Kategorie: Kredite

  • So funktioniert der Onlinekredit

    Bei Direktbanken, die ihre Produkte ausschließlich über das Internet anbieten, können Kunden sämtliche Kredite online abschließen. Ganz unabhängig davon, ob es sich beim Wunschdarlehen um einen kleinen Anschaffungskredit oder eine umfangreiche Baufinanzierung handelt. Im Vergleich zum traditionellen Kreditinstitut, das Filialen in zahlreichen Städten betreibt, können Onlinebanken ihre Preise günstiger kalkulieren. Schließlich müssen sie weder teure Innenstadtmieten noch einen großen Personalstamm unterhalten. Auf persönliche Beratung muss der Kunde dennoch nicht verzichten. Der Bankberater ist für ihn per E-Mail, Livechat oder Telefon erreichbar.

    Voraussetzungen für einen Onlinekredit

    Bei Direktbanken gelten dieselben Voraussetzungen für eine Kreditaufnahme wie beim Bankhaus vor Ort. Geld leihen kann sich nur, wer über regelmäßige Einkünfte aus einer beruflichen Tätigkeit verfügt. Je weiter das Einkommen dabei über dem jeweiligen Selbstbehalt bei Insolvenz liegt, desto besser. Antragsteller in sicheren Arbeitsverhältnissen wie Lehrer, Polizisten oder langjährig Angestellte werden bevorzugt behandelt. Außerdem können nur Kunden Kredite online abschließen, deren Bonitätsbewertung bei der Schufa und anderen großen Auskunfteien positiv ausfällt. Eine Ausnahme hierzu stellen sogenannte P2P-Darlehen von der Kreditbörse dar.

    Sie werden von privaten Anlegern vergeben, die unter Umständen bereit sind, auch in Kreditprojekte mit kritischer Bonitätseinstufung zu investieren. Bei Spezialanbietern für Kurzzeitkredite führt eine suboptimale Schufa-Auskunft ebenfalls nicht zur Ablehnung, solange keine gravierenden Einschränkungen wie Kontosperrungen oder Lohnpfändungen vorliegen. Da sie bereits nach 30 Tagen zurückgezahlt werden, spielt bei Minidarlehen auch die Stabilität des Arbeitsverhältnisses eine untergeordnete Rolle. Der Ablauf des Kreditantrags hingegen ist bei allen Anbietern ähnlich, lediglich die Bearbeitungszeiten unterscheiden sich.

    Antrag und Abwicklung

    Hat sich der Kunde für ein Produkt entschieden, füllt er das Anfrageformular am Bildschirm aus. Abgefragt werden neben den persönlichen Daten beispielsweise Familienstand, Arbeitgeber, Beginn des Beschäftigungsverhältnisses und Einkommen. Nach der Formularübermittlung dauert es meist nur Minuten bis zur vorläufigen Entscheidung der Bank über Ablehnung oder Zusage. Wer eine Zusage erhält, wartet anschließend die Zusendung des eigentlichen Kreditantrages per Post oder per E-Mail ab. Darin muss er seine Daten bestätigen und die von der Bank geforderten Belege erbringen.

    Je nach Ausgangsituation verlangt die Bank beispielsweise Einkommensnachweise über einen Zeitraum von 3 bis 6 Monaten. Stimmen die Belege mit den im Antrag gemachten Angaben überein, müssen sich Neukunden einer Identitätsprüfung unterziehen, bevor das Darlehen ausgezahlt werden kann. Beim Online-Schnellkredit, bei dem zwischen Beantragung und Auszahlung weniger als 24 Stunden vergehen, findet die Identitätsprüfung häufig per Videotelefonie am heimischen Bildschirm statt. Andere Anbieter führen die Prüfung über das Post-ident-Verfahren durch, das erfahrungsgemäß mehrere Werktage in Anspruch nehmen kann.

  • Baukredite mit nachrangiger Besicherung

    Ein zweitrangiges Darlehen geht mit denselben Rahmenbedingungen einher wie jedes andere Festzinsdarlehen. Seine Besonderheit liegt in der Besicherung. Sie tritt daher erst zutage, wenn der Kreditnehmer keine seiner Forderungen mehr begleichen kann und Insolvenz anmelden muss. Dann nämlich werden die Forderungen des im Grundbuch nachrangig eingetragenen Gläubigers erst bedient, wenn die Gläubiger ersten Ranges an der Reihe waren. Unternehmerkredite werden häufig als nachrangige Darlehen abgeschlossen, aber auch im Rahmen von Baufinanzierungen empfehlen Banken manchmal, zumindest einen Teil der Gesamtleihsumme auf diese Weise zu besichern.

    Gründe für den nachrangigen Grundbucheintrag

    Bringt der Kreditnehmer genug Eigenkapital mit, erhält er vergleichsweise günstige Zinsen. Fehlt es jedoch an Eigenkapital, kann der Kredit so teuer werden, dass sich Ratenhöhe und Laufzeit nicht mehr mit den finanziellen Voraussetzungen des Bewerbers vereinbaren lassen. In diesem Fall bietet die Bank manchmal ein zweitrangiges Darlehen an. Der Leihbetrag wird in diesem Fall auf zwei verschiedene Kreditverträge aufgeteilt. Für einen Teil der Summe vereinbaren die Vertragspartner eine erstrangige Grundschuld, der Rest des Darlehens wird mit einer zweitrangigen Grundschuld besichert.

    Im Insolvenzfall hat der Gläubiger auf diesen Teil des Geldes daher nur nachrangige Ansprüche, weshalb zweitrangige Darlehen häufig als Mischform zwischen Eigenkapital und Fremdkapital eingeordnet und als Sonderform der Mezzanine-Finanzierung bezeichnet werden. Dennoch kann diese Regelung für Banken von Vorteil sein. Nicht nur, weil sie dadurch Kunden gewinnen, die andernfalls von einer Finanzierung absehen würden, sondern vor allem im Hinblick auf die Anschlussfinanzierung. So ist es bei vielen Kreditinstituten üblich, den zweiten Vertrag zu veränderten Konditionen anzubieten.

    Mögliche Nachteile für den Kreditnehmer

    Beispielsweise mit einer kürzeren Sollzinsbindung oder einem anderen Zinssatz. Eine Praxis, die für den Kreditnehmer nicht unbedingt vorteilhaft ist. Beispielsweise wird er Schwierigkeiten haben, das in zwei Verträge gesplittete Darlehen mit einem erstrangigen Darlehen gleichen Umfangs zu vergleichen. Vor allem aber sind es die kürzeren Laufzeiten, die ihn oft enger an seinen Kreditgeber binden, als ihm lieb ist. Steht eine Anschlussfinanzierung für ein zweitrangiges Darlehen an, haben es Kreditnehmer oft schwer, einen Vertrag bei einem neuen Anbieter zu erhalten.

    Die meisten Banken schrecken vor der Weiterfinanzierung mit nachrangigen Rechten nämlich zurück. Der Schuldner muss sich also an seinen erstrangigen Kreditgeber wenden. Dieser ist dann in der bequemen Position, die Konditionen des Folgekredits diktieren zu können. Dadurch bezahlt der Kreditnehmer fast immer mehr Zinsen, als es die Marktlage eigentlich hergibt. Die Aufsplittung eines Baudarlehens in zwei verschieden besicherte Verträge gilt nicht umsonst als beliebtes Mittel der Banken, einen Kunden auch über die Vertragslaufzeit hinaus an sich zu binden.

  • Kredite mit variablem Referenzzins

    Ein Euribor Darlehen ist ein Kredit, bei dem die Verzinsung an die Entwicklung des Euribor-Zinssatzes gekoppelt ist. Euribor ist die im Bankwesen übliche Abkürzung für „Euro Interbank Offered Rate“. Dabei handelt es sich um den Referenz-Zinssatz, den führende Banken im Euro-Raum im Interbankenhandel auf Termingelder in Euro anwenden. Der Euribor hat sich darüber hinaus zu einer wichtigen Bezugsgröße für Kredite und Festgeldanlagen entwickelt. Besonders in der kurz- und mittelfristigen Finanzierung von Immobilien spielen Euribor Darlehen eine erhebliche Rolle. Oft geht es dabei um Überbrückungskredite mit Laufzeiten vom einem Monat bis zu einem Jahr. Es werden jedoch auch langfristige Immobiliarkredite auf Euribor Basis angeboten. Dabei wird der für eine gewisse Laufzeit – oft 3 oder 6 Monate – geltende Euribor-Zinssatz mit einem Aufschlag versehen, der häufig 0,5 bis 2,5 % beträgt. Aus der Addition von Euribor-Zinssatz und Aufschlag ergibt sich die für den Kredit geltende Gesamtverzinsung.

    Euribor-Zinssätze werden seit Anfang 1999 an jedem Bankarbeitstag ermittelt und veröffentlicht. Seit dem 01.11.2013 gibt es veröffentlichte Euribor-Zinssätze für Laufzeiten von 1 und 2 Wochen sowie für 1, 2, 3, 6, 9 und 12 Monate. Die rechtlichen Grundlagen der Ermittlung und Veröffentlichung der Euribor-Zinssätze finden sich im Euribor Code of Conduct, der von den Spitzenverbänden der europäischen Kreditwirtschaft erarbeitet und vereinbart wurde. Die Ermittlung der Zinssätze erfolgt dergestalt, dass 32 bestimmte führende Kreditinstitute des Euro-Raums, darunter drei deutsche, täglich bis 10.45 Uhr Brüsseler Zeit ihre jeweiligen Angebotssätze (Briefkurse) für die vorgenannten Laufzeiten an das Finanzinformationsunternehmen Thomson Reuters melden. Dieses ermittelt die jeweiligen Durchschnittssätze und veröffentlicht diese online auf den Informationsseiten von Reuters um 11 Uhr auf drei Stellen nach dem Komma genau. Dabei bleiben jeweils die höchsten und niedrigsten 15 % der mitgeteilten Zinssätze außer Betracht.

    Vor- und Nachteile beim Euribor Darlehen

    Obwohl der Euribor eigentlich zur Fixierung der Ausleihsätze im kurzfristigen Interbankenhandel gedacht war, ist er heute auch als Referenzgröße im Privatkundengeschäft gebräuchlich. In der Regel wird er im Rahmen von Immobilienfinanzierungen als Bezugsgröße verwendet. Dabei kann es sich im Einzelfall um ein günstiges Darlehen handeln. Ob ein Euribor Darlehen tatsächlich billiges Baugeld bedeutet, ergibt sich allerdings stets aus einer Gesamtbetrachtung der Kreditkonditionen. Ein Darlehen auf Euribor Basis bedeutet, dass anders als beim klassischen Annuitätendarlehen die Höhe der monatlichen Raten nicht langfristig kalkulierbar ist. Die Zinsentwicklung folgt dem Euribor in der Regel in einem Abstand von 3 oder 6 Monaten, sodaß im Jahr zwei- oder viermal eine Zinsanpassung nach oben oder unten erfolgt. Meist erlauben die Kreditbedingungen dem Kreditnehmer, zum Termin der Zinsanpassung mit einer Frist von oft 3 oder 6 Monaten den Kredit ohne Vorfälligkeitsentschädigung zu kündigen.

    Während beim Annuitätendarlehen eine Baufinanzierung 5 Jahre oder länger mit einem kalkulierbaren Festzins ausgestattet ist, kann bei einem Darlehen, das beispielsweise an den 3-Monats-Euribor gekoppelt ist, die Zinslast nur bis zum nächsten Anpassungstermin – also oft nur 3 bis 6 Monate lang – vorausgesehen werden. Ein Euribor Darlehen eignet sich daher primär für Überbrückungskredite. Wer ein langfristiges Darlehen auf Euribor Basis wählt, profitiert zwar oft von einem günstigen Anfangszinssatz, muss jedoch auch das Risiko plötzlicher Zinssteigerungen einkalkulieren.

  • Was unterscheidet Darlehen und Kredit?

    Gibt es zwischen Darlehen und Kredit einen Unterschied? Die Antwort auf diese Frage lautet ja, allerdings ist dieser Unterschied nur semantischer Natur. Grundsätzlich wird das Verleihen von Geld über eine festgelegte Laufzeit zu ebenfalls bestimmten Zinsen als Kredit bezeichnet. Dabei kann es sich um kleine Kreditsummen mit kurzen Laufzeiten handeln, die etwa für spontane Anschaffungen benötigt werden. Es gibt aber auch Kredite mit großen Kreditsummen und langen Laufzeiten zur Finanzierung größerer Vorhaben, wie etwa eine Hausfinanzierung in der Schweiz. Bei diesen großen Darlehen spricht man von Darlehen.

    Die Bonität entscheidet

    Zwischen Darlehen und Kredit ist der Unterschied für den Kreditnehmer also nicht wichtig. In beiden Fällen muss er die geliehene Summe zu festgelegten Raten zuzüglich Zinsen an das Kreditinstitut zurückzahlen. Auch für die Banken spielt die Unterscheidung grundsätzlich keine Rolle. Wie bei Krediten gilt auch hier das Prinzip, dass die Finanzspritze nur dann bewilligt wird, wenn der Kreditnehmer über ausreichend hohe Bonität verfügt, die Schulden also höchstwahrscheinlich auch wirklich wird zurückzahlen können.

    Beim Darlehen, das also nichts weiter als ein Kredit mit hoher Kreditsumme und längerer Laufzeit ist, muss die Bonität deshalb höher sein, als bei kleinen Krediten, wie sie etwa für einen Gebrauchtwagenkauf aufgenommen werden. Wer den Kredit beispielsweise zur Umschuldung einer Immobilienfinanzierung aufnehmen will, muss entsprechend hohen Anforderungen an seine Bonität genügen und dazu noch Sicherheiten oder Bürgen präsentieren, um die Bank von der Kreditvergabe zu überzeugen.

    Bei Darlehen lohnt sich Vergleichen besonders

    Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, ein Darlehen aufzunehmen, sich also auf die langfristige Rückzahlung einer hohen Kreditsumme einzulassen, ist ein Vergleich der verschiedenen Angebote auf dem Markt wesentlich wichtiger als bei der Aufnahme eines kleinen Ratenkredits mit stark begrenzter Laufzeit. Bereits sehr geringe Unterschiede in der Zinshöhe können auf die lange Laufzeit gerechnet erhebliche Unterschiede ausmachen. Eine Umschuldung ist zwar möglich, in der Regel lassen sich die Banken diese Option vor allem bei Darlehen aber mit einer Vorfälligkeitsentschädigung bezahlen.

    Deshalb sollten Sie nicht das erste Darlehensangebot ihrer Hausbank annehmen, sondern sich zuvor über die Angebote, die Zinshöhe und die versteckten Kosten informieren. Anders als bei einem kleineren Kredit, bei dem Sie im Internet viele Vergleichsrechner finden, ist vor der Aufnahme eines Darlehens deshalb die kompetente Beratung durch einen unabhängigen Finanzexperten anzuraten. Dessen Beratungshonorar sparen Sie auf lange Sicht durch die günstigeren Zinsen und Gebühren wieder ein. Sollten Sie Kreditrechner im Internet verwenden, achten Sie darauf, dass diese neben den Zinsen auch sämtliche Gebühren berücksichtigen.

  • Wo finde ich einen günstigen Kredit?

    Welches tatsächlich der günstigste Kredit ist, kann eigentlich nur der Kreditnehmer selbst beantworten. Denn neben einem niedrigen Zinssatz spielen auch die Kreditlaufzeit und die Art der Ratenzahlung eine wichtige Rolle. Erst wenn alles passt kann von einem günstigen Kredit die Rede sein. Die Angebote der Banken sind jedoch so zahlreich und unterschiedlich, dass sich für praktisch jede Situation der passende Kredit finden lässt.

    Wie finde ich den richtigen Kredit für meine Zwecke?

    In der Regel sind die Raten für einen Kredit monatlich in immer gleicher Höhe fällig. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit einer so genannten Sondertilgung. Dann können Sie zwischendurch auch einmal eine größere Summe auf einmal bezahlen und so Ihren Kredit schneller tilgen. Dieses Recht auf Sondertilgung sollten Sie sich schon beim Abschluss des Kreditvertrages schriftlich zusichern lassen, wenn Sie zum Beispiel Geldgeschenke aus der Familie, Ihr Weihnachtsgeld oder andere Sonderzahlungen Ihres Arbeitgebers für die Tilgung des Kredits verwenden möchten. Allerdings ist der Zinssatz für Kredite mit dieser Option meist etwas höher. Darum macht diese Kreditvariante nur Sinn, wenn Sie die Option tatsächlich nutzen.

    Die Kredithöhe wird sicher von der Summe bestimmt, die Sie aktuell benötigen, die Laufzeit können Sie dagegen relativ frei wählen. In der Regel sollte sie nicht länger sein als Lebensdauer der Sache, die Sie mit dem Kredit finanzieren. So müssen Sie nicht für Dinge bezahlen, die Sie schon lange nicht mehr besitzen. Steht Ihnen für die Tilgung eines Kredits nur eine bestimmte Summe monatlich zur Verfügung, dann wählen Sie diese als Rate und passen die Laufzeit entsprechend an.

    Wo ist der günstigste Kredit zu finden?

    Wenn Sie einen Kredit benötigen, dann wenden Sie sich nicht nur an Ihre Hausbank. Zwar bekommen Sie dort ziemlich sicher und meistens auch ohne Problem einen Kredit, aber es wird selten der günstigste Kredit sein, der Ihnen dort angeboten wird. Ganz verzichten sollten Sie nach Möglichkeit auf die Ausschöpfung Ihres Dispokredits, denn dies ist praktisch der teuerste Kredit, den Sie finden können. Ratenkredite haben in der Regel einen wesentlich niedrigeren Zinssatz. Oft zahlen Sie dafür nicht einmal halb so viel Zinsen wie für den beliebten Dispo auf dem Girokonto.

    Sehen Sie sich einmal im Internet einen Kreditrechner an. Dort können Sie sich nach verschiedenen Kriterien wie Laufzeit, Ratenhöhe oder maximalem Zinssatz sowie der gewünschten Höhe des Kredits die Kreditangebote von zahlreichen Banken gleichzeitig ansehen. Das Ganze dauert nur wenige Minuten und erspart Ihnen eine aufwändige Recherche bei den einzelnen Banken.

  • Was ist der marktübliche Zinssatz für einen Kredit?

    Marktüblicher Zinssatz für ein Darlehen: Was bedeutet das? Diese Frage sollten sich alle stellen, bevor sie einen Kredit vereinbaren. Nur wer die marktüblichen Konditionen kennt, kann die Attraktivität von Angeboten vernünftig einschätzen. Hierbei lässt sich kein grundsätzlicher Zinssatz nennen, er hängt von der aktuellen Marktsituation und den persönlichen Rahmenbedingungen ab.

    Die Einflussfaktoren

    Zinssätze unterliegen über längere Zeiträume massiven Schwankungen, einen wesentlichen Einfluss darauf hat die jeweils zuständige Notenbank in einem Währungsraum. In Deutschland liegt die Entscheidung seit einigen Jahren bei der Europäischen Zentralbank, davor bei der Deutschen Bundesbank. In der Folge der Bankenkrise hat die EZB eine Niedrigzinspolitik umgesetzt, mit dieser will sie die Wirtschaft stimulieren. Alle privaten, staatlichen und gewerblichen Kreditgeber können sich freuen, sie finanzieren seitdem zu historisch günstigen Konditionen. Wer zum Beispiel ein Haus bauen oder ein Auto kaufen möchte, sollte die Gelegenheit nutzen. Genau das will die EZB erreichen, da solche Investitionen die Wirtschaft ankurbeln.

    Ein marktüblicher Zinssatz für ein Darlehen kann sich aber von Land zu Land unterscheiden, selbst wenn sich beide in der EZB-Region befinden. Kreditzinsen in Österreich und Deutschland sind zum Beispiel niedriger als in Griechenland und in Spanien. Das basiert auf verschiedenen Marktsituationen vor Ort. In den Krisenstaaten zeigen sich die Banken bei der Kreditvergabe massiv zurückhaltend, da sie aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage Kreditausfälle befürchten. Deswegen fordern sie Risikoaufschläge, was in ökonomisch starken Staaten nicht der Fall ist.

    Bei der Betrachtung des marktüblichen Zinssatzes verdient auch die persönliche Kreditwürdigkeit Aufmerksamkeit. Menschen, die momentan arbeitslos sind, erhalten entweder kein Darlehen oder einen Kredit mit einem sehr hohen Zinssatz. Beantragen dagegen Arbeitnehmer mit einem hohen und sicheren Einkommen eine Finanzierung, können sie mit wenig Zinsen rechnen. Nur wer diesen Unterschied berücksichtigt, kann die Angebote unterschiedlicher Banken fundiert miteinander vergleichen.

    Günstigen Kredit finden

    Ein marktüblicher Zinssatz für ein Darlehen stellt immer einen Richtwert dar. Banken mit deutlich überdurchschnittlichen Zinsen finanzieren nicht zu den momentan marktüblichen Konditionen, diese sollten Verbraucher unbedingt meiden. Sie sollten sich aber auch nicht mit dem Mittelmaß begnügen: Marktgerechte Zinssätze bedeuten nicht, dass sie bei diesen Instituten preiswert finanzieren. Stattdessen sollten sie gezielt nach den besten Angeboten am Markt Ausschau halten.

    Ein solches Angebot recherchieren sie am besten über ein Kreditvergleichsportal. Neben dem persönlichen Zinssatz interessieren die Bedingungen bei der Rückzahlung. Top-Banken ermöglichen gebührenfreie Sondertilgungen in ansprechender Höhe und eine vorzeitige kostenlose oder kostengünstige Kündigung. Bei überraschendem finanziellem Spielraum während der Tilgungsphase erweisen sich diese Aspekte als wichtig, da sich mit diesen Optionen die Gesamtkosten massiv senken lassen.

  • Kreditbelastung richtig berechnen

    Um die Belastung durch die Rückzahlung eines Kredits zu kennen, ist es wichtig, Tilgung und Zinsen während der gesamten Laufzeit für das Darlehen zu berechnen. Wie das genau geht, ist von der Darlehensform abhängig und leider nicht immer ganz einfach. Vergleichsrechner im Internet oder ein Berater bei der Bank helfen, einen angemessenen Kreditvertrag zu schließen.

    Vorsicht bei kurzer Zinsbindung

    Bei einfachen Ratenkrediten sind die Konditionen für die ganze Laufzeit festgeschrieben. Bei Immobilienkrediten, also zum Beispiel Grundschulden und Hypotheken, ist der Zins nur für eine bestimmte Zeit vereinbart, in der das Darlehen normalerweise noch nicht vollständig zurückgezahlt ist. In einer Niedrigzinsphase droht eine böse Falle, wenn Sie sich von billigen Zinsen bei kurzer Laufzeit blenden lassen. Geringverdiener oder Jungverheiratete, die eine Menge Anschaffungen zu tätigen haben, sollten hier genau abwägen, ob sie sich das Haus oder die Wohnung wirklich leisten können. Steigen die Zinsen, stehen sie am Ende der Zinsbindung mit einem Haufen Schulden da und müssen einen neuen Kreditvertrag mit viel höheren Zinssätzen abschließen. Können sie diese nicht bezahlen, droht die Zwangsversteigerung. Einfacher ist es, über eine längere Laufzeit das Darlehen so zu berechnen, dass der Zins zwar etwas höher, dafür aber zum Beispiel über zehn oder zwanzig Jahre garantiert ist. Die Restschuld ist danach nicht mehr so hoch und ein teurer Kredit besser zu verkraften.

    Immobilienkredite werden meist als Annuitätendarlehen berechnet. Das bedeutet, dass eine gleichbleibende monatliche Rate zu zahlen ist, die sich aus Tilgung und Zinsen zusammensetzt. Das Verhältnis zwischen diesen beiden Größen verschiebt sich aber im Laufe der Zeit: Da die Restschuld immer kleiner wird, sinken auch die Zinsen. Der regelmäßig zu zahlende Betrag enthält also immer mehr Tilgung und immer weniger Zinsen. Eine übliche Tilgungsvereinbarung würde zum Beispiel lauten: 1 % der Darlehenssumme zuzüglich ersparter Zinsen.

    Fixe oder variable Belastung

    Der Vorteil von Annuitätendarlehen ist die stets gleichbleibende Belastung, die bei der Planung des Haushaltsbudgets gut berücksichtigt werden kann. Auch gewöhnliche Ratenkredite kann man so gestalten, indem Sie die Zinsen über die gesamte Laufzeit für das Darlehen berechnen, zur Darlehenssumme addieren und den Gesamtbetrag auf gleichmäßige Raten verteilen. Alternativ haben Sie die Möglichkeit, durch gleichmäßige Tilgung, aber sinkende Zinsen die Belastung im Laufe der Zeit zu verringern. Ob das sinnvoll ist, hängt von Ihrer individuellen Lebensplanung ab. Tendenziell sind die finanziellen Engpässe am größten, wenn man den Kredit in Anspruch nehmen muss, so dass eine spätere Entlastung nicht viel bringt.

    Schließlich gibt es noch sogenannte endfällige Darlehen. Hier zahlen Sie zunächst nur die Zinsen, die Darlehenssumme selbst dagegen erst am Ende der Laufzeit zurück. Das macht natürlich nur Sinn, wenn Sie zum Ende des Kreditvertrages eine größere Zahlung sicher erwarten, eine fällige Lebensversicherung zum Beispiel.

  • Kredit und Behinderung: Bonität zählt

    Ein frei verfügbares Darlehen für Behinderte existiert in Deutschland nicht, allerdings gibt es durchaus Kredite und Zuschüsse, die körperlich eingeschränkte Menschen in ihrer besonderen Lebenssituation unterstützen sollen. Zumindest, wenn das Geld für Umbauten und Anschaffungen verwendet werden soll, die in direktem Zusammenhang mit dem Handicap des Kreditnehmers stehen. Bei allen anderen Darlehen spielt die körperliche Einschränkung des Bewerbers keine Rolle. Für die Bank zählt einzig die Bonität, also die berufliche und finanzielle Situation des Antragstellers sowie sein bisheriges Zahlverhalten, wie es bei der Schufa und anderen Infodiensten vermerkt ist.

    Kreditwürdig mit Behinderung

    Geht der Antragsteller trotz seiner körperlichen Einschränkung einer regelmäßigen beruflichen Tätigkeit mit normaler Bezahlung nach, sind seine Chancen auf einen Ratenkredit genauso hoch wie bei einem körperlich Gesunden. Umso mehr, wenn er im öffentlichen Dienst tätig ist, einem Sektor, in dem Menschen mit Behinderung bevorzugt eingestellt werden. Neben der Höhe des Gehalts interessiert sich die Bank auch für Dauer und Stabilität des Beschäftigungsverhältnisses sowie etwaige Vermögenswerte, die zur Sicherheit herangezogen werden können. Ist auch die Schufa-Auskunft in Ordnung, steht der Bewilligung des Kreditantrags nichts im Wege.

    Zuschüsse und Darlehen, die für Behinderte aber auch für ältere Verbraucher gedacht sind, die für die Zukunft vorsorgen wollen, sind geförderte Kredite zum behindertengerechten Umbau der Wohnung oder zur Anschaffung von Hilfsmitteln. Sie sind beispielsweise bei Förderbanken, aber auch bei Einrichtungen des Bundes und der Länder erhältlich. Im Unterschied zum normalen Bankkredit dürfen sie aber nur für den angegebenen Zweck verwendet werden und beispielsweise nicht, um Konsumgüter zu kaufen.

    Herausforderung bei Erwerbsminderungsrente

    Schlechter stehen die Chance auf ein Darlehen für Behinderte, deren Einschränkungen so stark ausgeprägt sind, dass sie keiner beruflichen Tätigkeit mehr nachgehen oder nur noch sehr reduziert arbeiten können. Sie erhalten meist eine Erwerbsminderungsrente, die zwar einen regelmäßigen Geldeingang auf dem Konto darstellt, für gewöhnlich aber zu niedrig ist, um die Kreditvergabe zu rechtfertigen. Dabei orientieren sich Banken an der jeweils geltenden Pfändungsfreigrenze, unterhalb derer sie bei Zahlungsrückständen nicht auf das Einkommen des Schuldners zugreifen können.

    Wer Erwerbsminderungsrente bezieht, ist also auf die Unterstützung eines solventen Bürgen angewiesen. Bei sehr kleinen Leihsummen sind vielleicht Minikredite vom Onlineanbieter eine Alternative. Da es sich um Kurzzeitdarlehen mit einer Maximalhöhe von 3000 Euro handelt, sind auch die Anforderungen an die Einkommenshöhe des Bewerbers nicht ganz so hoch. Ein für Minikredite üblicher Zinssatz liegt allerdings weit über dem, was eine klassische Bank verlangt. An Kreditbörsen verleihen private Kreditgeber Summen ab einer Höhe von rund 1500 Euro. Auch hier sind die Hürden für Bewerber niedriger und die Zinsen entsprechend höher.

  • Alternativen bei abgelehnten Kreditanträgen

    Wird bei dringendem Finanzierungsbedarf ein Kredit abgelehnt, zeigen sich die meisten Betroffenen schockiert. Sie müssen sich davon aber nicht entmutigen lassen, sie können alternative Wege ausprobieren. So legen nicht alle Kreditgeber gleich strenge Bonitätskriterien an, andere Banken kommen dem Kreditwunsch vielleicht nach. Spezielle Darlehen ohne Bonitätsprüfung, private Kreditgeber sowie die Suche nach einem Bürgen stellen weitere Möglichkeiten dar.

    Bei anderen Banken Anträge stellen

    Wenn eine Bank einen Kredit abgelehnt hat, befürchtete sie ein zu großes Risiko. Kreditinstitute prüfen bei potenziellen Kunden die Bonität. Zum einen holen sie eine Auskunft beim Dienstleister Schufa ein, der unter anderem Zahlungsversäumnisse listet. Zum anderen begutachten Angestellte die Einkommensverhältnisse. Wer einen hohen Lohn aus einer gesicherten Arbeit vorweisen kann, hat gute Chancen. Die einzelnen Institute bewerten diese beiden Aspekte aber höchst unterschiedlich. Deswegen lohnt es sich nach einer Absage, eine andere Bank zu kontaktieren. Eventuell vergibt diese einen Kredit großzügiger.

    Kredite ohne Schufa-Prüfung recherchieren

    Bei einer sehr schlechten Bonität müssen Verbraucher aber damit rechnen, dass alle bekannten Institute einen Kredit verweigern. Das gilt zum Beispiel bei einem Kredit trotz Privatinsolvenz, für Selbstständige mit sehr geringem und schwankendem Einkommen oder bei Interessierten mit vielen negativen Schufa-Einträgen. In diesen Fällen kommt meist nur ein Darlehen ohne Bonitätsprüfung infrage. Die Anbieter verzichten auf eine gründliche Hinterfragung, dafür verlangen sie höhere Zinsen. Die genaue Ausgestaltung hängt von den Kreditgebern ab. Manche werfen nur keinen Blick in die Schufa-Datei, fordern aber Einkommensnachweise. Andere Anbieter setzen auch keine größeren Einkünfte bei der Kreditvergabe voraus. Wer ein solches Darlehen beantragen möchte, sollte unbedingt die Konditionen prüfen. Neben vielen seriösen Unternehmern finden sich auch manche, die unbezahlbare Zinssätze veranschlagen.

    Privat über Kreditplattformen finanzieren

    Eine weitere Variante gibt es erst seit wenigen Jahren: Kreditplattformen, bei denen Privatpersonen die Darlehenssummen für andere User aufbringen. Potenzielle Kreditnehmer stellen sich und ihr Anliegen vor, nennen die gewünschte Kreditsumme und beschreiben die Rückbezahlung. Interessierte können dann einen Teil des Betrags finanzieren. Sobald die Gesamtsumme erreicht wird, wickelt die Plattform das Darlehen ab. Die Raten überweist der Kreditnehmer an eine Partnerbank, welche das Geld an die einzelnen Finanziers weiterleitet. Um ausreichend viele User zu überzeugen, sollten sich Verbraucher bei der Anfrage viel Mühe machen. Sie sollten nachvollziehbar erklären, warum sie den Kredit brauchen, wie sie den Betrag einsetzen wollen und wie sie die Tilgung stemmen wollen.

    Einen Bürgen suchen

    Verbraucher können sich auch erneut an eine Bank wenden, die den Kredit abgelehnt hatte. Das trifft für den Fall zu, dass sie inzwischen einen Bürgen gefunden haben. Ein Bürge steht für sämtliche Forderungen der Bank ein, diese hat bei einem Bürgen mit hoher Bonität ein Höchstmaß an Sicherheit. Ein solcher Kredit mit Bürgen besticht deshalb durch günstige Konditionen, die Institute fordern keine großen Risikoaufschläge. Es fällt jedoch schwer, jemand dafür zu gewinnen. Betroffene sollten sich bei vertrauten, finanziell potenten Menschen umhören und nach der Bereitschaft fragen. Sie sollten sich dabei sicher sein, dass sie die Raten fortan tatsächlich stemmen können. Ansonsten muss sofort der Bürge einspringen, das kann zu zwischenmenschlichen Verwerfungen führen.

  • Wenn es schnell gehen muss: Der Eilkredit

    Mit dem Begriff Eil Kredit werben zahlreiche Anbieter, doch nicht immer verbirgt sich das Gleiche dahinter. Einige Institute verstehen unter Eilkredit einen gewöhnlichen Kredit, sie bearbeiten den Kreditantrag aber rascher als üblich und zahlen das Geld zeitnaher aus. Bei anderen Dienstleistern handelt es sich bei dieser Darlehensart um einen besonderen Kredit, dem sogenannten Schweizer Kredit: Sie verzichten auf die ansonsten durchgeführte Schufa-Auskunft.

    Schweizer Kredit: Vorteile und Beachtenswertes

    Wer über eine gute Bonität verfügt und zum Beispiel für ein Auto im Sonderangebot dringend Geld braucht, sollte ein gewöhnliches Darlehen mit schneller Auszahlung aufnehmen. Für alle, die Einträge in ihrer Schufa-Datei verzeichnen, kommt dagegen nur ein Schweizer Kredit infrage. Die meist Schweizer Banken, daher stammt der Name, setzen keine einwandfreie Schufa-Auskunft voraus. Für viele stellt ein solcher Eil Kredit deshalb die einzige Chance dar, an Geld zu kommen. So können sie dringenden Finanzierungsbedarf stemmen: ob für ein berufsbedingt notwendiges Auto, für die Finanzierung des Lebensunterhalts in vorübergehend schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen oder für die Bezahlung einer Steuerforderung. Verbraucher sollten sich aber ausschließlich auf solche Notfälle beschränken. Bei Schweizer Krediten mit Online Sofortzusage liegen die Zinssätze über dem Marktdurchschnitt, weil die Institute ein höheres Risiko eingehen. Für die Finanzierung von Verzichtbarem eignen sie sich deshalb nicht.

    Ein weiterer Vorzug von Schweizer Krediten besteht in der Flexibilität. Die Banken verlangen keinen Verwendungsnachweis, wie etwa bei einer Baufinanzierung oder einem Autokredit. Bewilligen sie ein Darlehen, können Kreditnehmer das Geld frei nutzen. Allerdings kann trotz des Verzichts auf die Schufa-Auskunft nicht jeder mit einem positiven Bescheid rechnen. Banken interessieren sich zwar nicht für Zahlungsschwierigkeiten in der Vergangenheit, sie fordern aber einen Nachweis über regelmäßige Einkünfte. Dazu genügt meist ein vergleichsweise niedriges Einkommen knapp über der Pfändungsgrenze.

    Seriöse Anbieter und gute Konditionen

    Interessierte an einem Eil Kredit ohne Schufa-Auskunft befinden sich in einer Notlage, manche unseriösen Kreditgeber wollen das ausnutzen. Diese sollten Verbraucher unbedingt meiden. Meist lassen sie sich leicht erkennen: So stecken hinter aggressiver Werbung ohne Zinsangabe vielfach schlechte Anbieter. Auf dem Markt an Eilkrediten gibt es aber auch viele seriöse Dienstleister, diese lassen sich zum Beispiel über ein Vergleichsportal aufspüren.

    Auf einem solchen Vergleichsportal können Verbraucher zudem das beste Angebot ausfindig machen. Folgende Kriterien verdienen Beachtung: Erstens sollten Kredite möglichst billig sein. Suchende sollten ihre Aufmerksamkeit auf den Zinssatz sowie mögliche Gebühren richten. Zweitens sollte sich ein Kredit durch Planungssicherheit auszeichnen, Interessierte sollten deswegen ein Darlehen mit Festzins vorziehen. Drittens ermöglicht eine Bank bei der Rückzahlung bestenfalls Sondertilgungen, sodass Kreditnehmer ihre Schulden schneller reduzieren können.