Schlagwort: Schuldnerberatung

  • Was kann ich bei Schulden tun?

    In eine Schuldenfalle zu tappen, kann manchmal schneller geschehen, als man denkt, dann fragt man sich Schulden, was tun? Als erstens heißt es sich einen Überblick verschaffen, das bedeutet gegebenenfalls alle möglichen Gläubiger anzuschreiben und nach den offenen Schuldbeträgen zu fragen. Gleich ob es sich um Steuerschulden, Schulden vom Studium finanzieren oder einfache Konsumschulden handelt, weil die Verlockung der Angebote und die Möglichkeit alles mit Ratenvereinbarungen zu finanzieren einfach zu groß war.

    Jedenfalls, nachdem sich ein Überblick verschafft worden ist, heißt es zu prüfen, ob die angegebenen Forderungen alle so weit berechtigt sind. Ist das der Fall, heißt es gegen diese Schulden was tun zu müssen, ansonsten werden die Geldforderungen durch Zinsen, Inkassogebühren, Mahnbescheide und so weiter immer höher und der Weg aus der Schuldenfalle wird immer aussichtsloser.

    Wer kann Helfen? – Verfahrensablauf bei der Schuldenregulierung

    Wenn die Scham zu groß ist, der Schuldner den Überblick über seine Schulden völlig verloren hat und er allgemein nicht weiß was nun überhaupt tun bei Schulden. Dafür gibt es zahlreiche Möglichkeiten sich Hilfe zu holen. Da wären zum Beispiel die Wohlfahrtsverbände, wie unter anderem die Caritas, die verschuldeten Menschen helfen aus dem Schuldensumpf herauszukommen. Die Beratungs- und Unterstützungsangebote dieser Einrichtungen sind in der Regel kostenlos. Weiterhin gibt es eine Vielzahl an Rechtsanwälten, die sich Schuldenangelegenheiten annehmen, hier wird allerdings ein Honorar fällig. Obwohl die Möglichkeit besteht, Beratungshilfe für den Rechtsbeistand bei den entsprechenden Gerichten zu beantragen und somit keine weiteren Kosten entstehen. Jedenfalls gibt es professionelle Helfer, die den zu meist überforderten Schuldnern mit Rat und Tat zur Seite stehen.

    Konkret heißt es nun bei Schulden was tun, indem versucht wird eine außergerichtliche Einigung zu erzielen, dies kann über so genannte Stundungsanfragen verlaufen, das bedeutet, es werden erst mal bis zu einem bestimmten Zeitraum keine Zahlungen eingefordert. Gegebenenfalls laufen auch keine weiteren Zinsen auf. Dies verschafft dem Schuldner zum einen finanziell etwas mehr Freiraum und zum anderen etwas Zeit, um sich weitere Schritte zu überlegen. Allein oder gemeinsam mit dem Schuldnerberater beziehungsweise Anwalt wird versucht eine Einigung mit den Gläubigern zu erreichen.

    Eine Einigung kann sein, dass sich gemeinsam auf eine Ratenzahlung festgelegt, wird. Auch ist es möglich, dass sich Gläubiger darauf einlassen einen Teil der Schuldsumme zu erlassen, einen so genannten Vergleich auszuhandeln, das bedeutet aber oftmals, dass dann die Restsumme sofort fällig wird. Sollte aber wieder erwartend keine Übereinkunft möglich sein, kann nur noch ein Insolvenzverfahren helfen.

    Was ist eine Privatinsolvenz?

    Hierbei ist es möglich sich während einen Zeitraum von maximal sieben Jahren, sich von seinem Schuldenberg zu befreien. Dies ist ein sehr bürokratischer Weg, denn zuerst muss gerichtlich festgestellt werden, dass man zahlungsunfähig ist, dann gibt es diverse Auflagen während dieser Jahre der Insolvenz. Das bedeutet, der Schuldner ist in dieser Zeit verpflichtet, alle erdenkliche Arbeit anzunehmen, um dann mit seinem pfändungsfreien Lohn die Schulden nach und nach abzutragen. Nach den sechs Jahren kommt es zu einer Restschuldenbefreiung für den dann noch offenen Gesamtschuldenbetrag. Weiterhin heißt es während dieser Zeit und auch noch mindestens ein Jahr danach keine neuen Schulden zu machen, damit ist auch ein einfacher Ratenkauf im Versandhaus gemeint. Denn wer sich an die Regeln der Privatinsolvenz nicht hält, kann nicht auf eine Restschuldenbefreiung nach sechs Jahren hoffen oder gar darauf bestehen.

    Alles in allem ist es wichtig beim Regulieren seiner Schulden keine neuen Schulden zu machen. Wer sich unsicher ist, welchen Weg er einschlagen soll, Stunden, gesonderte Ratenvereinbarungen, Umverschuldung via Neukredite oder das Anstreben eines Insolvenzverfahrens, denn alles sollte gut überlegt sein, der sollte sich entsprechenden Rat bei Schuldnerberatungsstellen holen. Nur eins hilft nicht, den Kopf in den Sand stecken und Briefe von Gläubigern ungeöffnet und unbeantwortet lassen.

  • Der Schuldenvergleich im Überblick

    Die meisten Menschen mit Schulden wünschen sich nichts sehnlicher, als den Berg an Altlasten endlich loszuwerden. Neben einer guten Planung und einem Termin bei der Schuldnerberatung, können Schuldner auch mit dem Vergleich arbeiten. Dabei wird dem Gläubiger ein bestimmter Betrag angeboten, der sofort gezahlt werden kann und der die Schulden komplett tilgt. Doch wie funktioniert dies genau, wer kann einen Vergleich anstreben und kann man damit wirklich hohe Summen mit wenig Geld tilgen?

    Vorteile des Schuldenvergleichs

    Vergleiche werden besonders von Schuldnerberatungen gerne genutzt, um die geschuldete Summe schnell auf ein übersichtliches Niveau zu drücken und den Schuldner schnell zu entlasten. Besonders bei Fällen, wo viele Gläubiger vorhanden und die Beträge nicht zu groß sind, lohnen sich Vergleiche. Bevor also eine Privatinsolvenz angestrebt wird, kann man mit dem Vergleich Schulden loswerden. Das Insolvenzverfahren dauert lange und kostet neben Zeit auch Geld. Mit dem Vergleich können große Teile der geschuldeten Summe in nur wenigen Wochen getilgt werden. Auch Schufa Einträge, die den Schuldner oft in seinem täglichen Leben einschränken (keine Mobilfunkverträge, keine Bestellungen auf Rechnung etc.), werden bei einem Vergleich schnell gelöscht und bleiben keine 6 Jahre bestehen. Außerdem spart man sich die Gerichtskosten, die mit dem Insolvenzverfahren entstehen. Das Insolvenzverfahren tilgt übrigens nicht jede Art von Schulden: Schadensersatz aus Straftaten, Steuerstraftaten oder Unterhaltsverletzungen werden nicht getilgt. Hier kann der außergerichtliche Vergleich besser helfen. Außerdem ist ein Vergleich diskreter, denn eine Verbraucherinsolvenz wird immer öffentlich gemacht und kann von jedem eingesehen werden.

    Wer hilft mir bei dem Vergleich von Schulden?

    Jeder kann mit dem Gläubiger seiner Wahl einen Vergleich anstreben, mit einem Anwalt im Rücken sind die Erfolgsaussichten aber wesentlich höher. Keine Angst vor den Anwaltskosten! Die Kosten können meist gestundet werden, oder Verfahrenskostenhilfe beantragt werden. Der Anwalt weiß immerhin um Ihre finanzielle Situation und kann kaum große Vorteile daraus schlagen. Wird der Vergleich als Versuch erachtet, das Insolvenzverfahren möglicherweise abzuwenden, muss sich laut Gesetz der Schuldner sowieso bei einer „geeigneten Stelle“ beraten lassen. Schuldnerberatungsstellen, die meist von Wohlfahrtsverbänden bereitgestellt werden, erfüllen diese Vorgabe und helfen auch bei Vergleichen.

    Wie funktioniert ein Schuldenvergleich?

    Egal ob der Schuldner selbst, der beauftragte Anwalt oder eine Schuldenberatung einen Vergleich der Schulden anstrebt, zuerst muss die Sachlage geprüft und aufgenommen werden. Dafür sind makellose Unterlagen eine Voraussetzung. Der Schuldner muss seine Schulden komplett aufgelistet und in Ordnung haben, um den Prozess erfolgreich gestalten zu können. Gerade bei sehr vielen Gläubigern kann dies eine wahre Mammutaufgabe sein. Der Vergleichsversuch wird in der Regel mit einem Vergleichsangebot gestartet. Dabei bietet der Schuldner einen Prozentsatz der Schuldensumme zu Zahlung an. Meist handelt es sich um Sofortzahlungen, aber auch Stundungen sind möglich. Es ist also ratsam, sich vor dem Vergleichsversuch etwas Geld zur Seite zu legen, welches man dem Gläubiger anbieten kann. Realistisch sind Quoten von ungefähr 20 Prozent, allerdings kann je nach Lage diese Quote auch wesentlich niedriger liegen. Die besten Erfolgsaussichten hat ein Schuldner, wenn er glaubhaft machen kann, dass der Gläubiger auch in den nächsten Jahren wenig von ihm erwarten kann.

  • Kredite sparsam einsetzen

    Schulden zu vermeiden, ist auch in Zeiten historisch niedriger Zinsen eine gute Idee. Wer die Kontrolle über Einnahmen und Ausgaben behält und nicht über seine Verhältnisse lebt, braucht sich um Kreditkonditionen nicht zu kümmern. Überraschende, unvermeidbare Kosten zwingen aber selbst Menschen mit soliden finanziellen Verhältnissen, sich Geld zu leihen. Und auch bei großen Wünschen wie der Immobilienfinanzierung ist die Kreditaufnahme kein Makel.

    Geld auf der hohen Kante für Notfälle

    Idealerweise sparen Sie für größere Anschaffungen oder mögliche Reparaturen, zum Beispiel am Auto oder bei den Haushaltsgeräten. Unternehmen machen das in ihrem Rechnungswesen über Abschreibungen. Sie rechnen zum Beispiel damit, eine Maschine über fünf Jahre zu nutzen. Deshalb buchen sie jedes Jahr ein Fünftel des Wertes als Kosten. Gehen Sie ähnlich vor und legen Sie das Geld am besten auf ein Tagesgeldkonto. Dort ist es jederzeit verfügbar und bringt trotzdem ein klein wenig Zinsertrag. Wenn nach einigen Jahren ein neues Auto angeschafft werden soll, können Sie Schulden vermeiden und stattdessen bar bezahlen, was oft auch noch einen attraktiven Rabatt beim Händler einbringt.

    Dispokredit als finanzieller Airbag

    Geht das Auto aber kurz nach Ablauf der Garantiezeit kaputt, haben Sie noch nicht genug gespart für eine größere Reparatur oder gar eine Neuanschaffung. Auf die nächste Gehaltszahlung können Sie nicht warten, wenn Sie das Fahrzeug dringend benötigen. Die meisten Girokonten sind für solche Fälle mit einer eisernen Reserve ausgestattet. Der Dispositionsrahmen erlaubt es Ihnen, mit dem Konto auch ins Minus zu gehen. Die Höhe des Dispo-Limits legt die Bank fest. Bei regelmäßigem Geldeingang sind ein bis drei Monatsgehälter üblich. Oft ist die Bank bereit, das Limit temporär zu erhöhen, wenn es kurzfristig finanziell klemmt. Allerdings ist der Dispo nicht gerade billig. Knapp unter 10 % beträgt der mittlere Zins. Die teuersten Banken erheben bis zu 14 %, obwohl sie selbst das Geld bei der Zentralbank zinslos leihen können. Rechnen wir nach: 2.000 Euro Minus auf dem Girokonto kosten bei 10 % Zinsen rund 56 Cent am Tag. Das fällt nicht wirklich ins Gewicht, wenn das Konto mit der nächsten Gehaltszahlung wieder ausgeglichen wird. Geht das nicht, wird es erstens teuer, und zweitens verliert der Dispo seine Schutzfunktion für weitere überraschende Ausgaben.

    Ein günstiger Ratenkredit

    Können Sie absehen, dass das Soll auf dem Girokonto nicht innerhalb eines Monats ausgeglichen werden kann, fragen Sie Ihre Hausbank nach einem Ratenkredit. Die Zinsen sind deutlich billiger als beim Dispo. Gestalten Sie den Vertrag so, dass sich aus Kreditsumme und Laufzeit monatliche Raten ergeben, die Ihrem verfügbaren Einkommen entsprechen. Vergleichen Sie das Angebot Ihrer Bank auch mit Konditionen, die Sie im Internet finden. Zwar werden Sie ohne konkrete Bonitätsprüfung keine genauen Zinssätze erfahren, aber Sie sehen zumindest eine Zinsspanne und können entscheiden, ob sich eine konkrete Anfrage lohnt. Reine Konditionsauskünfte führen übrigens nicht zu negativen Schufa-Eintragungen.

  • Wo gibt es Hilfe bei Verschuldung?

    Die Verschuldung von Privatverbrauchern ist kein seltenes Problem. Nicht nur Investitionen in ein Eigenheim oder der Kauf eines Autos führen dazu, dass ein Verbraucher sich verschuldet. Auch Ratenkäufe, teure Handyverträge und viele andere finanzielle Ausgaben führen dazu, dass Betroffene Schulden machen. Solange die Schulden noch abgezahlt werden können, ist das auch nicht weiter schlimm. Problematisch wird es erst dann, wenn aus der Verschuldung eine Überschuldung wird. Das bedeutet, dass die Raten für die Rückzahlung eines Kredits oder Ratenkaufs nicht mehr bezahlt werden können. In diesem Fall sollte sich der Schuldner so schnell wie möglich an eine Stelle für Schuldnerberatung wenden, die ihm in seiner schwierigen Lage hilft.

    Bei zu hohen Schulden Unterstützung suchen

    Die Gründe, weswegen die Kredite oder Ratenkäufe nicht zurückgezahlt werden können, sind ganz unterschiedlich. Manchmal ist es eine plötzliche Arbeitslosigkeit, die dazu führt, dass nicht genügend Geld in die Haushaltskasse fließt. Krankheit mit einer daraus resultierenden Arbeitsunfähigkeit kann auch zu einer zu hohen Verschuldung führen. Oft hat sich der Schuldner einfach nur übernommen und mehr Geld ausgegeben, als er sich leisten kann. Manche Betroffene versuchen durch die Aufnahme eines Kredits, die Forderungen der anderen Gläubiger zu befriedigen. Das bedeutet jedoch neue Löcher aufzureißen, um alte zu stopfen. Der Weg in eine ausweglose Situation ist auf diese Weise vorprogrammiert.

    Sich selbst aus dieser Situation zu befreien, ist kaum möglich. Ohne professionelle Unterstützung gelingt es in der Regel nicht. Schuldnerberatungsstellen bieten eine seriöse und diskrete Hilfe in allen Fällen an, in denen Betroffene mit zu hohen Schulden kämpfen. Die Beratung ist in den meisten Fällen kostenlos oder wird bei zu niedrigem oder gar keinem Einkommen durch die Gemeinde finanziert. Allerdings können bis zum ersten Beratungstermin einige Wochen vergehen, da die Beratungsstellen großen Zulauf haben.

    Die Arbeit der Schuldnerberatungsstelle

    Zum Termin bringt der Schuldner alle Unterlagen mit, die seine finanzielle Situation betreffen. Gehaltsabrechnungen oder Hartz 4 Bescheide, Belege über Ausgaben wie Mieten und Versicherungen gehören dazu. Vor allem aber braucht der Berater alle Unterlagen über Kredite, Ratenzahlungen, Mahnungen durch Inkasso und Pfändungsbescheide. Nur so kann er errechnen, wie hoch die Verschuldung des Ratsuchenden tatsächlich ist. Gemeinsam mit dem Betroffenen wird beraten, wie dieser seine Schulden loswerden kann. Je nach Einkommenssituation kann eine außergerichtliche Schuldensanierung angestrebt werden. Dafür wird mit den Gläubigern über Ratenzahlungen verhandelt. Ist überhaupt kein Geld zur Abdeckung der Forderungen vorhanden, bleibt dem Schuldner nur der Weg in die Verbraucherinsolvenz. Auch hierbei wird er von den Beratern der Schuldnerberatungsstelle unterstützt.

  • Wegen Schulden kann man ins Gefängnis kommen

    Einen Haftbefehl wegen Schulden zu bekommen, ist zwar nicht die Regel, kann aber durchaus vorkommen. Selbstverständlich kann es sein, dass ein Schuldner ohne eigenes Zutun zum Beispiel aufgrund von unverhoffter Arbeitslosigkeit oder Erkrankung seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann, dann kann es schnell zu einer Überschuldung kommen. Dies ist natürlich nach dem Strafgesetztbuch noch nicht strafbar. Sollte aber der Schuldner der Versuchung nicht widerstehen können und trotz mangelnder finanzieller Liquidität weiterhin beispielsweise Dinge via Internet bestellen, oder weitere Ratenkredite in Anspruch nehmen, ist dies schon strafbar, und zwar dann, wenn einem von vornherein bewusst ist, dass es nicht möglich ist aufgrund mangelnder finanzieller Mittel, die Rechnungen oder Raten zu begleichen.

    In diesen Fällen handelt es sich nach dem Strafgesetzbuch, Paragraf 263 um Betrug, denn es wird vorgespielt mit dem Kauf, der Bestellung oder dem Eingehen einer Ratenzahlungsvereinbarung, dass eine rechtzeitige Bezahlung erfolgen wird. Letztendlich ist aber dem Betroffenen bewusst, dass er gar nicht zahlungsfähig ist, weil er zum Beispiel Möbel in einem Versandhaus bestellt hat, aber nur Sozialhilfe bezieht, die gerade mal zur Lebenssicherung ausreicht. Wenn es dann einen Kläger gibt, also hier das Versandhaus Anzeige erstattet, wird es nicht nur richtig teuer und der Schuldenberg steigt, sondern man kann dafür tatsächlich ins Gefängnis kommen.

    Andere Gründe für eine Inhaftierung bei Schulden

    Neben dem Tatbestand des Betrugs, aus dem Schulden entstehen und damit auch Haft bis zu fünf Jahren verhängt werden können, gibt es auch noch so etwas wie Beugehaft, damit soll ein Schuldner quasi gezwungen, also gebeugt werden, dass er seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommt, oder eine eidesstattliche Erklärung abgibt. Auch hier kann also ein Haftbefehl wegen Schulden erfolgen. In der Regel sind es in diesen Fällen oft Bußgelder oder Steuern, die nicht bezahlt wurden und so von den Ämtern versucht werden einzutreiben.

    Weiterhin können auch durch Inhaftierungen Schulden entstehen, sogenannte Gerichtsschulden oder auch Schulden aus Schadensersatzforderungen von Geschädigten, zum Beispiel bei den Tatbeständen wie Diebstahl, Raub und Körperverletzung. Hier ist aber nicht der Hauptgrund der Haft die Schulden, sondern die Straftat, die letztendlich zu den Schulden führt.

    Was tun, um eine Haft zu vermeiden?

    Die einfache Antwort wäre keine Straftat begehen. Aber gerade die Tateinheit des Betrugs kann schnell entstehen und ein Haftbefehl wegen Schulden wird erlassen. Schnell ist was im Internet bestellt oder doch noch mit der EC-Karte gekauft, obwohl das Konto schon leer ist. Einfach in der Hoffnung bis zur Zahlungsfrist doch noch Geld auf sein Konto verbucht zu haben. Solang kein Kläger, da keine Anklage, aber was, wenn sich dies häuft oder doch jemand schnell zur Anzeige greift!?

    Demnach wäre es also immer sinnvoll wirklich nur Dinge zu kaufen, die leistbar sind und bezahlt werden können. Also am besten alles Bar kaufen. Auch sollte versucht werden, erst mal die bestehenden Schulden abzutragen oder via Schufa freien Darlehen zu tilgen und somit in der Zukunft wieder finanziell unabhängig zu sein. Selbstverständlich gehört dazu auch eine gewisse Disziplin. Wer Hilfe benötigt, kann sich außerdem Hilfe bei Anwälten und Schuldnerberatern holen, die gern kostenfrei oder mit Beratungskostenhilfeantrag einen in solchen schwierigen Zeiten mit Rat und Tat zur Seite stehen.

  • Trotz Überschuldung Kredite aufnehmen

    Überschuldete Menschen versuchen häufig, bei ihrer Bank einen Kredit auch mit Schulden aufzunehmen. Der Grund liegt entweder darin, dass sie weiteres Geld aufnehmen möchten, um eine Kaufsucht zu befriedigen, oder dass sie ihre Schulden bei verschiedenen Gläubigern umschulden möchten. Sie hätten dann nur noch einen Gläubiger, an den sie Zahlungen leisten müssten. Ein weiterer Grund, einen Kredit auch mit Schulden aufzunehmen, kann darin bestehen, dass sie versuchen, ihre Schuldensumme durch das Angebot einer Teilzahlung zu senken. Schnell wird jedoch der Betroffenen feststellen, dass weder die Hausbank noch andere seriöse Kreditunternehmen ihm das Geld leihen werden.

    Ohne Sicherheiten kein Kredit

    Banken verleihen ihr Geld nur dann, wenn eine hohe Sicherheit besteht, dass sie die gewährten Darlehen auch zurückerhalten. Sie lassen sich vom Kunden nachweisen, dass dieser über genügend Einkommen verfügt, dass er die Raten fristgerecht bezahlen kann. Außerdem fragen sie bei der Schufa an, wie es mit dem finanziellen Gebaren des Antragstellers bestellt ist. Bei der Schufa werden alle Kredite und alle Verbindlichkeiten, die der Betroffene nicht beglichen hat, gespeichert. Bei Anfrage erteilt die Schufa dann eine Auskunft. Das reicht der Bank aus, um den Kredit abzulehnen.

    Im Internet werben viele Kreditanbieter damit, dass sie Kredite trotz negativer Schufa-Auskunft vergeben. Überschuldete Menschen bekommen dadurch den Eindruck, dass sie einen Kredit auch mit Schulden erhalten können. In der Realität sieht es anders aus. Die Geldinstitute verzichten zwar auf eine Schufa-Abfrage. Sie lassen sich jedoch die Bonität des Kunden nachweisen. Ohne Gehaltsnachweise geht in der Regel nichts. Wer von der Schufa als negativ eingestuft wird, aber über ein regelmäßiges Einkommen verfügt, kann eine Zusage bekommen. Das lassen sich die Banken aber teuer bezahlen. Nicht nur die Höhe der Zinsen ist um vieles höher als bei einem Kreditangebot der Hausbank oder einer Direktbank. Vor allem die Vermittlungsgebühren und die Kosten für die Bearbeitung schlagen hoch zu Buche.

    Bei Schulden professionelle Hilfe suchen

    Bei der Bank ein Darlehen aufzunehmen, wenn ein Betroffener ohnehin schon stark überschuldet ist, erweist sich meist als Weg, der noch tiefer in die Schuldenfalle führt. Neue Löcher aufzureißen, um alte Löcher zu stopfen, funktioniert fast nie. Besser ist der Gang zu einer Schuldnerberatungsstelle oder zu einem Anwalt für Schulden. Wer so stark verschuldet ist, dass er bei keinem seriösen Geldinstitut einen Kredit bekommt, braucht professionelle Hilfe. Allein ist es nahezu unmöglich, bei negativer Schufa-Auskunft und vielen laufenden Schulden aus der Schuldenfalle herauszukommen.

    Je eher der Schuldner sich Hilfe holt, desto schneller kann er seinen Schuldenberg abbauen. Staatliche Beratungsstellen, die häufig von gemeinnützigen Organisationen wie der Caritas unterhalten werden, kosten nicht einmal Geld. Allerdings müssen Menschen mit Überschuldung dort lange Zeit auf einen Termin warten. Anwälte für Schulden oder freiberufliche Schuldnerberater verlangen zwar ein Honorar, dafür beginnt die Beratung sofort. Auch hier gibt es schwarze Schafe, nur seriöse Schuldenberater bieten echte Unterstützung. Neben einem Überblick über die vorhandenen Schulden prüft der Berater die Einkommensverhältnisse. Gemeinsam mit dem Betroffenen erstellt er einen Haushaltsplan und entwickelt Wege, wie eine Schuldenregulierung erfolgreich abgewickelt werden kann.

    Zunächst wird versucht, die Gläubiger durch einen Vergleich dazu zu bewegen, auf einen Teil der Forderungen zu verzichten. Dadurch lässt sich der Schuldenberg meist schon erheblich senken. Die Gläubiger sind selbst daran interessiert, weil sie dann wenigsten einen Teil ihres Geldes zurückbekommen. Allerdings funktioniert das nicht, wenn die Schulden beim Finanzamt bestehen oder durch Geldbußen oder -strafen entstanden sind. Solche Schulden müssen in voller Höhe bezahlt werden. Falls keinerlei Geld vorhanden ist, um einen Vergleich anzubieten, ist es nicht sinnvoll, einen Kredit auch mit Schulden aufzunehmen. Ist die Situation völlig verfahren, bleibt der Weg in die Privatinsolvenz der bessere Weg. Nach sieben Jahren ist der Schuldner seine Schulden dann los und kann einen schuldenfreien Neuanfang starten.

  • Kredit um Schulden zu Bezahlen

    Einen Kredit für Schulden aufnehmen? Heißt das nicht, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben? Nein, denn die Umschuldung ist eine sinnvolle Sache, zu der auch Schuldnerberater regelmäßig raten. Das gilt vor allem dann, wenn man wegen vieler Zahlungsverpflichtungen mit unterschiedlichen Fälligkeitsterminen den Überblick verloren hat und überhaupt nicht mehr weiß, wann welche Rate fällig ist.

    Zuerst fällige Rechnungen bezahlen, dann das Girokonto ins Haben bringen

    Ist eine Zahlung fällig, das heißt entweder zu einem zurückliegenden festen Datum zu bezahlen oder bereits angemahnt, gehen die Mahnkosten zu Ihren Lasten. Das wird nicht nur teuer, sondern führt letztendlich zur Zwangsvollstreckung oder Lohnpfändung, wenn Sie nicht bezahlen. Der Besuch des Gerichtsvollziehers ist sicher ebenso unangenehm, wie wenn der Arbeitgeber durch die Pfändung von den Schulden erfährt. Ihre erste Sorge sollte deshalb den aktuellen Zahlungsverpflichtungen gelten. Ist das Girokonto bereits so weit überzogen, dass der Dispokredit ausgereizt ist, brauchen Sie zwingend einen weiteren Kredit, um Schulden zu bezahlen. Muss es sehr schnell gehen, helfen Mikro- oder Blitzkredite, die es auch bei negativen Schufa-Einträgen noch gibt. Besser wäre es aber, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und neben dem Begleichen der aktuellen Rechnungen auch das Girokonto wieder in die schwarzen Zahlen zu bringen. Dafür gibt es zwei wichtige Gründe: Erstens ist der Dispozins viel höher als bei einem Ratenkredit – bei vielen Filialbanken deutlich über 10 %. Zweitens ist das Dispo-Limit für Notfälle gedacht. Ist Ihr Konto ständig im Minus, haben Sie diese Sicherheitsreserve nicht mehr, und jede unvorhergesehene Ausgabe bringt sie in neue Schwierigkeiten.

    Der Blick auf die Laufzeit

    Den Kredit für Schulden bezeichnet man in der Fachsprache als Umschuldung. Bestehende Verpflichtungen werden bezahlt, das Geld dafür kommt aus einem einzigen neuen Kredit, dessen Rahmenbedingungen zu Ihren finanziellen Verhältnissen passen. Der wichtigste Punkt ist dabei die Höhe der Rate für Zinsen und Tilgung, die Sie sich auch unter ungünstigen Umständen leisten können. Denn davon – und natürlich von der Darlehenssumme – hängt die zu vereinbarende Laufzeit ab. Tendenziell bedeutet eine kurze Laufzeit auch niedrige Kosten, weil Zinsen nicht so lange gezahlt werden müssen. Aber eine kurze Laufzeit hat keinen Sinn, wenn dadurch die Raten zu hoch werden und der Teufelskreis der Schulden von neuem beginnt. Ein Beispiel: Sie benötigen 2.000 Euro, um Ihr Girokonto auszugleichen, fällige Rechnungen zu bezahlen und wieder genug Geld auf dem Konto zu haben, um den nächsten Monat zu überstehen. Wenn nichts Außergewöhnliches ansteht, können Sie 100 Euro im Monat beiseite legen, um den Kredit abzubezahlen. Vereinbaren Sie eine Laufzeit von 24 Monaten (zwei Jahren). Die monatlichen Raten betragen dann rund 83 Euro zuzüglich Zinsen. Bei einem Zinssatz von 5 % kommen Sie auf insgesamt knapp 88 Euro monatlich. Das passt gut zu Ihrem Budget von 100 Euro, lässt sogar noch etwas Luft, um ein wenig Geld zu sparen.

  • Wie kann man seine Schulden loswerden?

    Endlich die Schulden loswerden – das ist einfacher gesagt als getan. Wenn sich die Schulden zu echten Schuldenbergen türmen, ist Hilfe notwendig. Aus einer Kraft schafft es kaum ein Schuldner, der stark überschuldet ist. Oft fehlt sogar der Überblick, wie hoch sich die Gesamtschulden überhaupt belaufen. Viele Betroffene öffnen Mahnung nicht mehr, sondern legen die Post ungeöffnet in die Schublade. Dadurch verschärft sich das Problem immer mehr, bis kein Ausweg mehr zu sehen ist. Häufige Besuche des Gerichtsvollziehers sind eine der Folgen. Der Verlust der Wohnung und möglicherweise sogar des Arbeitsplatzes drohen. Kommt es ganz schlimm, wird ein Schuldner sogar per Haftbefehl gesucht.

    Schuldnerberatungsstelle aufsuchen

    Ist die Situation derart angespannt, sollte der Schuldner einen Termin bei einer Schuldnerberatung machen. Wer seine Schulden loswerden möchte, muss sich professionell beraten und unterstützen lassen. Schuldnerberatungsstellen gibt es in allen größeren Orten. Meist werden sie von einer gemeinnützigen Organisation wie der AWO, der Diakonie oder der Caritas unterhalten. In den Beratungsstellen arbeiten seriöse Schuldnerberater, die sich mit den Problemen der Ratsuchenden bestens auskennen. Allerdings sind die Termine der Berater auf lange Zeit ausgebucht. Wenn es brennt, kann der Gang zu einem Anwalt für Schulden oder einem freiberuflichen Schuldnerberater angezeigt sein. Einen Beratungstermin bekommen Schuldner hier sofort. Allerdings müssen sie dafür ein Honorar zahlen, während die im staatlichen Auftrag tätigen Schuldnerberatungsstellen kostenlose Beratungen anbieten.

    Damit der Betroffene seine Schulden loswerden kann, muss sich der Berater erst einmal einen Überblick verschaffen. Dazu braucht er alle Unterlagen über Einkommen, Ausgaben und sämtliche Schulden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um ausstehende Zahlungen an das Finanzamt, eine Telefongesellschaft oder für einen Kredit handelt. Der Berater wird nach Sichtung mit dem Ratsuchenden einen Haushaltsplan und einen Schuldenplan aufstellen. Daraus ergibt sich, ob und in welcher Höhe der Schuldner überhaupt seine Schulden abzahlen kann.

    Privatinsolvenz vermeiden

    Ein wichtiger Bereich der Beratung besteht darin, die Gläubiger zu kontaktieren. Der Schuldnerberater versucht, diese zu einem Vergleich zu bewegen, um einen Teil der Schulden erlassen zu bekommen. Dadurch lässt sich der Schuldenberg oft schon gut abbauen. Manchmal lässt sich durch diese Maßnahme ein Privatinsolvenzverfahren vermeiden. Dafür braucht der Schuldner allerdings wenigstens etwas Geld, um Teilzahlungen oder Ratenzahlungen leisten zu können. Ist gar kein finanzieller Spielraum vorhanden, ist die Privatinsolvenz der einige Weg, mit dem Schuldner seine Schulden loswerden kann. Das Verfahren wird vor Gericht geführt und dauert sieben Jahre. Danach sind die Schulden getilgt und der Betroffene kann ab dann ein schuldenfreies Leben führen.

  • Was machen bei Schulden?

    Schulden zu machen, ist im Wirtschaftsleben ein völlig normaler Vorgang. Unternehmen sind zu großen Teilen mit Fremdkapital finanziert. Privatleute, die sich bislang in soliden finanziellen Verhältnissen glaubten, haben aber oft ein Problem, wenn sie einen Kredit aufnehmen wollen oder müssen. Dabei sind Darlehensverbindlichkeiten keineswegs ehrenrührig und auch kein Weg in die Schuldenfalle, immer vorausgesetzt, dass die Kreditaufnahme verantwortungsbewusst erfolgt und eine solide Planung zugrunde liegt.

    Fall 1: Überraschende Ausgaben

    Am besten ist es natürlich, für ungeplante Kosten ein wenig Geld beiseite zu legen. Auszubildende, Studenten, Berufseinsteiger und junge Familien haben aber (noch) nicht die Möglichkeit, große Rücklagen zu bilden. Es hat auch keinen Sinn, die Altersversorgung zu kündigen oder Wertpapiere zu einem ungünstigen Zeitpunkt zu verkaufen, wenn die Waschmaschine vorzeitig ihren Geist aufgibt. Für solche Fälle ist der Dispokredit die schnellste Lösung. Mit der Einrichtung eines Girokontos räumt die Bank im Allgemeinen die Möglichkeit ein, mit dem Konto auch ins Minus zu gehen. Bei regelmäßigem Geldeingang sind ein bis drei Monatsgehälter üblich. Konten für Studenten und Azubis haben meist niedrigere Limits, zum Beispiel 300 oder 500 Euro. Der Vorteil des Dispokredits ist seine flexible Nutzbarkeit. Das Geld steht als Barkredit am Geldautomaten zur Verfügung, kann aber auch per Überweisung ausgegeben werden. Lastschriften werden trotz fehlender Deckung des Kontos eingelöst, das spart teure Rückläufer und Mahnkosten. Die Kehrseite: Der Dispo ist teuer. Knapp 10 % Zinsen verlangen die Banken im Schnitt. Wer sein Konto bei einer Direktbank führt, kommt mit rund 6 bis 7 % etwas billiger weg. Dispo-Schulden sollten deshalb nur für kurze Zeit gemacht werden. Ist das Konto im Folgemonat nicht wieder ausgeglichen, ist ein Ratenkredit die bessere Lösung. Ein Vergleich der Konditionen der Hausbank mit anderen Angeboten über einschlägige Portale im Internet zeigt den Weg zum besten Preis.

    Fall 2: Große Wünsche

    Angesichts historisch niedriger Zinsen für Immobiliendarlehen steht der Wunsch nach den eigenen vier Wänden für viele Menschen jetzt im Vordergrund. Richtig berechnet ist die monatliche Belastung kaum höher als die aktuelle Miete. Am Beispiel des Eigenheims oder der Eigentumswohnung wird deutlich, dass Schulden machen ein ganz normaler Vorgang ist. Ein wenig anders ist die Situation bei Konsumausgaben. Hier gilt es abzuwägen, ob man mit der Erfüllung der Wünsche nicht lieber warten sollte, bis der Betrag zusammengespart ist. 0-%-Finanzierungen verleiten dazu, sich ein Großbild-TV zu kaufen, das man sich eigentlich nicht leisten kann. Bei Urlaubsreisen auf Pump steht den Schulden kein bleibender Wert gegenüber.

    Umschulden schafft Übersicht

    Was aber machen bei Schulden, die man bereits leichtfertig aufgehäuft hat? Um den Überblick zu behalten, ist die Umschuldung auf einen Ratenkredit die beste Lösung. Rechnen Sie alle Verpflichtungen zusammen, nehmen Sie über diese Summe einen günstigen Ratenkredit auf und zahlen Sie daraus die anderen Schulden zurück. Die Laufzeit des Ratenkredits legen sie so fest, dass die monatlichen Raten zum verfügbaren Einkommen passen und Sie auch in Monaten mit hohen anderen Ausgaben nicht überfordern.

  • Schulden: Online-Schuldenhilfe nutzen

    Mehrere gemeinnützige Vereine bieten eine Schuldnerberatung online an. Für viele Verschuldete stellt das eine attraktive Alternative zur Vor-Ort-Schuldenhilfe an: Im Internet können sie sich anonym beraten lassen, die Hemmschwelle bei der Kontaktaufnahme liegt dadurch deutlich niedriger. Und auch wenn sie sich auf diese Weise diskret helfen lassen, kann die Schuldenberatung wertvolle Unterstützung leisten.

    Wie eine Online-Schuldenberatung arbeitet

    Eine Beratung per Internet organisieren mittlerweile einige Schuldenhilfen: Dazu zählen die Caritas, die Arbeiterwohlfahrt und Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung. Bei sämtlichen diesen Institutionen erfolgt die Unterstützung kostenlos. Alle diese Einrichtungen führen die Schuldnerberatung online zudem anonym durch. In der konkreten Form unterscheiden sie sich aber. Manche ermöglichen neben dem Kontakt per E-Mail das Gespräch im Chat. Bei einigen Schuldenberatungen müssen sich Nutzer registrieren, anschließend können sie nur über diesen Account Kontakt aufnehmen. Für eine solche Anmeldung benötigen sie aber nur eine E-Mail-Adresse und ein Passwort, weitere Angaben müssen sie nicht tätigen. Auch hier bleibt die Anonymität gewahrt, sofern User keine bekannte E-Mail-Adresse verwenden.

    Die Art des konkreten Angebots differiert ebenfalls. Verschuldete sollten sich zuvor informieren, was eine Schuldnerberatung online leisten kann. In der Regel können Nutzer mindestens grundlegende Informationen über unterschiedliche Facetten der Überschuldung erwarten. Berater klären zum Beispiel über Mahnverfahren, Inkasso-Forderungen, den Besuch eines Gerichtsvollziehers, die eidesstattliche Erklärung sowie die Privatinsolvenz auf. Einige Schuldenberatungen gehen darüber hinaus. Sie helfen bei der Analyse der finanziellen Forderungen und der Einnahmen- und Ausgabensituation. Sie geben Tipps für die Budgetplanung und für Einsparungen. Zudem erläutern sie, wie Verschuldete mit Gläubigern am besten verhandeln.

    Wie sich Verschuldete vorbereiten sollten

    Bevor Verschuldete eine Schuldnerberatung online kontaktieren, sollten sie sich dafür präparieren. Erstens sollten sie sich präzise Fragen überlegen. Auf unkonkrete Anfragen können Beratungen nur Allgemeines und wenig Hilfreiches antworten. Zweitens sollten Verbraucher zuvor ihre Finanzen durchforsten, damit sie ihre Situation möglichst genau schildern können. Finanzielle Forderungen listen sie hierfür detailliert auf. Sie schreiben dazu, vom wem die Forderung stammt und ob es sich um eine Rechnung, eine Mahnung oder schon um einen gerichtlichen Bescheid handelt. Zum anderen fassen Verschuldete ihre Einnahmen und Ausgaben zusammen. Bei den Ausgaben sollten sie insbesondere die regelmäßigen Kostenpunkte einzeln notieren.

    Nur auf einer solchen Datenbasis kann eine Schuldnerberatung fundierte Auskünfte erteilen. Sie kann zum Beispiel anhand der Liste der Schulden raten, welche Forderungen Schuldner zuerst begleichen sollten und in welcher Form sich eine Kontaktaufnahme empfiehlt. Die Aufstellung mit Fixkosten versetzt die Beratung in die Lage, nützliche Einspartipps zu geben. Oftmals lassen sich erhebliche Summen einsparen, wenn Verbraucher zum Beispiel einen Vergleich von Stromanbietern und Versicherern durchführen und anschließend zu einem günstigeren Unternehmen wechseln. Schuldnerberatungen erkennen auch, welche Ausgaben sich komplett meiden lassen. So gelten manche Versicherungen als nutzlos. Alle diese Einsparungen verschaffen finanzielle Spielräume für die Tilgung der Schulden.

    Viele Verschuldeten genügen diese Online-Auskünfte, um ihre Finanzen wieder in den Griff zu bekommen. Reichen sie nicht aus, sollten Betroffene doch eine Vor-Ort-Beratung besuchen. Diese Einrichtungen bieten Dienstleistungen an, die sie per Internet nicht ausführen können und dürfen. Dazu gehören die Rechtsberatung, die Vermittlung von Umschuldungen, die Kontaktaufnahme zu den Gläubigern durch Berater sowie das Ausstellen der Bescheinigung, welche Verschuldete bei einem Privatinsolvenzverfahren benötigen.