen. Darüber hinaus kann eine Restschuldversicherung den Ratenkredit unverhältnismäßig verteuern.

    Besonders teuer wird die Risikoversicherung, wenn sie als Einmalbetrag fällig wird. Dieser wird nämlich der Leihsumme hinzuaddiert und dementsprechend verzinst. Verbraucher sollten in jedem Fall darauf achten, dass Kosten und Nutzen der Restschuldversicherung miteinander im Verhältnis stehen. Einen Kredit für wenige Tausend Euro mit einer Police abzusichern, die unverzinst gut und gerne die Hälfte der Leihsumme beträgt, ist Experten zufolgen wenig sinnvoll. Grundsätzlich jedoch ist das Kreditinstitut dazu verpflichtet, die Versicherungsprämie bei der Berechnung des effektiven Jahreszinses zu berücksichtigen. Kunden sollten den vorgelegten Vertrag sorgfältig studieren. Gegebenenfalls ist eine separate Police besser geeignet, um die vertragsgemäße Rückzahlung des Darlehens zu gewährleisten.

    Vorsicht bei Ratenkrediten ohne Bonitätsprüfung

    Die Anbieter von Ratenkrediten ohne Bonitätsprüfung wenden sich an Kunden, die bei ihrer Hausbank keinen Kredit mehr erhalten. Etwa, weil ihre Schufa-Auskunft negativ ausfällt oder sie keine festen, ausreichend hohen Einkünfte nachweisen können. Bei den Anbietern Schufa-freier Darlehen handelt es sich meist um Kreditvermittler, die den potenziellen Kreditnehmer zur Unterzeichnung diverser anderer Verträge bewegen wollen. Gängig sind beispielsweise Sparprodukte wie Lebensversicherungen, mit deren Abschluss der Kunde seine Kreditwürdigkeit angeblich verbessern könne. Tatsächlich aber kassiert der Vermittler für jede Unterschrift eine Provision. Interessenten sollten also gut abwägen, ob sich sich in ihrer ohnehin schwierigen Situation mit zusätzlichen Beitragszahlungen belasten wollen.

    Die wenigsten Banken, die bereit sind Kunden mit schlechter Bonität ein Darlehen zu gewähren, verzichten nicht auf die Bonitätsprüfung. Vor allem, wenn es sich bei ihnen um in Deutschland ansässige Kreditinstitute handelt, wird die Schufa-Auskunft des Bewerbers dennoch eingeholt. Entsprechende Werbung ist also häufig irreführend und meint vielmehr, dass schlechte Bonität kein Ausschlusskriterium bei der Kreditvergabe ist. Bereits vorliegende Schulden oder andere in der Wirtschaftsauskunft vermerkten Abweichungen vom vereinbarten Zahlungsverhalten stellen für das Geldinstitut ein hohes Ausfallrisiko dar. Kredite, die ohne Überprüfung der Bonität vergeben werden, sind daher oft unverhältnismäßig teuer. Seriöse und günstige Ratenkredite ohne entsprechende Überprüfung gibt es nicht.

    Direkter Kreditvergleich auf Internetportalen

    Das Angebot an Ratenkrediten ist riesig. Da es neben den klassischen Filialbanken auch immer mehr Direktbanken gibt, die ihre Produktpalette ausschließlich über ihre Website anbieten, fällt es Kunden oft schwer, den Überblick zu behalten. Eine manuelle Auslese der geeigneten Kredite ist zudem umständlich und kostet unverhältnismäßig viel Zeit. Als Einstieg empfehlen sich daher Internetportale, die sich auf die Auswahl und den Vergleich günstiger Darlehen spezialisiert haben. Der Nutzer legt zunächst die Eckdaten seines Wunschkredites fest. Beispielsweise die genaue Leihsumme, die gewünschte Laufzeit oder auch die Höhe der einzelnen Monatsraten. Je nach Portal kann auch ein bestimmter Verwendungszweck angegeben werden. Beispielsweise der Autokauf, die Anschaffung neuer Möbel oder die Umschuldung anderer Darlehen.

    Daraufhin wird ihm eine Liste passender Produkte präsentiert, über die er sich im Anschluss genauer informieren kann. Für gewöhnlich wird das Ergebnis des Kreditvergleichs aufsteigend nach Zinshöhe der einzelnen Posten sortiert. Ganz oben in der Liste erscheint also das günstigste Angebot. Entsprechende Internetportale fragen jedoch nicht nach der Einkommenssituation oder gar der Zahlungshistorie des Nutzers. Bonitätsrelevante Faktoren, die entscheidend mitbeeinflussen, wie günstig ein Produkt letztlich ausfällt, werden beim Kreditvergleich nicht berücksichtigt. Den prominent hervorgehobenen Zinssatz erhalten schließlich nur Kunden mit ausgezeichneter Kreditwürdigkeit.

    Vorteile von Ratenkrediten

    Ratenkredite erweitern den eigenen finanziellen Spielraum um ein Vielfaches und ermöglichen die Anschaffung kostspieliger Konsumgüter, für die Verbraucher sonst über Monate oder gar Jahre hinweg sparen müssten. Kunden mit guter Bonität dürfen darüber hinaus mit guten Konditionen in Form günstiger Zinsen und dementsprechend geringen Mehrkosten rechnen. Dank zahlreicher, für sie infrage kommender Angebote haben sie die sprichwörtliche Qual der Wahl. Auch Unternehmer und Selbstständige profitieren von der schnell verfügbaren Finanzspritze. Ermöglicht sie ihnen doch die zeitgemäße und wettbewerbsorientierte Ausstattung ihres Betriebes. Wenn es sich bei dem Ratenkredit um ein nicht zweckgebundenes Darlehen handelt, kann der Kreditnehmer nach Auszahlung der Leihsumme außerdem selbst entscheiden, wofür er sie letztlich verwenden möchte.

    Schnell verfügbares Geld

    Für Verbraucher, deren Bonität durch etwaige Schulden nicht eingeschränkt wird, ist die Kreditaufnahme eine vergleichsweise unkomplizierte Angelegenheit, die je nach Kreditinstitut innerhalb weniger Tage oder gar Stunden abgewickelt wird. Vorausgesetzt natürlich, der Kunde hat den Kreditauftrag sorgfältig vorbereitet und die benötigten Unterlagen zur Hand. Dazu gehören in erster Linie Belege, die das eigene Einkommen über einen bestimmten Zeitraum hinweg dokumentieren. Die Bonitätsprüfung mittels Schufa-Abfrage nimmt das Kreditinstitut selbst vor. Bei Direktbanken ist außerdem ein Identitätsnachweis in Form einer Ausweiskopie nötig. Etwas Zeit sollten Kunden jedoch in die Vorauswahl und den Vergleich passender Kreditangebote investieren. Außerdem sind größere Projekte wie Baufinanzierungen generell beratungsintensiver als die Aufnahme eines Konsumkredits in Höhe von wenigen Tausend Euro.

    Besonders schnell erfolgt die Auszahlung bei Direktbanken, die sich auf die Vergabe von Sofortkrediten spezialisiert haben. Dank genormter Bewertungsverfahren können sie die Bonitätsprüfung innerhalb weniger Minuten abwickeln. Je nachdem, wie viel Zeit die Einreichung der geforderten Unterlagen und die notwendige Identitätsprüfung in Anspruch nimmt, vergehen zwischen der vorläufigen Kreditzusage und der Auszahlung des Wunschbetrages nur einige Werktage. Eine kürzere Bearbeitungszeit haben nur Kredite mit Blitzüberweisung, die innerhalb von 24 Stunden oder weniger ausgezahlt werden. Bei ihnen handelt es sich allerdings um sogenannte Minidarlehen, deren Höchstsumme normalerweise auf einige Hundert Euro beschränkt ist.

    Mehr Flexibilität für Investitionen

    Für Selbstständige sind Ratenkredite oft die einzige Möglichkeit, um ihr Unternehmen überhaupt in Gang zu bringen. Die Anschaffung geeigneter Maschinen, Büromöbel oder Computer kostet schließlich weit mehr, als ein Jungunternehmer aus eigener Tasche bezahlen kann. Selbstständige haben bei Kreditinstituten aufgrund ihrer unsicheren wirtschaftlichen Situation oft schlechte Karten. Zumindest was Darlehen für den privaten Gebrauch betrifft. Einen Kredit für Existenzgründer können sie hingegen auch beantragen, wenn sie noch ganz am Anfang ihrer Tätigkeit stehen. Auch Unternehmer, die sich längst auf dem Markt etabliert haben, nehmen immer wieder sogenannte Investitionsdarlehen auf, um auf lange Sicht wettbewerbsfähig zu bleiben und zugleich die Liquidität ihrer Firma zu erhalten.

    Günstige Konditionen bei guter Bonität

    Kreditnehmer, die ein angemessen hohes Einkommen beziehen, seit vielen Jahren beim selben Unternehmen angestellt oder verbeamtet sind und über die in Wirtschaftsauskunfteien wie der Schufa keine negativen Vermerke vorliegen, haben die besten Chancen auf günstige Konditionen für ihren Wunschkredit. Umso mehr, wenn sie beispielsweise die anstehende Baufinanzierung mit einem ordentlichen Anteil Eigenkapital unterfüttern oder anderweitige Sicherheiten einbringen können. Kreditinstitute prüfen die Bonität ihrer Kunden genau. Je besser es um diese bestellt ist, desto geringer schätzt die Bank ihr Risiko ein, das verliehene Geld zu verlieren. Daher werden solventen Kunden in jedem Fall günstigere Zinssätze angeboten als solchen, die finanziell weniger gut aufgestellt sind.

    Teure Anschaffungen werden ermöglicht

    Den Bau eines Eigenheims mit einem Griff in die Portokasse bezahlen zu können, bleibt für die meisten ein lebenslanger Wunschtraum. Mit einem Ratenkredit aber lassen sich Projekte realisieren, die das eigene Einkommen eigentlich übersteigen. Privatpersonen können sich mittels monatlicher Ratenzahlungen einen kostspieligen Neuwagen leisten oder ihre Wohnung neu einrichten. Unternehmern ermöglichen Ratenkredite beispielsweise die Finanzierung teurer Computertechnik oder neuer Betriebsanlagen, von denen der wirtschaftliche Erfolg der Firma maßgeblich abhängt. In Phasen niedriger Markzinsen profitieren Kreditnehmer sogar doppelt, da die Gesamtkosten des Darlehens durch die geringe Zinsbelastung in einem überschaubaren Rahmen bleiben.

    Nachteile von Ratenkrediten

    Ratenkredite sind in vielen Lebenslagen praktisch, bringen jedoch auch Nachteile mit sich. Insbesondere wenn es sich um Darlehen mit mehrjähriger Laufzeit handelt. Kann doch niemand mit Sicherheit sagen, wie seine finanzielle Situation in drei, fünf oder zehn Jahren aussehen wird. Neben der Gefahr sich zu verschulden, zieht ein Ratenkredit allmonatliche finanzielle Belastungen nach sich, die häufig unterschätzt werden. Beispielsweise wenn die eigene Einnahmen- und Ausgabensituation nicht korrekt berechnet wurde. Dann muss sich der Kreditnehmer in seinem gewohnten Konsumverhalten plötzlich stark einschränken, um die Rate am Monatsende überhaupt begleichen zu können.

    Lange Laufzeiten bei unsicherer Zukunft

    Das Risiko sich mit einem Ratenkredit zu verschulden, steigt mit zunehmender Laufzeit und Darlehenssumme. Während der Mikrokredit über 3000 Euro innerhalb von zwei Jahren zurückgezahlt werden kann, läuft ein Baudarlehen zehn oder fünfzehn Jahre lang, ohne dass es danach vollständig getilgt wäre. Für die verbleibende Schuld muss also ein Folgekredit aufgenommen werden. Wie sich die Marktzinsen in diesem verhältnismäßig langen Zeitraum entwickeln, ist ein weiterer Unsicherheitsfaktor, den Verbraucher im Vorfeld bedenken sollten. Ein Ratenkredit ist daher immer auch eine hoffnungsvolle Wette auf die Zukunft. Ob diese aufgeht, hängt jedoch von vielen Faktoren wie der persönlichen Gesundheit, der Stabilität des Arbeitsplatzes oder der Weltwirtschaftslage ab, auf die der Einzelne unter Umständen nur wenig Einfluss hat.

    Monatliche Belastung durch Zinsen

    Der Antrag auf einen Ratenkredit ist innerhalb weniger Minuten gestellt. Umso länger jedoch währt die finanzielle Belastung, die sich daraus ergibt. Denn die vereinbarten Raten müssen Monat für Monat abgezahlt werden, bei entsprechend großem Leihbetrag über Jahre hinweg. Anfallende Zinsen steigern Laufzeit und Gesamtkosten des Darlehens weiterhin. Wer auch ohne zusätzliche Belastungen kaum Geld zurücklegen kann, sollte von einer Kreditaufnahme eher Abstand nehmen. Selbst wenn die Monatsrate in den eigenen Haushaltsplan passt, kann doch immer noch die Waschmaschine kaputt gehen oder eine Rechnung ins Haus flattern, die man völlig vergessen hat. Als Verbraucher sollten Sie Ihr monatliches Budget für etwaige Ratenzahlungen daher lieber etwas zu knapp berechnen, sich um genügend Spielraum für unerwartete Ausgaben zu bewahren.

    Ratenkredite sind nicht kostenlos

    So praktisch Ratenkredite auch sind, umsonst gibt es nicht. Schließlich sind sie eine wichtige Einkommensquelle der Bankhäuser. Zwar werben Geldinstitute mit niedrigen Zinsen, doch zu diesen haben nicht alle Kunden in selbem Maße Zugang. Aufgrund der positiven Risikobewertung bei guter Bonität kommen nur zahlungskräftige Personen in den Genuss niedrig verzinster Kredite. Ob der endgültige Zinssatz für das angefragte Produkt wirklich so günstig ausfällt, wie geplant oder von der Werbung versprochen, sieht der Antragsteller daher erst nach Abschluss der Bonitätsprüfung.

    So oder so entstehen dem Kreditnehmer durch die Verzinsung des Darlehens Mehrkosten, die sich nicht in jedem Fall rentieren. Umso wichtiger ist es, den Kredit nicht überstürzt aufzunehmen, sondern die möglichen Optionen einem sorgfältigen Vergleich zu unterziehen und Kosten und Nutzen gegeneinander abzuwägen. Das gilt vor allem bei reinen Konsumkrediten. Der Hausbau lässt sich ohne die finanzkräftige Unterstützung einer Bank vielleicht nicht realisieren, den Kaufpreis eines neuen Tablet-PCs oder eines Kleiderschrankes aber können auch Verbraucher ansparen, die nur wenig verdienen.

    Gefahr der Überschuldung

    Ratenkredite sind stark beworbene Produkte, mit denen Banken viel Geld verdienen. Das mag den einen oder anderen dazu verführen, dauerhaft über seine Verhältnisse zu leben. Doch nicht nur Verbraucher mit geringem Einkommen laufen Gefahr, die monatlichen Ratenzahlungen irgendwann nicht mehr begleichen zu können. Auch finanziell gut gestellten Personen droht die Überschuldung. Umso mehr, da sie zunächst gern gesehene Bankkunden sind, denen auch ein zweites oder drittes Darlehen bei entsprechender Einkommenshöhe relativ problemlos bewilligt wird. Treten dann jedoch unvorhergesehene Ereignisse ein, sind die Grenzen der finanziellen Belastbarkeit schnell überschritten. Häufig sind es Scheidungen oder Schicksalsschläge wie der Tod eines nahen Angehörigen, eine schwere Erkrankung oder der plötzliche Verlust des Arbeitsplatzes, die die Schuldenspirale in Gang setzen.

    Schlechte Konditionen bei schlechter Bonität

    Verbraucher, die keine regelmäßigen Einkünfte aus einer beruflichen Tätigkeit beziehen oder deren bisheriges Zahlungsverhalten negativ in der Schufa-Auskunft vermerkt wurde, haben bei der Kreditvergabe kaum Chancen auf günstige Konditionen. Schließlich ist es im Bankwesen gang und gäbe, ein riskantes Kreditgeschäft mit entsprechend hohen Zinsen abzusichern. Kunden mit herabgesetzter Bonität zahlen also weitaus höhere Gesamtkosten als Personen mit hoher Kreditwürdigkeit. Allerdings bleibt auch hier ein gewisser Verhandlungsspielraum. Wenn der Antragsteller nämlich einen solventen Bürgen findet, an den sich die Bank im Falle unbeglichener Forderungen wenden kann.

    Manche Finanzdienstleister, bei denen es sich oft genug um unseriös wirtschaftende Kreditvermittler handelt, stellen Kunden trotz schlechter Bonität ein Darlehen in Aussicht, verlangen dafür aber den Abschluss einer sogenannten Kreditausfallversicherung bzw. Restschuldversicherung. Solche Policen kosten jedoch ihrerseits wieder Geld. Entweder in Form monatlicher Beitragszahlungen oder indem sie der Kreditsumme zugerechnet und dementsprechend verzinst werden, wodurch sich die Gesamtkosten abermals erhöhen. Wer ohnehin nur noch wenig finanziellen Spielraum hat, sollte von derartigen Angeboten daher lieber Abstand nehmen.

    Besonderheiten nach Verwendungszweck

    Die Aufnahme eines Ratenkredits kann aus ganz unterschiedlichen Gründen erfolgen. Zu den klassischen Verwendungszwecken zählen die Baufinanzierung, die Gründung eines Unternehmens und der Fahrzeugkauf auf Raten. Stark zugenommen haben jedoch auch die sogenannten Konsumkredite, mit denen sich Fernsehgeräte, Möbel oder Urlaubsreisen finanzieren lassen. Unter Umständen kann eine erneute Kreditaufnahme auch dann sinnvoll sein, wenn bereits laufende Darlehen zu hohen Zinsen abgeschlossen wurden oder der Dispo auf dem Girokonto restlos ausgereizt ist. Je nachdem, wofür Sie das geliehene Geld verwenden wollen, sollten Sie gewisse Besonderheiten in puncto Verfügbarkeit und Absicherung des Darlehens beachten.

    Kurzfristige Engpässe

    Ein kurzfristiger finanzieller Engpass kann entstehen, wenn beispielsweise eine teure Handwerkerrechnung bezahlt werden muss oder andere unerwartete Ausgaben anstehen, die das persönliche Budget sprengen. In solchen Situationen nutzen viele Verbraucher zunächst den Verfügungsrahmen auf ihrem Konto, um die zusätzlichen Forderungen fristgerecht ausgleichen zu können. Dabei ist der Dispokredit nur bedingt zur Überwindung finanzieller Durststrecken geeignet. Fallen für ihn doch teure Zinsen an. Verbraucher mit festem Gehalt und guter Bonität fahren oft günstiger, wenn sie zu diesem Zweck einen frei verfügbaren Ratenkredit aufnehmen, der mit ungleich niedrigeren Zinsen belastet ist als der Überziehungskredit auf dem Girokonto. Ist die missliche Finanzlage aufgrund negativer Schufa-Einträge bereits ersichtlich, lässt sich die Bank meist nur noch durch zusätzliche Sicherheiten wie eine Bürgschaft zur Kreditvergabe bewegen.

    Autofinanzierung

    Beim Autokredit handelt es sich um ein zweckgebundenes Darlehen, das entweder über die Bank des Händlers oder aber bei einem unabhängigen Kreditinstitut aufgenommen werden kann. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Barzahler erhalten beispielsweise Preisnachlässe, während Händlerbanken oft besonders günstige und flexible Kreditprodukte wie die 3-Wege-Finanzierung anbieten können. Im Unterschied zum frei verfügbaren Darlehen kann der Autokredit jedoch über das Anschaffungsobjekt selbst abgesichert werden. Sollte der Käufer also nicht mehr in der Lage sein, die monatlichen Raten zu begleichen, kann die Autobank das Fahrzeug wieder einziehen. Der Fahrzeugbrief wird dem Kreditnehmer daher erst ausgehändigt, wenn er seine Schuld vollständig beglichen hat. Bis dahin muss er sich mit einer Kopie der Besitzurkunde begnügen.

    Hausfinanzierung

    Darlehen im Rahmen einer Baufinanzierung sind der Klassiker unter den Ratenkrediten und gehen aufgrund ihres Umfangs und ihrer langen Laufzeit mit einigen Besonderheiten einher. Anders als beim Konsumkredit müssen Bauherren nämlich einen Teil der benötigten Summe als Eigenkapital einbringen. Finanzierungen ohne Eigenkapital sind zwar grundsätzlich möglich, gelten jedoch als besonders riskant. Prinzipiell sind die Anforderungen an den Kreditnehmer, was das Einkommen sowie die Stabilität des Arbeitsverhältnisses und der allgemeinen Lebenssituation betrifft, bei derart umfangreichen Krediten ungleich höher als bei niedrig dotierten Darlehen.

    Außerdem behält sich die Bank ein Grundpfandrecht vor, das bis zur vollständigen Ablösung des Darlehens ins Grundbuch eingetragen wird. Sollte der Kreditnehmer zahlungsunfähig werden, kann die Bank die betreffende Immobilie zwangsverwalten oder aber im Rahmen einer Zwangsversteigerung weiterverkaufen. Darüber hinaus sind Baudarlehen mit Ablauf der Sollzinsbindung meist nicht abgeschlossen. Der Kreditnehmer muss sich nach zehn, maximal fünfzehn Jahren um eine Anschlussfinanzierung kümmern, gegebenenfalls zu ungleich höheren Zinsen.

    Existenzgründung

    Existenzgründer und Jungunternehmer, deren Firma nicht länger als drei Jahre existiert, können zum Aufbau ihrer Selbstständigkeit spezielle Darlehen bei Förderbanken und Einrichtungen des Bundes und der Länder aufnehmen. Gründerdarlehen werden vom Staat subventioniert, weshalb sie mit besonders günstigen Zinsen einhergehen. Je nach Produkt und Anbieter ist zu Beginn der Laufzeit eine tilgungsfreie Periode vorgesehen, innerhalb derer nur die anfallenden Zinsen bezahlt werden müssen. Erst danach wird die aufgenommene Schuld in gleichbleibenden Raten getilgt. Außerdem ist ein Gründerkredit immer zweckgebunden. Dabei gibt der Kreditgeber vor, wie viel der aufgenommenen Summe beispielsweise für Betriebsmittel verwendet werden darf. Die Einbringung von Eigenkapital ist übrigens nicht in jedem Fall erforderlich und auch Personen, die bisher nur im Nebenerwerb selbstständig sind, können sich um einen Gründerkredit bewerben.

    Ratenkauf von Konsumgütern

    Zunehmender Beliebtheit unter Verbrauchern erfreuen sich sogenannte Konsumkredite. Dafür stehen zwei Varianten zur Auswahl. Entweder schließt der Kreditnehmer einen Vertrag mit der Händlerbank eines Versandhauses, Elektronikmarktes oder anderen Anbieters über die Finanzierung bestimmter Waren. Oder er erhält von einer Bank den gewünschten Betrag zur freien Verwendung, beispielsweise zur Anschaffung neuer Möbel oder Haushaltsgeräte. Konsumkredite sind ausschließlich privaten Verbrauchern vorbehalten. Je nach Anbieter und Bonität des Kunden liegt die mögliche Leihsumme zwischen 1000 und 50.000 Euro oder mehr. Frei verfügbare Darlehen im mittleren Bereich werden von allen Filialbanken und Direktanbietern vergeben. Ein Vergleich der unterschiedlichen Konditionen ist daher unerlässlich.

    Umschuldung teurer Kredite

    Einem ganz anderen Zweck hingegen dient die Aufnahme eines Kredites zur Umschuldung bereits bestehender Zahlungsverpflichtungen. Hierfür stehen dem Kreditnehmer zwei Wege offen. Entweder er nimmt ein frei verwendbares Darlehen auf, mit dem er beispielsweise den Verfügungsrahmen auf seinem Konto ausgleicht oder aber die Bank kümmert sich um die Ablösung der anderen Kredite. Eine Umschuldung lohnt sich beispielsweise bei teuren Überziehungskrediten oder wenn aktuell besonders günstige Angebote mit niedriger Zinsbelastung verfügbar sind. Dadurch vermindert sich nicht nur die Gesamtschuld. Auch der psychologische Effekt einer Umschuldung ist beachtlich, da der Kreditnehmer am Monatsende nur noch eine statt mehrerer Raten bedienen muss.

    Sonstige Verwendungszwecke

    Neben diesen häufig angeführten Gründen für eine Kreditaufnahme gibt es noch zahlreiche andere Vorhaben, die sich mit dem geliehenen Geld realisieren lassen. Ausbildungen und weiterbildende Seminare beispielsweise können mehrere Tausend Euro kosten, wenn sie von privaten Trägern angeboten und daher nicht staatlich gefördert werden. Auch Urlaubsreisen, insbesondere luxuriöse Kreuzfahrten oder Fernreisen, wie man sie vielleicht nur einmal im Leben unternimmt, lassen sich über die Händlerbank des Reiseanbieters finanzieren. Aufwendige Hochzeitsfeiern mit langer Gästeliste, die womöglich an einem besonderen Ort stattfinden sollen, sind für so manches Paar ebenfalls Anlass einen Ratenkredit aufzunehmen. Darüber hinaus gibt es im medizinisch-chirurgischen Bereich zahlreiche Eingriffe, die von den Kassen nicht übernommen werden, obwohl der Patient sie dringend wünscht. Dazu gehören beispielsweise Brust- oder Zahnkorrekturen, die für viele Verbraucher erst mit einem Darlehen finanzierbar werden.

    Alternativen zum Ratenkredit

    Ratenkredite gehen mit einer langfristigen finanziellen Verpflichtung einher. Bei entsprechend hoher Leihsumme bindet sich der Kreditnehmer über einen Zeitraum von mehreren Jahren an das jeweilige Geldinstitut. Verbraucher, deren berufliche Zukunft nicht gesichert ist, etwa weil sie noch in Ausbildung oder freiberuflich sind oder ganz einfach flexibel bleiben wollen, sollten sich daher nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten umsehen, die vielleicht besser zum eigenen Lebensentwurf und dem geplanten Vorhaben passen. Flexible Kredite sind beispielsweise der Dispositionskredit oder das Abrufdarlehen. Existenzgründer können staatliche Fördermittel beantragen und wer auf Nummer sicher gehen will, findet vielleicht am klassischen Sparen Gefallen.

    Klassisches Sparen

    Die Kosten für ein Traumhaus im Wert von mehreren Hunderttausend Euro lassen sich mit einem normalen Gehalt kaum ansparen. Oder aber verlangen vom Sparer sehr viel Geduld, da er seinen Wohntraum möglicherweise erst im Alter realisieren kann. Weniger kostspielige Wünsche hingegen, wie ein gut erhaltener Gebrauchtwagen oder ein hochwertiges Smartphone, können mit der regelmäßigen Rücklage eines kleinen Gehaltanteils durchaus realisiert werden. Vorausgesetzt natürlich, der Sparer hat ausreichend Disziplin und verdient mehr, als seine monatlichen Lebenshaltungskosten betragen. Idealerweise richten sich Sparer für ihre Rücklagen ein extra Konto ein, da beim stets verfügbaren Girokonto die Versuchung einmal mehr auszugeben als geplant, groß ist. Auch Tagesgeldkonten oder Sparpläne eignen sich zum schrittweisen Aufbau der beabsichtigen Summe.

    Geld im privaten Umfeld leihen

    Für Personen, die auf klassischem Weg keinen Ratenkredit erhalten, etwa weil sie zu wenig verdienen oder bereits negativ in der Schufa vermerkt sind, ist ein Privatdarlehen im Verwandten- oder Bekanntenkreis eine weitere Möglichkeit der Kreditaufnahme. Bei der es jedoch sowohl zwischenmenschliche als auch steuerrechtliche Aspekte zu beachten gilt. Vor allem, wenn Kreditnehmer und Geldgeber nicht miteinander verwandt sind und es sich um ein niedrig verzinstes oder gar zinsloses Darlehen handelt. Finanzämter interpretieren zinslose Kredite im privaten Umfeld nämlich gern als Schenkungen, für die im schlimmsten Fall hohe Steuernachzahlungen fällig werden.

    Wer plant sich von einer wohlhabenden Tante oder einem guten Freund eine Summe von 20.000 Euro oder mehr zu leihen, sollte sich daher frühzeitig mit den für das jeweilige Verwandtschaftsverhältnis geltenden Freibeträgen vertraut machen. Außerdem sei es jedem Kreditnehmer angeraten, die Rahmenbedingungen der privaten Geldleihe schriftlich zu fixieren. Ein ausführlicher Vertrag, der alle nötigen Informationen zur Höhe der Leihsumme, den vereinbarten Rückzahlungsmodalitäten, etwaigen Zinsen und der Laufzeit des Darlehens enthält, ist die einzige Möglichkeit um unangenehmen Missverständnisse und späteren Vorwürfen vorzubeugen.

    Mögliche Förderprogrammen nutzen

    Je nachdem, wofür die Leihsumme verwendet werden soll, lässt sich der Wunschkredit vielleicht auch über ein staatliches Förderprogramm realisieren. Existenzgründer beispielsweise können bei der Agentur für Arbeit einen Gründungszuschuss für die ersten neun Monate ihrer Selbstständigkeit beantragen. Auch die Förderbanken der Länder und die EU bezuschussen unter Umständen den Start in die Selbstständigkeit. Hausbesitzer und Wohnungseigentümer kommen ebenfalls in den Genuss staatlicher Unterstützung, vor allem im Zuge von Sanierungsmaßnahmen.

    Für Immobilienbesitzer, die das Geld für die energetische Sanierung ihres Ein- oder Mehrfamilienhauses benötigen, kommt beispielsweise ein Darlehen der Kfw-Bank infrage. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Gebäude komplett saniert werden soll oder nur Einzelmaßnahmen vorgesehen sind. Voraussetzung ist jedoch, dass der Bauantrag für das betreffende Objekt bis 1995 oder früher gestellt wurde. Auch Umbauten, durch die eine Immobilie barrierefrei wird, können über die Kfw oder die Landesbanken der einzelnen Bundesländer finanziert werden, müssen dafür jedoch den aktuell geltenden Baunormen genügen.

    Dispositionskredit

    Mit einem Dispositionskredit hat der Kontoinhaber jederzeit Zugriff auf einen von der Bank festgelegten Verfügungsrahmen, den er bei Bedarf ausschöpfen kann. Anders als beim Ratenkredit gelten für den Dispo keine definierten Rückzahlungskonditionen. Es handelt sich bei ihm also um ein laufendes Darlehen ohne Zahlungsziel. Die Einrichtung eines Überziehungskredites kann der Bankkunde normalerweise mit dem ersten Gehaltseingang beantragen. An dessen Höhe bemisst sich auch der Verfügungsrahmen, wobei langjährige Kunden, die ihr Konto immer wieder ausgleichen, durchaus das Zwei- oder Dreifache ihres Monatseinkommens in Anspruch nehmen können.

    Die unbürokratische Bereitstellung dieses Kleindarlehens lässt sich das Kreditinstitut mit entsprechend hohen Zinsen vergüten. Der Dispo gehört also ohnehin nicht zu den günstigen Krediten, richtig teuer wird es allerdings, wenn der vereinbarte Verfügungsrahmen weiter überschritten wird. Für diese Überziehung müssen Kontoinhaber mit zusätzlichen Gebühren in Höhe von 17 Prozent oder mehr rechnen. Dispositionskredite eignen sich also kaum für langfristige Finanzierungen. Sie sind eher dazu gedacht, eine kurzfristige Durststrecke am Monatsende zu überbrücken oder eine unvorhergesehene Rechnung fristgerecht zu begleichen.

    Rahmenkredit

    Ähnlich wie beim Dispositionskredit handelt es sich beim Rahmenkredit um ein Darlehen, auf das der Kunde immer dann zugreifen kann, wenn er es braucht. Es wird daher auch häufig als Abrufkredit bezeichnet. Die Auszahlung der jeweils benötigten Summe erfolgt dabei über das Girokonto des Kunden. Je nach Bank und Bonität des Kunden kann der Verfügungsrahmen bis zu 25.000 Euro betragen. Die Mindestsumme für einen Rahmenkredit liegt bei den meisten Anbietern bei rund 2500 Euro aufwärts. Im Unterschied zum Ratenkredit gibt es für das Abrufdarlehen keine vertraglich vereinbarte Laufzeit und keine Zinsbindungsperiode. Die Zinsen sind variabel und richten sich nach dem allgemeinen Zinsniveau. Daher ist auch die Rückzahlung anders geregelt.

    Die meisten Banken erwarten von ihren Kunden eine monatliche Rückzahlung zwischen 2 und 5 Prozent der in Anspruch genommenen Summe. Beim Ratenkredit sind Sondertilgungen strengen Regeln unterworfen, was Höhe und Zeitpunkt der Zahlung betrifft. Beim Abrufkredit hingegen sind sie jederzeit möglich. Ob und wann der Kunde den Verfügungsrahmen vollständig ausgleicht, ist ihm selbst überlassen. Außerdem werden die Zinsen nur auf den Betrag fällig, den der Kunde tatsächlich abhebt. Er eignet sich also besonders für Kunden, die Flexibilität schätzen und das Geld nicht zu einem bestimmten Zweck benötigen. Was die Zinsen betrifft, sind Abrufdarlehen meist nicht ganz so günstig wie Ratenkredite, günstiger als viele Dispokredite allemal.

    Endfälliges Darlehen

    Endfällige Darlehen sind Kredite, bei denen die eigentliche Leihsumme am Ende der vertraglich vereinbarten Laufzeit in einem einzigen Betrag zurückgezahlt wird. Anders als beim Ratenkredit findet zuvor keine Tilgung der aufgenommenen Schuld statt, einzig die anfallenden Zinsen werden in monatlichen, zumeist gleichbleibend hohen Raten beglichen. Daher bezeichnet man sie auch als tilgungsfreie Darlehen. Besonders häufig werden sie im Rahmen einer Baufinanzierung abgeschlossen und eignen sich für Personen, die in absehbarer Zeit eine größere Summe etwa aus einer Erbschaft oder Versicherung erhalten, mit der sie die offene Forderung am Ende der Laufzeit begleichen können.

    In der Praxis wird das endfällige Darlehen daher gerne in Kombination mit einer Lebensversicherung oder einem anderen fondsbasierten Sparprodukt angeboten. Der Kreditnehmer zahlt also neben dem Zinsanteil seines Darlehens eine monatliche Prämie in den Sparvertrag seiner Wahl. Am Ende der Laufzeit soll die offene Leihsumme mit dem in der Lebensversicherung angesparten Vermögen beglichen werden. Damit geht jedoch ein gewisses Risiko einher. Wenn die Zinsen für den Kredit beispielsweise höher ausfallen als die vom Anlageprodukt erzielte Rendite. Reicht das Sparguthaben nicht aus, um das Darlehen bei Fälligkeit zu begleichen, muss der Kreditnehmer den fehlenden Betrag aus eigener Tasche bezahlen.

    Null-Prozent-Finanzierung

    Null-Prozent-Finanzierungen werden vor allem von Elektronikhändlern, Möbelhäusern oder Baumärkten angeboten, die sich davon die Steigerung ihrer Umsätze erhoffen. Werden mit dieser Form des Finanzkaufs doch auch Kunden angesprochen, die beispielsweise für ein ohnehin teures Fernsehgerät nicht auch noch zusätzliche Kosten in Form von Zinsen bezahlen wollen. Für Null-Prozent-Finanzierungen erhebt die mit dem Händler kooperierende Bank während der vertraglich festgelegten Laufzeit keine Zinsen. Kunden sollten sich vor Vertragsschluss jedoch vergewissern, dass die Darlehenssumme zum Ende der Laufzeit auch wirklich abbezahlt ist. Schließlich wurden schon Fälle bekannt, in denen kleinere Raten als vereinbart abgebucht wurden, sodass der Kunde auf die verbleibende Schuld schließlich doch Zinsen zahlen musste.

    Eine im Prinzip günstige Null-Prozent-Finanzierung kann sich durch den zusätzlichen Abschluss einer Restschuldversicherung stark verteuern. Zudem ist der Abschluss einer solchen Police bei Beträgen von weniger als 8000 Euro meist unnötig. Vor allem, wenn der Kreditnehmer jung, gesund und fest angestellt ist. Bei zinsfreien Finanzierungen gilt darüber hinaus kein Widerrufsrecht, wie es bei verzinsten Darlehen der Fall ist. Nur wenn Bearbeitungsgebühren erhoben oder eine Restschuldversicherung abgeschlossen wurde, kann der Kunde innerhalb der gesetzlichen Widerrufsfrist vom Kaufvertrag zurücktreten.

    Fazit

    Mit einem Ratenkredit können sich Verbraucher Wünsche erfüllen, auf die sie andernfalls lange sparen müssten oder die im Falle von Hausbau oder Immobilienkäufen sogar gänzlich außerhalb ihrer finanziellen Reichweite lägen. Wird ein ursprünglich hoher Kaufpreis doch auf viele, vergleichsweise kleine Raten heruntergebrochen, die sich ein Arbeitnehmer mit durchschnittlichem Einkommen bequem leisten kann, ohne dass er seinen Lebensstandard dafür gravierend einschränken müsste. Das gilt insbesondere in Niedrigzinsphasen, bei denen die anfallenden Gebühren den eigentlichen Kaufpreis in einem nur relativ geringem Maße erhöhen. Banken wiederum erzielen einen Großteil ihres Gewinnes über die von ihnen erhobenen Kreditzinsen. Kunden mit guter Bonität werden von ihnen daher mit offenen Armen empfangen und können aus einer breiten Palette günstiger Kreditangebote wählen.

    Da es sich bei Ratenkrediten meist um langfristige Projekte handelt, deren Rückzahlung mehrere Jahre in Anspruch nimmt, besteht auch für solvente Verbraucher ein Restrisiko, die Raten irgendwann nicht mehr bedienen zu können. Arbeitslosigkeit, Krankheit oder kostspielige Scheidungen können die finanzielle Leistungsfähigkeit innerhalb kurzer Zeit drastisch verringern. Kreditnehmer sollten die unterschiedlichen Kreditarten und Angebote daher einem sorgfältigen Vergleich unterziehen und sowohl Darlehenssumme als auch Ratenhöhe so wählen, dass sie sich bequem mit ihren anderen Zahlungsverpflichtungen vereinbaren lässt.