Kategorie: Kredite

  • Die Bank ist nicht ihr Gegner

    Viele Kreditinteressenten haben Sorge, dass ein geringer Schufa-Score durch Zahlungsausfälle in der Vergangenheit oder derzeit bereits laufende Kreditverpflichtungen zu einer so schlechten Beurteilung der Bonität führen, dass weiteres Geld verwehrt wird. Die Befürchtungen sind einerseits berechtigt, denn wenn der Bank deutlich wird, dass eine weitere Belastung aus dem laufenden Einkommen nicht zu stemmen und ein weiterer Ausfall wahrscheinlich ist, wird sie kein frisches Geld nachschießen. Andererseits macht das Verschweigen der Zahlungshistorie die Sache nicht besser – ohne konkretes Wissen muss der potenzielle Kreditgeber vom ungünstigsten Fall ausgehen. Und an der Tatsache, dass ein neuer Kredit das Problem nicht löst, ändert auch der Weg vorbei an der Schufa zu einer Auslandsbank und einem privaten Geldgeber nichts. Besser ist es also, sich gemeinsam mit einer Bank – oder, wenn nötig, einer Schuldnerberatung – mit der Schufa-Auskunft auseinanderzusetzen und eine nachhaltige Lösung zu suchen.

    Kredit nicht ohne, aber trotz Schufa

    Banken im Ausland sind zwar nicht der Schufa angeschlossen, bedienen sich aber ähnlicher Auskunftssysteme. In Österreich ist das beispielsweise der Kreditsicherungsverein (KSV) 1870. Soweit unter dem Gesichtspunkt des Datenschutzes zulässig, findet hier auch internationale Zusammenarbeit statt. Bei Krediten unter Privatleuten prüfen meist die vermittelnden Plattformen die Bonität des Antragstellers und empfehlen die Einstufung in eine Risikoklasse sowie adäquate Zinssätze. An einer wie auch immer gearteten Bonitätsprüfung kommen Sie also nicht vorbei, wenn es um mehr geht als einen Mikrokredit für einen Monat bis zum nächsten Gehaltstermin. Wenn dem aber so ist, spricht auch nichts gegen den offenen Umgang mit der Schufa-Auskunft. Die Bank ist nicht ihr Gegner, der Ihnen den Geldhahn zudrehen möchte. Im Gegenteil, Sie ziehen an einem Strang. Sie möchten fällige Rechnungen bezahlen oder notwendige Neuanschaffungen finanzieren, zudem alte Schulden loswerden. Die Bank möchte Geld gegen Zinsen verleihen, denn das ist ihr Kerngeschäft. Und sie will das Geld später wiedersehen. Da können sinnvoll aufgenommene neue Kredite ganz sicher ihre Berechtigung haben, zum Beispiel um die unnötig teuren Dispo-Zinsen zu sparen und kurz laufende Darlehen auf eine längere Vertragsdauer umzustellen, damit niedrigere monatliche Raten anfallen. Ohne ehrliche Antworten auf Fragen nach der aktuellen Situation und dem Grund für den Kreditbedarf lässt sich aber keine seriöse Finanzierung auf die Beine stellen.

  • Darlehen im Probearbeitsverhältnis

    Wer bei einer Bank oder Sparkasse einen Kredit trotz Probezeit beantragt, macht häufig die Erfahrung, dass er kaum einen solchen Kredit ohne Probleme bekommt. Der Grund liegt darin, dass Banken und Sparkassen strenge Bonitätsanforderungen stellen, die ein Arbeitnehmer oder Auszubildender in der Probezeit meist nicht erfüllen kann. Während eines Probearbeitsverhältnisses, längstens auf die Dauer von sechs Monaten, kann ein Arbeitnehmer gemäß § 622 Abs. 3 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden. Im Berufsausbildungsverhältnis muss die Probezeit mindestens einen Monat und darf maximal vier Monate betragen (§ 20 Berufsbildungsgesetz (BBiG). Hier gibt es keinerlei Kündigungsfrist. Für Beamte und Richter gibt es eine regelmäßig drei Jahre dauernde Probezeit, in der der Bedienstete zwar eingestellt, jedoch noch nicht durch Zuweisung einer Planstelle fest angestellt ist. Allen Probezeiten ist gemeinsam, dass während ihrer Dauer das Arbeits- bzw. Dienstverhältnis in seinem Bestand unsicher ist. Dies wirkt sich im Rahmen der Bonitätsprüfung zulasten des Kreditantragstellers aus, da Kreditinstitute meist das Bestehen eines unbefristeten, auf Dauer angelegten Arbeits- bzw. Dienstverhältnisses verlangen.

    Häufig gewähren Banken und Sparkassen einen Kredit trotz Probezeit nur bei geringen Darlehenssummen. So lässt sich ein 1.000 Euro Kredit auch ohne unbefristetes Arbeitsverhältnis bekommen. Höhere Summen bewilligen die meisten Kreditinstitute nur in Ausnahmefällen. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn der Schuldner imstande ist, anderweitige Sicherheiten zu stellen. Dazu gehört die gesamtschuldnerische Mitverpflichtung eines weiteren Darlehensnehmers, etwa des Ehegatten oder Lebenspartners, oder die Stellung eines Bürgen, der seinerseits die Bonitätsanforderungen des Kreditinstituts erfüllt. Ansonsten besteht auch die Möglichkeit der Abtretung von Ansprüchen aus kapitalbildenden Lebens- oder Rentenversicherungen in Höhe ihres jeweiligen Rückkaufwertes. Hat der Kreditnehmer Eigentum an Immobilien, können diese zur Sicherheit des Kreditgebers mit einem Grundpfandrecht (Grundschuld oder Hypothek) belastet werden.

    Finanzierungswege bei unsicherem Arbeitseinkommen

    Einen Kredit ohne Probleme wird ein Arbeitnehmer oder Auszubildender nur selten erhalten. Solange die Probezeit läuft, besteht aus Sicht der kreditgebenden Bank immer das Risiko der kurzfristigen Beendigung der Beschäftigung und damit des Wegfalls eines ausreichenden laufenden Einkommens. Insoweit steht der Kredit trotz Probezeit der Situation in einem Berufsausbildungsverhältnis oder in einem befristeten Arbeitsverhältnis gleich. Da der langfristige Bestand des Arbeits- bzw. Ausbildungsverhältnisses in allen diesen Fällen unsicher ist, führt dies meist zu einem schlechten Bonitätsrating. Einen Kredit trotz Probezeit erhält eher, wer sich in der Probezeit eines öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnisses befindet. Hier gehen Banken und Sparkassen davon aus, dass Probezeitkündigungen bzw. -entlassungen im öffentlichen Dienst äußerst selten sind. Daher sind sie hier oft eher bereit, sich auf einen Kredit trotz Probezeit einzulassen.

    Manchmal sind bestimmte Kreditinstitute auch bereit, das Probezeitrisiko bei der Bonitätsprüfung zurückzustellen. Das ist insbesondere bei Autobanken nicht selten, da hier das Fahrzeug als liquide Sicherheit bewertet wird und zudem der Aspekt der Absatzförderung im Vordergrund steht. Auch bei anderen Anschaffungsdarlehen, z.B. für Elektronikartikel oder Möbel, bekommt der Kunde nicht selten auch in der Probezeit das benötigte Darlehen. Häufig lassen sich Banken und Sparkassen für das aus ihrer Sicht erhöhte Kreditausfallrisiko mit einem erhöhten Zinssatz entschädigen. Da die Konditionen erheblich schwanken, können auch seriöse Online Kredite in Betracht kommen.

  • Umbauten günstig finanzieren

    Kunden, die ihre eigenen vier Wände altersgerecht umbauen möchte, bieten die meisten Banken das passende Darlehen auch ohne Grundbucheintrag an. Dank zahlreicher Auflagen, was den Energieverbrauch der Immobilie beispielsweise bei der Erneuerung der Heizanlage betrifft und der immer älter werdenden Bevölkerung, werden diese sogenannten Modernisierungskredite stark nachgefragt. Normalerweise belaufen sie sich auf Summen zwischen 5000 und 50.000 Euro, je nach Umfang der anstehenden Arbeiten. Außerdem handelt es sich bei ihnen um zweckgebundene Kredite, die nur für die vereinbarten Renovierungen verwendet werden dürfen und je nach Bank sogar direkt an den beauftragten Handwerksbetrieb überwiesen werden.

    Vor- und Nachteile der Grundschuld

    In Deutschland ist es üblich, Baufinanzierungen und Darlehen, die dem Ausbau oder der Erneuerung einer Immobilie dienen, über eine Grundschuld abzusichern, mit der die Geld gebende Bank in das Grundbuch eingetragen wird. Wer ein Häuschen besitzt, erhält daher viel leichter ein Darlehen als Personen ohne Wohneigentum. Dabei kann die Immobilie natürlich auch mit anderen Krediten, die nicht dem Umbau oder der Erhaltung dienen, belastet werden. Autos oder Reisen lassen sich so viel leichter finanzieren. Andererseits kann die Grundschuld im schlimmsten Fall zum Verlust des Eigenheims führen, wenn nämlich der Kreditnehmer in anhaltende Zahlungsschwierigkeiten gerät.

    Tritt dieser Fall ein, kann die Bank augenblicklich Zwangsmaßnahmen einleiten, beispielsweise indem sie die Immobilie zwangsverwaltet oder gar versteigert. Aufwendige rechtliche Schritte wie Gerichtsprozesse sind dafür nicht notwendig. Für den Kreditnehmer bedeutet die Grundschuld daher stets eine latente Bedrohung seiner Lebensmitte, zumindest wenn der die betreffende Immobilie selbst bewohnt. Dieses Risiko besteht bei einem Darlehen ohne Grundbucheintrag nicht. Wer hier in Zahlungsverzug gerät, muss zwar auch für die Folgen geradestehen, auf das Eigenheim hat die Bank aber keinen unmittelbaren Zugriff.

    Modernisierungskredite ohne Grundbucheintrag

    Der Unterschied zwischen einem Darlehen ohne Grundbucheintrag und einem normalen Ratenkredit besteht in der Verwendungsfreiheit. Während Ersterer ganz nach eigenem Belieben eingesetzt werden kann, ist der Modernisierungskredit an einen bestimmten Zweck gebunden und darf ausschießlich für vereinbarte Umbau- oder Renovierungsmaßnahmen benutzt werden. Wobei auch Gartengestaltungsarbeiten oder die Anschaffung neuer Möbel mit ihm finanziert werden können. Weitere, über die Immobilie bzw. das Grundstück hinausreichende Verwendungsmöglichkeiten sind nicht vorgesehen. Viele Banken überweisen das Darlehen ohne Grundbucheintrag daher nicht an den Kreditnehmer selbst, sondern direkt an die Handwerksbetriebe.

    Manche Kreditinstitute, die regional stark verwurzelt sind wie etwa Sparkassen, bieten ihren Kunden auch besonders günstige Darlehen an, wenn diese im Gegenzug eine ganz bestimmte Firma oder aber einen Betrieb aus der Region beauftragen. Darüber hinaus funktionieren Modernisierungsdarlehen wie normale Ratenkredite und sind meist flexibler gestaltet als Baufinanzierungen, beispielsweise in puncto Sondertilgungen. Die Laufzeit variiert je nach Leihsumme zwischen 24 Monaten und zehn Jahren, wobei die Bank bei umfangreichen und kostenintensiven Umbauten für gewöhnlich Eigenkapital in Höhe von 20 bis 30 Prozent voraussetzt. Bei energetischen Sanierungen ist das Darlehen unter Umständen auch mit einem KfW-Kredit kombinierbar.

  • Kredit als Arbeitsloser beantragen

    Wer arbeitslos ist und einen Kredit aufnehmen möchte, hat es bei den Banken schwer, jedenfalls dann, wenn eine längere Laufzeit des Kredits erforderlich ist. Zwar bedeutet das Arbeitslosengeld ein sicheres Einkommen, aber nur für begrenzte Zeit. In der Regel schon nach einem Jahr wird aus dem Arbeitslosengeld I nämlich das Arbeitslosengeld II, gleichbedeutend mit Hartz 4. Diese Grundsicherung orientiert sich an einem minimalen Lebensstandard. Für die Begleichung von Kreditraten bleibt da kein Raum.

    Schwierigkeiten bei kleinem oder unregelmäßigem Einkommen

    Die Probleme bei der Bonitätsbeurteilung teilen Arbeitslose mit Rentnern, Studenten und Auszubildenden, aber auch mit Selbstständigen und Freiberuflern. Ihnen allen ist gemeinsam, dass ihr Einkommen entweder niedrig oder unregelmäßig ist, oder dass die Einkommensverhältnisse sich in Zukunft ändern könnten, zum Beispiel wenn der Azubi später nicht übernommen wird. Zwar gibt es kein festgelegtes Mindesteinkommen für die Kreditwürdigkeit. Wer 3.000 Euro netto im Monat verdient, hat bei hohen Lebenshaltungskosten und bereits laufenden Verpflichtungen unter Umständen eine schlechtere Bonitätsbewertung als ein anderer Kreditsuchender, der nur 1.000 Euro Einkünfte hat. Unterschreitet das Einkommen aber die Pfändungsfreigrenzen, werden die Banken vorsichtig. Sollte es tatsächlich zu einem Zahlungsausfall kommen, ist dann nämlich über eine Gehaltspfändung nichts mehr zu holen.

    Bonität durch Sicherheiten ersetzen

    Eine Möglichkeit, auch als Arbeitsloser einen Kredit aufnehmen zu können, ist die Bereitstellung von Sicherheiten. Das kann zum Beispiel die Verpfändung einer Lebensversicherung sein. Aber Vorsicht – wenn später die Grundsicherung droht, wird die private Altersversorgung nur verschont, wenn mit dem Versicherer ein Verwertungsausschluss vereinbart ist, die Versicherung also nicht gekündigt, verpfändet oder beliehen werden darf. Ein anderes Beispiel für die Kreditsicherung ist die Finanzierung eines Autos. Angenommen, Sie möchten in der Arbeitslosigkeit Ihre Vermittlungschancen durch einen eigenen Pkw verbessern. Kaufen Sie das Auto auf Kredit, wird die Bank sich das Fahrzeug sicherungsübereignen lassen. Sie fahren zwar das Auto, aber es gehört der Bank. Zahlen Sie die Darlehensraten nicht, wird der Kreditgeber das Auto verkaufen und daraus die Schulden begleichen. Auf Ihre persönliche Bonität kommt es nicht an, solange der Wert des Autos höher ist als die Restschuld.

    Kredit mit Bürgen

    Haben Sie weder ausreichende persönliche Bonität noch Sicherheiten zu bieten, hilft die Benennung eines Bürgen. Er unterschreibt im Kreditvertrag, dass er an Ihrer Stelle für ausstehende Zahlungen aufkommt. Üblich ist die selbstschuldnerische Bürgschaft, bei der die Bank nicht erst den Hauptschuldner verklagen muss, um den Bürgen in Anspruch nehmen zu dürfen. Natürlich wird die Bank auch die Bonität des Bürgen unter die Lupe nehmen. Fällt die Beurteilung negativ aus und wird Ihr Kreditwunsch abgelehnt, bieten die Internet-Marktplätze für Privatkredite vielleicht eine letzte Chance. Hier kommt das Geld von privaten Investoren, die zwar wirtschaftlich handeln, aber durchaus bereit sind, für eine attraktive Rendite höhere Risiken einzugehen als die Geschäftsbanken.

  • So bekommen Soldaten günstig Kredit

    Wer als Angestellter der Bundeswehr einen Kredit für Soldaten aufnehmen möchte, hat meist gute Chancen auf Bewilligung. Schließlich erfüllt er eine zentrale Kreditvoraussetzung. Mit seiner Anstellung im öffentlichen Dienst hat er nicht nur ein regelmäßiges Einkommen, sein Arbeitsplatz gilt auch als verhältnismäßig sicher. Noch besser sieht es für Berufssoldaten aus. Sie sind zwar keine Beamten, diesen aber in vielen Bereichen gleichgestellt. Deshalb kommt für sie auch ein sogenanntes Beamtendarlehen infrage. Dieses geht jedoch mit speziellen Konditionen einher.

    Kredite für Berufssoldaten

    Soldaten, die sich dem Dienst am Land auf Lebenszeit verpflichtet haben, stehen verschiedene Wege zum Wunschdarlehen offen. Dazu gehört der klassische Ratenkredit von der Filial- oder Direktbank. Da sie in einem unkündbaren Arbeitsverhältnis stehen, können sie mit einem verhältnismäßig günstigen Zinssatz für ihren Wunschkredit rechnen. Allerdings nur, wenn auch ihre Schufa-Auskunft entsprechend positiv ausfällt. Darüber hinaus können sie ein Beamtendarlehen beantragen. Dabei handelt es sich um ein endfälliges Darlehen, das gemeinsam mit einer Lebensversicherung abgeschlossen wird.

    Anstelle der gewohnten Kreditrate bezahlt der Empfänger hierbei ausschließlich die Zinsen auf den Leihbetrag plus eine monatliche Prämie für die Versicherungspolice. Die eigentliche Leihsumme soll am Ende der Laufzeit mit dem Guthaben aus der Police getilgt werden. Diese Rechnung geht aber nur auf, wenn das Sparprodukt ausreichend hoch verzinst wird. Außerdem sind Beamtendarlehen an weitere Bedingungen geknüpft. Die Mindestsumme beträgt beispielsweise 10.000 Euro. Weitere Kreditverträge sind zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses nicht erlaubt.

    Darlehen für Zeitsoldaten

    Wer sich über einen Zeitraum von mehreren Jahren zum Dienst am Land verpflichtet hat, kann dieses Sonderprodukt der Banken nicht in Anspruch nehmen. Einen normalen Ratenkredit hingegen schon. Zeitsoldaten haben einen befristeten Arbeitsvertrag. Anders als bei Zeitarbeitern gilt das bei der Kreditaufnahme aber nicht als Ausschlusskriterium. Zumindest, wenn der Soldat erst am Beginn seiner Verpflichtung steht. Problematischer ist es, wenn der Kreditantrag kurz vor Ende der Dienstzeit gestellt wird. Je nach Leihsumme ist die Einkommenssicherheit hier nicht lang genug gegeben, um eine Kreditrückzahlung garantieren zu können.

    Berufliche Stabilität ist aber nur eine Voraussetzung, um einen Kredit für Soldaten zu bekommen. Darüber hinaus muss auch die Bonitätsauskunft der Schufa stimmen. Mangelnde Zahlungsmoral kann ein sicheres Einkommen nämlich nicht aufwiegen. Einfache Vermerke über gemahnte Rechnungen sind nicht unbedingt ein Ablehnungsgrund, können den Kreditzins aber unnötig verteuern. In manchen Fällen ist es übrigens möglich, einen Negativeintrag bei der Schufa zu löschen. Zeitsoldaten, die ihre Bonität verbessern wollen, sollten also rechtzeitig eine Selbstauskunft bei der Datensammelstelle anfordern und sie auf Falscheinträge kontrollieren.

  • Die Tilgung muss zum verfügbaren Einkommen passen

    Ein Kredit ohne Mindesteinkommen ist für die Bank, aber auch für den Kreditnehmer eine heikle Angelegenheit. Beide Vertragspartner sollten daran interessiert sein, dass Kreditsumme sowie anfallende Zinsen wie vereinbart gezahlt werden. Anderenfalls droht der Bank ein Zahlungsausfall, dem Schuldner eine Menge Ärger wie Gehaltspfändung, Zwangsvollstreckung oder sogar eine Privatinsolvenz. Auch wenn ein Mindesteinkommen für die Darlehensgewährung nicht fix definiert ist, müssen die zu zahlenden Raten in einem angemessenen Verhältnis zum Gehalt und den sonstigen Lebenshaltungskosten bzw. bereits laufenden Verpflichtungen stehen.

    Die Laufzeit ist eine entscheidende Größe

    Üblicherweise steht die benötigte Kreditsumme bereits fest, wenn Sie sich auf die Suche nach den günstigsten Konditionen machen. Schließlich wissen Sie ja, wozu Sie das Geld benötigen, und dass Sie nicht einfach über Ihre Verhältnisse leben. Mit Kreditrechnern im Internet haben Sie jetzt die Möglichkeit, das Zusammenspiel von Kreditsumme, Zinsen, Laufzeit und Tilgungsraten zu testen. Sie werden feststellen, dass eine lange Laufzeit den Kredit auf zweierlei Weise verteuert: Erstens zahlen Sie Zinsen über eine längere Zeit. Zweitens sind die Zinssätze für lange Laufzeiten meist etwas höher, weil der Kreditgeber über einen längeren und damit schlechter prognostizierbaren Zeitraum ein Ausfallrisiko trägt. Er weiß nicht, ob Sie während der Kreditlaufzeit arbeitslos oder arbeitsunfähig krank werden, vielleicht sogar sterben. Diese Unsicherheiten bilden sich im Zinssatz ab. Deshalb also eine möglichst kurze Laufzeit wählen? Ja, aber nur, wenn am Ende eine tragbare Belastung herauskommt. Angenommen, Sie haben ein verfügbares Einkommen von 200 Euro, die am Monatsende nach Abzug aller laufenden Verpflichtungen und Ausgaben für den Haushalt übrig bleiben. Sie benötigen 5.000 Euro Kredit. Ihnen liegen zwei Angebote vor, eines mit 5 % Jahreszins bei zwei Jahren Laufzeit und eines mit 6 % Jahreszins über drei Jahre. Das erste Angebot ist zwar sowohl vom Zinssatz als auch von den Gesamtkosten her deutlich attraktiver. Ein Kreditrechner wird Ihnen aber verraten, dass Sie auf eine monatliche Belastung von knapp 220 Euro kämen. Lassen Sie die Finger davon – alte Fußballer-Weisheit: Knapp vorbei ist auch daneben. Sie bringen sich in unnötige Schwierigkeiten, wenn jeden Monat 20 Euro fehlen. Beim zweiten Angebot sinkt die Belastung auf 152 Euro. Das passt prima, Sie können sogar noch Geld zurücklegen für ungeplante Ausgaben.

    Darlehen von privaten Geldgebern

    Viele Interessenten mit niedrigen, unregelmäßigen oder unsicheren Einnahmen suchen bei Privatleuten einen Kredit, der auch ohne Mindesteinkommen vergeben werden kann. Diese Möglichkeit ist durchaus seriös und wird über große Vermittlungsplattformen angeboten. Als Kreditgeber stehen dahinter nicht nur private, sondern auch institutionelle Investoren, die auf der Suche nach einer besseren Rendite sind. Der Vorteil dieser Privatkredite liegt in den weniger starren Vergaberichtlinien. Der Vermittler nimmt eine Risikoeinschätzung vor und empfiehlt häufig auch einen marktgerechten Zinssatz. Die Anlageentscheidung bleibt aber bei jedem einzelnen Geldgeber. Üblicherweise beteiligen sich mehrere Investoren mit kleinen Beträgen, um so ihr Risiko zu streuen. Die höhere Flexibilität wird deshalb mit einer längeren Wartezeit bis zur Kreditvergabe erkauft.

  • Riester-Darlehen als Altersvorsorge

    Mit der Riester-Rente unterstützt der Staat Verträge für die private Altersvorsorge, die sich angesichts eines geringen Niveaus der gesetzlichen Rente dringend empfiehlt. Dabei erfreut sich die Spezialform des Wohn-Riesterns zunehmender Beliebtheit. Hier erhalten die Vorsorgenden keinen Zuschuss auf einen Sparbetrag, den sie später als monatliche Rentenleistung ausgezahlt bekommen. Stattdessen fördert der Staat das Sparen und spätere Finanzieren eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung.

    Der Staat fördert Wohneigentum: Wohn-Riester

    Eine zusätzliche Rentenleistung stellt im Ruhestand ein angenehmes Leben sicher. Noch attraktiver ist es, wenn im Alter geringere Kosten anfallen. Wer als Senior eine eigene Wohnung besitzt, erspart sich dauerhaft den größten Ausgabeposten und kann zugleich Nachkommen eine Immobilie vererben. Wohneigentum erweist sich als beste Form der privaten Altersvorsorge, zumal in vielen Regionen mit weiter stark steigenden Mieten zu rechnen ist. Viele Ältere können sich diese Kosten in ihrem Stadtteil in Großstädten nicht mehr leisten und müssen dann im Alter ihre gewohnte Umgebung verlassen und die Beschwernisse eines Umzugs auf sich nehmen. Mit Wohn-Riestern verhindern sie diesen Lebenseinschnitt.

    Bei dieser Eigenheimrente erhalten Nutzer einen Zuschuss für das Ansparen und die Darlehenstilgung. Diese Unterstützung gewährt der Staat nur, wenn Interessierte ein entsprechend zertifiziertes Produkt wählen und die allgemeinen Voraussetzungen erfüllen. So müssen sie zulageberechtigt sein, was zum Beispiel auf sämtliche sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zutrifft. Gefördert wird jedes selbst genutzte Wohneigentum, sowohl gekaufte und gebaute Eigenheime als auch Eigentumswohnungen. Dazu zählen auch innerhalb einer Genossenschaft erworbener Wohnraum sowie ein lebenslanges und damit eigentumsähnliches Dauerwohnrecht. Insgesamt betragen die Einsparungen durch die staatliche Förderung bis zu 50 000 Euro, das rasch steigende Interesse an Riester Darlehen erklärt sich aus dieser finanziellen Attraktivität.

    Wie das Wohn-Riestern genau funktioniert

    Die Zulagen für ein Riester Darlehen gleichen den Zahlungen bei allen Riester-Varianten. Jeder erhält eine Grundzulage von 154 Euro im Jahr. Es kommen für Kinder mit Kindergeld-Anspruch weitere Zuschüsse hinzu, für vor 2008 geborene Kinder beträgt die Förderung 185 Euro jährlich, für ab 2008 Geborene 300 Euro. Für die volle Unterstützung müssen Vorsorgende gewährleisten, dass sie vier Prozent ihres Brutto-Einkommens als Eigenleistung aufbringen. In diese vier Prozent können sie aber die Zulagen einberechnen, sodass der tatsächliche Eigenanteil niedriger liegt. Die Zuschüsse überweist der Staat sowohl in der Anspar- als auch in der Darlehensphase. Bei einem Bausparvertrag sparen Kunden zum Beispiel über einen gewissen Zeitraum Kapital an, welches die Bausparkasse verzinst. Ab einer bestimmten Summe können sie die Baufinanzierung in zuvor vereinbarter Höhe und mit festem Zins für eine bestimmte Dauer beantragen. Dann zahlen sie keine Sparraten mehr, sondern tilgen mithilfe des Staats das Riester Darlehen. Zudem profitieren sie in beiden Phasen von Steuererleichterungen, bis zu 2100 Euro jährlich können sie in ihre Einkommenssteuererklärung eintragen.

    Im Ruhestand müssen sie dann nachgelagert Steuern zahlen. Das erweist sich jedoch als Vorteil, da der individuelle Steuersatz im Alter meist niedriger liegt als während des Erwerbslebens. Bei gewöhnlichen Riester-Verträgen zieht das Finanzamt zur Berechnung die Renteneinkünfte her. Beim Wohn-Riestern greifen sie aufgrund der anderen Funktionsweise auf ein sogenanntes Wohnförderkonto zurück: Dort wird virtuell ein steigender Betrag festgehalten, von dem die Kunden später einen persönlichen Steueranteil abführen müssen. Für den Fall der Zweckentfremdung müssen sämtliche Zulagen zurückgezahlt werden. Das gilt vor allem dann, wenn das Haus oder die Wohnung verkauft wird. Es gibt aber Ausnahmen: Wenn der Verkaufserlös sofort in neues Eigentum investiert wird, dürfen Vorsorgende die Unterstützung behalten. Das Gleiche trifft zu, wenn die Immobilie zwischenzeitlich vermietet und vor dem Renteneintritt wieder selbst genutzt wird. Das kann zum Beispiel bei einem berufsbedingten Umzug der Fall sein. Es empfiehlt sich stets, zuvor Kontakt mit einem Bankberater aufzunehmen.

    Was beim Anbietervergleich zu beachten ist

    Die staatliche Förderung macht das Wohn-Riestern nur grundsätzlich attraktiv. Letztlich kommt es auf die Qualität des Vorsorgevertrags an, wie stark Sparer von den Zuschüssen profitieren. Zahlreiche Bausparkassen und Banken vertreiben Riester Darlehen. Die Konditionen und damit die Kosten bestimmen die Anbieter in Eigenverantwortung. Wie bei allen Finanzprodukten finden sich am Markt enorme Unterschiede. Interessierte sollten die einzelnen Kredite intensiv miteinander vergleichen. Bei einem Riester-Darlehen geht es um eine hohe Geldsumme, dadurch wirken sich auch kleine Unterschiede bei den Zinsen in erheblichem Maße aus.

    Drei Aspekte verdienen beim Vergleichen Berücksichtigung, egal, über wie viele Euro der Kredit vereinbart wird. Erstens sollten Interessierte die Zinsen in der Ansparphase begutachten. Zweitens sollten sie die Bereitstellungszinsen für das Darlehen miteinander vergleichen. Insbesondere die Berechnung der Zinsen für das Darlehen entscheidet über die Attraktivität eines Vertrags. Die Kreditsumme beträgt gewöhnlich mehrere Zehntausende oder über hunderttausend Euro, Zehntel Prozentpunkte Mehrzinsen schlagen enorm zubuche. Zudem empfiehlt jeder Kredit Ratgeber, Gebühren zu beachten. Diese fallen zum Beispiel beim Abschluss an, aber auch bei einer vorzeitigen Kündigung oder falls jemand später den Kredit umschulden möchte.

  • Zwischen Eigen- und Fremdkapital – Mezzanine

    Mit „Zwischenstock“ lässt sich der Begriff Mezzaninen am besten übersetzen, so dass für den Finanzierungsbereich ein Mezzanine Darlehen zwischen Fremdmitteln und Eigenkapital zu platzieren ist. Die Ausgestaltung einer solchen Finanzierung kann in unterschiedlichen Formen erfolgen.

    Eigenkapitalähnlicher Charakter als Besonderheit

    Als Finanzierungsinstrument eignet sich Mezzanine Kapital insbesondere für den Mittelstand, der üblicherweise unter einer zu dünnen Eigenkapitaldecke leidet. Dabei muss aber diese recht komplizierte Finanzierungsform genau auf Vor- und Nachteile im speziellen Fall untersucht werden. Da sich diese Mittel als Eigenkapital bewerten lassen, muss die vertragliche Gestaltung diesen Charakter auch unterstreichen, zum Beispiel als atypisch stille Beteiligungen. Damit erlangt der Investor regelmäßig Anteile am Unternehmen und haftet, in Abhängigkeit von der vertragsrechtlichen Ausgestaltung, entweder bis zur Höhe seiner Einlage oder auch mit seinem Privatvermögen.

    Diese höheren Risiken für den Kapitalgeber spiegeln sich in den Konditionen wider, denn ein Mezzanine Darlehen ist um einiges kostenintensiver, als dies bei einem Kredit von der Bank der Fall wäre. Zinssätze zwischen 10 und zwanzig Prozent sind keine Seltenheit, so dass ein Unternehmen von vornherein die hohe Belastung einplanen muss, ohne das Geschäftsziel zu gefährden. Die Laufzeiten für Mezzanine Finanzierungen bewegen sich meist zwischen fünf und zehn Jahren, so dass das Kapital über längere Zeit im Unternehmen arbeiten kann. Allerdings ist meist ein Exit vorgesehen, der weitere Belastungen für das Unternehmen bringen kann.

    Verschiedene Varianten für ein Mezzanine Darlehen

    Welche Ausgestaltung die geeignete ist, hängt nicht zuletzt von der konkreten Situation im Unternehmen und dem zu erreichenden Ziel ab. So können nachrangige Darlehen vereinbart werden, aber auch patriarchalische Darlehen mit einer Mindestverzinsung und Gewinnbeteiligung, Verkäuferdarlehen oder atypisch stille Beteiligungen sind ebenso möglich wie privat platziertes Mezzanine Kapital. Da in jedem Fall höhere Kosten als ein marktüblicher Zins für Darlehen auf das Unternehmen zukommen, muss von vornherein die Rückführung sichergestellt werden, damit der Kapitalgeber seine Renditeerwartungen auch erfüllt bekommt.

    In den meisten Fällen wird eine atypisch stille Beteiligung bevorzugt, da so das Mezzanine Kapital unkompliziert als Eigenkapital ausgewiesen werden kann und die Bilanz positiv ausfällt. Alternativ hat sich auch das nachrangige Darlehen durchgesetzt. Wichtig ist in jedem Fall, dass ein Mezzanine Darlehen in das gesamte Finanzierungskonzept passt, was zum Beispiel in Expansionsphasen zur Kapitalaufstockung gut funktioniert. So können beispielsweise eine neue Produktlinie zur besseren Diversifikation oder der Vertriebsaufbau zur Erschließung neuer nationaler oder internationaler Märkte intelligent mit Mezzanine Kapital finanziert werden. In Gründungsphasen hingegen bieten sich bessere Möglichkeiten, da das Risiko ganz einfach noch zu hoch ist.

    Finanzierungshöhe meist begrenzt

    Da die Kosten für den Darlehensnehmer und die Risiken für den Kapitalgeber bei Mezzanine Darlehen relativ hoch sind, sollte die Finanzierungssumme genau abgewogen werden. Nicht umsonst begrenzen institutionelle Finanzierer eine Mezzanine Finanzierung auf die Höhe des vorhandenen Eigenkapitals, was natürlich für eigenkapitalschwache Unternehmen wenig förderlich, aber auf der anderen Seite auch sicherer ist.

    Fazit – Mezzanine Finanzierungen

    Mezzanine Darlehen können bei richtiger Gestaltung und verantwortungsvollem Einsatz durchaus interessante Finanzierungsinstrumente sein, wenn sie als ein Baustein in ein Finanzierungskonzept passen. Der größte Vorteil besteht im eigenkapitalähnlichen Charakter, der sich positiv auf die Bilanz auswirkt. Es sollte aber sicher sein, dass mit dieser Kapitalaufnahme eine deutliche Steigerung des Unternehmenswertes erreichbar ist.

  • Kredit aufnehmen Voraussetzungen

    Wer erhält einen Kredit?

    Um einen Kredit aufnehmen zu können, sind Voraussetzungen zu erfüllen. Banken prüfen eingehend, was für ein Ausfallrisiko besteht. Sie wollen die Wahrscheinlichkeit minimieren, dass Kreditnehmer ein Darlehen nicht mehr zurückzahlen können. Dafür nehmen sie eine Bonitätsprüfung vor, die meist die Kontrolle der Schufa-Datei und von Einkommensnachweisen umfasst.

    Die Bonitätsprüfung

    Die Schufa-Auskunft speichert erstens Zahlungsverfehlungen von Verbrauchern ab. Zweitens hält sie relevante bestehende Verträge wie Kreditverträge fest. Drittens berechnet sie aus zahlreichen statistischen Merkmalen, welche sie nicht veröffentlicht, den sogenannten Schufa-Score. Alle diese Daten können darüber entscheiden, ob eine Bank einen Kredit vergibt. Vor allem Zahlungsverfehlungen führen meist zu einem negativen Bescheid. Zusätzlich kommt der Art der Beschäftigung und der Gehaltshöhe Bedeutung zu. Insbesondere bei höheren Kreditsummen bestehen die meisten Institute auf einem sicheren Beschäftigungsverhältnis sowie auf einem ausreichend hohen Lohn. Speziell bei Privatdarlehen für Selbstständige wollen sie die Einkommensverhältnisse der letzten ein oder zwei Jahre einsehen, um das Risiko abschätzen zu können.

    Wer einen Kredit aufnehmen kann und was für Voraussetzungen existieren, hängt aber auch von zwei weiteren Kriterien ab. So fragt sich, welche Summe jemand für welchen Verwendungszweck finanzieren will. Bei einem Kleinkredit zeigen sich Banken liberaler als bei einem Darlehen über 12.000 Euro. Eventuell verzichten sie sogar auf Einkommensnachweise oder vergeben ein Darlehen auch bei einer prekären Beschäftigung, zum Beispiel trotz Probezeit. Sie bejahen auch eher einen Kreditwunsch, wenn ihnen der Verwendungszweck Sicherheit bietet. Das gilt beispielsweise bei einem Kfz-Kredit, bei welchem das Fahrzeug der Bank als Sicherheit dient. Als zweiter Faktor spielt die Vergabepolitik der Institute eine wichtige Rolle. Die einen agieren weniger streng, die anderen legen strikte Maßstäbe an. Interessierte sollten sich darüber informieren, etwa über ein gefordertes Mindesteinkommen. Die Geldhäuser geben aber nicht sämtliche relevanten Kriterien öffentlich preis. Wer über keine gute Bonität verfügt, sollte deshalb am besten bei mehreren Instituten mit ansprechenden Konditionen Anfragen stellen.

    Alternativen zum Bankkredit

    Bei einer schlechten Bonität, welche vor allem bei einem negativen Schufa-Eintrag oder einem sehr geringen Einkommen vorliegt, sollten sich Verbraucher sofort nach Alternativen umsehen. Sie verfügen bei Banken über kaum eine Chance auf einen Kredit. Sie können sich stattdessen an Kreditvermittler wenden, die Darlehen ohne intensive Bonitätsprüfung offerieren. Manche prüfen zum Beispiel die Schufa-Datei nicht, sie verlangen nur Einkommensnachweise. Da sie ein größeres Risiko eingehen, fordern sie aber Zinsen deutlich über dem Marktniveau. Verbraucher sollten diese Darlehen deswegen nur abschließen, wenn sie das Geld dringend benötigen.

  • Trotz Leiharbeit zum Kleinkredit

    Klassische Bankhäuser scheuen sich oft davor, einen Kredit für Zeitarbeiter zu vergeben, unabhängig davon, ob der jeweilige Antragsteller als Hilfsarbeiter im Lager oder als Fachkraft beschäftigt ist. Da der Markt der Leiharbeit nach wie vor wächst, gibt es aber auch Kreditinstitute, die sich auf Beschäftigte in flexiblen Arbeitsverhältnissen eingestellt haben. Je nachdem, wie viel Geld sie benötigen, können Kreditsuchende sich vielleicht um einen Minikredit bewerben, bei dem die Vergabehürden erfahrungsgemäß niedriger sind als beim gewöhnlichen Ratenkredit. Auch Crowdfundingplattformen sind eine beliebte Anlaufstelle für Leiharbeiter.

    Kleindarlehen bei Onlinebanken

    Für die konventionelle Filialbank ist die Leiharbeit ein unkalkulierbares Risiko. Denn wer weiß, ob der befristet Beschäftigte nächstes Jahr noch ein festes Einkommen hat und seine Kreditraten bedienen kann? Daher lehnen sie Kreditanträge von Zeitarbeitern häufig ab. Im Bereich der Onlinebanken, die ihre Produkte ausschließlich im Internet vertreiben, gibt es allerdings Anbieter, deren Vergabepolitik nicht ganz so streng ausfällt. Eine positive Schufa-Auskunft und ein angemessen hohes Einkommen müssen Bewerber dennoch vorweisen.

    Außerdem müssen sie wegen ihrer unsicheren Arbeitssituation mit höheren Zinsen rechnen als Kunden in Festanstellung. Wie groß die Chancen auf einen Kredit für Zeitarbeiter sind, hängt aber auch von der gewünschten Darlehenssumme ab. Ungelernte Leiharbeiter in Zeitverträgen werden auch bei Onlinebanken kein Baudarlehen in sechsstelliger Höhe bekommen. Ein Kleinkredit über 3000 Euro oder mehr ist aber durchaus realisierbar. Grundsätzlich lassen sich niedrigere Beträge auch per Dispo finanzieren, wegen der hohen Gebühren ist das allerdings nur bedingt empfehlenswert. Beispielsweise, wenn die Rückzahlung innerhalb weniger Wochen gewährleistet ist.

    Minikredite und Privatdarlehen

    Bei sehr kleinen Leihsummen zwischen 200 und 600 Euro lohnt es sich außerdem, nach sogenannten Minikrediten zu suchen. Sie werden von Onlineanbietern vertrieben, die sich auf Kleinstbeträge spezialisiert haben, deren Vergabe normale Banken mit ihren ungleich höheren Verwaltungs- und Vergabestandards scheuen. Negativeinträge in der Schufa sind übrigens kein Ausschlusskriterium für einen Minikredit. Vorausgesetzt natürlich, es handelt sich dabei nicht um einen Vollstreckungsbescheid oder ähnlich schwere Mängel im bisherigen Zahlverhalten. Ein regelmäßiges Einkommen sollten Kreditsuchende aber in jedem Fall vorweisen.

    Für größere Summen ab 1000 Euro bietet sich auch die Bewerbung auf einer Crowdfundingplattform an. Hier entscheiden die privaten Anleger allein, welche Projekte sie finanzieren wollen und welche ihnen zu riskant erscheinen. An Kreditbörsen werden daher auch Darlehen vergeben, die auf konventionellem Weg keine Chance auf Bewilligung hätten. Gravierende Negativmerkmale bei Schufa und Co. sind aber auch hier ein zwingendes Ausschlusskriterium. Auch die Zinshöhe hängt von der Bonitätseinschätzung und der Einkommenssituation des Bewerbers ab.