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Bausparvertrag

  • Hohe Sicherheit und Planbarkeit
  • Konditionen im Vergleich
  • Auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten
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„Wenn ich groß bin, will ich auch mal Spießer werden“: Bald ist es schon zwanzig Jahre her, dass die Schauspielerin Lena Beyerling in ihrer Kinderrolle mit einem Werbespot für die LBS – Landesbausparkassen – bekannt wurde und die LBS einen echten Klassiker unter den Werbefilmen landeten. Bausparen ist spießig? Mag sein. Aber das Leben in den eigenen vier Wänden hat trotzdem seine angenehmen Seiten. Und Bausparen lohnt auch in Zeiten niedriger Zinsen.

So funktioniert ein Bausparvertrag

Vereinfacht kann man sagen, dass sich der Bausparer durch niedrige Habenzinsen während der Ansparphase das Recht erkauft, später einen günstigen Kredit zu bekommen. Diesen kann er nicht nur für den Bau eines Hauses oder den Kauf einer Wohnung abrufen, sondern auch für andere Zwecke rund um die Immobilie, zum Beispiel für einen Anbau, Wintergarten, eine neue Heizung, Wärmedämmung oder eine umfassende Renovierung des Bades. In der Regel muss etwa ein Drittel bis die Hälfte der Bausparsumme angespart sein, bevor ein Darlehen beantragt werden kann. Diesen Zeitpunkt nennt man Zuteilungsreife. Sie hängt aber nicht von der Sparleistung des einzelnen Bausparers ab, sondern von allen Kunden der jeweiligen Bausparkasse, dem Bausparkollektiv. Bausparen funktioniert also ein wenig wie eine Versicherung, bei der auch gleichartig Gefährdete als Kollektiv gemeinsam betrachtet werden, sodass ein Risikoausgleich nach dem Gesetz der großen Zahl möglich ist. Beim Bausparen finanzieren die Kunden, die sich in der Ansparphase befinden, die Darlehen. Die Bausparkasse organisiert diesen Prozess.

Unterschiede zwischen den Anbietern werden transparent

Es ist leicht vorstellbar, dass je nach Zusammensetzung des Kollektivs Unterschiede hinsichtlich der Ansparphase bis zur Zuteilungsreife entstehen. Die Verträge sind aber auch in anderer Hinsicht verschieden: Bei einem teuren Anbieter, der niedrige Habenzinsen bietet und zudem eine hohe Abschlussgebühr erhebt, kann die Ansparphase zum Verlustgeschäft für den Kunden werden. Das ist nicht schlimm, wenn später wirklich ein Bauspardarlehen in Anspruch genommen wird und sich der Vertrag durch niedrige Sollzinsen rechnet. Wer unsicher ist, ob er wirklich in Zukunft bauen, kaufen oder renovieren will, sollte dagegen das Augenmerk auf eine günstige Ansparphase legen. Steuerbegünstigte vermögenswirksame Leistungen, Wohnungsbauprämie, bei niedrigen Einkommen eine Arbeitnehmersparzulage und einkommensunabhängig Wohn-Riester machen das Bausparen zusätzlich attraktiv. Das gilt vor allem für kleinere Bausparverträge. Wählen Sie die Summe so, dass nach etwa sieben bis zehn Jahren die Zuteilungsreife erreicht wird. Wenn eine staatliche Förderung genutzt werden kann, schlägt der Bausparvertrag auch als reiner Sparvertrag – ohne Inanspruchnahme eines Darlehens – sichere Anlagealternativen wie Tages- und Festgeld. Die vertraglich festgeschriebenen Zinskonditionen muss man stets in Zusammenhang mit den Zeiträumen für Sparen und Tilgung sehen. Unter Umständen kann ein Angebot mit höherem Kreditzins sogar die bessere Wahl sein, wenn die Zeit bis zur Zuteilung kürzer ist.